22 Social Media KPIs, die in keinem Reporting fehlen dürfen

Nahaufnahme der Hände eines Mannes, der mit einem Tablet mit Social Media KPI Analysen arbeitet
Nahaufnahme der Hände eines Mannes, der mit einem Tablet mit Social Media KPI Analysen arbeitet

Social Media professionalisiert sich zunehmend. Während früher noch Praktikanten die Facebook-Seite, den Twitter-Account oder den LinkedIn-Auftritt von Unternehmen gepflegt haben, kümmern sich im Laufe der Digitalisierung zunehmend Profis um Community Management und Social Media Marketing.

Um Social Media als wichtigen Stützpfeiler im Marketing-Mix zu etablieren, ist es neben ausgeklügelten Kampagnen essentiell, die wichtigsten Social Media KPIs zu kennen, um mit deinem Reporting aufzeigen zu können, inwiefern eure Kanäle auf die Marketing- und schlussendlich auch auf die Unternehmensziele einzahlen.

Laptop mit einem Screenshot der Meltwater Engage Social Analytics

Die schlechte Nachricht ist, dass weder die Anzahl der Fans und Follower noch die Website-Klicks, die ihr generiert, als Metriken ausreichen werden, um den Erfolg deiner Strategien und Taktiken im Unternehmen sichtbar zu machen (siehe unseren Beitrag zu Vanity Metrics).

Die gute Nachricht ist, dass ihr heute viel detailliertere Key Performance Indicators (KPIs) nutzen könnt, um euren Erfolg über die Zeit zu messen und in Relation zu setzen. Fünf der wichtigsten Social Media Metriken und wie ihr sie berechnet, haben wir im Folgenden für euch zusammengestellt.

Inhalt

Was ist ein Key Performance Indicator?

Ein Key Performance Indicator (KPI) ist ein messbarer Wert, der zeigt, wie effektiv ein Unternehmen wichtige Geschäftsziele erreicht. Unternehmen verwenden KPIs auf mehreren Ebenen, um ihren Erfolg bei der Zielerreichung zu bewerten. KPIs auf hoher Ebene können sich auf die Gesamtleistung des Unternehmens konzentrieren, während KPIs auf niedriger Ebene sich auf Prozesse in Abteilungen wie Vertrieb, Marketing, HR, Support und andere konzentrieren können.

In diesem Beitrag zeigen wir euch die wichtigsten Social Media KPIs für euer Reporting. Wenn ihr mehr über Möglichkeiten zur automatisierten Messung und Auswertung dieser Metriken erfahren möchtet, dann füllt einfach das aus. Unsere Experten beraten euch gerne.

Welche Social Media KPIs gibt es?

  1. Share of Voice (SoV)

  2. Engagement Rate (ER) / Interaktionsrate

  3. Return on Ad Spend (ROAS)

  4. Impressionen

  5. (Potentielle) Reichweite

  6. Impressionen vs. Reichweite

  7. Tausenderkontaktpreis / Cost-per-Mille (TKP / CPM)

  8. Click-Through Rate (CTR)

  9. Anzahl der Social Media Mentions (Erwähnungen)

  10. Anzahl der Follower / Fans

  11. Anzahl an Shares / Retweets

  12. Anzahl der Kommentare

  13. Anzahl der Reactions / Likes

  14. Anzahl an Video Views

  15. Tonalität der Kommentare und Erwähnungen

  16. Cost per Lead (CPL)

  17. Cost per Click (CPC)

  18. Anzahl an Conversions

  19. Conversion Rate

  20. Lead-to-Deal Conversion Rate

  21. Frequenz der Facebook Ads

  22. Social Media ROI

Share of Voice (SoV)

Share of Voice (SoV) Formel zur Berechnung

Formel: Wie berechnet man den Share of Voice?

Share of Voice = (Summe eigener Mentions ÷ Summe aller relevanten Mentions aller Wettbewerber) x 100

Beispiel

Wenn eure Unternehmens-Hashtags beispielsweise 30 Mal auftauchen und die anderen marktrelevanten Hashtags insgesamt 50 Mal erwähnt wurden, habt ihr letztendlich 60 % Share of Voice, womit ihr euch als Thought Leader in eurem Bereich etabliert hättet.

Das zeigt die SoV-Analyse

Mit Hilfe einer Share of Voice Analyse stellt ihr euren Impact bzw. Die Bekanntheit eures Unternehmens innerhalb der relevanten Zielgruppe im Vergleich zu euren Wettbewerbern dar. Mit einem Media Intelligence oder Social Listening Tool zählt ihr in einem vorab bestimmten Zeitraum – meist im Monats- oder Quartalsvergleich – jede Erwähnung eurer eigenen Brand oder eurer Wettbewerber in einem relevanten Kontext und vergleicht diese miteinander. Damit zählt diese Analyse auch zu Earned Media und darf als wichtiger Social Media KPI nicht in eurem Reporting fehlen. Wir haben in einem weiteren Beitrag eine Liste an Social Media Monitoring Tools für euch zusammengestellt.

