Twitter Marketing – worauf es wirklich ankommt

Twitter Marketing – worauf es wirklich ankommt

Nele Schwarz
13 August 2018

Social Media Marketing Profis wissen, wie es geht. Wie man eine Social Media Kampagne aufzieht und umsetzt. Instagram und Facebook sind hier die Standard-Kanäle, die Marketer mit ihrer Werbung bespielen. Eine Plattform fällt allerdings aus der Norm und das ist Twitter.

Zugegeben: die Informationswelle überrollt uns auf eigentlich allen Social Media Kanälen und jedes mal, wenn wir die Apps öffnen werden wir mit so viel Content bombardiert, dass man sich erstens kaum einen Überblick machen kann und zweitens die ganzen Inhalte – eingeschlossen Werbung – gar nicht mehr auf- und wahrnimmt. Schnell stellt man sich als Marketer die Frage, wie man in dem ganzen Chaos eigentlich noch auf sich aufmerksam machen und seine Botschaft weitergeben kann. Jeder, der auf Twitter aktiv ist weiß, dass diese Plattform eine ganz neue Dimension von Informationsüberfluss erreicht hat. Twitter ist schnell, Twitter ist interaktiv und Twitter bringt einen nie endenden Informationsfluss, dem die Nutzer ausgesetzt sind. 2 Minuten auf Twitter und der Feed zeigt bereits mehrere neue Nachrichten an. Doch wie funktioniert Marketing auf Twitter eigentlich, wenn es doch so ganz anders ist, als auf Facebook und Co.?

Twitter Marketing ist anders

Twitter Nutzer ticken anders, als Instagram und Facebook Nutzer, denn sie wurden nicht von Anfang an an Werbung auf der sozialen Plattform gewöhnt.

Auf Twitter werben kann teuer sein und die Möglichkeiten sind schnell ausgeschöpft. Sponsored Tweets, Firmenaccounts und Sponsored Trends – damit sind die Möglichkeiten nahezu erschöpft. Was dennoch immer funktioniert, ist sich als Experte auf seinem Gebiet zu positionieren. Der Ratschlag, sich als ein sogenannter Thought Leader zu etablieren, hört man mittlerweile in fast jedem zweiten Blog-Artikel zum Thema Marketing. Dennoch ist es in Zeiten von Social Media wichtig, auf sich aufmerksam zu machen, damit man aus dem Informationsfluss heraussticht. Das wichtigste auf Twitter ist also Networking und Branding.

Mit Hilfe von Influencern, Kollegen, Thought Leadern, und anderen Persönlichkeiten, kann man sich schnell in die Twitter Welt integrieren und seine Meinung mit einbringen. Darauf sollte dennoch beim Twitter Marketing geachtet werden:

#TIMING

Timing ist auf Twitter alles. Die geposteten Beiträge bleiben nicht lange auf der Timeline sichtbar, da so viele Nachrichten direkt nachrücken. Darüber hinaus schauen sich die meisten Twitter Nutzer nicht die Timeline des ganzen Tages an, sondern gucken nur kurz nach, ob es die letzten Minuten Neuigkeiten gab. Deshalb ist es wichtig zu analysieren, wann die eigenen Follower am aktivsten auf der Plattform sind. Das lässt sich beispielsweise mit dem Meltwater Tool analysiere und dementsprechend planen. Eine andere Möglichkeit ist es zu testen, wann die Posts am meisten Interaktion erfahren. Um den Aufwand zu reduzieren und Zeit zu sparen macht es Sinn, die Beiträge zu planen und zu einer optimierten Uhrzeit auszuspielen. Das hat auch den Vorteil, dass man selbst nicht ständig am Smartphone oder Computer sitzen muss, um einen Twitterpost zur optimalen Zeit zu verfassen.

Also: Erstellt einen Contentplan und bereitet eure Posts vor.

