Der ultimative Social Listening Guide 2020

Frau liegt mit Kopfhörern, Smartphone und Laptop auf einem Steg auf dem Wasser
Frau liegt mit Kopfhörern, Smartphone und Laptop auf einem Steg auf dem Wasser

Die Menge an Daten, die innerhalb einer Sekunde im Netz geteilt wird, kann, ähnlich wie die unendlichen Weiten der Galaxie, kaum begriffen werden. In 60 Sekunden werden weltweit knapp 19 Millionen WhatsApp Nachrichten versendet, 1,3 Millionen Menschen loggen sich in Facebook ein, mehr als 4,7 Millionen Videos werden auf YouTube geguckt und zusammengenommen knapp 764.000 Stunden Netflix geschaut. Den Überblick über diese riesige Menge an Daten zu behalten ist unmöglich. Allein auf TikTok werden in einer Minute 1400 Downloads getätigt und 2,5 Millionen Snaps kreiert . Social Listening zu betreiben, also die Resonanz des eigenen Auftritts in den Sozialen Medien auszuhorchen, ist heutzutage also entscheidend, um sich strukturiert durch diese Informationsflut arbeiten zu können.

2020 das passiert in einer Minute im Internet

(That happens in 60 seconds in 2020 by Lori Lewis. Quelle: https://www.allaccess.com/merge/archive/31294/infographic-what-happens-in-an-internet-minute)

Die in der obigen Abbildung dargestellte Menge an Informationen, die täglich innerhalb von nur 60 Sekunden im Internet entsteht, macht es Unternehmen sehr schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden – und erst recht, sich in dieser Masse von anderen Unternehmen abzuheben. Es stellt sich die Frage, wie Unternehmen all diese Informationen sammeln und sinnvoll interpretieren können, um daraus unternehmenskritische Entscheidungen zu treffen. Genau an dieser Stelle können Social Listening Tools Unternehmen dabei helfen, die sich ständig ändernde und immer größer werdende Menge an Social Data kontrollieren, sammeln und durch diese Daten lernen, wie sie unternehmensrelevanten Entscheidungen verbessern können. Dieser Artikel deckt alle Bereiche dazu ab, wie Unternehmen und Marken von Social Listening profitieren können.

Was ist Social Listening?

Beim Social Listening, werden die sozialen Medien nach für ein Unternehmen relevanten Informationen durchsucht. Das schließt große Plattformen wie YouTube, Facebook, Twitter und Instagram, aber auch kleinere Plattformen wie Bewertungsportale, Blogs oder Foren ein, auf denen kommentiert werden kann. Mit Hilfe von Social Monitoring Tools könnt ihr sehen, was und wie viel über euer Unternehmen im Netz gesprochen wird und wie sich die Reputation der Marke verhält. Auch wenn ihr wissen möchtet, wie ihr im Vergleich zu eurer Konkurrenz dasteht, ist Social Listening eine besonders empfehlenswerte Methode. Denn mit all den Daten könnt ihr Trends analysieren, die euch exklusive Einblicke in die Köpfe eurer Kunden ermöglichen. Das Ganze passiert mittlerweile vollkommen automatisch und in Echtzeit. Die Analysen werden meistens in Dashboards dargestellt, um die komplexen Inhalte durch visuelle Darstellung zu vereinfachen.

Social Listening Kopfhörer Headphones auf dem Tisch

Was ist Social Media Monitoring?

Bei Social Media Monitoring handelt es sich um eine Social Media Marketing Strategie, bei der individuelle Markenerwähnungen in sozialen Netzwerken beobachtet und identifiziert werden. Anschließend werden diese Erkenntnisse genutzt, um direkt mit der Zielgruppe und damit mit den Usern, die mit der eigenen Marke in Verbindung stehen zu interagieren. Für ein gelungenes Community Management könnt ihr Social Engagement Tools verwenden, die euch dabei helfen, eure Socials zu vereinen und über eine Oberfläche gesammelt zu verwalten.

Was ist der Unterschied zwischen Social Media Monitoring und Listening?