Dazu dient die SoV-Analyse

Der Share of Voice ist essentieller Bestandteil eures Social Media Reportings, da ihr hier nicht nur ein Monitoring eurer eigenen Marke nutzt, sondern direkt auch eine Wettbewerbsanalyse mitliefert – so könnt ihr zeigen, welchen Beitrag ihr dazu leistet, euer Unternehmen als Thought Leader zu etablieren und die Präsenz im Markt zu vergrößern.

Auch in Sachen Thementrends und potentielle Reichweite spielt der Share of Voice als KPI eine entscheidende Rolle. So könnt ihr beispielsweise verschiedene Hashtags und die Anzahl deren Erwähnungen miteinander vergleichen, um besser sehen zu können, auf welche Hashtags ihr euch konzentrieren solltet.

Um die Aussagekraft eurer Analyse weiter zu verfeinern, könnt ihr in einem weiteren Schritt die relevante Zielgruppe z.B. nach Personas segmentieren, die relevanten Treffer nach (Produkt-)Kategorien splitten oder auf verschiedene Bereiche (Social Media vs. News) herunterbrechen.

Engagement Rate (ER) / Interaktionsrate

Engagement Rate Formel zur Berechnung der Interaktionsrate

Formel: Wie berechnet man die Engagement Rate?

Engagement Rate = (Anzahl Engagements ÷ Anzahl Fans und Follower) x 100

Beispiel

Solltet ihr insgesamt 60 Engagements (also Videoaufrufe, Likes, Kommentare, Shares, etc.) für einen eurer Social Media Kanäle verzeichnen können, dem insgesamt 1.800 User folgen, würde sich eine Engagement Rate von rund 3,23 % ergeben.

Das zeigt die ER-Analyse

Mit einer Analyse der Interaktionsrate findet ihr heraus, wie hoch das Level der Interaktion eurer Follower mit euren Posts tatsächlich ist. Die Engagement Rate ist also eine Messgröße, die euch zeigt, wie viele eurer Follower tatsächlich mit euren Posts interagieren. Als “Engagement” zählen dabei Likes oder andere Reaktionen auf eure Posts, Shares, Views oder Kommentare.

Dazu dient die Analyse der Interaktionsrate

Klar ist erstmal: Je höher die Prozentzahl der Engagement Rate am Ende ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit eines hohen ROIs (Return on Investment). Besonders im Influencer Bereich kann diese Metrik daher entscheidend sein. Seid ihr beispielsweise gerade auf der Suche nach dem richtigen Influencer für eure Influencer-Marketing-Strategie, solltet ihr die Engagement Rates verschiedener Meinungsführer miteinander vergleichen. Der Influencer mit der höchsten Engagement Rate hat höchstwahrscheinlich die größte “echte” Followerschaft, die treuesten Fans, die meiste Authentizität, die höchste Reichweite und die höchste Conversion Rate. Damit ist der Weg zu einem hohen ROI nicht mehr weit.

Ihr könnt dank der Interaktionsrate auch eure verschiedenen Social Media Kanäle miteinander vergleichen und somit direkt sehen, welcher Channel am besten funktioniert. Was macht ihr bei diesem Kanal anders als bei den anderen? Liegt es vielleicht an der Zielgruppe, an der Art der Ansprache oder am Content selbst?

Return on Ad Spend (ROAS)

Return on Ad Spend (ROAS) Formel zur Berechnung

Formel: Wie berechnet man den Return on Ad Spend?

ROAS = Werbegewinn ÷ Werbekosten

Beispiel

Wenn ihr im Januar 10.000 Euro für Facebook Ads ausgegeben und insgesamt 40.000 Euro Gewinn gemacht habt, ergibt das einen Return on Ad Spend von 4 Euro. Das bedeutet, dass aus jedem Euro, den ihr investiert habt ein Gewinn von 4 Euro resultiert.

Das zeigt die ROAS-Analyse

Der Return on Ad Spend ist eine der simpelsten Metriken, die ihr dafür nutzen könnt zu zeigen, wie viel Gewinn durch die Schaltung von Ads auf Social Media erzielt wurde. Dafür müsst ihr einfach den gesamten Gewinn, der durch einen spezifischen Channel erwirtschaftet wurde (beispielsweise durch alle Ads auf Facebook) durch die Gesamtkosten Teilen, die ihr über denselben Zeitraum in besagten Kanal investiert habt.

