Benchmarking Guide: 5 Tipps für eure Benchmark-Analyse

Man sieht eine Momentaufnahme einer Office Scene. Dies ist das Titelbild für unseren Benchmarking Guide mit 5 Tipps zur Benchmark-Analyse.
Man sieht eine Momentaufnahme einer Office Scene. Dies ist das Titelbild für unseren Benchmarking Guide mit 5 Tipps zur Benchmark-Analyse.

Wie steht eure Marke im Vergleich zur Konkurrenz da? Während es unerlässlich ist, den PR- und Marketing-ROI zu messen, müsst ihr die Fortschritte eurer Mitbewerber ebenso genau beobachten. 

Benchmarking ist die gängigste Methode der Competitive Intelligence, um eure Leistung mit den Branchenstandards und Kennzahlen anderer Unternehmen zu vergleichen. Dabei könnt ihr frei entscheiden, ob ihr eure Performance mit eurer Branche, euren Mitbewerbern oder euren eigenen Leistungen in der Vergangenheit vergleichen möchtet.

Wenn ihr euren Fortschritt nicht mit den Ergebnissen eurer Konkurrenten oder mit Industriestandards vergleicht, lauft ihr Gefahr, zurückzubleiben. Ihr könntet zum Beispiel nicht von der neuesten, bahnbrechenden Produkteinführung eines Mitbewerbers erfahren, weiterhin zu viel Geld für einen Marketingkanal ausgeben oder sogar eine wichtige Veränderung in eurer Branche verpassen, die euch euer Geschäft kosten kann.

Inhalt

Was ist Benchmarking? - Benchmark Definition

Der Begriff "Benchmark" kommt eigentlich aus dem Englischen und definiert einen Vergleichsmaßstab und gleichzeitig den Prozess des Vergleichen von Maßstäben. Der Benchmarking Prozess bezeichnet folglich eine vergleichende Analyse von festgelegten Messgrößen.

Damit ist der Begriff sehr weit gestreckt und nicht auf nur ein Thema beschränkt. Man kann zum Beispiel die Funktionen verschiedener Social Listening Tools oder sogar die Wirtschaftlichkeit interner Abteilungen untereinander "benchmarken". Weit verbreitet ist das konkurrenzbezogene Benchmarking, mit dem wir uns auch in diesem Beitrag hauptsächlich beschäftigen.

Das folgende Video gibt euch ebenfalls einen guten Einstieg in das Thema Benchmarking:

BENCHMARKING

Was ist Wettbewerber Benchmarking?

Wettbewerber Benchmarking ist eine strategische Methode für Unternehmen, die sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen, indem sie wissen, wo sie stehen. Es ist ein Weg, um die besten Prozesse, Strategien und Techniken zum Erreichen von Geschäftszielen anhand einer Reihe von Metriken zu bestimmen. Benchmarking ist für Unternehmen wertvoll, weil es diesen ermöglicht, einen tieferen Einblick darin zu bekommen, wie sie sich im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern messen.

Indem ihr Lücken in Prozessen identifiziert und untersucht, wie andere führende Unternehmen ihre Ziele erreichen, könnt ihr euren Vorsprung halten, wichtige Trends oder Bewegungen in eurem Markt verfolgen oder den Erfolg von Wettbewerbern nachahmen. 

Wettbewerber Benchmarking vs. Wettbewerbsanalyse

Während die Prozesse des Wettbewerber Benchmarking, der Wettbewerbsanalyse und teilweise auch der Marktanalyse oft miteinander verwechselt werden, dienen sie zwei unterschiedlichen Zwecken.

Die Folgende Tabelle veranschaulicht den direkten Vergleich beider Methoden.

