Brand Advocacy: Definition, Vorteile & Beispiele

Eine Frau hält ein Megaphone in der Hand, hinter ihr ist ein Smartphone das so groß ist wie sie, neben ihre sind Geschenkspakete und 2 Pflanzen, der Hintergrund ist weiß und hellgelb, in kleinen Kreisen sie man 3 weitere Menschen
Eine Frau hält ein Megaphone in der Hand, hinter ihr ist ein Smartphone das so groß ist wie sie, neben ihre sind Geschenkspakete und 2 Pflanzen, der Hintergrund ist weiß und hellgelb, in kleinen Kreisen sie man 3 weitere Menschen

Als führendes Technologieunternehmen hat Apple wohl einige der innovativsten Produkte auf dem Markt. Außerdem ist das Unternehmen ein Vorreiter, wenn es darum geht, durchgängig Produkte anzubieten, die sich für den Konsumenten einzigartig anfühlen. Von ihrem jährlichen #AppleEvent bis hin zum Apple Store Erlebnis, und allem dazwischen, hat es Apple geschafft, ihre Nutzer zu Brand Advocates zu machen, ohne auch nur einen einzigen Tweet auf ihrem Twitter Account mit 7,2 Millionen Followern zu teilen. Durch die Marketingstrategie von Apple werden ihre Kunden ermutigt, Markenbotschafter zu werden, ohne dass sie tatsächlich dazu aufgefordert werden.

Wir zeigen dir in diesem Blogartikel, wie du Brand Advocates findest und erklären dir, was Brand Advocacy ist.

Inhalt

Was ist Brand Advocacy?

Brand Advocacy ist ein Begriff, der verwendet wird, um Maßnahmen zu beschreiben, die von Personen ergriffen werden, die deine Marke lieben und dein Unternehmen unterstützen, indem sie Produkte und Dienstleistungen bei neuen Kunden und Interessenten bewerben.

Mit Brand Advocacy Programmen wird dein Unternehmen für ein größeres Publikum sichtbar, baut eine stärkere Markenbekanntheit auf und steigert den Umsatz, während gleichzeitig Kosten im Zusammenhang mit anderen traditionellen Marketingkampagnen verringert werden.

Wer kann ein Brand Advocate sein?

Ein Brand Advocate kann jeder sein, der an Brand Promotion Maßnahmen teilnimmt und somit das Wachstum deines Unternehmens unterstützt.

Zu den 4 häufigsten Gruppen von Markenbefürwortern gehören:

1. Mitarbeiter

Deine Mitarbeiter haben das meiste Wissen über deine Produkte und Dienstleistungen und können daher deine besten Brand Ambassadors sein. Darüber hinaus können Unternehmen ein viel breiteres Publikum erreichen, indem sie ihre Mitarbeiter ermutigen, an den Brand Advocacy Programmen teilzunehmen.

2. Geschäftspartner

Starke Partnerschaften und Affiliate Programme können ebenfalls eine gute Quelle zur Erweiterung des Kundenstamms und der Markenbekanntheit sein.

3. Influencer

Influencer sind berühmte Personen mit vielen Followern auf verschiedenen Online-Plattformen im Web wie auf Social Media. Viele Unternehmen stellen Influencer ein, die ihnen zu mehr Sichtbarkeit und Sales verhelfen sollen.

Tipp: Lies unseren Blog zum Thema Employee Advocacy auf LinkedIn.

4. Kunden

Kunden als Markenbotschafter zu haben, kann eine nützliche und einflussreiche Marketingtaktik sein. Da sich viele potenzielle Kunden auf die Bewertungen und Empfehlungen bestehender Kunden verlassen, ist die Kundenwerbung ein wirksames Mittel, um neue Kunden zu gewinnen.

Tipp: Lies hier diesen Blog, um mehr über Brand Ambassadors zu erfahren.

Welcher Brand Advocacy-Typ ist am idealsten für mich?

Auch wenn es toll wäre, all diese Gruppen als Brand Advocates zu haben, ist das oft sehr schwer zu erreichen. Influencer können teuer sein, und Kunden können schwer zu gewinnen sein, um an Programmen zur Markenförderung teilzunehmen.

