Was ist Social Commerce? Definition, Beispiele und Tipps

Illustration of someone buying online to demonstrate the power of social commerce
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Die weltweite Pandemie hat das exponentielle Wachstum von Social Commerce zweifellos begünstigt, doch es gibt auch nach der Rückkehr zur Normalität keine Anzeichen für eine Abschwächung dieses Trends. Im Gegenteil: Es wird erwartet, dass der Social Commerce Einzelhandel bis 2025 ein Umsatzvolumen von 79 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

Was bedeutet dies für Unternehmen? Nun, ganz simpel ausgedrückt, sind die Chancen sind riesig und wachsen weiter. Die sozialen Medien sind mittlerweile viel mehr als nur ein Ort, an dem man sich mit FreundInnen austauscht.

Social Media sind zu einem Ort geworden, an dem die NutzerInnen neue Dinge entdecken. Sie erfahren mehr über neue Produkte, Dienstleistungen und Marken und erhalten gleichzeitig direktes Feedback von anderen KonsumentInnen bezüglich deren Erfahrungen. Es können Bewertungen gelesen und abgegeben werden - alles gesammelt an einem Ort. Viele Social Networks ermöglichen zudem den Kauf von Produkten direkt über die Plattform.

Angesichts des reibungslosen Ablaufs des Kaufprozesses überrascht es nicht, dass immer mehr KundInnen auf den Social Commerce Trend aufspringen. Weniger Klicks bedeuten weniger Ausstiege im gesamten Kaufprozess (und durch die Customer Journey), weniger Gründe, den virtuellen Warenkorb stehen zu lassen und mehr Gelegenheiten, einen Kauf abzuschließen.

Dies sind nur einige der Gründe, weshalb Social Commerce ein fester Bestandteil eures Social Media Marketings sein sollte.

Inhalt

Definition: Was ist Social Commerce?

Beginnen wir mit einer Social Commerce Definition:

Unter Social Commerce verstehen wir den beabsichtigten Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen in den sozialen Medien. Das gesamte Einkaufserlebnis - von der Entdeckung über die Recherche bis zum Kauf - findet in den sozialen Medien und nicht über eure eigene Website statt.

Social Commerce unterscheidet sich vom Social Shopping. Während Online-Shopping / Social Shopping eine Vernetzung von Online-KäuferInnen untereinander ist, bezieht Social Commerce die Online-Händler in die Unterhaltung mit ein.

Mehr als ein Jahrzehnt nach den Anfängen von Facebook, Instagram und Pinterest und dem darauffolgenden Aufkommen von Snapchat sind die sozialen Medien zu einem zentralen Bestandteil des Online-Einkaufserlebnisses - von der Entdeckung bis hin zum Kauf - geworden.

Weitere Studien zeigen, dass 8 von 10 Unternehmen erwägen, Ihre Produkte innerhalb der nächsten drei Jahre in den sozialen Medien zum Kauf anzubieten. Dies führt zu einem klassischen FOMO-Szenario ("Fear of missing out" oder Angst, etwas zu verpassen), bei dem alle mitmachen müssen, um nicht ins Abseits zu geraten und den ganzen Ruhm den Mitbewerbern zu überlassen.

Titelbild: Der große Leitfaden für Social Commerce

Tipp: Lade dir unseren kostenlosen Leitfaden für Social Commerce herunter, um noch mehr Einblicke in dieses Thema zu erhalten.

Social Commerce bietet ein Spielfeld für jeden – ganz gleich ob Kleinunternehmen, Direktvertrieb oder millionenschwerer Großkonzern. Social Commerce kann euch dabei helfen, ein ausschließlich online stattfindendes Social Erlebnis für euer Publikum und eure potenziellen KundInnen zu schaffen.