Wettbewerber BenchmarkingWettbewerbsanalyse
METAPHEREinen GPS-Tracker auf einem beweglichen Ziel anbringen.Einen oder mehrere Wettbewerber unter ein Hochleistungsmikroskop legen.
FRAGESTELLUNGEN
  • Was machen meine Konkurrenten Monat für Monat?
  • Welcher Trend kristallisiert sich heraus?
  • Wo stehen meine Wettbewerber und wo stehe ich?
  • Welche Features haben substitutionelle Produkte?
ANALYSETIEFEOberflächlicher und eher auf Entwicklungen im gesamten Markt bezogenTief bis sehr tief - hier sind keine Grenzen gesetzt
ANALYSEFREQUENZFortlaufendes, langfristiges MonitoringWird oftmals nur als Momentaufnahme genutzt, kann aber auch regelmäßig erneuert werden
ABHÄNGIGKEITENIst der erste Schritt, um einen Überblick über Markt und Marktteilnehmer zu erhalten und Auffälligkeiten zu entdecken.Baut auf dem Wettbewerber Benchmarking auf und kann als tiefergehende Analyse genutzt werden.

Stellt euch eine Konkurrenzanalyse so vor, dass ihr eure Wettbewerber unter ein Hochleistungsmikroskop legt. Ihr könnt euren Wettbewerb so genau unter die Lupe nehmen, wie ihr möchtet. Nehmt Substitute Feature für Feature auseinander oder taucht tief in die Marketingstrategie von Konkurrenten ein, indem ihr versteht, wie diese sich auf dem Markt positionieren.

Wettbewerber Benchmarking hingegen ist eher so, als würde man einen GPS-Tracker auf ein bewegliches Ziel anbringen - es ist eine Möglichkeit, die Bewegungen und langfristigen Strategien der Wettbewerber zu beobachten (s. unseren Beitrag zur Marktbeobachtung). Hier könnt ihr messen, wie andere Unternehmen im Laufe der Zeit abschneiden und dann nach Trenddaten suchen. Was machen sie Monat für Monat? Beeinflusst die Saisonalität ihr Geschäft genauso stark wie das eure?

Hinweis: Wenn ihr euch nicht sicher seid, wer eure Konkurrenten sind, helfen euch unser Beitrag zur Durchführung einer Wettbewerbsanalyse sowie unsere kostenlose Vorlage zur Konkurrenzanalyse weiter. 

Was ist ein Benchmark Index?

Der Begriff "Benchmark Index" kommt aus der Finanzbranche, bezieht sich auf den Aktienmarkt und zeigt den Anlageerfolg. Wer also wissen möchte, wie gut sich eine Anlage entwickelt hat, kann diese mit einem geeigneten Benchmark vergleichen.

Ein Benchmark Index ist ein Standard, der verwendet wird, um die Leistung eines Fonds im Laufe der Zeit zu bewerten. Der FTSE All-Share ist ein Beispiel für einen solchen Benchmark Index.

Alle Investment- und Rentenfonds haben einen Benchmark. Wenn ihr Dokumente zu Investmentfonds, die ihr besitzt, lest, habt ihr vielleicht bemerkt, dass Investmentgesellschaften die Leistung mit einem Benchmark Index vergleichen. Ein Aktienfonds könnte zum Beispiel zeigen, wie er den FTSE All-Share übertroffen hat.

Die Vorteile von Wettbewerber Benchmarking im Marketing

Die Vorteile von Wettbewerbs-Benchmarking liegen auf der Hand: Durch den Vergleich eurer Leistung mit der eurer Mitbewerber könnt ihr Trends frühzeitig erkennen und eure Marketingziele entsprechend anpassen.

Noch besser: Ihr beginnt, zu sehen, was eure Konkurrenten tun und sogar vorauszusehen, was deren nächste Schritte sein werden.

Wenn ihr beispielsweise während eurer Benchmarking-Analyse feststellt, dass ein Wettbewerber euch regelmäßig in eurem aufgesetzten Benachmark-KPI-Report übertrifft, könnt ihr im Anschluss eine Wettbewerbsanalyse durchführen und herausfinden, was genau dieses Unternehmen besser macht und diese Erkenntnis in euren eigenen Marketing-Mix einbauen.

Mit der Zeit könnte sich dadurch euer gesamter Ansatz auf eine Art und Weise ändern, die ihr euch nicht hättet vorstellen können, wenn ihr nicht den Blick nach außen gewagt hättet.

Man sieht ein Bild im Comic Stil. Abgebildet ist die abstrakte, digitale Arbeitswelt. Dieses Bild leitet den Paragraphen zu den drei Arten des Benchmarking ein.