Auf der anderen Seite gelten Mitarbeiter oft als die besten Markenbotschafter, wenn es um Employer Branding und Corporate Branding geht. Die Einführung eines einfachen Brand Advocacy Programms für Mitarbeiter, kann einen großen Beitrag zu besseren Geschäftsergebnissen leisten.

Hier ist es wichtig, den Unterschied zwischen den verschiedenen Generationen am Arbeitsplatz zu verstehen. Eine Umfrage von The Marketing Advisory Network zeigte einen deutlichen Unterschied zwischen den Generationen, wenn es um den Austausch von Informationen über ihren Arbeitsplatz ging. Millennials teilen zu 81% gerne Informationen über ihren Job, verglichen mit der Generation Z, die das nur zu 72% machen wollen, und mit der Generation Baby Boomer, wo der Prozentsatz nur bei nur 47% liegt. 

Hier erfährst du, wie du deine Corporate Identity erarbeitest.

Wie findet man Brand Advocates?

Social Marketing Tools wie das von Meltwater helfen Marken dabei, potenzielle Advocates in sozialen Plattformen zu identifizieren, zu segmentieren und zu verwalten.

Lies weiter, um drei Möglichkeiten zu finden Markenbotschafter mithilfe von Meltwater zu finden.

1. Social Listening

Meltwater verwendet Keyword-gesteuerte Suchkampagnen, um Erwähnungen in sozialen Medien über deine Marke, deine Wettbewerber und deine Branche zu finden. Der einfachste Weg, potenzielle Brand Advocates zu finden besteht darin, einfach die Liste deiner eingehenden Markenerwähnungen durchzusehen und zu sortieren.

Mit dem Social Listening Tool von Meltwater erfährst du immer, wenn jemand auf einer Social Media Plattform deine Marke erwähnt oder über ein Thema spricht, das für dein Unternehmen von Bedeutung ist. Welche Datenfeeds werden dabei durchsucht?

  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • Reddit
  • Blogs
  • Diskussionsforen
  • Podcasts
  • Online-Nachrichten
  • Websites mit Konsumentenbewertungen

Neugierig? Fülle einfach das aus, um eine kostenlose Demo zu erhalten.

Social Listening Tool von Meltwater

2. Social Media Sentiment

Die Stimmung in den sozialen Medien kann dir bei der Suche nach Brand Advocates Zeit sparen. Das Sentiment wird durch die Verarbeitung der natürlichen Sprache (NLP) angetrieben, bei der die positivsten und negativsten Beiträge zusammengefasst werden, die du durchsuchen kannst.

Mit dem Meltwater Explore Tool kannst du eine Sentimentanalyse durchführen, um einen Messwert für die Wahrnehmung deiner Marke in Online-Diskussionen zu erhalten. Wenn du vorerst kein Toll verwenden möchtest, hilft dir unser kostenloses Template für eine manuelle Sentimentanalyse weiter.

Das alles kannst du mit dem Explore Tool außerdem herausfinden:

  • Anzahl Erwähnungen: in Online-Nachrichten, Blogs, Foren, auf Social Media Plattformen und Bewertungsportalen
  • Share of Voice pro Plattform: Wo deine Marke am häufigsten erwähnt wird
  • Die potenzielle Reichweite der Erwähnungen: Gesamtpotenzial der Impressions
  • Trendanalyse: Themen, die am häufigsten mit deiner Marke in Verbindung gebracht werden
  • Top-Publikationen: Publikationen, in denen am meisten über deine Marke gesprochen wird
  • Top-Standort: das Land/die Region, in dem/der deine Marke am häufigsten erwähnt wird
  • Top-Influencer und Journalisten: Wer deine Marke, deine Produkte oder deine wichtigsten Stakeholder erwähnt
Sentimentanalyse mit dem Explore Tool von Meltwater

Ressourcen für die Sentimentanalyse

3. Social Media Engagement

Wir haben uns angesehen, wie du durch Social Listening und Sentimentanalysen potenzielle Advocates finden kannst, aber was ist mit Community Mitgliedern, die bereits mit deiner Marke interagieren? Meltwater zentralisiert das Engagement deiner Marke auf Facebook und Twitter und bietet Metriken, die Benutzer identifizieren können, die häufig mit dir interagieren.