Aber lassen wir FOMO mal beiseite: Weshalb sollten Marken und Marketingteams in Social Commerce investieren? Ganz einfach: Es ist eine der effektivsten Möglichkeiten, mit Social Media einen direkten SROI zu erzielen. Social Commerce macht auch zahlenmäßig durchaus Sinn. Als MarketingspezialistInnen geht es uns vor allem darum, durch das Tracking von KPIs und Metriken herauszufinden, wo wir ansetzen müssen. Wenn ihr Social Commerce in den Marketing-Mix einbezieht, schafft ihr eine zusätzliche Möglichkeit, eure Social Media KPIs anzukurbeln - von Impressions über Conversions bis hin zu Engagement-Daten und mehr.

Es liegt auf der Hand, dass ihr euch dorthin bewegen wollt, wo eure KundInnen bereits sind. Doch es wird immer schwieriger, online wahrgenommen zu werden und den Lärm im Internet zu durchbrechen. Wenn es euch jedoch gelingt, mit euren KundInnen an bekannten und vertrauenswürdigen Orten in Kontakt zu treten und ihnen das Einkaufen einfacher zu machen, ist ein Großteil des Kampfs bereits gewonnen.

Was sind Social Commerce Marketingstrategien?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Thema Social Commerce anzugehen, insbesondere aufgrund der zahlreichen Plattformen, die dafür zur Verfügung stehen. Schauen wir uns an, wie Marken den Social Commerce in der Praxis nutzen.

1. Organisches und Paid Posting

Wie bei anderen Arten von sozialen Inhalten können Marken Posts mit dem Ziel erstellen, direkte Kaufabschlüsse zu erzielen. Dies geschieht in Form von Shoppable Posts (organisch) und Shoppable Ads (bezahlt) und ermöglicht es NutzerInnen, innerhalb der Social Media App einzukaufen.

Organische Posts erscheinen auf der Seite eurer Marke und werden euren Followern angezeigt. Im Gegenzug können eure Follower diesen Content mit ihrem eigenen Publikum teilen, wodurch noch mehr Aufmerksamkeit auf eure Beiträge gelenkt wird.

Ihr könnt aber für die Promotion eures Shoppable Content auch bezahlen. Mit bezahlten Werbeanzeigen erreicht ihr schneller ein größeres Publikum und könnt eure Angebote gezielt an Personen richten, die sich am ehesten für eure Produkte interessieren.

Lesetipps: So funktioniert der Facebook Werbeanzeigenmanager & Der ultimative Instagram Ads Guide & YouTube Werbung schalten: So funktioniert's

Person holding dollar bills

2. Verwendung von nutzergenerierten Inhalten für Social Commerce

Nutzergenerierte Inhalte (User-Generated Content oder UGC) setzen ein starkes Zeichen. Für Marken sind sie wahre Liebesbeweise, denn sie zeigen, dass eure KundInnen euch so sehr mögen, dass sie euch in ihren eigenen Inhalten in den Mittelpunkt stellen! Es zeigt aber auch, dass sie bereit sind, euch weiterzuempfehlen - ein weiterer Beweis dafür, dass ihr etwas - wenn nicht sogar alles - richtig macht.

UGC kann euch helfen, mehr Bekanntheit und mehr Umsatz in den sozialen Medien zu erzielen. Eine Kundin kann beispielsweise ein Foto von ihrem neuen Outfit, das sie bei euch gekauft hat, oder ein Video, in dem sie euer Produkt verwendet, posten. Wenn diese Posts wiederum von ihren Followern gesehen werden, gewinnt ihr als Marke sofort an Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit.

Die große Frage ist: Wie behält man den Überblick über nutzergenerierte Inhalte? Unser bevorzugter Ansatz ist die Verwendung einer Social Listening Lösung zur Identifizierung von UGC. Die Social Listening Plattform von Meltwater hilft euch dabei, diese Erwähnungen zu erfassen und sie in Marketingchancen zu verwandeln.

Es empfiehlt sich, die Ersteller von nutzergenerierten Inhalten im Auge zu behalten, besonders wenn sie euer Produkt in den höchsten Tönen loben. Diese Menschen sind geradezu prädestiniert, zu Markenbotschaftern zu werden. Finde heraus, wer sie sind und nutze ihren Einfluss, um eure Community aufzubauen.

Wenn wir gerade von Einfluss sprechen...