Die 3 Arten des Benchmarking

Benchmarking, ob intern oder extern, wird auf drei wesentliche Arten eingesetzt:

  1. Prozess-Benchmarking: Hier geht es darum, Prozesse besser zu verstehen und Wege zu finden, diese zu optimieren. Durch das  Benchmarking davon, wie Mitbewerber einen Prozess abschließen, kann man Wege finden, Prozesse innerhalb eines Unternehmens effizienter zu gestalten.
  2. Strategisches Benchmarking: Unternehmen nutzen diese Art von Benchmarking, um Geschäftsmodelle und Geschäftsansätze zu vergleichen, um ihre Strategien zu stärken. Es geht darum, herauszufinden, wie man nachahmen kann, was bestimmte Unternehmen erfolgreich macht, um wettbewerbsfähiger zu sein (beispielsweise durch eine Konkurrenzanalyse).
  3. Performance Benchmarking: Bei dieser Art von Benchmarking geht es um die Ergebnisse. Das kann bedeuten, dass man alle möglichen Performances vergleicht, vom Umsatzwachstum bis zur Social Media Performance. Dies kann sich auch auf funktionales Performance Benchmarking beziehen, wie den Vergleich der Leistung eines bestimmten Teams.

Die 4 Typen des Benchmarking

Hat man sich erstmal für eine Art von Benchmarking entschieden, kann man weiter in die Auswahl des richtigen Typs eintauchen.

1. Internes Benchmarking

Hier werden Abteilungen innerhalb des eigenen Unternehmens miteinander verglichen. Das kann bedeuten, dass man verschiedene Abteilungen untereinander oder sogar dieselbe Abteilung in Vergleich zur vorigen Performance benchmarkt. 

Möchte man verschiedene Abteilungen intern vergleichen, wäre der richtige Benchmark-Vergleich beispielsweise die Frage, welche Abteilungen mehr Fehltage hat, Überstunden macht oder Umsatz generiert.

Benchmarking Beispiele für internes Benchmarking

Benchmarking Beispiele für den Blick auf eine einzige Abteilung können tatsächlich dieselben sein - nur wird hier die Entwicklung über einen bestimmten Zeitraum betrachtet.

2. Externes Benchmarking

Beim externen Benchmarking-Vergleich schaut man sich das eigene Unternehmen im Vergleich zu einer oder mehreren anderen Konkurrenzfirmen an. Wichtig hierbei ist, dass es sich um branchenfremde Firmen handeln kann, die in erster Linie nichts mit dem eigenen Unternehmen zu tun haben - nur die Prozesse, die betrachtet werden müssen natürlich Ähnlichkeiten aufweisen.

Benchmarking Beispiele für externes Benchmarking

Ein Benchmarking Beispiel hierfür wäre Folgendes: Angenommen bei eurem Unternehmen handelt es sich um eine Marketing Consulting Agentur, die Online-Werbung schaltet und ihren Inbound Sales Prozess verbessern möchte. Dann schaut ihr euch beim externen Benchmarking beispielsweise eine Software Firma an, die ebenfalls einen guten Online-Auftritt hat und dadurch Leads generiert, die dann an das Sales Team weitergegeben werden.

3. Wettbewerber Benchmarking

Wettbewerber Benchmarking ist auch unter dem Begriff Competitive Benchmarking bekannt. Dabei handelt es sich um eine speziellere Form des externen Benchmarking, bei dem der Vergleichsmaßstab bei direkten oder indirekten Wettbewerbern gesucht wird.

Beispiele für Wettbewerber Benchmarking

Benchmarking Beispiel: Ihr arbeitet für eine Callcenter-Firma, die ihre IT-Infrastruktur verbessern möchte. Durch eine Konkurrenzanalyse habt ihr die wichtigsten Wettbewerber identitifiziert und vergleicht euch nun mit diesen.

4. Funktionales Benchmarking

Beim funktionalen Benchmarking arbeiten Unternehmen gemeinsam an Themen, die für alle ähnliche Problemstellungen beinhalten, aber keine direkte Konkurrenz zueinander darstellen. 