Social Media Engagement Tool von Meltwater

Mit dem Social Media Engagement Tool von Meltwater kannst du deine eingehenden Nachrichten verwalten, sowie Content planen und veröffentlichen, und die Performance deiner Social Media Kanäle messen - alles in einer Plattform.

Welche Vorteile von Brand Advocacy gibt es?

Brand Advocacy kann für verschiedene Abteilungen in deinem Unternehmen viele Vorteile bringen. Beispielsweise durch das Word-of-Mouth Marketing deiner Mitarbeiter, kannst du deine Markenbekanntheit steigern, neue Vertriebskontakte generieren und neue Bewerber gewinnen.

Werfen wir nun einen Blick darauf, wie deine Marketing-, Vertriebs- und Personalabteilungen von Brand Advocacy profitieren können.

Brand Advocacy als Vorteil für die Marketingabteilung

LinkedIn Studien zeigen, dass Mitarbeiter im Durchschnitt über zehnmal größere soziale Netzwerke verfügen als eine Unternehmensmarke. Das bedeutet, dass dein Advocacy Programm deine Reichweite und Markenbekanntheit schnell erhöhen kann.

Das Content Marketing Institute hat ebenso herausgefunden, dass 89% der B2C-Marketer und 92% der B2B-Marketer Social Media Plattformen als Hauptkanal für die Verbreitung von Inhalten nutzen.

Darüber hinaus werden Beiträge von Mitarbeitern als authentischer angesehen als Unternehmensbeiträge, weshalb sich die Menschen eher mit ihren Inhalten beschäftigen. Dieselbe LinkedIn Studie wie vorhin hat gezeigt, dass Mitarbeiterbeiträge im Vergleich zu Unternehmenbeiträgen eine doppelt so hohe CTR aufweisen.

Eine weitere Studie des Hinge Research Institute und Social Media Today hat bewiesen, dass Unternehmen mit Programmen zur Mitarbeiter Advocacy eine erhöhte Markensichtbarkeit, einen verbesserten Markenwiedererkennungswert und eine verbesserte Markentreue verzeichnen.

Brand Advocacy als Vorteil für die Vertriebsabteilung

Eine weitere Studie beweist den hohen Wert der Brand Advocacy, wenn es darum geht, neue Geschäfte abzuschließen und die Verkaufsleistung zu optimieren.

Weitere Erkenntnisse dieser Studie sind, dass Leads, die durch Social Marketing für Mitarbeiter entwickelt wurden, 7-mal häufiger als andere Leads umwandeln und, dass 20% bis 50% der Kaufentscheidungen durch Peer-to-Peer-Marketing getrieben werden.

Brand Advocacy als Vorteil für die Personalabteilung

Die Employee Advocacy kann einen großen Einfluss auf den Ruf deines Unternehmens als Arbeitgeber haben, auf deine Fähigkeit, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen und hochwertige Bewerber anzuziehen. Darüber hinaus sagen 91% der Arbeitgeber, dass sie soziale und berufliche Netzwerke nutzen, um Talente zu rekrutieren.

Da jüngere Generationen häufig Social Media Plattformen wie LinkedIn und Instagram nutzen, um über ihre potenziellen Arbeitgeber zu recherchieren, und Kandidaten die Geschichten ihrer Mitarbeiter als vertrauenswürdig ansehen, ermutigen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter nun, als Brand Ambassadors zu fungieren.

Welche Herausforderungen von Brand Advocacy gibt es?

1. Kunden zu Brand Advocates machen

Die primäre Herausforderung von Brand Advocates besteht darin, Fans oder Kunden zu finden und sie zu überzeugen, Markenbotschafter zu werden. Dabei muss man Social Media Fans und Social Media Advocates voneinander unterscheiden.