Asos user-generated content

3. Influencer Kooperationen als Motor für Social Commerce

Die Themen Social Commerce und Influencer Marketing gehen praktisch Hand in Hand, denn Influencer sind einer der größten Treiber für die Verbreitung von Content an ein kaufwilliges Publikum.

Aber welche Rolle spielen Influencer beim Bestreben, dein Publikum zum aktiven Handeln zu bewegen und dein Produkt zu KAUFEN?

Influencer Marketing ist ein Stück des UGC-Kuchens und setzt darauf, dass die Follower von Social Media Influencern eure Produkte einem noch größeren Publikum nahebringen.

Influencer recording content for clothing

Anstatt eure eigenen Shoppable Posts zu erstellen, kreieren Influencer den Content für euch. Sie verwenden die von euch bestimmten Produkte und empfehlen sie dann ihren Followern mit dem Ziel, einen unmittelbaren Verkauf zu erzielen.

Mehr als 9 von 10 Konsumenten sagen, dass sie Influencern mehr vertrauen als herkömmlicher Werbung oder der Empfehlung von Promis. Sie wirken authentischer und ehrlicher und kennen die wahren Probleme und Herausforderungen ihrer Zielgruppe - und können so passendere Lösungen vorschlagen.

Die meisten Influencer konzentrieren sich auf eine Nische und identifizieren sich dadurch besser mit einem bestimmten Publikum. Außerdem orientieren sich 33 % der KonsumentInnen bei Kaufentscheidungen an Influencern oder bitten sie um Einkaufsempfehlungen!

An illustration of yoga influencer profiles on Klear, Meltwater's influencer marketing platform.

Marken müssen sich mit passenden, engagierten und vertrauenswürdigen Influencern zusammenschließen, die sie und ihre Produkte ideal verkörpern. Mit Klear, einer Meltwater Lösung und der führenden Influencer Marketingplattform, könnt ihr unkompliziert Influencer in eurem Markt oder euer Nische finden. Von Makro Influencern über Mikro Influencer bis hin zu Nano-Influencern - Klear macht es euch einfach, Verbindungen herzustellen und mehr über den Einfluss einer Person in einem beliebigen Bereich zu erfahren. Die Plattform umfasst außerdem Integrationen mit WooCommerce und Shopify, damit Influencer und Marken mehr Produkte über die soziale Medien verkaufen können.

4. Conversational Commerce

In den letzten Jahren hat sich eine Verflechtung von Messaging-Apps und Shopping entwickelt.

Conversational Marketing verleiht dem Erlebnis des Social Commerce mehr Kontext und damit eine ganz neue Dimension.

Produktbeschreibungen und Fotos allein reichen nicht mehr aus und immer mehr Marken führen anregende, sinnvolle Unterhaltungen mit Social Media NutzerInnen, um ein positives Erlebnis zu schaffen.

Was ist Conversational Commerce?

Conversational Commerce bedeutet, dass KundInnen bei jedem Kauf oder bei jeder Transaktion zur Beeinflussung der Kaufentscheidung in ein Gespräch eingebunden werden.

Die Verbreitung von Messaging-Apps (wie WhatsApp und WeChat) in Kombination mit KI-Chat-Funktionen und Sprachassistenten ermöglicht Conversational Commerce in großem Umfang. In der Vergangenheit war es für Marken schlichtweg nicht möglich, jeden potenziellen Kunden anzusprechen und in ein persönliches Gespräch einzubinden. Mit der natürlichen Sprachverarbeitung und anderen Tools, die Interaktionen natürlich und personalisiert klingen lassen, bringt die KI neue Möglichkeiten ins Spiel.

Lesetipps: KI im Marketing richtig einsetzen & KI in PR: Wo wir stehen und wohin es geht & Was ist Image Recognition? & Was sind die besten Image Recognition Tools?

Wie sieht die Zukunft des Conversational Commerce aus?

Derzeit machen Chatbots nach Schätzungen die Hälfte aller Ausgaben für Conversational Commerce aus. Auch die Zahl der Menschen, die Sprachsuche und Sprachassistenten nutzen, nimmt immer weiter zu.

