Das sind die Top Social Media Trends 2022 (+Quiz)

3D Illustration eines pinken Fernglases vor einem blauen Hintergrund für die Social Media Trends 2022
3D Illustration eines pinken Fernglases vor einem blauen Hintergrund für die Social Media Trends 2022

Da die Popularität der sozialen Medien weiter zunimmt, mit weltweit über 3,7 Milliarden Social Media Usern auf allen sozialen Netzwerken, fragen sich Marken nicht nur, wie sie im nächsten Jahr ein riesiges Social Media Publikum ansprechen werden. Sie fragen sich auch: "Welche Social Media Trends sollte ich in dieser sich ständig verändernden Landschaft erwarten?"

Um mehr darüber zu erfahren, was Marken im Jahr 2022 und darüber hinaus erwarten können, befragte Meltwater Marketingexperten, um herauszufinden, welche Social Media Trends B2B- und B2C-Unternehmen im Jahr 2022 nutzen werden. Außerdem zeigen wir euch die Ergebnisse der State of Social 2022 Umfrage.

Inhalt

Trend 1: TikTok wird die sozialen Medien dominieren

TikTok hat ein unbestreitbar schnelles Wachstum erlebt. Die App ist auf dem Weg zu 1.5 Mrd. Nutzer in 2022 und war die erste Nicht-Facebook-App, die weltweit fast 3 ​​Millionen Downloads erreichte. Mit täglich mehr als 1 Milliarde Nutzer weltweit, bietet TikTok ein großen Potenzial potenzielle Kunden zu erreichen.

Bei schnellem Wachstum ist es leicht anzunehmen, dass es sich um eine vorübergehende Modeerscheinung handelt – aber das scheint hier nicht der Fall zu sein, obwohl nur 6,23% der Unternehmen derzeit TikTok nutzen.

Balkendiagramm: Welche Social Media Kanäle nutzt Ihr Unternehmen?

Andere Social Media Unternehmen haben die Popularität von TikTok als Inspiration genutzt, um die Funktionen ihrer eigenen Plattform zu ändern. Zum Beispiel hat Instagram TikTok-Lookalike-Funktionen in seiner eigenen Version namens Reels verwendet, und Reddit hat gerade eine ähnliche Funktion auf seiner eigenen Plattform angekündigt.

Im Jahr 2022 wird TikTok immer weiter wachsen, da immer mehr Marken untersuchen, wie sie die Popularität der App nutzen können, um ihre Markenbekanntheit zu steigern und neue Zielgruppen zu erreichen. Darüber hinaus werden wir den Welleneffekt von TikTok auf die Social Media Landschaft insgesamt beobachten, da andere Plattformen ihre Funktionen ändern, um den Schwerpunkt auf kurze, Snackable Content zu legen - was uns gleich zum nächsten Social Media Trend 2022 führt.

Tipp: Erfahre mehr über die wichtigsten TikTok Statistiken.

Trend 2: Kunden werden snackable Content fordern

Im Jahr 2020 erlebten wir den Aufstieg von TikTok und Instagram Reels, ein anhaltendes Engagement für Story Inhalte von Facebook, Instagram und Snapchat und Marken, die kurzen oder „snackable“ Content erstellten, um die Awareness und Beliebtheit ihrer Marke bei Konsumenten zu erhöhen.

Da die Aufmerksamkeitsspanne in den sozialen Medien weiter schrumpft und immer mehr Menschen endlos durch Feeds scrollen, während sie sich zu Hause langweilen, erwarten wir nicht, dass snackable Content in absehbarer Zeit an Fahrt verliert - deshalb gehört dieser Bereich auch unbestreitlich zu den Social Media Trends 2022. 

Welche Arten von snackable Content gibt es?

Snackable Content wird dadurch identifiziert, wie lange es dauert, ihn zu konsumieren, und nicht unbedingt, welche Art von Inhalt angezeigt wird. So wie ein Snack in wenigen Minuten konsumiert werden soll, während eine Mahlzeit eine halbe Stunde oder länger dauern kann, sollen kürzere Inhalte in nur wenigen Sekunden konsumiert werden, während traditionelle Inhalte wie Blogartikel fünf bis zehn oder sogar mehr Minuten benötigen.

