Mithilfe von Media Monitoring erfährst du, was rund um deine Marke passiert. Es erfasst jede Erwähnung, Unterhaltung, Bewertung und spontane Bemerkung, die Einfluss auf die Wahrnehmen einer Marke haben kann. Und weil die heutigen KI-Systeme Inhalte kontinuierlich durchsuchen, haben diese Erwähnungen eine deutlich längere Lebensdauer.
In der Vergangenheit wurden Presseveröffentlichungen und Social Media Kommentare vor allem für PR-Zwecke oder zur frühzeitigen Erkennung von Krisen beobachtet. Heute steht deutlich mehr auf dem Spiel: Es geht darum zu verstehen, wie eure Marke in den Daten erscheint, aus denen KI-Systeme lernen. Greifen Modelle wie ChatGPT oder Perplexity fehlerhafte Informationen über euer Unternehmen auf, können sie diese in ihren Antworten an Nutzer weitergeben.
Umgekehrt kann dies einen durchaus positiven Effekt haben: Werden eure besten Inhalte oder positivsten Bewertungen von KI-Systemen erkannt, führt das zu mehr Traffic, größerem Vertrauen und höheren Conversions, ohne zusätzliche Kosten.
In diesem Blogbeitrag erklären wir, warum Media Monitoring in Zeiten von KI Tools immer wichtiger wird und wie du deine Strategie effektiv optimierst.
Inhalt
Was ist Media Monitoring?
Warum ist Media Monitoring wichtig?
3 Arten von Media Monitoring
Wie funktioniert AI Media Monitoring?
Was soll in einer Media Monitoring-Strategie beobachtet werden?
Die Zukunft des Media Monitorings mit KI
AI Media Monitoring: Häufig gestellte Fragen
Was ist Media Monitoring?
Unter Media Monitoring (zu Deutsch: Medienbeobachtung) versteht man das Tracking und die Analyse der Präsenz einer Marke in den Medien (z. B. auf Websites, Bewertungsportalen, in Blogs, sozialen Netzwerken und Foren).
Media Monitoring gibt Marketingverantwortlichen Echtzeit-Einblicke in die Unterhaltungen rund um eine Marke. Anstatt darüber zu spekulieren, was die Menschen denken, geben Media Monitoring Tools Aufschluss darüber, welche Stories sich verbreiten, welche Kommentare Gewicht haben und was die Menschen über bestimmte Äußerungen denken.
Media Monitoring vs. Social Listening: Was sind die Unterschiede?
Media Monitoring und Social Listening haben einige Gemeinsamkeiten. Der Hauptunterschied ist jedoch, dass sich Social Listening speziell auf digitale Unterhaltungen in den sozialen Medien konzentriert. Es analysiert Hashtags, Kommentare, Reaktionen und Verhaltensweisen, um die Meinungen und Gefühle der Menschen in Echtzeit nachzuvollziehen.
Medienbeobachtung deckt einen viel größeren Bereich ab. Dazu gehören:
- Rundfunkmedien
- Blogs
- Podcasts
- Printmedien
- Social Media
- Foren
- Bewertungsportale
- Websites
- Nachrichtenagenturen
Dadurch erhältst du einen wesentlich umfassenderen Überblick über die öffentliche Meinung zu einer Marke oder einem Thema.
Warum ist Media Monitoring wichtig?
Ohne Media Monitoring tappen Markenverantwortliche bei der Frage, wie Menschen über eine Marke sprechen, weitgehend im Dunkeln. Mithilfe dieser Insights lassen sich Krisen frühzeitig erkennen, negative Meinungen entschärfen und positives Sentiment gewinnbringend nutzen. So unterstützt Media Monitoring die Kernstrategien des Marketings:
Management der Markenreputation
Media Monitoring ermöglicht Marketingverantwortlichen, die Wahrnehmung ihrer Marke in Echtzeit zu erkennen – noch bevor sich Meinungen verfestigen. Es zeigt, wie und wo über die Marke gesprochen wird, zum Beispiel in Nachrichtenmedien oder anderen relevanten Quellen. So lassen sich aufkommende Themen frühzeitig identifizieren und falsche oder irreführende Informationen zeitnah korrigieren.
Tip: Erfahre mehr über das Management der Markenreputation.
Krisenprävention und -management
Viele Krisen kündigen sich durch kleine Signale an – etwa durch einen kritischen Tweet, eine negative Online-Bewertung oder ein unpassendes Bild. Media Monitoring macht solche Hinweise frühzeitig sichtbar und ermöglicht es, zu reagieren, bevor das Problem eskaliert.
Tipp: Erfahre mehr zum Thema Krisenmanagement.