Es wird erwartet, dass mehr als die Hälfte der US-Haushalte bis Ende 2022 einen Smart Speaker besitzen wird, während 52 % der KonsumentInnen bereits einen Sprachassistenten nutzen, um Produkte, Dienstleistungen und lokale Geschäfte zu finden.

Social Media NutzerInnen verwenden immer häufiger Chat- und Sprachfunktionen als Kanal für den Kundendienst. Sie wünschen (und erwarten) von den Marken, die sie bei ihren Einkäufen berücksichtigen, schnelle Antworten. Gleichzeitig können sich Marken in jeder Phase der Customer Journey mit den KundInnen verlinken, um Fragen zu beantworten, Einblicke zu geben und Feedback einzuholen.

Social Commerce Tipps: Wie du deine Social Commerce Strategie in Angriff nimmst

Die Entwicklung einer Social Commerce Strategie erfordert die folgenden Schritte:

1. Neuausrichtung der Consumer Journey auf Social Commerce

Organische Interaktionen bestimmen die Entscheidungen der KonsumentInnen im Social Commerce Ökosystem und so hat sich die Customer Journey von einer linearen - Recherche, Suche und Kauf eines Produkts - zu einer "fließenden" Kundenreise gewandelt.

Was bedeutet das für Marketer? Der Schwerpunkt liegt mittlerweile auf den dynamischen Interaktionen, die auf den Social Plattformen stattfinden.

Marketer müssen ihren Fokus auf diese sozialen Aktionen zwischen den KonsumentInnen ausrichten -und hier sind nutzergenerierte Inhalte bei der Entwicklung neuer Kampagnen äußert nützlich. Diese soziale Interaktion zwischen den Käufern bestimmt die Customer Journey und die Marketer müssen sich diese neue Form der "Mundpropaganda" zunutze machen.

Es gibt keine bessere Form von Brand Advocacy, als eine Verbindung zwischen KonsumentInnen zu schaffen. Diese bietet Marketern eine großartige Gelegenheit, in den Mix einzusteigen und ihre Marken zum Erfolg zu führen. Die frühzeitige Umsetzung einer Strategie im Rahmen des Social Commerce schafft positive Fürsprache für eure Marke.

Erfolgreiches Social Media Marketing beginnt mit dem Wissen, wer die idealen KundInnen eurer Marke sind und wie ihre Buyer Journey verläuft. Mit anderen Worten: Was macht ein Kunde, wenn er in den sozialen Medien - ob organisch oder über Werbung - auf euer Produkt stößt? Verläuft der Weg von der Entdeckung bis zum Kauf auf natürliche Weise oder legt ihr dem Kunden beim Kauf eures Produkts ungewollt Steine in den Weg?

Die versehentliche Schaffung unnötiger Komplexität passiert öfter, als du denkst! Beim Customer Journey Mapping geht es deshalb darum, alle Stolpersteine, die KundInnen beim Kauf in den Weg gelegen werden, zu beseitigen und ein nahtloses Erlebnis zu schaffen.

2. Fokus auf strategische Plattformen

Der schnellste Weg, unterdurchschnittliche Ergebnisse in den sozialen Medien zu erzielen, ist, sich zu sehr zu verzetteln.

Effektives Social Media Marketing erfordert eine Menge Experimentierfreude und das Lernen aus Fehlern. Es ist fast unmöglich (es sei denn, du hast Glück), deine Ergebnisse über einen langen Zeitraum hinweg schrittweise zu verbessern, ohne zu wissen, welcher Input die besten Outputs liefert. Dies erfordert Fokus.

Beginne mit einem oder zwei Social Media Kanälen, die auf euren idealen KundInnen ausgerichtet sind (mehr dazu weiter unten). Instagram und Facebook sind aufgrund ihrer Allgegenwärtigkeit naheliegend, aber vielleicht eignen sich auch Nischenkanäle besser für euren Markt.