Dazu dient die ROAS-Analyse

Einfach gesagt zeigt euch die ROAS-Analyse, ob der analysierte Social-Media-Kanal sich auf einem Level befindet, auf dem er für euch profitabel ist. Denn ihr wollt ja sicherlich nicht langfristig mehr Geld für Werbung ausgeben als diese wieder einbringt, oder? Je höher der ROAS, desto besser also.

Impressionen

Definition von Impressionen und Reichweite

Die Impressions sagen aus, wie häufig ein Beitrag eurer Seite im Newsfeed der Nutzer angezeigt wird. Es kann daher auch sein, dass eine Anzeige einem Leser mehrfach angezeigt wird, zum Beispiel, wenn einer seiner Freunde diese Anzeige geteilt hat und sie somit mehrmals im Newsfeed des Nutzers erscheint.

(Potentielle) Reichweite

Die Reichweite sagt aus, wie viele Personen eine Anzeige gesehen haben. Dabei kommt es nicht darauf an, wie oft eine Person die Anzeige gesehen hat, sondern wie viele Personen insgesamt diese Anzeige gesehen haben. Daher ist es auch im Normalfall so, dass die Zahl der Impressionen die Zahl der Reichweite weit übersteigt.

Impressionen vs. Reichweite

Wir mussten diese Kennzahl einfach nochmal als eigenen Vergleich in die Liste mit aufnehmen. Denn wir legen euch ans Herz, euch nicht nur Impressionen oder Reichweite einzeln anzuschauen, sondern beide Metriken miteinander zu kombinieren. Nochmal kurz zusammengefasst:

  • Impressions = Anzahl dessen, wie oft Content angezeigt wurde
  • Reichweite = Anzahl an Personen, die den Content gesehen haben

Beispiel

Angenommen, ihr habt vor einer Woche einen Post auf Social Media veröffentlicht. Nun findet ihr unter anderem zwei verschiedene Metriken: 10.000 Impressions und eine Reichweite von 8.000. Das bedeutet, dass dieser Post insgesamt 8.000 Personen erreicht hat, die diesen gesehen haben. Einige dieser Personen sind dabei mehr als einmal auf den Beitrag gestoßen, weshalb die Anzahl der Impressionen insgesamt höher ist als die bloße Reichweite.

Das zeigt der Vergleich von Impressions und Reichweite

In einem direkten Vergleich von Impressionen mit der tatsächlichen Reichweite lassen sich auf der einen Seite einfache Peaks erkennen, denen ihr leicht nachgehen könnt – beispielsweise könnt ihr so besonders erfolgreiche Posts ausfindig machen – auf der anderen Seite seht ihr den so wichtigen und oftmals signifikanten Unterschied beider Werte. Wie in der folgenden Abbildung könntet ihr von einer hohen Anzahl an Impressionen geblendet werden, ohne nachzuvollziehen, dass die Anzahl der Personen, die ihr tatsächlich erreicht habt viel geringer ist.

Dazu dient der Vergleich von Impressionen und Reichweite

Der Vergleich von Reichweite und Impressionen ist wichtig. Denn nur durch diese Gegenüberstellung habt ihr tatsächlich Gewissheit darüber, wie viele Personen ihr erreicht habt und wie viele dieser User euren Post vermeintlich mehr als nur einmal gesehen haben. Besonders im Paid Media Bereich kann eine hohe Anzahl an Impressionen negative Auswirkungen haben. Denn sobald einige User eure Ad als negativ bewerten, wird diese vom Facebook-Algorithmus nicht mehr so häufig ausgespielt. Behaltet daher beide Werte auch im Verhältnis zueinander unbedingt im Blick.

Tausenderkontaktpreis / Cost-per-Mille (TKP / CPM)

Tausenderkontaktpreis (TKP) und Cost Per Mille (CPM) Formel zur Berechnung

Formel: Wie berechnet man den Tausenderkontaktpreis?

TKP = (Werbepreis ÷ Reichweite) x 1.000

Beispiel

Angenommen, ihr habt für eine Werbekampagne auf Instagram, die von 200.000 Usern gesehen wurde insgesamt 5.000 Euro gezahlt. Daraus ergibt sich ein TKP von 25 Euro pro 1.000 erreichte Nutzer.

Das zeigt der Tausenderkontaktpreis

Der TKP, auch Cost-per-Mille genannt, hilft bei der Planung von Werbemaßnahmen – auch im Social Media Bereich. Er beantwortet die Frage, wie teuer eine Ad ist, um damit 1.000 Personen (also Unique Users) zu erreichen. Damit zählt diese Kennzahl zu denjenigen für Paid Media und ist im Social Media Marketing Bereich auch ein unerlässlicher Social Media KPI.