Dieses Format funktioniert gut mit fast allen Arten von Inhalten, die im Internet veröffentlicht werden können, einschließlich:

  • Kurze Textauszüge, wie die Updates, die auf Twitter zu sehen sind
  • Videos, die nur wenige Sekunden bis zu einer Minute lang sind, wie sie auf Instagram zu sehen sind
  • Bilder, insbesondere solche, die in Memes verwendet werden
  • Infografiken, die auf einen Blick detaillierte Informationen liefern
Snackable Content vs. Longreads

Trend 3: Augmented Reality - so wollen Kunden neue Produkte ausprobieren

Augmented Reality (AR) gibt es schon seit einigen Jahren, und Marken verwenden AR immer häufiger, um Konsumenten zu ermöglichen, Produkte vor dem Kauf zu testen. Das haben wir auch schon in unseren Marketing Trends 2022 festgestellt.

AR hat sich auch für das Geschäftsergebnis eines Unternehmens als effektiv erwiesen. Tatsächlich kann AR die Klickraten beim Kauf um bis zu 33 % verbessern.

Wenn du der Meinung bist, dass AR gut zu deiner Marke passen könnte, ist Snapchat eine effektive Plattform, um es zu testen – die soziale Plattform erreicht über 90 % der 13- bis 24-Jährigen und über 75 % der 13- bis 34-Jährigen in den USA, darunter fast jeder zweite Smartphone-Nutzer, also eine gute Gelegenheit, deine Produkte einem großen Publikum vorzustellen. 

Virtual Reality vs. Augmented Reality

Trend 4: Social Advertising wird kreativer

Obwohl die Marketingbudgets vieler Unternehmen knapper werden, wollen 44% der Marketer ihre Budgets 2022 erhöhen. Aber wo und wie sollte dieses Geld 2022 ausgegeben werden?

Kreis und Balkendiagramm über Marketingbudgeterhöhung

Marketer planen, im nächsten Jahr mehr auf Instagram, Facebook, YouTube und LinkedIn zu investieren. Aber wo es interessant wird, liegt jenseits dieser bewährten Kanäle. Die größten Ausgabensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr werden in Richtung TikTok, Pinterest und Snapchat gehen.

Warum planen Marketingspezialisten, 2022 mehr in Netzwerke zu investieren, die normalerweise nicht die höchste Priorität hatten? Weil sie feststellen, dass sie effektiver sind, um Geschäftsziele zu erreichen als in der Vergangenheit - definitiv ein Social Media Trend 2022.

Trend 5: Die Nachfrage nach Social Selling steigt

In den letzten Jahren haben soziale Plattformen hart daran gearbeitet, native Einkaufserlebnisse zu schaffen, damit User Produkte kaufen können, ohne ihre Websites zu verlassen. Denke beispielsweise an die Shoppable Stories von Instagram, in denen du auf einen Produktaufkleber tippen kannst, um zu kaufen, ohne die App zu verlassen.

Andere Plattformen haben in Native Advertising investiert, um ein nahtloseres Erlebnis für die Benutzer zu gewährleisten. TikTok hat beispielsweise ein Werbeformat namens Spark Ads entwickelt, das es Marken ermöglicht, das Profil vorhandener organischer Inhalte zu steigern.

Zu Beginn des Jahres 2022 werden mehr Marken Social Selling nutzen, um User zu erreichen, wann und wo immer sie zum Kauf bereit sind. Wenn deine Follower es vorziehen, deine Produkte von Instagram zu kaufen, warum lässt du sie nicht?

Inbound und Outbound überschneiden sich und zeigen die Arten des Social Selling

Wir stellen euch zunächst unsere 7 Experten vor:

1. Carmelo Russo

Carmelo Russo ist Gründer und Geschäftsführer von Social DNA. Er bloggt über Social Advertising Trends & Entwicklungen, Social Media Marketing Best Practices & Insights. Als Berater unterstützt Carmelo seine Kunden bei der Erarbeitung und Implementierung internationaler Social Media Strategien bis hin zur Umsetzung zielgerichteter Online Marketing Kampagnen.

Carmelo Russo, Social DNA

2. Christiane Wolff

Christiane Wolff ist seit über zwei Jahrzehnten mit ganzem Herzen Kommunikations- und Netzwerkexpertin u.a. als CCCO (Chief Corporate Communications Officer) bei der Serviceplan Gruppe und zuletzt bei als CMO DACH bei dentsu. Sie berät auch unter dem Dach der PMMG Group CxO bei der strategischen Positionierung.

Christiane Wolff, PMGG Group

3. Björn Radde

Björn Radde ist Head of Digital Marketing von T-Systems International. Er hat tiefes Know-How im E-Commerce, Digital Marketing, Webseiten Management, Social Media Marketing, Targeting und Data-Driven Marketing.