Fangen wir erstmal mit den Grundlagen an und beantworten die Frage danach, was sich hinter dem Begriff von Social Media Monitoring bzw. Social Listening verbirgt und wo genau der Unterschied liegt. Immerhin führt mittlerweile im Marketing kein Weg mehr an diesen Termini vorbei. Der semantische Unterschied zwischen beiden Begriffen ist offensichtlich, dennoch werden beide Terminologien oft als Synonyme füreinander verwendet. Da stellt sich die Frage, ob es überhaupt faktische Unterschiede in der Bedeutung beider Begriffe gibt? Allerdings! Es gibt viele Metaphern, die dabei helfen, den Unterschied zwischen beiden Feldern besser zu veranschaulichen: Wenn Monitoring die Bäume sind, dann ist Listening der Wald; Monitoring ist ein Pixel, Listening ist das Bild. Wir haben die größten Unterschiede nochmal genauer für euch zusammengefasst.

Ein direkter Vergleich

In der folgenden Tabelle findet ihr die drei wichtigsten Kriterien anhand denen sich Monitoring und Listening im Social Media Bereich voneinander abgrenzen lassen.

Monitoring vs. Listening im Social Media Bereich Social MonitoringSocial ListeningMaßstabMikroMakroZeitliche EinordnungReaktivProaktivKomplexitätAuf einfachstem Level manuell möglichAutomatisierung durch Tools nötig

Monitoring bezieht sich in diesem Kontext also eher auf den Mikrokosmos, in dem Social Mentions, Kommentare und Konversationen, die die eigene Marke betreffen analysiert und beobachtet werden. Im nächsten Schritt ist es natürlich sinnvoll, diese Kenntnisse nicht einfach ungenutzt zu lassen, sondern mit der Zielgruppe zu interagieren. Social Listening geht noch einen Schritt weiter. Hier werden die erhobenen globalen Daten gesammelt und für strategische Zwecke genutzt. Dementsprechend ist Monitoring ein eher reaktiver Prozess, bei dem auf Geschehnisse geantwortet wird, während Listening zum Erkennen von Trends und Entwicklungen in den sozialen Medien eingesetzt wird. Das ist auch der Grund dafür, dass das reine Beobachten und Reagieren im Social Media Bereich in den Grundzügen manuell durchgeführt werden kann – was für die erhobenen Datenmengen für Social Analytics undenkbar wäre.

Warum ist Social Media Monitoring wichtig?

Jetzt wo der Unterschied zwischen beiden Begrifflichkeiten grundsätzlich geklärt ist, steht noch immer die Frage im Raum, wofür genau Social Media Monitoring nun wichtig ist. Monitoring ist wichtig, um als Brand möglichst schnell auf @mentions und andere Erwähnungen auf Social Media reagieren zu können. Social Media Monitoring Tools können euch dabei helfen, schneller auf solche Vorkommnisse zu reagieren – und Reaktionszeit ist alles in Zeiten von sozialen Netzwerken. Ihr könnt auch Suchen aufsetzen, die euch dabei helfen, Konversationen zu finden, die euch ansonsten durch die Lappen gegangen wären – beispielsweise, wenn jemand eure Brand falsch schreibt oder euch nicht in seinem Post markiert.

Merke: Dank Social Monitoring könnt ihr dafür sorgen, dass eure potentiellen Kunden über Social Media eine positive Assoziation zu eurer Marke aufbauen. Zusätzlich könnt ihr leichter Möglichkeiten aufdecken, um mit euren Followern zu interagieren. Natürlich findet sich so auch der ein oder andere Influencer, der sich als Markenbotschafter für eure Brand hervorragend eignet.

Warum ist Social Media Listening wichtig?

Wann kommt aber Social Listening im Marketing zum Einsatz? Besonders dann, wenn es um große Datenmengen geht, die aus sozialen Netzwerken generiert werden. Beobachtet ihr spezielle Keywords oder Themen, ist ein Social Listening Tool die beste Hilfe, um die enormen Datenmengen aufzuarbeiten und zu analysieren. Ergebnisse können beispielsweise die Tonalität der Beiträge oder die Themenaffinität von Usern sein.