Ein Social Media Fan folgt im Wesentlichen der Marke, hört sich an, was die Marke zu sagen hat, und beschäftigt sich mit den geteilten Inhalten. Ein Social Media Advocate hingegen unterstützt die Marke, wirbt für sie und befürwortet außerdem alle Aktivitäten des Unternehmens.

Laut einer Nielsen-Studie sind die meisten begeisterten Social Media User nicht die Millennials (auch: Generation Y), sondern die Generation X – also die Altersgruppe zwischen 41 und 56 Jahren. Diese Gruppe verbringt Berichten zufolge jede Woche fast 7 Stunden in den sozialen Medien. Im Vergleich dazu verbringen Millennials etwas mehr als 6 Stunden in den sozialen Netzwerken. Daher ist es für eine Marke wichtig, ihre Zielgruppe oder ihren Kunden zu identifizieren, bevor sie zu einem Advocate werden.

Ressourcen, um deine Zielgruppe zu finden

So kannst du diese Herausforderung lösen

Vielen Unternehmen fällt es schwer, den richtigen Markenbotschafter zu finden, der ihr Geschäft effektiv fördern kann. Wie also überwindet man diese Hürde, den richtigen Botschafter für die Marke zu finden, am besten?

Antwort: Indem man einen Fan findet und ermutigt Markenbotschafter zu werden.

Es ist wichtig, dass ein Unternehmen mehr auf Qualität als auf Quantität setzt.

Eine Marke muss nach Menschen suchen, die

  • an der Marke sehr interessiert sind.
  • regelmäßig auf Social Media Plattformen interagieren.
  • ein freundliches und positives Erscheinungsbild haben.
  • und spontan sind sporadisch.

Vergiss außerdem nicht, sie für ihre Arbeit dementsprechend zu belohnen!

2. Das persönliche Element wahren

Die zweite Herausforderung ist die Beibehaltung des persönlichen Elements. Im Allgemeinen nimmt die eine Gruppe von Advocates einen besonderen Platz ein, und zwar diejenigen, die zu schon zu Beginn der Geschäftstätigkeit Teil der Reise deiner Marke waren. Diese Leute standen nämlich hinter deinem Unternehmen und unterstützten immer deine Marke. Es ist also offensichtlich, dass die Beziehung, die die Marke mit ihnen verbindet, stark ist.

Mit dem Wachstum der Organisation besteht jedoch die Tendenz, das persönliche Element zu verlieren, das zu Beginn vorhanden war. Dies liegt auch daran, dass mit dem Wachstum der Marke auch die Zahl der Advocates steigt.

Daher wird die Aufgabe, eine gesunde Verbindung zu allen aufrechtzuerhalten, mit mehr Advocates zu einer ziemlichen Herausforderung.

So kannst du diese Herausforderung lösen

Die Lösung dieser Herausforderung ist ganz einfach – One-to-One Kommunikation mit jedem Brand Advocate.

Höre dir immer an, was dein Advocate über dein Unternehmen oder andere Faktoren zu sagen hat. Dadurch wirst du eine klare Vorstellung davon haben, was der Markenbotschafter denkt, was bei der Lösung jedes Problems hilft.

Es ist auch wichtig, Interaktionen auf systematische Weise durchzuführen. Da das Unternehmen nun von mehr als einem Advocate vertreten wird, muss man Systeme schaffen, die dem Unternehmen helfen, mit den Fürsprechern regelmäßig in Kontakt zu treten.

One-to-One Kommunikation

3. Regelmäßiger Wegfall von Brand Advocates

Die dritte Herausforderung ist der regelmäßiger Wegfall von Brand Advocates, da einige Menschen, die der Marke einmal treu waren, einer konkurrierenden Marke nun treu sind.

Darüber hinaus haben Menschen, wie Studien belegen, eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, die stetig abnimmt. Daher kann es sein, dass sich ein Brand Advocate mit dem Unternehmen langweilt und sich zu einem anderen Produkt oder einer anderen Marke mehr hingezogen fühlt.

So kannst du diese Herausforderung lösen

Die Lösung ist ganz einfach und direkt vor deiner Nase! Suche nach Mitarbeitern aus deinem eigenen Unternehmen. Sie können besonders einfach über deine Marke sprechen, wenn sie schon über einen längeren Zeitraum in deinem Unternehmen arbeiten.