Durch die Berechnung des CPM verschiedener Werbearten auf verschiedenen Plattformen könnt ihr herausfinden, wo ihr mit dem wenigsten Geld die meisten User erreichen könnt. Das hilft euch natürlich dabei, einen möglichst geringen Kostenaufwand zu behalten und dennoch ein großes Publikum zu erreichen.

Click-Through Rate (CTR)

Click-Through Rate (CTR) Formel zur Berechnung

Formel: Wie berechnet man die Click-Through Rate?

Click-Through Rate = Klicks ÷ gesamte Reichweite x 100

Beispiel

Wird eine Werbeanzeige beispielsweise 100 Mal angezeigt und dabei einmal angeklickt, so beträgt die Klickrate 1 %.

Was zeigt die Click-Through Rate?

Die Click-Through Rate ist eine weitere Kennzahl aus dem Online Marketing. Sie gibt die Anzahl aller Klicks auf eine Werbeanzeige im Verhältnis zu der gesamten Reichweite an. Ist eure CTR bei einer Ad besonders gering, schaut euch nochmal genau an, ob euer targeting auch die richtige Zielgruppe anspricht, bzw. ob ihr Bild, Text oder Call-to-Action nochmal verändern solltet.

Anzahl an Erwähnungen, Fans / Follower, Shares / Retweets, Kommentare, Likes, Video Views und Conversions als Social Media KPIs

Anzahl der Social Media Mentions (Erwähnungen)

Wenn ihr wissen möchtet, welchen Einfluss ihr in den sozialen Netzwerken habt, lohnt es sich, herauszufinden, wie oft euer Unternehmen dort erwähnt wird. Diese Erwähnungen können als Keywords innerhalb von Posts oder Kommentaren, sowie in Form von @Mentions oder auch Hashtags erfolgen. Social Media Monitoring Tools wie das von Meltwater helfen euch dabei, diese Metrik automatisiert zu messen.

Anzahl der Follower / Fans

Die schiere Anzahl an Followern bzw. Fans sagt heutzutage nicht besonders viel über ein Social Media Profil aus. Das liegt daran, dass sich viele User Fake-Likes oder -Follower kaufen, um auf den ersten Blick besser dazustehen (Mehr dazu in unserem Beitrag zu Fake Influencern). Auch wenn ihr das nicht tut, ist es nicht ratsam, einfach auf die Anzahl eurer Follower als Metrik zurückzugreifen. Wenn ihr mit eurem Content zum Beispiel ein besonders nieschiges Thema bedient, habt ihr auch eine viel kleinere Zielgruppe.

Viel wichtiger sind doch folgende Fragen:

  1. Wie hat sich die Anzahl eurer Follower über die letzten Monate entwickelt?
  2. Wie oft interagieren eure Fans mit eurem Content?

Anzahl an Shares / Retweets

Die Anzahl an Shares gibt an, wie oft eure Posts, bzw. euer Content, geteilt wurde. Auf Twitter versteht man darunter den Begriff "Retweets". Das Gute daran, wenn eure Posts weiter geteilt werden ist, dass ihr nicht nur von eurer eigenen, sondern auch von der Reichweite anderer User und deren Netzwerke profitiert. Damit kann euer Beitrag mal eben "viral gehen" und ihr erschließt Zielgruppen, in denen ihr vorher noch nicht unterwegs wart.

Wenn also euer Ziel ist, mehr Reichweite zu generieren, um eure Bekanntheit zu steigern, solltet ihr daran arbeiten, eure Shares und Retweets zu erhöhen.

Anzahl der Kommentare

Die Anzahl an Kommentaren zählt ebenfalls zu den Engagement KPIs. Bei Facebook gilt beispielsweise auch hier, dass ihr mit Kommentaren eure Reichweite erhöhen könnt, da ihr teilweise in den Feeds der Kommentatoren auftauchen werdet. Wir möchten euch aber auch in Hinblick auf die Tonalität, die im nächsten Punkt behandelt wird, darauf hinweisen, dass ihr niemals nur auf die Menge an Kommentaren auf eure Posts als Metrik achten solltet. Denn Kommentare sind Statements, sind Meinungen. Den qualitativen Aspekt dieser zu ignorieren, ist eine schlechte Idee.

Tonalität der Kommentare und Erwähnungen

Der Tonfall, in dem Kommentare oder Posts, in denen ihr erwähnt wurdet, geschrieben sind, ist eine wichtige Kennzahl für euch. Warum? Weil ihr verstehen solltet, wie eure Marke wahrgenommen wird, wie ihr Image und ihre Reputation ist und ob sich diese durch eure verschiedenen Zielgruppen hinweg ggf. verändert. Wo wird Öffentlichkeitsarbeit gebraucht, um eure E-Reputation wieder hinzubiegen? Diese und weitere wichtige Fragen kann euch ein Media Monitoring Tool mittels automatisierter Sentimentanalyse im Handumdrehen beantworten.