Björn Radde, T-Systems

4. Ritchie Pettauer

Ritchie Pettauer ist Online Marketing Stratege, Blogger und spezialisiert auf B2B Marketing. Er hat für weltweit erfolgreiche Brands wie Rittal, Swarovski, Red Bull, A1 oder SevenOneMedia Online Projekte konzipiert und begleitet. Ritchie Pettauer hält Keynotes auf Fach-Konferenzen, macht Marketing-Experten zu Online Profis und ist Mitglied des Förderbeirats der netidee.

Ritchie Pettauer, Pettauer.net Consultin

5. Jacqueline Althaller

Jacqueline Althaller gründet 1992 ALTHALLER communication und betreut seither vor allem B2B-Kunden aus den Bereichen „Handel und Payment“ und „HR“. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Ethik. 2010 gründete sie den „Erster Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation“.

Jacqueline Althaller, Althaller Communication

6. Gero Pflüger

Seit 2009 bietet Gero Pflüger mit seiner Agentur "pflüger : kreativ ackern". Content-Marketing- und Social-Media-Leistungen an. So entwickelt er strategische Herangehensweisen, führt Schulungen durch und übernimmt bei Bedarf auch die operative Social-Media-Arbeit. Im Juli 2020 erschien sein Buch »Social-Media-Marketing für Dummies«.

Gero Pflüger, pflüger : kreativ ackern

7. Björn Erbslöh

Björn Erbslöh, Business Director bei der Content-Marketing und Seeding-Agentur suxeedo. Als Spezialist für Marketing und Online-Kommunikation verfügt er über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen internationales Social Media und Content Marketing im B2C- und B2B-Bereich. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Bosch Professional Power Tools, Volkswagen, Dyson, STADA Pharma und die Signal Iduna Versicherungen.

Björn Erbslöh, Suxeedo

Wir haben ihnen 5 Fragen gestellt & das waren ihre Antworten:

1. Was wird deiner Meinung nach der größte Social Media Trend 2022?

Carmelo Russo: Aufgrund des zunehmenden Facettenreichtums und damit auch der Komplexität im Bereich Social Media, tue ich mir persönlich schwer, DEN einen größten Trend zu benennen. Dafür gibt es aus meiner Sicht zu viele individuell zu betrachtende Faktoren. Für das B2B Social Media Marketing sehe ich aber definitiv die Verstärkung des Trends hin zur Arbeit mit externen Influencern aber auch den Aufbau interner Markenbotschafter und Multipliers, insbesondere auf dem stetig global wachsenden Business Netzwerk LinkedIn. Ich gehe davon aus, dass B2B Unternehmen und Marken im Laufe des nächsten Jahres, verstärkt versuchen werden die Themen Personal Branding, Employee Advocacy und Social Selling strategisch anzugehen, um das Potenzial zur authentischen Kommunikation in Social Media in den eigenen Reihen zu heben.

Christiane Wolff: Mehrwert und Inspiration schenken. Die Welt scheint sich Jahr für Jahr noch schneller zu drehen - da heißt es, sich noch stärker mit der eigenen Positionierung, mit starken Inhalten, einer authentischen Story und klaren Botschaften auseinanderzusetzen.

Björn Radde: Social Commerce und Live Shopping werden die größten Social Media Trends im B2C Bereich. Bei B2B werden immer mehr Unternehmen feststellen, dass sie ihre Mitarbeiter motivieren müssen, sich aktiv in Social Media zu beteiligen.

Ritchie Pettauer: Das Pendel schwingt wieder in Richtung Longform-Content: TikTok hat die maximale Videolänger auf 3 Minuten erhöht, Instagram-Reels können jetzt 60 Sekunden dauern, LinkedIn hat die Posting-Länge auf 3.000 Zeichen erhöht. Snackable Content bleibt relevant, wird aber von viel mehr längeren Formaten komplementiert.

Jacqueline Althaller: Podcasts.

Gero Pflüger: Vertikales Video wird sich verstärken und auch im Unternehmens-Mainstream ankommen – Stories und Kurzvideos im TikTok-Format werden zu dominierenden Content-Formaten auch im Marketing aufsteigen.

Björn Erbslöh: Social Commerce und die Erweiterung von Social Media Netzwerken zu Online Shop Infrastrukturen wird auch im Jahr 2022 kein Halten finden. Neben den Giganten Facebook und Instagram werden auch Kanäle wie TikTok und Pinterest immer aktiver und bieten Shopping in ihren Funktionen für Unternehmen an. Integrierte In-App-Checkouts werden künftig für eine nahtlose User Experience von Discovery bis Purchase abbilden und somit vor allem für schnellere Conversions sorgen.