Motiviere deshalb besonders auch die internen Brand Advocates und implementiere interne Anreize, um sie zu deinen Markenbefürwortern zu machen.

Employee Advocacy

4. Globalen Kunden ein lokales Erlebnis bieten

Die vierte Brand Advocacy Herausforderung für Marken besteht darin, dass Unternehmen versuchen, ein globales Standbein oder eine globale Identität zu etablieren, dennoch wollen sie ihren Kunden Vorort ein tolles Kundenerlebnis bieten.

Sobald man auf einer der Social Media Kanäle eine Unternehmensseite erstellt hat, platziert man seine Marke als Plattform, die für alle offen ist, um sie zu mögen und zu verfolgen. Und hier kommt die Herausforderung ins Spiel. Mit lokalen und internationalen Brand Ambassadors an Bord kann es für die Advocates schwierig werden, miteinander zu kommunizieren. Die Kommunikationslücke könnte auf Zeitverschiebung, Sprachbarrieren und sogar ideologische Unterschiede zurückzuführen.

So kannst du diese Herausforderung lösen

Der Schlüssel für eine erfolgreiche internationale und kostengünstige Geschäftsexpansion liegt in der Entwicklung der Marke entsprechend der Region. Für Unternehmen sorgt die Einstellung von regional- und ortskundigen Brand Advocates für eine größere Reichweite.

Mit den lokalen Brand Advocates kannst du spezielle Ideen sammeln, wie sie beispielsweise auf Blogs deine Marke befürworten können.

5. Brand Advocacy-Programm – Validierung ihres Wertes

Die fünfte Brand Advocacy Herausforderung ist die Validierung des Werts des durchgeführten Programms. Während der Erfolg der Advocacy Programme leicht gemessen werden kann, ist es schwierig, die unternommenen Bemühungen zeigen zu können.

Ein Brand Advocate muss viel Arbeit hineinstecken, um eine Marke richtig promoten zu können. Dennoch wird oft Wert der Advocates gering wahrgenommen, da ihr Wert nicht monetär nachgewiesen werden kann, da er immateriell und nicht quantifizierbar ist.

So kannst du diese Herausforderung lösen

Oftmals bekommt ein Brand Advocate nicht die richtige Anerkennung oder Lob für seine Arbeit. Das führt dazu, dass sich der Markenbotschafter niedergeschlagen und demotiviert fühlt.

Was kann ich machen?

  • Die neuesten Erfolge des Brand Advocates teilen
  • Ihr Feedback zu einem neuen Produkt einbinden
  • Teilen, wie sie Social Media Aufgaben angehen: sowohl positive als auch negative
  • Brand Advocates können eine lokale Veranstaltung in ihrer Region veranstalten

So baust du ein erfolgreiches Brand Advocacy Programm auf

1. Kommuniziere die Vorteile, als Brand Advocate zu fungieren

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche Brand Advocacy Programme besteht darin, Mitarbeiter und andere Stakeholder durch eine interne Kommunikation zu gewinnen. Marketer, die die Brand Advocacy Maßnahmen verwalten, sind dafür verantwortlich, die Vorteile der Markenanwaltschaft für die Stärkung der persönlichen Marke der Mitarbeiter und die Unterstützung ihres Unternehmens als Ganzes zu erläutern.

Darüber hinaus trägt die Verknüpfung der Arbeit der Arbeitnehmer mit einem breiteren organisatorischen und gesellschaftlichen Zweck dazu bei, dass ihrem Arbeitgeber vertrauen und sich deshalb sich doppelt so häufig in der Arbeitnehmervertretung engagieren.

2. Definiere Richtlinien und schule deine Brand Advocates

Während jüngere Generationen wie Millennials und Gen Z von Social Media überzeugt sind, sind es andere möglicherweise nicht. Außerdem sind sich viele Mitarbeiter möglicherweise nicht sicher, wie und was sie extern teilen sollen. Daher ist es wichtig, Schulungen und Richtlinien für Brand Advocates zu haben.