Anzahl der Reactions / Likes

Gemeint sind hier die Anzahl der Reaktionen auf eure Posts in den sozialen Medien - nicht die Likes für eure Accounts selbst. Fakt ist, dass ihr natürlich immer erreichen möchtet, dass eure Inhalte möglichst vielen Usern so gut gefallen, dass sie nicht anders können, als eure Posts zu liken oder - beispielsweise auf LinkedIn - mit Emoji-Reaktionen zu versehen. Ihr könnt diesen KPI auch über längere Zeit im Auge behalten, um zu beobachten, ob sich die Qualität eurer Posts immer weiter verbessert.

Anzahl an Video Views

Ihr produziert Video-Content für Social Media? Wunderbar! Dann ist die Anzahl an Video Views für euch ebenfalls eine interessante Social Media Kennzahl. Denn ihr möchtet natürlich wissen, wie oft eure hochgeladenen Videos auch wirklich angeschaut wurden. Dabei müsst ihr allerdings - besonders dann, wenn ihr Videos bewerbt - darauf achten, wann ein Video View als solcher gezählt wird. Das könnt ihr in den jeweiligen Guidelines des Social Networks nachlesen. Bei Facebook werden beispielsweise 2 Sekunden Views bereits ausgelöst, sobald sich ein Video für mehr als als 2 Sekunden mit mehr als 50 % der Fläche im Blickfeld eines Users befindet.

Conversions

Conversions - zu Deutsch Konversionen - sind essentiell, wenn ihr herausfinden möchtet, wie gut eure Maßnahmen tatsächlich auf eure Ziele einzahlen. Eine Conversion liegt nämlich vor, wenn ein Besucher eurer Website ein festgelegtes Ziel erreicht, z.B. ein Formular ausfüllt oder einen Kauf tätigt. Entsprechend eurer Ziele können verschiedene Arten von Conversions gezählt werden: Online-Verkäufe, Leads, E-Mail-Anmeldungen.

Conversion Rate

Conversion Rate Formel zur Berechnung

Formel: Wie berechnet man die Conversion Rate?

Conversion Rate = (Conversions ÷ Interaktionen) x 100

Beispiel

Die Conversion Rate wird berechnet, indem einfach die Anzahl der Konversionen genommen und durch die Anzahl der gesamten Anzeigeninteraktionen geteilt wird, die während desselben Zeitraums auf eine Conversion zurückgeführt werden können. Wenn ihr beispielsweise 50 Conversions aus 1.000 Interaktionen hattet, würde eure Conversion Rate 5 % betragen, da 50 ÷ 1.000 = 5 %.

Was zeigt die Conversion Rate?

Die Conversion Rate ist der Prozentsatz der User, die eine gewünschte Aktion durchführen. Das archetypische Beispiel für die Konversionsrate ist der Prozentsatz an Besuchern, die auf einer Website etwas kaufen. Man kann die Conversion Rate allerdings auch genauer auf die jeweiligen Marketing-Kanäle beziehen. Also Beispielsweise die Conversion Rate eurer Social Media Ads berechnen.

Lead-to-Deal Conversion Rate

Lead-to-Deal Conversion Rate Formel zur Berechnung

Eine hohe Conversion Rate ist immer ein positives Zeichen. Dennoch solltet ihr euch nicht damit zufrieden geben, denn ihr müsst diese Anfragen erst noch in Deals umwandeln, um sie zu tatsächlichen Kunden zu machen. Dabei hilft euch die Lead-to-Deal Conversion Rate.

Formel: Wie berechnet man die Lead-to-Deal Conversion Rate?

Lead-to-Deal Conversion Rate = (Deals ÷ Leads) x 100

Beispiel

Angenommen, ihr habt im Oktober mit euren Social Media Ads 1.000 neue Leads generiert, aus denen 20 Deals bzw. Verkäufe entstanden sind. Dann teilt ihr 20 durch 1.000, multipliziert mit 100 und habt eine Lead-to-Deal Conversion Rate von 2 %.

Was zeigt die Lead-to-Deal Conversion Rate?