2. Welchen Fehler sollte man im kommenden Jahr unbedingt vermeiden?

Carmelo Russo: Ohne Strategie in das mittlerweile sehr breite und komplexe Themengebiet Social Media Marketing einsteigen oder bisherige Maßnahmen unkoordiniert weiterlaufen lassen. Die Komplexität wird eher noch weiter steigen als stagnieren oder gar sinken. Das gilt im übrigen nicht nur für das kommende Jahr sondern auch für die nächsten Folgejahre.

Christiane Wolff: Allen Trends einfach nur hinterher zu hecheln. Es geht darum, die eigene Geschichte zu erzählen, die passenden Kanäle zu finden und sich das perfekte Kompetenzteam dafür an die Seite zu holen.

Björn Radde: Irgendetwas auszuschließen wäre ein Fehler. Ich verfolge den Test & Learn Ansatz. Mit kleinen Schritten kommt man gut voran.

Ritchie Pettauer: Da fallen mir zwei ein:

  1. Bei der Planung der Content- / Influencer-Strategie nur auf Owned Channels setzen. Die Beteiligung von Corporate Influencern an 3rd Party Diskussionen wird ein immer wichtigerer Teil der erzielbaren Conversions.
  2. Kaltakquise betreiben, wo sie vermeidbar wäre: Seit Covid sank die Antwortrate auf InMails in Europa und den USA um mehr als 50%.

Jacqueline Althaller: Mitarbeiter keine Freiräume in der Social Media Kommunikation geben.

Gero Pflüger: Es gibt so ein dauerhaftes Set an Fehlern, die immer und immer wieder gemacht werden – so garantiert auch 2022. Dazu gehört, ohne strategische Basis auf Social Media zu operieren und irgendwelche Plattformen zu bedienen, die für das Unternehmen möglicherweise gar keinen Sinn ergeben. Auch wird Social Media gerne als Marktplatz fehlinterpretiert, auf dem man seinen Pitch möglichst laut zur Geltung bringen will. Außerdem nehmen selbst heute noch viele besonders mittlere Unternehmen die Arbeit mit Social Media nicht ernst genug und überlasten damit bestehendes Personal, statt neues Personal einzustellen. Dem beauftragten Personal wird in der Regel auch viel zu wenig Zeit zugestanden, und das Know-how wird ebenfalls nicht regelmäßig zu aktualisiert. Ach ja, und Chatbots. Weg mit dem Mist! Bots sind nicht social und haben nichts in der Social-Media-Kommunikation verloren.

Björn Erbslöh: Das Community Management und Customer Relationship Management zu vernachlässigen oder nicht entsprechend der Nachfrage aufzustocken. Mit neuen Ansätzen und Kanälen ergeben sich auch eine Menge neuer Fragen bei der Target Audience. Damit diese effektiv beantwortet werden können, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann man beispielsweise Monitoring Tools einsetzen, um eine Vielzahl an Kommentaren evaluieren zu lassen. Eine weitere Lösung ist, die Kommunikation teilweise zu automatisieren. Der Fokus sollte hierbei mehr auf der Kundenbindung als auf der Akquise liegen.

3. Was ist dein Marketing-Vorsatz für 2022?

Carmelo Russo: Strategie, Fokus, Achtsamkeit.

Christiane Wolff: Mich noch stärker mit den Menschen hinter der Marke zu beschäftigen. Was treibt jemanden an? Was sind ihre oder seine Werte und wie finden wir gemeinsam eine passende Strategie? Denn es sind nicht Marken oder Unternehmen, die kommunizieren - sondern Menschen.

Björn Radde: Mein Marketing-Vorsatz ist, den Content den wir haben, noch stärker wiederzuverwenden. Also aus langen Videos einige Short-Videos zu machen. Videos transkribieren, um daraus einen Blog-Post herzustellen oder die Audiospur für ein Podcast zu verwenden.

Ritchie Pettauer: Unsere LinkedIn Like-a-Boss Masterclasses weiterentwickeln, mit dem Just Connecting Hub (ein internationaler Zusammenschluss von LinkedIn-Profis) neue Produkte entwickeln, meinen kostenlosen LinkedIn-Profilguide (5000+ Downloads) umfassend aktualisieren & meine LinkedIn-Newsletter Abonnent:innen von fünf- auf zehntausend verdoppeln.

Jacqueline Althaller: Neugierig sein. Lernen.

Gero Pflüger: Ich möchte einen guten Verkäufer finden, der mein Agenturgeschäft voranbringt. Schwer zu finden, die Leute.