Organisiere kurze Schulungen und interne Marketingkampagnen, um sicherzustellen, dass jeder die Richtlinien, die „Do’s and Don’ts“ und die Ziele deiner Brand Advocacy Programme kennt und lege Social Media Richtlinien fest.

3. Definiere Ziele und Zielsetzungen

Jede Brand Advocacy Initiative sollte klare Ziele haben, um die Mitarbeiter und andere Interessengruppen auf dem Laufenden zu halten. Diese Ziele variieren je nach Abteilung, die das Programm startet. Ob Vertrieb, Marketing oder HR, die Stakeholder sollten die ultimativen KPIs für die Interessenvertretung verstehen.

Zu den spezifischen Zielen, die dein Programm erreichen kann, gehören:

  • Steigerung der die LinkedIn Follower des Unternehmens 
  • Steigerung des Website Traffic 
  • Steigerung des Engagements in sozialen Medien
  • Erhöhung der MQLs oder SQLs 
  • Erhöhung der Zahl qualifizierter Bewerber

4. Erstelle und verteile ansprechende interne Inhalte

Je ansprechender deine internen Inhalte sind, desto engagierter werden deine Brand Advocates. Heutzutage konsumieren und teilen Mitarbeiter nicht jede Art von Inhalt. Daher ist es entscheidend, ansprechende, unterhaltsame und relevante Inhalte zu erstellen, um das Engagement zur Brand Advocacy zu fördern.

Abteilungen, die Advocacy Programme nutzen, sollten über verschiedene Content Strategien verfügen, indem sie verschiedene Inhaltsformate wie Fotos, Infografiken, Videos, Webinare, Podcasts und andere Formate testen, die sie tatsächlich teilen möchten.

Content Marketing Formate

5. Erreiche das richtige Publikum

Nicht jeder Inhalt, den du intern erstellst, ist für alle Advocates relevant. Daher musst du dir der Netzwerke deiner Brand Advocates bewusst sein, wenn du Inhalte erstellst, die du extern teilen möchtest. 

Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen, in unterschiedlichen Jobrollen, deine Auftragnehmer oder externen Partner sollen Zugriff auf für sie relevante Inhalte haben. Die Segmentierung deiner internen Zielgruppen ist entscheidend, um ihr kontinuierliches Engagement zu fördern.

6. Mache es einfach, Inhalte zu finden und zu teilen

Eine weitere wichtige Voraussetzung für jedes erfolgreiche Brand Advocacy Programm ist die Möglichkeit für deine Mitarbeiter und andere Partner, interne Inhalte problemlos mit ihren externen Netzwerken zu teilen.

Je einfacher du es ihnen machst, die Inhalte in sozialen Netzwerken, relevanten Gruppen und Foren zu teilen, desto größer wird ihr Engagement sein. Sie sollten außerdem in der Lage sein, die für sie relevanten Inhalte leicht zu finden.

7. Belohne deine Brand Advocates

Viele Programme zur Brand Advocacy verfügen auch über entsprechende Anerkennungsprogramme. Mit anderen Worten, wenn du deine Fürsprecher zur Teilnahme motivieren kannst, solltest du auch Wege finden, sie dafür anzuerkennen und zu belohnen.

8. Optimiere basierend auf Daten und Erkenntnissen

Um deine Brand Advocacy Initiativen kontinuierlich zu verbessern und zu optimieren, solltest du in der Lage sein, zu messen, was gut funktioniert und wo Verbesserungspotenzial besteht.

Analysiere, welche Art von Inhalten bei deinem internen Publikum am besten ankommt und in welchen sozialen Netzwerken dein Publikum am aktivsten ist. Dabei kann dir unser Meltwater Audience Insights Tool helfen.

8 Möglichkeiten, Brand Advocacy über Social Media zu steigern

1. Zeige ein authentisches Markenimage

Die Hervorhebung der Werte, der Persönlichkeit und der Kultur deiner Marke in der Kommunikation mit dem Publikum kann Vertrauen schaffen. Für beispielsweise das Teilen von Bildern des Mitarbeiterteams und Bildern von hinter den Kulissen können bei den Kunden Emotionen in Bezug auf die Zugehörigkeit auslösen und das allgemeine Vertrauen und die Kundenerfahrung verbessern.