Merke: Wenn ihr eure strategische Ausrichtung im Social Media Bereich überarbeiten wollt, ist Social Media Listening das richtige für euch. Mit Hilfe des richtigen Tools könnt ihr Themen im Auge behalten und neue Trends aufdecken. Auch eure eigene Performance könnt ihr so noch besser einordnen.

Am Ende sollten beide Themen aber Hand in Hand gehen, um im Social Media Bereich möglichst gut aufgestellt zu sein. Nur, wenn ihr den Unterschied richtig versteht, könnt ihr jedes Thema an der richtigen Stelle in eure Social Strategie einbauen. Ihr als Social Media Manager wisst nun auch, dass keiner der beiden Bereiche wichtiger ist als der andere.

Warum sollten Unternehmen Social Listening nutzen?

Der Gebrauch von sozialen Netzwerken wächst stetig und ist sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen fest etabliert. Es gibt verschiedene Plattformen mit jeweils eigenen Zielgruppen, die zusammengenommen Milliarden von Nutzern beherbergen. Diese wiederum posten, liken und kommentieren mehrmals täglich, wodurch eine enorme Menge an Daten entsteht, die kein Mensch händisch nach relevanten Informationen durchsuchen kann. Allein deshalb lohnt es sich, ein Social Listening Tool zurate zu ziehen, das sich automatisiert durch den Wust an Daten frisst.

Hinzu kommt, dass Unternehmen, die heutzutage noch über keinerlei Online-Präsenz verfügen vielen Menschen erstmal suspekt erscheinen. Da ist es kein Wunder, dass selbst Nischen-Unternehmen einen immer größeren Fokus auf Social Media Marketing setzen. Mit dem Ansturm auf das Internet verbreiten sich auch immer mehr Daten im Netz. Geteilte Bilder, Beiträge und Artikel hinterlassen Spuren im Social Web, die Unternehmen analysieren können, um ihre Zielgruppe besser zu verstehen und Insights zu erhalten: So genannte Consumer Insights aus sozialen Medien. Und das durch Social Listening.

Was sind Social Insights?

“Insights” ist ein Wort, das häufig im Marketing und in der Kommunikation verwendet wird. Dieser Begriff ist allerdings nicht überall klar definiert und hat daher mehrere Bedeutungen. Einerseits bezieht er sich auf die Interpretation einer Beobachtung. Wenn wir heute über Einsichten sprechen, konzentrieren wir uns hauptsächlich auf Verbrauchererkenntnisse und den Versuch, ein Problem zu lösen, dem der Verbraucher täglich gegenübersteht und das mit Produkten oder Dienstleistungen gelöst werden kann. Social Insights hingegen basieren auf der Beobachtung und Analyse von Gesprächen im Social Web rund um eine Marke oder ein Problem und können, wie wir sehen werden, zu besseren strategischen Entscheidungen führen.

Die Vorteile von Social Listening

Die Strukturen der Kommunikation haben sich geändert. Es findet jetzt einfach Vieles über soziale Netzwerke statt. Ob synchron oder asynchron – über Social Media werden Nachrichten versendet, Bilder gepostet und Meetings abgehalten. Von daher bietet Social Listening unter anderem folgende Vorteile:

  • Durch Social Media Monitoring können genaue Daten über Zielgruppen erfasst und ausgewertet werden.
  • Die in der Konsumentenforschung oft auftretende Beeinflussung durch Störfaktoren in Umfragen oder Interviews fällt durch Social Listening komplett weg. Daher liefert diese Methodik sicherere Ergebnisse.
  • Es ist ein schneller Prozess, da das gesamte System automatisiert ist. Die Daten werden in Echtzeit beobachtet und analysiert.
  • Die Prozesse erfordern weniger Budget, weniger Zeit und weniger personelle Ressourcen.

Wie hängen Social Listening und Marktforschung zusammen?

Auch wenn Social-Media-Listening-Tools eher qualitative Analysen wie die Bestimmung der Tonalität und die Identifizierung neuer Trends ermöglichen, sind Marktstudien nicht völlig überflüssig geworden. Es ist eine Sammlung und Analyse von Daten über Zielgruppen, Wettbewerber und Themen auf sozialen Netzwerken, die das Verständnis eines Unternehmens für seine Zielgruppe vertiefen soll. Beide Bereiche ergänzen einander: Social Insights durch Listening können beispielsweise genutzt werden, um einen Trend zu belegen, der zuvor durch eine Marktstudie aufgedeckt wird.