Benchmarking Beispiele für funktionales Benchmarking

Als Benchmarking Beispiel könnt ihr folgendes Szenario betrachten: Eine Firma, die Waschmaschinen produziert und ein Hersteller für Automotoren schließen sich zusammen, um ihre Logistikprozesse, Vermarktungsstrategien, Verpackung und Beschaffung durch direkten Informationsaustausch miteinander zu verbessern.

Man sieht ein Foto, auf dem jemand an seinem Macbook Pro arbeitet, auf dem gerade Facebook geöffnet ist. In der anderen Hand hält er ein Smartphone. Das Bild ist Teil unseres Beitrags zum Benchmarking.

Die 5 Phasen des Benchmarking

Der Benchmarking Prozess kann auf einfache Phasen heruntergebrochen werden. Es kursiert das sogenannte Fünf-Phasen-Konzept, das eine vom Deutschen Benchmarking Zentrum entwickelte Benchmarking-Methode ist, die dazu dient, interne Strukturen und Prozesse durch den Vergleich mit anderen Unternehmen zu verbessern.

Das Fünf-Phasen-Konzept beinhaltet die folgenden Schritte:

Im Folgenden haben wir die 5 Phasen des Benchmarking für euch aufgeführt.

  1. Zielsetzungsphase (Planung)
  2. Datenerhebung
  3. Vergleichsphase (Datenanalyse)
  4. Maßnahmenentwicklung (Handlungsempfehlungsformulierung)
  5. Umsetzungsphase (Durchsetzung der Maßnahmen)

Eine Benchmark-Analyse durchführen

Nachdem wir die fünf Phasen des Benchmarking geklärt haben, geht es jetzt an die Umsetzung und den Prozess einer Benchmark-Analyse.

Icon eines Radars

1. Zielsetzungsphase (Planung)

Wie bei jeder Analyse muss im ersten Schritt richtig geplant werden, um messbare Ziele definieren zu können.

Was soll gebenchmarkt werden - was soll verbessert werden?

Bevor es zum Kern der Benchmark-Analyse kommt, müssen die Stakeholder des Unternehmens unbedingt die Aktivitäten identifizieren, die einem Benchmarking unterzogen werden sollen.

Die Prozesse, die für ein Benchmarking in Frage kommen, sind in der Regel Kernaktivitäten, die dem betreffenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.

Solche Prozesse haben in der Regel einen hohen Kosten-, Mengen- oder Wertanteil. Um optimale Benchmarking-Ergebnisse zu erzielen, müssen die Inputs und Outputs neu definiert werden; die ausgewählten Aktivitäten sollten messbar und damit leicht vergleichbar sein, und so müssen die Benchmarking-Metriken festgelegt werden.

Bevor man mit dem Benchmarking beginnt, muss der gesamte Prozessablauf betrachtet werden. So ist es beispielsweise wenig sinnvoll, eine Kernkompetenz auf Kosten einer anderen zu verbessern.

Woran soll gebenchmarkt werden?

Der nächste Schritt im Planungsprozess ist die Auswahl eines geeigneten Benchmarks, an dem die Leistung des Unternehmens gemessen werden kann. Hier wird festgelegt, ob es sich um ein internes oder externes Benchmarking handeln soll.

Der Benchmark kann ein anderes einzelnes Unternehmen, eine Gruppe von Unternehmen (beides Teil des Wettbewerber Benchmarking), interne Abteilungen, etc. sein, die mit optimaler Effizienz arbeiten.

Wenn ein solches Unternehmen in einem ähnlichen Umfeld tätig ist oder einen vergleichbaren strategischen Ansatz verfolgt, um seine Ziele zu erreichen, ist dessen Relevanz zum Benchmarking in der Tat größer.

Maßnahmen und Praktiken, die in solchen Unternehmen eingesetzt werden, sollten identifiziert werden, so dass Geschäftsprozessalternativen untersucht werden können.

Icon eines chemischen Experimentenglases

2. Datenerhebung

Informationen lassen sich grob in die Unterbegriffe Primärdaten und Sekundärdaten einteilen. Dem Thema der Primär- und Sekundärforschung haben wir in unserem Beitrag zur Marktanalyse einen ganzen Paragraphen gewidmet, der euch dabei hilft, die richtige Methodik auszuwählen und die Daten zu sammeln, die euch letztendlich wirklich an euer Ziel bringen.