Dieser KPI zeigt euch die Umwandlungsrate der Leads, die sich in Deals verwandeln, sodass ihr einen Überblick über die Leistung eures Vertriebsteams habt. Wenn die Konversionsrate hoch ist, bedeutet dies, dass ihr qualifizierte Leads generiert, die an eurem Produkt interessiert sind. Wenn sie jedoch niedrig ist, liegt es wahrscheinlich daran, dass ihr Verbraucher außerhalb eurer Zielgruppen anzieht - Ihr solltet also entweder eure Marketingstrategie überdenken, um qualitativ hochwertigere Leads anzuziehen oder euer Vertriebsteam besser briefen, damit diese besser mit den Leads umgehen können. Wir haben einen Beitrag zur Lead-Generierung verfasst, der euch dabei helfen kann.

Cost per Lead (CPL)

Cost per Lead (CPL) Formel zur Berechnung der Kosten pro Lead

Formel: Wie berechnet man die Cost per Lead?

CPL = Werbekosten ÷ Leads

Beispiel

Für die Kosten pro Lead muss man zunächst seine Conversions tracken, um die Anzahl der generierten Leads zu erhalten. Dadurch erfahrt ihr, was nach dem Klick eines Nutzers auf eure Anzeige geschieht. Somit berechnet man die Kosten pro Lead, indem man die Kosten für eine Werbeanzeige bzw. Kampagne durch die dadurch erzielten Conversions teilt.

Diese findet Zahlen findet ihr beispielsweise im Analyse Tool von Facebook. Denn die Zahlen, die hinter den KPIs stehen sind auch wichtig zur Berechnung des ROI.

Angenommen, ihr habt im Oktober 200 Leads über eure Social Media Ads generiert, für die ihr im selben Zeitraum insgesamt 1.000 Euro ausgegeben habt. Teilt ihr nun 1.000 durch 200, ergibt das einen CPL von 5 Euro.

Was zeigen die CPL?

Die Cost per Lead zeigen euch, wie viel Geld ihr mit euren Social Ads pro Lead investiert habt. So wisst ihr, welche Werbeanzeigen ihr ausschalten oder noch optimieren müsst, um sie im nächsten Schritt ROI-positiv zu bekommen. Diese Social Media Kennzahl eignet sich gut, um Anzeigen auch untereinander zu vergleichen.

Cost per Click (CPC)

Cost per Click (CPC) Formel zur Berechnung der Kosten pro Klick im Marketing

Formel: Wie berechnet man die Cost per Click?

CPC = Werbekosten ÷ Klicks

Beispiel

Für die Berechnung der CPC teilt man die gesamten Werbekosten durch die gesamte Anzahl an Website Klicks, die diese Anzeige generieren konnte. Habt ihr also für eine Ad 200 Euro ausgegeben, die 50 Klicks generiert hat, macht das 4 Euro CPC.

Was zeigen die CPC?

Die Kosten pro Klick geben an, wie viel ein Klick auf eine Ad euch gekostet hat. Damit handelt es sich um eine Metrik aus dem Paid Bereich, die besonders hilfreich ist, um Werbeanzeigen untereinander zu vergleichen. Sind die CPC vergleichsweise hoch, solltet ihr versuchen, die Conversion Rate zu optimieren, indem ihr die Ad selbst oder ihr Targeting nochmal anpasst.

Frequenz der Facebook Ads

Die Frequenz gibt an, wie oft eine Person durchschnittlich eine Anzeige gesehen hat. Achtet bei euren Facebook Ads darauf, dass die Frequenz nicht zu hoch ist. Wer mag es schon, dieselbe Werbeanzeige fünfmal hintereinander gezeigt zu bekommen? So lauft ihr in Gefahr, dass eure Anzeigen als uninteressant gemeldet und weniger häufig auf Facebook ausgespielt werden.

Social Media ROI

Formel, um den Social Media ROI zu berechnen

Der Social Media ROI ist wichtig, weil er euch sagt, wo ihr steht, wohin ihr geht und wohin ihr euch bewegen solltet, wenn ihr wollt, dass eure Marketingkampagne funktioniert. Andernfalls könntet ihr all die Zeit, den Aufwand und das Geld genauso gut aus eurem Fenster werfen.

Was ist der Social Media ROI?

Der Social Media ROI (Return on Investment) ist der Beweis dafür, dass eure Social Media Marketing Bemühungen funktionieren. Der Social Media ROI ist die Rendite auf die Zeit, das Geld und die Ressourcen, die euer Unternehmen für Social Media Plattformen ausgegeben hat.

Formel: Wie berechnet man den Social Media ROI?

Social Media ROI = (Gesamter Gewinn - Gesamtes Investment) ÷ Gesamtes Investment

Der Social ROI wird berechnet, indem man die erzielten Einnahmen durch eine Kampagne / einen Kanal zusammenrechnet, davon den insgesamt investierten Betrag abzieht und schließlich nochmal durch das gesamte Investment teilt. Möchtet ihr also beispielsweise wissen, wie hoch der Return on Investment eurer Instagram Ads im Oktober war, zieht ihr alle Werbeausgaben in Höhe von 500 Euro von den damit erwirtschafteten 1.000 Euro ab und teilt das Ergebnis erneut durch 500. Daraus ergibt sich ein Instagram ROI von 1 %, da (1.000 - 500) ÷ 500 = 1.