Welche Arten von Daten können durch Social Listening gemessen werden?

Ganz einfach gesagt: Quantitative Daten geben uns die Zahlen, die wir brauchen, um allgemeine Grundlagen von Forschungen zu beweisen. Qualitative Daten hingegen liefern Details und die Tiefe, um Beweggründe und Auswirkungen zu verstehen. Beide Datensätze sind komplementär und um das volle Ausmaß einer Hypothese zu verstehen, werden beide benötigt. Das Messen und Auswerten solcher Daten ist für eine erfolgreiche Social Media Marketing Strategie enorm wichtig.

Quantitative Daten erfassen

Folgende Daten zählen zur Kategorie quantitativer Daten:

  • Die Anzahl an Erwähnungen: Die Häufigkeit, mit der ein bestimmtes Keyword (ein Produkt, eine Marke, ein Ausdruck oder ein Hashtag) in sozialen Medien erwähnt wird.
  • Die potentielle Reichweite: Die Anzahl der Internetnutzer, die potenziell durch eine Nachricht erreicht werden kann, berechnet anhand der Zielgruppe der Personen, die die Nachricht geteilt haben.
  • Die Anzahl der Interaktionen: Wie oft ein Beitrag geliked, kommentiert oder geteilt wurde.

Quantitative Daten können in zwei Kategorien unterteilt werden:

  • Beschreibende Daten sind quantitative Informationen, die in konkrete Kennzahlen zusammengefasst werden können, wie beispielsweise die Anzahl der neuen Abonnenten, Engagements, Impressionen oder Klicks.
  • Umsetzbare Daten setzen diese rein deskriptiven Informationen durch vertiefende Analysen in Zusammenhang. So gibt es Antworten auf Fragen wie: Woher kommen meine neuen Abonnenten? Welche Art von Inhalt erhält die meiste Interaktion? Zu welcher Zeit sind meine Impressions am größten?

Qualitative Daten erfassen

Qualitative Daten helfen dabei, noch weiter in die Tiefe zu gehen und die gesammelten Zahlen besser zu verstehen. Wenn quantitative Daten uns aufzeigen, was genau passiert, helfen uns qualitative Daten dabei, zu verstehen, warum es passiert. Auch solche Auswertungen sind mit Social Listening möglich.

Zwei Beispiele für die Erfassung qualitativer Daten:

  • Die Sentiment Analyse: Durch semantische Analysetechnologien können wir inzwischen die Tonalität von Beiträgen und Kommentaren analysieren. Diese zeigen uns, ob über ein Keyword, einen Satz oder einen Namen überwiegend positiv, negativ oder neutral gesprochen wird. Das ist vor allem zur Beurteilung der Wahrnehmung eines Produktes, Updates, Unternehmens, einer Kampagne oder des CEOs ein äußerst hilfreicher Indikator.
  • Die Trendanalyse: Niemand hat wirklich die Zeit, die zig Millionen Posts zu lesen, die täglich geteilt werden. Es ist aber durchaus möglich, diese automatisch zu analysieren, um aus all den Konversationen gewisse Tendenzen zu extrahieren. Je häufiger gewisse Themen genannt werden, umso deutlicher kristallisieren sich Trends heraus.

Wie werden diese Daten beschafft?