Auch in unserer Vorlage zur Wettbewerbsanalyse findet ihr wichtige Hilfestellungen, wenn ihr ein Wettbewerber Benchmarking durchführen möchtet. Der Benchmarking Prozess umfasst einige Schritte in der Datenerhebung.

Dennoch fassen wir hier kurz die wichtigsten Erklärungen für euch zusammen:

  • Primärdaten beziehen sich hier auf die Sammlung von Daten direkt von dem/den zu vergleichenden Unternehmen selbst, während sich Sekundärdaten auf Informationen beziehen, die aus der Presse, aus Veröffentlichungen oder von Websites gewonnen werden.
  • Folgende Methoden werden häufig zur Datenerhebung genutzt:
    • Marktforschung
    • qualitative Forschung
    • quantitative Forschung
    • informelle Gespräche
    • Interviews
    • Umfragen
  • Bei der Durchführung von Primärforschung muss das Unternehmen, das den Benchmarking-Prozess durchführen soll, seine Datenerhebungsmethodik neu definieren.
  • Bei der Sekundärforschung werden bestehende Informationen gesammelt, die jemand anders bereits erhoben hat und für den eigenen Forschungszweck umgemünzt

Icon eines Graphen, auf das eine Lupe gehalten wird

3. Vergleichsphase (Datenanalyse)

Sobald genügend Daten gesammelt wurden, ist es an der Zeit, diese richtig zu analysen und zu vergleichen.

Legt die erhobenen Daten der beiden oder mehreren Benchmarks nebeneinander - beispielsweise in Tabellenform oder in Graphen und versucht, daraus Anomalien, Abweichungen und Trends zu erkennen.

In diesem Schritt solltet ihr Fokus auf folgende Dinge legen:

  • Die richtige Datenpräsentation (wie lässt sich visuell am besten Darstellen, was ihr analysieren möchtet?)
  • Klassifizierung der Leistungslücken in den Prozessen
  • Identifizierung der Grundursache, die zur Entstehung solcher Lücken führt (allgemein als Befähiger bezeichnet)
Wegweiser Icon

4. Maßnahmenentwicklung (Handlungsempfehlungsformulierung)

Im vorletzten Schritt eurer Benchmark-Analyse schaut ihr euch nun die identifizierten Anomalien in den Daten an und überlegt, welche Maßnahmen ihr aus den dafür verantwortlichen Grundursachen ableiten könnt.

Wir empfehlen, daraus einen sehr konkreten Aktionsplan abzuleiten, der Verantwortlichkeiten, Deadlines und konkrete Vorhaben beinhaltet.

Ein formaler Aktionsplan, der den Wandel vorantreibt, sollte idealerweise unter Berücksichtigung der Organisationskultur formuliert werden, damit der Widerstand, der normalerweise mit Veränderungen einhergeht, minimiert wird.

Icon einer Hand, in der ein Samen zu einer Pflanze wächst für Seeding und Ideen

5. Umsetzungsphase (Umsetzung der Maßnahmen)

Dies ist die Phase im Benchmarking-Prozess, in der es zwingend notwendig wird, den Worten Taten folgen zu lassen. Das bedeutet in der Regel, dass weitreichende Veränderungen vorgenommen werden müssen, damit die Leistungslücke zwischen dem Ideal und dem Ist verringert und nach Möglichkeit komplett beseitigt wird.

Entscheidend für den Erfolg des Benchmarking-Prozesses ist, dass sich das Management und die Mitarbeiter voll und ganz für den Prozess engagieren und dass genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die notwendigen Verbesserungen zu ermöglichen.

Man sieht einen Arbeitsplatz. Auf dem Schreibtisch steht ein iMac, auf dem "Do More" geschrieben steht. Das Bild leitet unseren Paragraphen mit fünf Tipps für eine Benchmark-Analyse ein.