Competitive Intelligence
Media Monitoring Tools liefern nicht nur Einblicke in die eigene Marke, sondern auch in die Aktivitäten der Mitbewerber. So lässt sich nachvollziehen, welche Strategien sie verfolgen, was über sie gesagt wird und wo sie möglicherweise einen Vorsprung haben. Diese Erkenntnisse helfen, die eigene Strategie gezielt anzupassen.
Tipp: Erfahre mehr über Competitive Intelligence.
Tracking der Kampagne-Performance
Jede Kampagne hinterlässt Spuren in Form von Kommentaren, Presseerwähnungen sowie Likes und Shares in den sozialen Medien. Die Medienbeobachtung gibt Aufschluss darüber, wie groß der Anklang in den verschiedenen Kanälen ist. Finde heraus, welche Botschaften auf Begeisterung stoßen und auf welchen Kanälen die Resonanz besonders hoch ist.
Tipp: Erfahre, wie du Marketingkampagnen messen kannst.
Gesamtwert der Medienpräsenz
Diese Tools erfassen nicht nur Erwähnungen, sondern auch Reichweite und Impact. Media Monitoring Analyseberichte zeigen dir den vollständigen Wert jedes Artikels, jeder Erwähnung sowie jedes Interviews oder Podcasts. So erkennst du genau, welche Stories für deine Marketingmaßnahmen besonders wertvoll sind.
3 Arten von Media Monitoring
Media Monitoring kann je nach beobachteten Kanälen auf verschiedene Arten erfolgen. In der Regel konzentrieren sich Marketingteams auf drei verschiedene Bereiche:
Social Media Monitoring
Beim Social Media Monitoring stehen Social Plattformen wie X, Facebook, LinkedIn, TikTok oder Reddit im Fokus. Du erhältst einen direkten Einblick in die Echtzeit-Reaktionen deiner Zielgruppen. Da Menschen in sozialen Netzwerken oft sehr offen posten, liefern diese Daten wertvolle Hinweise darauf, was sie wirklich denken und fühlen.
Online-News and Digital Monitoring
Beim Online-News- und Digital Monitoring werden Erwähnungen auf Nachrichtenportalen, in Blogs, Fachpublikationen, Foren und weiteren Kanälen erfasst. Diese Diskussionen werden von Journalisten, Kritikern und Meinungsführern geprägt; sie bestimmen den Ton und die Art, wie über bestimmte Themen berichtet wird. So lassen sich neue Stories sofort erkennen, ihre Entwicklung verfolgen und nachvollziehen, wie sich die Coverage im Laufe der Zeit verbreitet.
Rundfunk-Monitoring
Rundfunk-Monitoring umfasst Erwähnungen in Fernsehen und Radio. Diese Kanäle sind nach wie vor enorm einflussreich und können die öffentliche Meinung im Handumdrehen prägen.
Wie funktioniert AI Media Monitoring?
Ganz gleich, ob bezahlte Medienpräsenz oder Earned Media Erwähnungen, die Medienbeobachtung funktioniert immer gleich. Media Monitoring Tools bündeln riesige Datenmengen in einer einzigen Ansicht und analysieren jede Erwähnung, um daraus Insights zu gewinnen.
Das funktioniert so:
Datenerfassung und Zusammenführung von Datenquellen
KI Monitoring Tools durchsuchen in Echtzeit Tausende von Quellen und Millionen von Datenpunkten, um jede Erwähnung zu finden. So stellst du sicher, dass dir nichts entgeht, selbst in Channels, an die du beim Monitoring vielleicht gar nicht gedacht hast.
KI-gestützte Content-Analyse
Sobald dein Media Monitoring Tool die Daten erfasst hat, klassifizieren KI Modelle sie nach Relevanz, Themen, Sentiment und weiteren Kategorien. So müssen sich Marketer nicht mehr durch seitenlange, unaufbereitete Erwähnungen arbeiten oder versuchen, die Bedeutung von Kommentaren und die damit verbundenen Emotionen selbst zu interpretieren.
Echtzeit-Alerts und Reporting
Media Monitoring Plattformen wie Meltwater benachrichtigen dich sofort, wenn Unterhaltungen zu relevanten Themen sprunghaft ansteigen oder sich eine Krise abzeichnet. Mit Echtzeit-Alerts kannst du schnell reagieren und die Situation jederzeit unter Kontrolle halten.
Sentimentanalyse und Gewinnung von Insights
KI Sentiment Analysen und Insights unterstützen Marketingverantwortliche bei der Messung ihrer Medienpräsenz. Es lässt sich auf einen Blick erkennen, ob eine Erwähnung positiv, negativ oder neutral ist. Diese Insights dienen gleichzeitig als Medienwirkungsanalyse, mit der sich feststellen lässt, welchen Beitrag einzelne Stories oder Erwähnungen zu den übergeordneten Marketingzielen leisten.