  • In sozialen Netzwerken: Die meisten Social-Media-Netzwerke verfügen über eigene Statistiken und Analyse-Tools, die hervorragend dazu geeignet sind, die Performance seiner eigenen Profile zu verstehen. Anhand dieser Daten könnt ihr die Performance einzelner Posts und die gesamte Entwicklung eures Accounts nachvollziehen.
  • Mit Social Media Management Tools: Viele Social-Media-Management-Tools bieten erweiterte automatisierte Analysen für ein tiefergehendes Verständnis von Social Data. Mit der Meltwater Social Suite können Unternehmen beispielsweise alle Social Accounts von einer Plattform aus verwalten und Beiträge für bestimmte Zielgruppen vorplanen. So spart ihr als Social Media-Manager man Zeit und personelle Ressourcen. Vergleicht eure Performance zusätzlich mit der von euren Mitbewerbern und messt, wie erfolgreich eure Medienstrategie wirklich ist.
  • Mit Social Listening Tools: Für eine möglichst umfassende Analyse, die sich nicht nur auf eure aktuelle Community, sondern auf alle Online-Nutzer (d.h. Millionen von Menschen weltweit) konzentriert, müssen soziale Medien einbezogen werden. Dies ermöglicht umfassendere Analysen, die über soziale Netzwerke hinaus auch Blogs und Foren umfassen. Mit dem Social Media Listening Tool von Meltwater können wir innerhalb weniger Minuten Milliarden von Daten analysieren und dementsprechend Entscheidungen treffen.

Die verschiedenen Möglichkeiten des Social Media Listening

Innerhalb des Social Listening Bereichs gibt es noch mehrere Unterscheidungen der Analysemöglichkeiten:

  • E-Reputation: Folgt allen Erwähnungen eurer Marke und Produkte, um zu verstehen, wie euer Unternehmen wahrgenommen wird und welche Themen es umgibt.
  • Krisenmanagement: Antizipiert Krisen, indem ihr die Tonalität der Berichterstattung zu einem Thema und alle potenziell negativen Keywords beobachtet, um im Fall einer Krise so schnell wie möglich handeln zu können.
  • Competitive Intelligence: Analysiert die Kommunikation, Neuigkeiten und den Ruf eurer Mitbewerber. Durch Social Listening erkennt ihr Trends vor allen anderen und bleibt so mit den aktuellsten Entwicklungen der Branche auf dem neuesten Stand und seid eurer Konkurrenz immer einen einen Schritt voraus.
  • Trend Reports: Identifiziert wichtige Themen, die den Markt antreiben und findet relevante Themen, über die eure Zielgruppe spricht. So entdeckt ihr Technologien oder Trends, für die euer Unternehmen Vorreiter sein könnte. 
  • Business Intelligence: Entdeckt aufregende neue Geschäftschancen, indem ihr jeden Aspekt eures Produkts oder Unternehmens zusammen mit weiterführenden Key Terms wie „Vorgehensweise“ oder „Welches Tool wähle ich?“ beobachtet und direkt mit euren (potentiellen) Usern interagiert.

5 kreative Wege, Social Listening Tools zu nutzen

Jedes Unternehmen muss heutzutage Social Media nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und effektiv mit seinen (potentiellen) Kunden zusammenzuarbeiten. Mit Hilfe von Social Listening Tools könnt ihr euer Publikum und damit auch eure Zielgruppe noch besser verstehen. Social Media Monitoring hilft euch zusätzlich dabei, euren Wettbewerb im Auge zu behalten, mit den neuesten Trends innerhalb eurer Branche Schritt zu halten und mit euren Followern zu agieren. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns daher mit einigen grundlegenden Fragen zum Thema Social Media Monitoring und Social Listening und erklären euch fünf effektive und kreative Methoden, um Social Listening in eure Social Media Marketing Strategie zu integrieren.