Für den Erfolg benötigt eure Social Media Marketingstrategie je nach verwendeter Plattform ein einzigartiges Look and Feel. Das gilt auch für den Social Commerce. Jede Plattform hat ihre eigenen Funktionen für In-App-Verkäufe und Marken müssen ihre Strategien darauf abstimmen. Zu diesem Zweck stellen wir dir einige Social Media Plattformen und Beispiele für Social Commerce vor, die sich hervorragend für den Handel eignen:

Social Commerce auf Instagram

Auf Instagram können Marken ihre eigenen Instagram Shops einrichten, die als Schaufenster für ihre Produkte fungieren.

Diese Funktion wird von Instagram durch Marken-Storefronts, die zum Shop-Tab auf dem Instagram Startbildschirm - auch bekannt als Instagram Shopping – hinzugefügt werden, zusätzlich unterstützt.

Das ermutigt die NutzerInnen zum Entdecken und Erkunden von Inhalten, die allesamt personalisiert sind. Zudem können Shoppable Posts in Instagram Stories erstellt werden.

Instagram hat vor kurzem die Shoppable Stories Sticker vorgestellt, die jede Story in eine eigene Landing Page verwandeln. Damit haben Marken eine Alternative zu den "Swipe-up"-Links, über die NutzerInnen Einkäufe tätigen können. Diese Funktion ist nur für Kanäle mit mehr als 10.000 Followern verfügbar.

Instagram stats and profile on two iphones

Weitere Ressourcen, die euch den Einstieg in Social Commerce auf Instagram erleichtern:

Social Commerce auf Facebook

Auf der Einkaufsplattform von Facebook (Facebook Shops) kannst du einen (ganz normalen) Beitrag erstellen, eure Produkte markieren und Fotos hinzufügen. Dies ist für organische Posts oder bezahlte Beiträge möglich.

Wie Instagram bietet auch Facebook Shops an, die KundInnen das Entdecken von Produkten erleichtern. Beliebte E-Commerce-Plattformen wie Shopify verfügen über Integrationen, mit denen ihr eure Produkte mühelos in euren Facebook Shop importieren könnt, damit er eher wie eure Website und weniger wie Facebook aussieht.

Im folgenden Beispiel beinhaltet die Facebook-Seite von Truly Beauty einen Shop Tab, über den die KundInnen die Produkte direkt auf Facebook entdecken können.

Facebook stats and truly beauty profile on iphone

Weitere Ressourcen, die dir den Einstieg in Social Commerce auf Facebook erleichtern:

In manchen Fällen, wie bei Truly Beauty, muss auf die Website des Händlers gewechselt werden, um den Kauf abzuschließen. Andere Shops, wie Luxurious Body Elements, ermöglichen den Kauf direkt auf Facebook.

Gib einfach die gewünschte Anzahl ein und klicke auf ‘Zum Warenkorb hinzufügen‘ oder ‘Jetzt kaufen‘.

Social Commerce auf TikTok

Als die am schnellsten wachsende Social Platform und die am häufigsten heruntergeladene App im Jahr 2021 hat TikTok ein riesiges Social Commerce Potenzial.

Tipp: Erfahre, worum es bei TikTok geht.

Von Kleidung bis hin zu Gadgets - die Aussage "TikTok hat mich zum Kauf verleitet" ("TikTok made me buy it") dürfte Marken einen guten Eindruck davon vermitteln, welche Bedeutung die Plattform für den Handel hat. Es gibt keine bessere Statistik, die den gesamten Kaufzyklus repräsentiert, als diese über 16 Milliarden Aufrufe von Videos mit dem Hashtag #tiktokmademebuyit.

Die App pusht die KonsumentInnen nicht nur durch die Customer Journey, sondern hilft ihnen auch, Dinge zu entdecken, die sie ursprünglich gar nicht kaufen wollten. Die App ist zu einem Nährboden für Influencer geworden, die sich riesige Fangemeinden aufbauen und eine breite Palette von Produkten bewerben.