Björn Erbslöh: It's never too late to do the right thing! Fokus auf Qualität anstatt Quantität! Natürlich lassen sich mit Social Media und Social Commerce die eigenen Marketingziele erreichen. Die Voraussetzung ist jedoch eine konstante Erstellung von Content, der auf die verschiedenen Kanäle zugeschnitten werden muss. Auf Dauer kann das sehr anstrengend werden und man läuft Gefahr, sich in einem Hamsterrad wiederzufinden. Bevor man also immer und immer mehr Content produziert, welcher aber inhaltlich nachlässt, sollte man sich unbedingt vor Augen führen, dass die Qualität am Ende das Entscheidende ist.

4. Auf welchem Social Media Kanal sollten B2B Unternehmen 2022 auf jeden Fall vertreten sein?

Carmelo Russo: LinkedIn.

Christiane Wolff: Ohne LinkedIn geht es in 2022 nicht. Oder kaum.

Björn Radde: LinkedIn sollte der Primär-Kanal sein. Alle anderen Kanäle sollten mit wiederverwerteten und adaptierten Content bespielt werden.

Ritchie Pettauer: Selbstverständlich auf LinkedIn. Die Plattform ist mittlerweile auch im deutschen Sprachraum konkurrenzlos, bietet aber nach wie vor riesengroßes Potenzial für nachhaltige, organische Reichweite.

Jacqueline Althaller: LinkedIn.

Gero Pflüger: Diese Frage lässt sich nicht seriös pauschal beantworten. Dafür gibt es zu viele individuelle Kriterien: Welches Ziel verfolgt das Unternehmen bei welchem Publikumskreis, welche Herangehensweise wählt es und vieles mehr. Jedes Unternehmen braucht eine auf sich zugeschnittene Strategie. Darüber hinaus ist B2B bloß eine Geschäftsausrichtung, aber die hat nichts mit der Kommunikation zu tun. Es ist egal, ob mein Unternehmen eine B2B-, B2C- oder B2A-Ausrichtung hat, letztendlich redet immer ein Mensch mit einem anderen Menschen. Kommunikation auf Social Media ist immer H2H – Human to Human.

Björn Erbslöh: Als größtes Business Netzwerk spielt LinkedIn für B2B Unternehmen eine enorm wichtige Rolle. Der Social Media Kanal eignet sich bestens für Marketing und Vertrieb, denn er bietet jede Menge Spielraum, um mit ausgewählten Inhalten im Zusammenhang mit der eigenen Marke auf die Zielgruppe zuzugehen. So lassen sich Interaktionen und die Bekanntheit steigern. Die Plattform bietet außerdem neue Funktionen zur Lead Generierung wie z.B. Lead Gen Ads in Verbindung mit einem Whitepaper. Mit einem LinkedIn Profil lässt sich ebenfalls das Employer Branding stärken, in dem sich Unternehmen als authentische und attraktive Arbeitgeber präsentieren.

5. Auf welchem Social Media Kanal sollten B2C Unternehmen 2022 auf jeden Fall vertreten sein?

Carmelo Russo: Instagram.

Christiane Wolff: Je nach Branche und Zielgruppe zu diskutieren.

Björn Radde: Instagram und TikTok. Aber auch auf LinkedIn sind viele kaufkräftige Kunden. Denn jeder B2B-Entscheider benötigt auch Produkte des täglichen Lebens!

Ritchie Pettauer: Das hängt sehr vom Geschäftsfeld ab, aber Instagram und TikTok sind in vielen Fällen heiße Kandidaten. Wobei die erfolgreichsten TikTok-Cases fast nie auf Corporate Accounts fußen, sondern auf smarten Kooperationen mit Influencer:innen.

Jacqueline Althaller: Pinterest.

Gero Pflüger: Hier gilt meine Antwort zum B2B-Bereich entsprechend. Aber privat sollte jede und jeder auf TikTok sein.

Björn Erbslöh: Mit Blick auf die rasante Entwicklung von Social Commerce sollte auch TikTok nicht außer Acht gelassen werden. Durch die Partnerschaft mit Shopify lassen sich bereits bald Shoppable Batches hinzufügen und Produktkataloge synchronisieren. Bei TikTok geht nun langsam die Experimentierphase zu Ende und die Professionalisierung der Maßnahmen wird ersichtlich. Im Vergleich gibt es jetzt schon deutlich mehr Auswertungsmöglichkeiten als noch Ende 2020. Während die Bereiche Fashion, Beauty, Consumer Electronics und Food als Vorreiter gelten, ziehen nun viele weitere Branchen wie beispielsweise Mobilfunk, Finanzen und Energie mit eigenen TikTok Kanälen nach.

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