5 Tipps für eure Benchmark-Analyse

  1. Das richtige Team zusammenstellen

  2. Die richtigen Wettbewerbsbenchmarks auswählen

  3. Die richtigen Kennzahlen auswählen

  4. Die richtige Messmethode wählen

  5. Das Fünf-Phasen-Konzept um eine 6. Phase erweitern

1. Das richtige Team zusammenstellen

Die angewandte Methodik und die Art und Weise, wie die Ergebnisse eurer Benchmark-Analyse dokumentiert werden, sollten bedacht werden. In solchen Fällen sollte ein fähiges Team für die Durchführung des Benchmarkings gefunden werden, wobei ein oder mehrere Gruppenleiter ernannt werden sollten, um eine reibungslose und rechtzeitige Umsetzung des Projekts zu gewährleisten.

2. Die richtigen Wettbewerbsbenchmarks auswählen

Wie wählt man bei so viel Spielraum überhaupt seine Wettbewerbsbenchmarks aus?

Eure bereits existierenden KPIs sind natürlich ein guter Anfang, aber Benchmarking kann eine Chance sein, ein bisschen breiter zu gehen. Fragt euch, warum ihr überhaupt ein Benchmarking durchführen wollt. Denkt darüber nach, welche Kennzahlen auch Frühindikatoren für größere Ergebnisse sein könnten.

Wenn zum Beispiel euer Share of Voice in den sozialen Medien sinkt und ein Konkurrent sich an die Spitze setzt, ist es an der Zeit, den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen. Entweder läuft bei euch etwas schief oder der Wettbewerber probiert gerade etwas Neues aus - und zwar erfolgreich.

Dies zeigt, dass ihr einen wichtigen Teil des großen Ganzen verpassen könnt, wenn ihr eure Leistung nur im Vergleich zu der vergangenen Performance eurer eigenen Organisation vergleicht.

Ihr solltet euch auch mit Kollegen aus anderen Abteilungen eures Unternehmens beraten, um zu sehen, welche Kennzahlen und Blickwinkel sinnvollerweise einbezogen werden sollten. So stellt ihr sicher, dass das Benchmarking für möglichst viele Personen im Unternehmen von Nutzen ist. Beschränkt euch nicht nur auf die Topline-Kennzahlen.

3. Die richtigen Marketing Benchmarking-Kennzahlen auswählen

Zu KPIs können alle wichtigen Messgrößen gehören, die ihr in eurem Marketingplan verfolgen wollt. Wenn ihr bereits existierende KPIs habt, könnt ihr auf diesen aufbauen, aber ihr könnt natürlich auch einen breiteren Ansatz wählen. 

Die richtigen Marketing Benchmarking-Kennzahlen auszuwählen, kann schwierig sein. Deshalb haben wir hier für euch aufgelistet, welche Möglichkeiten es gibt.


Welche Marketing Benchmarking-Kennzahlen gibt es?

  • Owned Media
    • Website Traffic
    • SEO-Strategie (genau genommen eure top-performing Keywords und paid Keywords)
    • Social Media Performance
  • Earned Media
  • Paid Media
    • PPC
    • CPC
    • Social Media Marketing Aktivitäten
  • Shared Media
    • Social Media Engagement
  • Customer Satisfaction (CSAT; Kundenzufriedenheit)
  • Net Promoter Score (NPS)

→ Hier findet ihr unseren ausführlichen Blogbeitrag zum Thema Paid, Earned, Shared, Owned und Converged Media. Oder ihr ladet euch unseren kostenlosen PESO Guide herunter.

Benchmarking ist eine Notwendigkeit, und während die meisten Marketer in Führungspositionen Reports aus einer Reihe von Quellen erhalten, kann es von unschätzbarem Wert sein, eine klare Sichtlinie über diese vier Schlüsselbereiche des digitalen Marketings zu haben, die analysiert und in einem verdaulichen monatlichen Bericht zusammengefasst werden.

Wir empfehlen euch, all diese Daten aus einer einzigen Quelle der Wahrheit (Single Source of Truth) zu beziehen. Das ist Best Practice im Benchmarking, weil es eure Daten vergleichbarer macht.

4. Die richtige Messmethode wählen

Die Daten eures Unternehmens zu sammeln ist eine Sache, aber was ist mit denen anderer Unternehmen?