Ein Beispiel ist die berühmt gewordene TikTok Leggings. Diese Leggings machte Schlagzeilen mit ihrem schmeichelhaften Design, das den Bauch der Trägerin im Handumdrehen strafft und den Po hebt. Die Leggings, die von Aerie verkauft werden, gingen in kürzester Zeit viral und brachten der Marke mehr als 3 Millionen Aufrufe und über 500.000 Klicks ein.

Der Clou: Der virale Erfolg war das Ergebnis von nutzergenerierten Inhalten, die nicht von Aerie in Auftrag gegeben wurden.

Die TikTok Leggings sind der Inbegriff des #tiktokmademebuyit-Trends, doch damit ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende.

Auch wenn 44 % der TikTok-NutzerInnen schon einmal etwas entdeckt und sofort gekauft haben, benötigt ein großer Teil der KonsumentInnen neben TikTok noch weitere Touchpoints. Deshalb ist eine solide Strategie nötig, um die KonsumentInnen in den Marketing Funnel zu locken.

TikTok stats and tiktok profile on iphone

Weitere Ressourcen, die euch den Einstieg in Social Commerce auf TikTok erleichtern:

Wenn du herausfinden möchtest, welche Social Media Kanäle sich für eure Social Commerce Strategie eignen, lade dir den ultimativen Social Commerce Leitfaden herunter.

3. Pflege eure Brand Story

Du hast es bestimmt schon gehört: Marken müssen wunderschönen, beeindruckenden Social Content erstellen, um mit ihrem Social Media Marketing erfolgreich zu sein. Aber was bedeutet das genau?

Das Herzstück guter Inhalte ist die Geschichte, die ihr über eure Marke erzählen möchtet - die sogenannte Brand Story. Haderst du mit dem Drehbuch? Dann stelle dir folgende Fragen:

  • Was macht eure Marke einzigartig?
  • Was macht euer Produkt einzigartig? 
  • Was macht eure KundInnen einzigartig? 
  • Weshalb sollten sich die Menschen dafür interessieren? 
  • Weshalb sollten die Menschen - bei all den Möglichkeiten, die sie haben - gerade eure Produkte kaufen?
  • Was könnt ihr richtig gut, was sonst niemand kann?

Tip: Erfahre mehr über Brand Storytelling.

Yellow lightbulb in the middle of several pink lightbulbs

Die äußerst talentierten Creator und Autoren von Pixar haben einmal gesagt

Gute Storys sind universell.

Wenn du herausfinden willst, ob eure Markengeschichte leicht verständlich und fesselnd ist, erzähle sie einem Freund, einer Freundin oder einem Familienmitglied, das sie noch nie gehört hat. Beobachte ihre Gesichter, während du sie vorliest, und versuche herauszufinden, wo sie innehalten und welche Fragen sie haben könnten. Vereinfache sie, bis du goldrichtig liegst.

Nun muss der Fokus einer Marke in erster Linie darauf ausgerichtet sein, positive Resultate aus der Zeit, dem Geld und dem Aufwand, den sie in die sozialen Medien steckt, zu erzielen. Dafür muss hinter jeder Aktion eine Absicht stehen.

Formuliere deine Social Media Strategie für 2023, aber sei bereit, sie zu ändern und weiterzuentwickeln, wenn das Jahr neue Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. Top-Marken verfolgen das Geschehen im Internet ganz genau, ohne sich jedoch von jeder neuen glänzenden Plattform oder jedem neuen Kanal einlullen zu lassen.

Es überrascht nicht, dass die am schnellsten wachsenden Social Commerce Marken des Jahres 2022 ihre KundInnen in- und auswendig kennen, eine einzigartige Geschichte, die sie im Laufe der Zeit kultiviert haben, zu erzählen haben und stets danach streben, ihr Know-how kontinuierlich zu verbessern.

Erfolgreiche Social Commerce Beispiele

Wer macht es also richtig, wenn es um Social Commerce geht? Hier sind einige gute Social Commerce Beispiele, an denen ihr euch orientieren könnt.

1. Virgin Voyages

Virgin Voyages, eines von vielen Virgin-Produkten, hat sowohl auf Instagram als auch auf Facebook ein einheitliches Erscheinungsbild, wie unten zu sehen ist.