Bitte beachtet: Der wahre ROI sollte auch immer noch immaterielle Ressourcen wie Zeit, Personal, etc. berücksichtigen. Diese Formel bezieht sich rein auf den monetären Teil.

In 5 Schritten den Social Media ROI messen

Wir haben die Messung des Social ROIs für euch in fünf einfache Schritte heruntergebrochen:

Infografik dazu, wie man den Social Media ROI in 5 Schritten messen kann

1. Legt eure Ziele fest

Was wollt ihr letztlich mit eurer Social Media Kampagne erreichen? Ihr könnt euch zum Beispiel auf eines oder mehrere der folgenden Ziele konzentrieren:

  • Den Blog und Website Traffic steigern
  • Mehr Leads generieren
  • Mehr Reichweite, Sichtbarkeit und Branding erlangen
  • Thought Leadership etablieren
  • Mehr Conversions und Verkäufe generieren

2. Plant eure Social Media Kampagne

  • Wertvollen Content erstellen
    Die Social Media Kampagne, für die ihr euch entscheidet, wird letztlich von euren Zielen abhängen. Wenn ihr beispielsweise mehr Leads generieren möchtet, müsst ihr einen Lead-Magneten schaffen - einen Anreiz, für den eure potenziellen Kunden euch ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer mitteilen. Mit ein bisschen Recherche findet ihr heraus, welcher Content für eure Zielgruppe einen Mehrwert bietet, der groß genug ist, um dieser ihre Kontaktdaten zu entlocken.
  • Zielgruppe definieren
    Sobald ihr die demografischen Daten eurer Zielgruppe - ggf. auch Personas - festgelegt habt, ergibt sich auf welchem Kanal, bzw. auf welchen Kanälen sich diese Personen aufhalten. Diese Informationen könnt ihr beispielsweise einfach aus unseren Audience Insight Reports beziehen. Hier haben wir noch Beiträge über Zielgruppen im Marketing, sowie Zielgruppenanalyse Tools und ein kostenloses Buyer Persona Template für euch.
  • Social Media Content erstellen
    Wenn ihr einmal verstanden habt, wo sich euer Publikum aufhält, geht es darum, für die jeweiligen Social Media Kanäle passende Visuals und Posts zu erstellen. Bilder eignen sich zum Beispiel am besten für Instagram, Facebook und Pinterest. Wenn es sich bei eurer demografischen Zielgruppe größtenteils um ein B2B-Publikum handelt, das auf LinkedIn und Slideshare aktiv ist, solltet ihr eure Visuals und eure Kampagne dahingehend überdenken.

3. Messt und verfolgt den Fortschritt der Kampagne

Das Wunderbare am Online Marketing ist, dass man fast alles messen kann. Von den Inhalten, die in sozialen Medien am besten funktionieren, über den Weg, auf dem sich eure Besucher durch eure Website klicken, bis hin zu den Anmeldungen, Leads, Verkäufen und Follow-ups kann alles beobachtet, gemessen und angepasst werden, um die Customer Experience zu optimieren.

  • Customer Journey Mapping
    Wichtig um die User Experience zu verbessern ist, die Customer Journey, die ihr euren Usern bietet, zu mappen und zu verfolgen. Durch die Identifikation der Touchpoints entlang dieser Kundenreise könnt ihr Muster erkennen, bei denen Interessenten abspringen oder konvertieren. Lest dazu am besten unseren Beitrag zum Customer Journey Mapping. Mit diesen Erkenntnissen könnt ihr dann Kampagnen erstellen und verfolgen, welche Dinge dabei funktionieren und welche nicht, sodass Zeit, Mühe und Geld, das ihr in eure Social Media Kampagnen investiert, auch die gewünschten Ergebnisse erzielen.
  • Datengesteuert handeln
    Ihr müsst nicht mehr blind in der Social Media Landschaft umherirren und versuchen herauszufinden, welche Beiträge am besten funktionieren, oder euch auf die "Post and Pray"-Methode verlassen.
    Ein gutes Marketing-CRM (wie das von Hubspot) gibt euch die Möglichkeit, APIs zu nutzen, um die Daten aus eurem Social Media Analysetool mit euren internen CRM-Daten zu verbinden. So habt ihr immer alle wichtigen Social Media Metriken im Blick, sodass ihr eure Texte und Creatives Schritt für Schritt optimieren könnt. Wir empfehlen euch zusätzlich, euch mit Google AnalyticsFacebook Conversion Tracking und Strategien wie A/B-Tests vertraut zu machen, um eure Social Media Kampagne durch Tracking und Optimierung weiter zu verfeinern.