Glücklicherweise sind SEO-Metriken leicht zugänglich. Es gibt viele Tools, die euch Auskunft über die Leistung einer Website geben können, z. B. SoV- und Social Media Metriken.

Mittels einer Software zur Medienbeobachtung oder einem Social Listening Tool erhaltet ihr automatisiert Zugriff auf die meisten Daten, die ihr benötigt. Im folgenden Video erhaltet ihr einen kurzen Einblick in die Meltwater Plattform. Wenn ihr Interesse an einer kostenlosen Beratung und Demo habt, füllt einfach das aus.

5. Das Fünf-Phasen-Konzept um eine 6. Phase erweitern

Wie bei den meisten Projekten sollte, um den maximalen Nutzen aus dem Benchmarking-Prozess zu ziehen, regelmäßig eine systematische Bewertung durchgeführt werden.

Die Aufnahme der erforderlichen Informationen, die Bewertung des erzielten Fortschritts, die erneute Überprüfung der Auswirkungen der Änderungen und die Vornahme notwendiger Anpassungen sind Teil des Monitoringprozesses.

Deshalb empfehlen wir euch, das Monitoring und Controlling der Maßnahmen als sechste Phase in euren Benchmarking-Prozess mit aufzunehmen.

Benchmarking Software nutzen

Benchmarking ist ein Prozess, der fortlaufend und strategisch erfolgen sollte. Nur so habt ihr die Möglichkeit, eure eigenen Prozesse nachhaltig zu verbessern. Aber wer hat schon Zeit, sich ständig selbst mit dem Monitoring und der Analyse zu beschäftigen? Richtig - eigentlich niemand. Deshalb gibt es Benchmarking Softwares, die euch diesen Prozess erleichtern.

Mit der richtigen Benchmarking Software (wie einem Competitive Intelligence Tool) kann man folgende Kennzahlen messen:

Earned Media

Earned Media, auch bekannt als Referral Media, entstehen beispielsweise, wenn die Presse eure Marke erwähnt oder ein Kunde euer Produkt in Social Media markiert, ohne dafür bezahlt oder aufgefordert zu werden. 

Wenn ein Artikel, ein Blog oder ein Beitrag in den sozialen Medien eure Marke erwähnt und einen direkten Link zur Website eures Unternehmens enthält, gewinnen Sie wertvolle Aufmerksamkeit. Und mehr Traffic könnte mehr eingehende Leads für euer Unternehmen bedeuten. 

Ihr solltet also in Betracht ziehen, zu beobachten, welche Websites eure Konkurrenten erwähnen. Und warum? Nun, wenn ihr feststellen, dass euer Top-Konkurrent viel Traffic erhält, weil er auf einem bestimmten Blog erwähnt wird, und ihr einen Deal ausmacht, um selbst dort erwähnt zu werden, stehen die Chancen gut, dass ihr etwas von diesem Traffic für euer Unternehmen abzweigt. 

Mit den automatisierten monatlichen Marketing Reports von Meltwater könnt ihr aufschlüsseln, wo ihr und eure Konkurrenten online erwähnt werden, einschließlich der Stellen, die den meisten Traffic zurück auf eure Website liefern. 

Um eine kostenlose Demo unserer Plattform zu erhalten, füllt einfach das  aus.

Owned Media

Organischer Traffic, der hauptsächlich über Suchmaschinen auf eure Website gelangt, zählt zu Owned Media. Wenn Marketer darüber nachdenken, wie sie ihre Suchmaschinenoptimierung (SEO) verbessern können, beginnen sie sofort damit, zu bewerten, welche Keywords auf den Webseiten enthalten sein sollten, um sicherzustellen, dass sie den am häufigsten gesuchten Begriffen entsprechen. 

Die Marketing Insight Reports von Meltwater bieten monatliche Updates mit den Keywords, die den meisten Traffic über organische Suchanfragen erzeugen, und ermöglichen es euch, eure Website mit den neuesten Trends auf dem Laufenden zu halten.

Um eine kostenlose Demo unserer Marketing Insight Reports zu erhalten, füllt einfach das  aus.