1. Findet User mit einem Problem, das ihr lösen könnt

Viele eurer potenziellen Kunden haben sicherlich noch nichts von euch gehört und wissen dementsprechend auch nicht, dass ihr eine Lösung für eines ihrer Probleme habt. Strategisch mit einem Monitoring Tool in soziale Netzwerke „hineinzuhorchen“ ist eine der besten Möglichkeiten, um solche Chancen schnell aufzudecken und euren Prospects zu zeigen, was ihr ihnen anzubieten habt. Wenn ein Mensch heutzutage ein Problem hat, beginnt dieser oftmals damit, durch simple Fragen nach einer Lösung zu suchen. Das kann in Form einer einfachen Google Suche geschehen; vielleicht stellt er die Frage auch in einem Forum oder in einer Gruppe auf Facebook, die sich mit dem Thema beschäftigt.
Mit Hilfe von Social Listening Tools könnt ihr relevante Anfragen schnell erkennen. Es ist egal, ob euer Unternehmen nahrhaftes Haustierfutter herstellt, SEO-Software entwirft, Immobilien verkauft oder personalisierbaren Schmuck herstellt. Wenn ihr Menschen findet, die genau das Produkt oder die Dienstleistung suchen, die ihr anbietet, habt ihr eine gute Perspektive. Dank besagter Tools findet ihr eure Kunden, sobald sie ein Bedürfnis äußern. Während Anzeigen mittlerweile häufig als aufdringlich empfunden werden, habt ihr durch Präsenz auf Sozialen Netzwerken einen wesentlich besseren Ansatzpunkt. User freuen sich hier, wenn diese von euch hören, wir ihr deren geäußerten Probleme lösen könnt.

2. Bindet unzufriedene Kunden der Konkurrenz an euch

Fakt ist: Die Leute beschweren sich oft in den sozialen Medien und viele dieser Beschwerden richten sich gegen Unternehmen. Twitter, Facebook, Yelp und andere Bewertungsseiten sind voll negativer Kommentare zu schlechtem Service, fehlerhaften Produkten, irreführender Werbung und anderen Problemen. Die Überwachung dieser Gespräche kann euch helfen, unzufriedene Kunden für euer Unternehmen abzuwerben. Dies mag zwar vorerst klingen wie eine hinterlistige Taktik, ist aber absolut ethisch. Ihr macht eure Konkurrenz nicht schlecht – deren Kunden haben es bereits selbst getan. Ihr bietet schlicht und einfach eine Alternative an. Mit der passenden Software könnt ihr den Wettbewerb sowie Gespräche über eure Branche überwachen.

Wenn ihr diese Strategie anwendet, müsst ihr allerdings auch wirklich sicher sein, dass ihr tatsächlich eine bessere Alternative anbieten könnt. Denkt daran, dass ihr es mit Kundschaft zu tun habt, die eindeutig dazu bereit ist, Reklamationen zu tätigen oder schlechte Bewertungen zu veröffentlichen. Wenn ihr euch jedoch darauf verlassen könnet, dass ihr ein überlegenes Produkt, einen besseren Kundenservice, einen niedrigeren Preis oder eine andere wünschenswerte Alternative zur Konkurrenz anbieten könnt, könnt ihr diese Social Media Strategie guten Gewissens anwenden. Findet verärgerte User und macht diese glücklich.

3. Zeigt Dankbarkeit für Lob

Social Listening ist ein starkes Werkzeug für das Reputationsmanagement. Euer Ziel ist, immer zu wissen, was potentiell an eurem Unternehmen interessierte Personen über euch sagen. Egal, ob sich diese Konversationen auf Twitter, Facebook oder einer Bewertungsseite abspielen. Ein Fehler vieler Marken besteht jedoch darin, das Reputationsmanagement hauptsächlich zur Schadensbegrenzung einzusetzen. Ihr solltet zwar auf Kritik und negative Bewertungen reagieren, aber es ist ebenso wichtig, Menschen zu belohnen, die nette Dinge über euch sagen. Filtert bei der Überwachung von Gesprächen nicht die positiven Kommentare und Bewertungen heraus. Es kann sehr nützlich für euch sein, positive Posts zu kommentieren. Sogar ein einfaches „Danke!“ oder „Ich bin froh, dass Du deine Mahlzeit genossen hast!“ ist eine Belohnung für gut gestimmte User. Jeder möchte gerne anerkannt werden.

Was für positive Kommentare gilt, gilt genauso auch für neutrale Erwähnungen: Auch diese sind eure Aufmerksamkeit wert. Zum Beispiel könnte jemand beiläufig „Habe heute Mittag mit Max und Lisa bei Mario’s Pizza gegessen“. Dies ist kein Review und sagt nichts Positives oder Negatives über das Geschäft aus. Ihr als Eigentümer des Pizza-Ladens, solltet euch allerdings die Mühe machen, Folgendes zu kommentieren: „Schön, dass ihr vorbeigeschaut habt! Ich hoffe, ihr hattet eine gute Mahlzeit!“ diese Art von Kontakt schafft Nähe zu euren Kunden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass diese immer öfter euer Business assoziieren – Stichwort: Brand Awareness.