Was soll in einer Media Monitoring-Strategie beobachtet werden?
Jede Media Monitoring-Strategie ist anders. Was beobachtet wird, hängt von den Kampagnenzielen und den angestrebten Veränderungen oder Verbesserungen des Markenimages ab.
Zu den häufigsten Fokusbereichen im Media Monitoring gehören:
- Markenerwähnungen und Sentiment: Analyse, wie über eine Marke gesprochen wird und ob sich die Tonalität im Zeitverlauf positiv oder negativ verändert.
- Reichweite und Engagement: Bewertung, wie weit sich Inhalte verbreiten und wie das Publikum darauf reagiert.
- Aktivitäten und Positionierung der Mitbewerber: Beobachtung der Aktivitäten von Mitbewerbern und Identifizierung von Differenzierungspotenzial.
- Branchentrends und Unterhaltungen: Überblick über neue Trends und Themen, die für Kunden relevant sind, um sich an Diskussionen zu beteiligen oder diese selbst anzustoßen.
- Share of Voice: Messung des Anteils einer Marke an relevanten Unterhaltungen im Vergleich zu ihren Mitbewerbern.
- Reaktionszeit in Krisenfällen: Bewertung, wie schnell potenzielle Probleme erkannt und adressiert werden, bevor sie der Reputation schaden.
Die Zukunft des Media Monitorings mit KI
Die Medienbeobachtung ist zu einem der wichtigsten Instrumente im Toolkit von Marketingteams geworden. KI verstärkt diese Bedeutung zusätzlich – und vereinfacht den Prozess zugleich. KI-Tools wie ChatGPT, Perplexity, Claude oder Gemini greifen auf eine Vielzahl von Quellen zu, um Nutzern in Echtzeit Antworten zu liefern. Wie eure Marke in diesen Antworten dargestellt wird, kann sich positiv oder negativ auf euer Image auswirken.
GenAI Lens von Meltwater gibt euch Aufschluss darüber, in welchem Licht diese Modelle eure Marke präsentieren.
Nur wenn ihr wisst, was gesagt wird, könnt ihr verstehen, wie ihr von euren Zielgruppen wirklich wahrgenommen werdet. KI optimiert diesen Prozess, indem sie jede Erwähnung sowie das damit verbundene Sentiment und den Impact analysiert. So kann schneller reagiert und die Narrative gesteuert werden.
Die Media Monitoring Funktion von Meltwater ist Teil der Meltwater Media Intelligence Suite. Sie bietet einen klaren Überblick über Reputation und Medienpräsenz und hilft dabei, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen.
AI Media Monitoring: Häufig gestellte Fragen
Warum sollten Unternehmen sowohl Rundfunk- als auch Online-Medien beobachten, um ein vollständiges Bild der Medienberichterstattung zu erhalten?
Wer sich nur auf eine Art der Medienberichterstattung fokussiert, verpasst wichtige Erwähnungen, die das Gesamtbild prägen. Mit einer ganzheitlichen Media Monitoring Strategie werden keine Details übersehen. So können Marketingteams aus allen Quellen wertvolle Insights erfassen und erkennen, welche Stories wirklich Wirkung zeigen.
Wie hilft Medienbeobachtung in Echtzeit Unternehmen bei der Erkennung neuer Trends oder potenzieller Risiken?
Media Monitoring in Echtzeit verschafft Marketer einen sofortigen Überblick über neue Trends oder potenzielle Risiken. Stell dir ein Frühwarnsystem für Themen vor, die direkten Einfluss auf eure Marke haben. Ihr seht, woher diese Erwähnungen stammen und wie sie sich auf das Image einer Marke auswirken, damit ihr schnell reagieren, Botschaften anpassen und Probleme angehen könnt, bevor sie eskalieren.
Können Unternehmen KI Media Monitoring Tools nutzen, um Wettbewerbsinformationen und Kampagnenanalysen zu verbessern?
Ja. AI Media Monitoring Tools sind in der Lage, Daten schneller zusammenzutragen und die Auswirkungen dahinter zu erklären. Sie gehen über manuelles Tracking hinaus und helfen Unternehmen, Lücken in den Strategien der Mitbewerber zu erkennen, erfolgreiche Kampagnen zu identifizieren und neue Differenzierungsmöglichkeiten zu entdecken. Durch die schnellere Bereitstellung hochwertigerer Informationen können sich Marketingverantwortliche auf Maßnahmen konzentrieren, die zu handfesten Ergebnissen führen.