4. Bestimmt den Wert eines Leads or Verkaufs

Was bedeutet Social Media Return on Investment (ROI) für euch? Bei der Berechnung des ROI geht es letztlich darum, die Kosten eines Leads oder Verkaufs zu messen und zu entscheiden, ob sich die investierten Marketingausgaben gelohnt haben. Nur ihr könnt folglich selbst entscheiden, ob sich eure Social Media Aktivitäten letztendlich gelohnt haben.

Es gibt viele Social Media Tools, Methoden und komplizierte Formeln zur Berechnung des ROI in sozialen Medien - das einzige, das tatsächlich Sinn ergibt, ist die Frage, ob es sich gelohnt hat, 5 Euro für eine Facebook Ad auszugeben, um einen Lead zu generieren, der über eure Website Hunderte von Euro ausgegeben hat.

Vergesst bei der Messung des ROI nicht, Kosten für Agenturen zu berücksichtigen, bzw. in-house die Gehälter, Zeit, Kosten und Anstrengungen, die es mit sich bringt, von Punkt A nach Punkt B zu gelangen.

5. Analysiert die Ergebnisse

Sobald ihr euren Social Media ROI berechnet habt, ist es an der Zeit, eure Ergebnisse zu analysieren und zu beurteilen, ob ihr euch auf dem richtigen Weg befindet. Oftmals wird diese Art von Reporting auf vierteljährlicher Basis durchgeführt und mit dem vorigen Zeitraum verglichen. Natürlich könnt ihr dabei auch eure Konkurrenten miteinbeziehen, um euren Social Share of Voice als Kennzahl betrachten zu können.

Für die genaue Berechnung des Social ROI könnt ihr auch nochmal in unseren Absatz

Formel: Wie berechnet man den Social Media ROI?

zurückspringen.

Welche Social Media KPIs gibt es für Branding?

  1. Share of Voice (SoV)

  2. Impressionen

  3. (Potentielle) Reichweite

  4. Impressionen vs. Reichweite

  5. Anzahl der Social Media Mentions (Erwähnungen)

  6. Anzahl der Follower / Fans

  7. Tonalität der Kommentare und Erwähnungen

Welche Social Media KPIs gibt es für Engagement?

  1. Engagement Rate (ER) / Interaktionsrate

  2. Click-Through Rate (CTR)

  3. Anzahl an Shares / Retweets

  4. Anzahl der Kommentare

  5. Anzahl der Reactions / Likes

  6. Anzahl an Video Views

Welche Metriken gibt es für den Social Media ROI?

  1. Return on Ad Spend (ROAS)

  2. Tausenderkontaktpreis / Cost-per-Mille (TKP / CPM)

  3. Cost per Lead (CPL)

  4. Cost per Click (CPC)

  5. Conversion Rate

  6. Lead-to-Deal Conversion Rate

  7. Social Media ROI

Welche KPIs gibt es für Social Media Marketing?

  1. Engagement Rate (ER) / Interaktionsrate

  2. Return on Ad Spend (ROAS)

  3. Impressionen

  4. (Potentielle) Reichweite

  5. Impressionen vs. Reichweite

  6. Tausenderkontaktpreis / Cost-per-Mille (TKP / CPM)

  7. Click-Through Rate (CTR)

  8. Cost per Lead (CPL)

  9. Cost per Click (CPC)

  10. Anzahl an Conversions

  11. Conversion Rate

  12. Lead-to-Deal Conversion Rate

  13. Frequenz der Facebook Ads

  14. Social Media ROI

Social Media Dashboards für Fortgeschrittene

Bei kleinen Social Media Accounts mit wenig Reichweite und einem kleinen bzw. moderat aktiven Wettbewerbsumfeld lassen sich einige der Metriken manuell auswerten. Spätestens dann, wenn mehrere Accounts bestehen – z.B. für verschiedene Länder, Produktsparten oder Businesseinheiten – spart ein automatisiertes Reporting viel Zeit und hilft euch dabei, den Überblick zu bewahren. Meldet euch gerne bei uns, wenn ihr dabei Unterstützung benötigt, denn unsere Plattform bietet einige Reporting Lösungen, die euch auch bei der Bewertung eurer Social Media Aktivitäten wertvolle Zeit sparen.

Wenn ihr euren ROI automatisiert messen wollt, füllt einfach das folgende Formular aus und wir zeigen euch, wie Meltwater euch helfen kann.

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