Das Unternehmen hat seine Bildsprache an beide Plattformen angepasst und stellt sicher, dass die NutzerInnen beim Wechsel zwischen diesen Social Channels ein einheitliches Erscheinungsbild vorfinden. Zudem machen Sie es ihren KundInnen einfach, weitere Informationen zu finden und sogar direkt über die Plattform einzukaufen.

Ein großartiges Beispiel für Social Commerce, das viele Inspirationen bietet.

Two iphones with virgin voyages social media profiles as an example for social commerce

2. This Is Unfolded

This Is Unfolded ist eine nachhaltige Slow-Fashion-Marke, die das Bewusstsein für die Auswirkungen von Fast Fashion auf den Klimawandel schärft.

Sie nutzt die Shopping-Funktion von Instagram und hat Posts erstellt, in denen sie ihre Produkte mit anderen Fast Fashion-Beispielen vergleicht.

Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass sie ihre Produkte in den Posts markieren, damit die NutzerInnen das Bild anklicken und direkt zum Artikel im Shop gelangen können, während sie auf der IG Plattform bleiben.

Das macht es für die KundInnen kinderleicht, sich nicht nur über die Produkte zu informieren, sondern auch etwas für die Umwelt zu tun!

Phone with the Instagram Account of This Is Unfolded showcasing a social commerce example

3. Skin+Me and TheGlowCopy

Skin+Me und TheGlowCopy sind beide im Beauty-Bereich tätig und bewerben ihre Produkte auf TikTok.

Der Beitrag von Skin+Me ist zwar ein bezahlter Post, doch der Content sieht den Inhalten von Beauty-Influencern sehr ähnlich: Er widerlegt Mythen über eine bestimmte Art von Inhaltsstoffen in Hautpflegeprodukten.

Das Produkt wird in einem Video verwendet, damit die NutzerInnen aus erster Hand sehen, was sie bei einem Kauf erwarten können. Der Social Video-Content wirkt zudem eher unpoliert, was bei vielen TikTok-NutzerInnen gut ankommt.

The GlowCopy hingegen ist eine Beauty-Influencerin, die sich auf die richtige Anwendung der Produkte konzentriert, luxuriöse Hautpflegeprodukte testet und Alternativen vorstellt.

Bei diesem Content handelt es sich um eine bezahlte Werbepartnerschaft mit REN und TheGlowCopy hat ähnlich wie Skin+Me eine Low-Fi-Produktionsqualität gewählt, um Gelegenheits-Scroller anzusprechen.

Phones showing social commerce examples of Skin+Me and TheGlowCopy

Tipp: Lass dich von diesen einfachen Video Content Ideen inspirieren

Die Zukunft des Social Commerce

Kurz zusammengefasst: Social Commerce darf weder mit dem traditionellen E-Commerce verwechselt noch als Ersatz betrachtet werden.

Die sozialen Netzwerke haben den Wert der Weiterentwicklung des Online-Shoppings auf neue Kanäle erkannt und Marken sind gut beraten, dies zu berücksichtigen. Funktionen, die ausschließlich im Social Media Shopping zu finden sind, helfen euch dabei, eure KundInnen an jeder Stelle ihres Kaufprozesses abzuholen, möglichst viele Hürden aus dem Weg zu räumen und Unterhaltungen zu fördern.

Der Wettbewerb im Social Commerce war noch nie so groß wie heute. Deshalb müssen Unternehmen jetzt handeln und jede Gelegenheit nutzen, um ihre Reichweite zu erhöhen, in neue Märkte zu expandieren und sich auf wirkungsvolle Weise zu differenzieren.

Unsere Lösungen können euch helfen, euren Mitbewerbern stets einen Schritt voraus zu sein. Entdecke nutzergenerierte Inhalte, plane organische Beiträge und analysiere deine Social Media KPIs - alles an einer zentralen Stelle.

Fülle das folgende Formular aus, um mit deiner Social Media Commerce Strategie für das Jahr 2023 und darüber hinaus loszulegen.

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