Markenidentität vs. Markenimage

2. Kommuniziere mit deinen Fans und Kunden 

Bevor du eine Kampagne oder Promotion in den sozialen Medien startest, solltest du dein Publikum verstehen. Erstelle kurze Posts, in denen sie nach ihrer Meinung und Ideen gefragt werden, und implementiere diese in größeren Kampagnen, Produkten oder Dienstleistungen, die ihnen das Gefühl geben gehört zu werden. Solche Taktiken generieren nicht nur Stammkunden, sondern bauen auch eine Beziehung auf und erhöhen ihren CLV.

3. Verwende mehrere Kanäle

Mit der wachsenden Anzahl von Plattformen innerhalb des Social Media Bereichs müssen Marken die Plattformen analysieren, die am besten für ihr Publikum geeignet sind. Das Verwenden von verschiedenen Social Media Kanälen erhört den Brand Awareness und ermöglicht es mit allen (potenziellen) Kunden zu kommunizieren, da nicht jeder alle Kanäle benützt. Es gibt verschiedene Engagement Tools wie das von Meltwater, mit dem man alle Aktivitäten in einer Plattform verwalten kann, um einen Überblick bewahren zu können.

Engagement Tool von Meltwater

4. Dankbarkeit über soziale Netzwerke zeigen

Um einen echten Wettbewerbsvorteil zu erzielen und die Kunden glücklich zu machen, müssen Marken ihren Kunden gegenüber Zeichen der Wertschätzung zeigen. Proaktiv zu kommentieren, ihre Nachrichten zu beantworten, kleine Gesten wie personalisierte Gutscheine und Rabattcodes für ihre Lieblingsartikel zu senden, stellt die Kunden zufrieden.

5. Schnelligkeit in der Kommunikation

Heutzutage erwartet man sofortige Kommunikation und sofortige Ergebnisse. Social Media ist eine Möglichkeit dieser sich ändernden Kundeneinstellung gerecht zu werden. Die Einrichtung eines schrittweisen Unternehmensprogramms zum Umgang mit Beschwerden auf verschiedenen sozialen Kanälen und der Vorgehensweise zur Lösung ihrer Probleme ist von zentraler Bedeutung. Durch die Integration von Engagement- und Social Listening Tools wie von Meltwater kann man die Reaktionszeiten verkürzen, Gespräche verfolgen und die Häufigkeit, mit der Kunden sich an das Unternehmen wenden tracken.

Hilfreiche Tools von Meltwater

6. Employee Advocacy

Die Mitarbeiter sind die besten Advocates des Unternehmens und ihre Einbeziehung in die Kommunikation kann die Werte der Marke präsentieren und eine „We care“-Haltung implizieren. Denn die Mitarbeiter können die Botschaften des Unternehmens über soziale Netzwerke am Besten verbreiten und über Produkte, Dienstleistungen oder die sprechen.

7. Social Media als Rechercheinstrument nutzen

Social Media kann verwendet werden, um Probleme in der Customer Journey zu verstehen und kann auch als Kanal zur Verbesserung der Kundenerfahrung zu dienen. Die Menge an Inhalten und organischen Gesprächen in sozialen Medien ermöglicht es, Daten in eine Forschungsmöglichkeit umzuwandeln, die Probleme aufzeigt und Wege zur Verbesserung der Zufriedenheit ermöglicht. Dies beschränkt sich nicht nur auf Daten von Social Media, sondern auch auf externe Quellen wie Diskussions- und Beschwerdeforen. 