Dinge, die man nicht planen kann, aber mindestens genauso wichtig sind wie der kontinuierliche Contentfluss sind die Reaktionen auf aufkommende Trends und die Interaktion mit den Followern. Das muss in Echtzeit geschehen, da Trends und Reaktionen oftmals nicht vorhersehbar sind. Deshalb gilt es solche Aktivitäten in den Büroalltag zu integrieren.

#INTERAKTION

Ein Hauptziel ist natürlich das Wachstum der Twittergemeinschaft.

Aber: Die Anzahl der Follower ist zwar wichtig, denn das generiert die Reichweite, jedoch muss man darauf achten, dass die Follower auch aktive Fans sind. Lieber ein paar weniger Follower, die interagieren, anstatt eine große Community mit wenig Aktivität.

Doch wie erreicht man diese Interaktion?

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#KONVERSATION

Viele Brands, und da muss man sich manchmal auch an die eigene Nase fassen, posten tagtäglich im gleichen Stil. Wir alle wissen aber, für eine Konversation braucht es mindestens zwei Leute. Deshalb sollten die Beiträge variieren. Immer nur einen Link mit passender Überschrift posten und ab und zu mal ein inspirierendes Zitat hinzufügen reicht für eine Konversation meistens nicht aus. Man kann retweeten, nach der Meinung der Follower fragen oder Thesen in den Raum werfen. Alles ist möglich, das sollte man als Unternehmen einfach mal testen.

#QUALITÄT STATT QUANTITÄT

Auf Twitter muss man häufig posten, um sich überhaupt bemerkbar zu machen. Die Qualität sollte aber keinesfalls darunter leiden. Wie auf jedem sozialen Netzwerk erwarten die Follower erstklassigen, hochwertigen Content, der informativ und greifend ist.

Also: Am besten mal in Ruhe hinsetzen, den Contentplan ausarbeiten und sich Inhalte überlegen.

Denn auch Twitter Marketing braucht Zeit und sollte gut überlegt sein.

#ACHTUNG SPAM

Qualität statt Quantität beinhaltet auch, dass man selbst mit den Posten nicht übertreiben sollte. Twitter hat eine Begrenzung der Größenzahlen. Folgt man zu vielen neuen Nutzern, vielleicht in der Hoffnung, dass sie zurück folgen oder kauft man sich sogar neue Fans, bemerkt Twitter so etwas schnell und es kommt zur Sperrung des Accounts. Bei welcher Größenzahl das geschieht ist in den Richtlinien nicht aufgeführt.

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#ZIELE MESSEN

Tipps und Tricks sind schnell durchgelesen und nach ein paar Tagen auch schon wieder vergessen. Umso wichtiger ist es – vor allem in Social Media – sich Ziele zu setzen und diese auch mindestens wöchentlich zu prüfen.

Diese Ziele können beispielsweise sein:

  • Steigerung der @mentions um 20%
  • Alle Nachrichten und Tweets zu beantworten
  • Mindestens 10 Leads über Twitter zu generieren
  • 50 neue Kontakte hinzufügen

Verfolgt man diese Richtlinien und hat eine grundlegende Twitter Strategie ausgearbeitet, heißt es kreativ sein. Man sollte testen, ausprobieren und auf die Reaktionen achten. Eine erfolgreiche Twitter Strategie braucht vor allem Zeit. Follower und Interaktion generiert man nicht von heute auf morgen, ebenso wenig findet man die perfekten Inhalte sofort. Wenn man sich jedoch die Zeit nimmt, eine grundlegende Twitter Strategie auszuarbeiten und diese dann auch immer wieder ins Gedächtnis holt, wird das Twitter Marketing sicherlich ein Erfolg.

Wollt ihr mit Twitter Marketing jetzt so richtig durchstarten und euren Content planen, kreieren und messen? Dann schaut euch das Meltwater Tool an und strukturiert eure Social Media Aktivitäten für eine erfolgreiche Strategie. Jetzt testen!