4. Findet Influencer und Brand Ambassadors

Das geeignete Tool hilft euch dabei, Influencer innerhalb eurer Branche zu identifizieren, die eure Marke, euer Produkt oder euren Service bekannter machen können. Sucht dafür nach Diskussionen innerhalb sozialer Netzwerke zu beliebten Stichworten in eurer Branche. Findet heraus, welche User in diesen Bereichen besonders stark vertreten sind und welche den größten Einfluss auf andere Nutzer haben. Abonniert im nächsten Schritt deren Newsletter, folgt ihnen auf Social Media oder nehmt auf andere Weise Kontakt zu ihnen auf. Es ist nicht immer einfach, sich mit weltbekannten Meinungsmachern zu verbinden. Ihr könnt mit Mikro-Influencern beginnen, die zwar keine Millionen Follower haben, aber ein kleineres, aber loyales Publikum besitzen.

Ein weiterer Vorteil von Social Listening ist die Suche nach den am stärksten begeisterten Kunden. Auch diese könnt ihr in eure Social Media Strategie einbinden, indem ihr sie als Testimonials nutzt und zu einer Art Brand Ambassador macht. Bietet ihnen kleine Belohnungen für die Verbreitung von Informationen über euer Unternehmen. Doch nur mit der Identifikation potentieller Brand Ambassadors ist es nicht getan – die Kunst liegt darin, eine Beziehung zu diesen aufzubauen. Denkt daran, dass die meisten Menschen eher gewillt sind, etwas für euch zu tun, wenn diese im Gegenzug auch etwas zurückbekommen.

5. Findet Wege, euer Business zu verbessern

Wenn ihr nach Möglichkeiten sucht, euer Geschäft auszubauen, ist Social Data ebenfalls wertvoll. Beim Skalieren müsst ihr die Bedürfnisse eurer Kunden an erste Stelle stellen. Befragt eure Bestandskunden zu ihren Bedürfnissen und Vorlieben. Beim Social Listening könnt ihr allerdings eine etwas breitere Strategie fahren und eire Zielbranche in den sozialen Medien und im Internet monitoren.

Identifiziert Produkte und Features, nach denen Personen in eurem Bereich suchen, die ihr derzeit nicht verkauft. Gleiches gilt auch für Services, die ihr derzeit nicht anbietet. Wenn ihr beispielsweise Besitzer eines Fitnessstudios seid, findet ihr ggf. eine Art von Trainings-Kurs, der bekannt und beliebt ist, den ihr jedoch noch nicht anbietet. Betreibt ihr aber beispielsweise einen Salon, sucht nach Produkten und Behandlungen, die eure Salonkunden zu schätzen wissen. Auf diese Weise kann sich das kontinuierliche „Zuhören“ auszahlen. Findet heraus, was der Markt hergibt und was davon ihr noch nicht anbietet. Versucht zu beantworten, wie beliebt diese Angebote sind und ob es sich lohnt, diese in euer Portfolio zu übernehmen.

Das sind einige der besten Möglichkeiten, um eure Social Listening Tools optimal zu nutzen. Um heute auf beliebten Social Media Plattformen erfolgreich zu sein, können euch eine Vielzahl an Tools unterstützen, um einen möglichst effizienten Managementprozess einzuführen. Wichtig ist dabei, alle Socials auf einen Blick verwalten zu können, Konversationen zu verfolgen, Ergebnisse zu analysieren und nach einem festen Redaktionskalender zu posten. So könnt ihr euch über die Zeit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Wie kann Meltwater euch beim Thema Social Listening und Social Media Monitoring unterstützen?

Wir bieten mit unserer Meltwater Media Intelligence Plattform die ideale Lösung für die Verbindung aller in diesem Beitrag genannten Bereiche. Ob Social Listening, Monitoring, Engagement oder Influencer – wenn ihr mehr über unsere All-in-one-Lösung erfahren wollt, füllt einfach das folgende unverbindliche Formular aus.