Pay-per-Click (PPC) wird verwendet, um Anzeigen zu beschreiben für die euer Unternehmen pro Klick bezahlt. Diese Metric zählt folglich zur Kategorie Paid Media.

PPC steht für jeden Marketingverantwortlichen immer an erster Stelle. Bevor ihr Geld für Klicks (potenzielle Leads) ausgebt, müsst ihr festlegen, wen ihr überhaupt ansprechen wollt. Oftmals habt ihr die Möglichkeit, auf eine Zielgruppe, eine demografische Gruppe oder ein Keyword zu bieten. Dafür müsst ihr zu allererst eine Zielgruppendefinition vornehmen.

Eine gute Strategie an dieser Stelle ist immer, die Keywords mit den niedrigsten Kosten pro Klick (CPC) und dem höchsten Suchvolumen zu finden. So könnt ihr eure Bidding-Strategie verbessern. 

Wenn ihr die aktuellsten Informationen darüber erhalten möchtet, wohin die Marketingbudgets eurer Mitbewerber fließen, schaut euch unsere Digital Marketing Insight Reports an. Diese ermöglichen es euch, die Werbeausgaben eurer Mitbewerber zu sehen und zu bestimmen, wo ihr investieren solltet, um sicherzustellen, dass ihr Geld spart und so viele Leads wie möglich generiert.

Um eine kostenlose Demo unserer Marketing Insight Reports zu erhalten, füllt einfach das  aus.

Shared Media

Die Beobachtung der Social-Media-Präsenz eurer Konkurrenz ist euer Schlüssel, um eure digitale Fangemeinde zu vergrößern können. Indem ihr Shared Media eurer Wettbewerber analysiert, sehr ihr, mit welchen Social Media Influencern diese zusammenarbeiten und in welchen sozialen Netzwerken sie aktiv sind. 

Social Listening kann euch auch dabei helfen, herauszufinden, welche Art von Inhalten bei den Followern eurer Mitbewerber Anklang finden und wie ihr diese Insights für eure eigene Content Marketing Strategie nutzen könnt. 

Mit unseren Marketing Insight Reports könnt ihr die Tweets mit Links identifizieren, die sich direkt auf den Traffic auswirken, der auf eurer Seite ankommt. Dann könnt ihr diese Daten nutzen, um schnell die Influencer zu identifizieren, die den Traffic lenken, sodass euer Team die Konversation dort aufnehmen kann, wo es am wichtigsten ist.

Um eine kostenlose Demo unserer Marketing Insight Reports zu erhalten, füllt einfach das  aus.

Fazit

Der beste Weg, Marketingteams zu Höchstleistungen zu befähigen, besteht darin, eine abteilungsübergreifende Sichtlinie zu schaffen, die die Content- und Kampagnenstrategie informiert.

Monatliche Reports, die Search Traffic, Websitebesuche, Nachrichten und redaktionelle Beiträge, soziale Medien und die Leistung der Werbeausgaben kombinieren, tun genau das. Werft einen Blick auf unsere Digital Marketing Insight Reports, die neueste Lösung zur Automatisierung des internen Marketing Reportings und zum Benchmarking mit der Konkurrenz.

In der heutigen Welt gibt es eine Fülle von Informationen, die euch dabei helfen, eure Position auf dem Markt zu verstehen und zu erkennen, wo ihr als Marketer euer Messaging verbessern könnt. Unsere automatisierten Marketing Reports bieten Zugang zu diesen Informationen an einem Ort. Ihr könnt Daten filtern und anhand von Kennzahlen sehen, wie ihr im Vergleich zur Konkurrenz steht. 

Wettbewerb ist unvermeidlich. Welche Schlüsse ihr daraus zieht, kann über Erfolg oder Misserfolg eures Unternehmens entscheiden. Mit den Digital Marketing Insight Reports von Meltwater stellt ihr sicher, dass ihr euch in Paid, Owned, Earned und Shared Media mit der Konkurrenz messt, um an der Spitze zu bleiben.

Möchtet ihr die Reports in Action sehen oder mehr Informationen erhalten? Füllt das folgende unverbindliche Formular aus, um eine kostenlose Demo anzufragen.

Loading...