8. Überwachung des Social Media Ökosystems

Statistiken zeigen, dass 96% der Online-Markengespräche außerhalb ihrer offiziellen sozialen Kanäle stattfinden. Damit Marken ein großartiges Kundenerlebnis und loyale Kunden bieten können, müssen sie das soziale Ökosystem von außen und nicht von ihren internen Quellen überwachen. Mithilfe Listening Tools können Marken diesen beispielsweise Kundenbewertungen, Beschwerden und Feedback sehen. Es ist nicht immer wichtig, dass ein Kunde eine Marke in seinen Gesprächen markiert, daher ist die Beobachtung von Keywords in diesem riesigen Raum ein Muss, um die tatsächlichen Markenerwähnungen zu sehen, die die richtige Markenanalyse und Kundenerfahrungsberichte ermöglichen.

Tipp: Lies mehr über die Social Media Statistiken 2022

Brand Advocacy Business Cases

Organisationen, die ihre Brand Advocacy Initiativen richtig planen und organisieren, sind viel erfolgreicher bei der Erzielung hoher ROIs.

IBM Employee Advocacy

Diese Fallstudie zu IBM Employee Advocacy ist wahrscheinlich die beliebteste Social Selling Story aller Zeiten. Durch den Einsatz von Social Selling konnte IBM den Umsatz um 400% steigern.

In diesem Fall wurde der Einsatz von Corporate Content und Corporate Social Accounts genutzt, um das Vertriebsteam zu unterstützen und neue potenzielle Kunden zu gewinnen. Die Interessenvertretung der Mitarbeiter und die teamübergreifende Zusammenarbeit, um großartige Inhalte zu finden, zu filtern und zu teilen, sind das Herzstück ihres Erfolgs.

Starbucks Kunden Feedback

Seit 2008 ist MyStarbuckIdea.com ein von Advocates getriebener Ideenschmiede, in dem Starbucks Kunden Ideen für neue Produkte und Kaffeezubereitungen einreichen. Es wird vom Unternehmen angeboten, um alle Ideen, Vorschläge und sogar die Frustration von Kunden zu teilen. Der Grund dafür war, dass Starbucks früher ein neues Produkt auf den Markt gebracht hat und es hat ihnen Millionen von Dollar gekostet. Wenn sie jetzt ein neues Produkt auf den Markt bringen, haben sie bereits Millionen von Fans.

My Starbucks Idea Webseite

Adidas Creator's Club

Marketing durch Kundenwerbung ist etwas, in das Adidas immer bereit war zu investieren. Dies wird am besten in ihrem Aktionärsbericht 2016 zusammengefasst, der besagt: „Wir sind fest davon überzeugt, dass Advocacy für unsere Marken nachhaltiges Wachstum schaffen wird, was durch die Tatsache untermauert wird, dass Markenbefürworter im Durchschnitt mehr kaufen als Nicht-Befürworter. Darüber hinaus verlässt sich ein Großteil unserer Konsumenten bei Kaufentscheidungen auf Empfehlungen durch Freunde oder Familie.“

Dieser Glaube an die Brand Advocacy hat sie dazu veranlasst, stark in den Adidas Creator's Club zu investieren, eine neue Art von Treueprogramm, das Advocates dafür belohnt, dass sie viel mehr Aktionen als nur den Kauf abgeschlossen haben, darunter die Teilnahme an Veranstaltungen, das Empfehlen von Freunden, das Hochladen von nutzergenerierten Inhalten und vieles mehr.

Adidas Creators Club

Ein wichtiges Verkaufsargument des Creator's Club ist seine weite Bandbreite an Belohnungen. Adidas bietet kostenlose Abonnements für persönliche Trainings-Apps, bevorzugten Kundenservice, VIP-Zugang zu Veranstaltungen, Produktpersonalisierung, frühzeitige Kaufmöglichkeiten, Meet-and-Greets mit Superstars und kostenlose Konzerte.

Fazit: Brand Advocacy in Unternehmen

Brand Advocacy hat bekannten Unternehmen nachweislich dabei geholfen, ihren Umsatz nachhaltig zu steigern. Das sollte ein gutes Argument für dich sein, ebenfalls darüber nachzudenken, welche Brand Management Initiativen deine Firma nach vorne bringen könnten.

Wenn du erfahren möchtest, wie die Meltwater Media Intelligence Suite dich dabei unterstützen kann, dann fülle einfach das folgende Formular aus und erhalte eine kostenlose Beratung.

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