Social Media – auch für B2B

3D Illustration von Social Media
3D Illustration von Social Media

Ständig bekommen wir Werbung über Instagram, YouTube, TikTok und Co. – einige Brands sind besonders im Fokus und konfrontieren uns gefühlt täglich mit immer der gleichen Message. Was all diese Anzeigen gemeinsam haben? Sie kommen von Unternehmen mit B2C Fokus.

Um aufzufallen, setzen sie auf alles, was im Marketing dazu gehört: eindringliche Statements, positive Emotionen, Storytelling, schöne Bilder usw. Aber ist das ein Kanal, der ausschließlich für B2C geeignet ist? Erfahre, warum wir anderer Meinung sind.

Inhalt

Das Potenzial von Social Media

1 Stunde und 19 Minuten: So viel Zeit verbringen wir Tag für Tag in den Sozialen Kanälen. Sie sind fester Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres Alltags. Wir folgen Personen, die uns interessieren, liken Beiträge, die uns gefallen, teilen wer wir sind und was wir tun. Die Sozialen Kanäle kennen uns sehr gut. Wer glaubt, dass sich das nur auf Privatpersonen bezieht, denkt aus zwei Gründen zu kurz:

  1. Jeder potenzielle spannende B2B Lead ist auch eine Privatperson.
  2. Die Business Plattformen unter den Sozialen Kanälen wachsen.
The LinkedIn logo against a blue-grey background

Social Media als Business Netzwerk

LinkedIn oder Xing sind die wohl bekanntesten Social Media Plattformen im Kontext von Geschäftsbeziehungen. LinkedIn hat in Deutschland vor allem in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen – so ist es die meistgenutzte Social Media Plattform unter den Fortune-500 Unternehmen.

Wie ihr diese Plattform gewinnbringend einsetzen könnt? Wir stellen drei Strategien vor.

1) Marketing: Der eigene Account

Äquivalent zu Facebook & Co, kann ein Unternehmen einen LinkedIn Account erstellen und diesen mit Content bespielen. Von HR, über neue Produkte bis hin zu Statements zu aktuellen (Branchen-)News kann sich ein Unternehmen nach außen präsentieren. Durch solche regelmäßigen Postings gewinnen Accounts an Reichweite. Zusätzlich könnt ihr Einladungen an euer Netzwerk verschicken, diesem Account zu folgen.

2) Vertrieb: Der Sales Account

Wie in jedem Sozialen Netzwerk geht es auch auf B2B Plattformen eigentlich mehr um Personen und deren Netzwerke statt um Unternehmen. So schenkt der Algorithmus, z. B. von LinkedIn, Personenprofilen mehr Reichweite als Unternehmensprofilen.

Für den B2B Bereich ist das aber keineswegs ein Nachteil. Im Gegenteil: Kaufabschlüsse passieren nicht impulsiv, sondern in der Regel nur nach einer langen Vorbereitung und Beratung. Deshalb sind es vor allem die Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb, die in diesen langen Vertriebszyklen LinkedIn effektiv einsetzen können. Sie stehen Interessent:innen während ihrer Customer Journey begleitend und beratend zur Seite. Vernetzen sich Vertriebsmitarbeiter:innen mit Interessent:innen, bekommen diese immer wieder Impulse von den Produkten oder Dienstleistungen über die Posts der Vertriebsmitarbeiter:innen.

3) Advertising: Fokussiertes Targeting

B2B Social Media Plattformen haben extrem wertvolle Informationen über die Personen, die sich dort ein Profil aufbauen. Bei welchem Unternehmen arbeiten sie? Zu welcher Branche gehören sie? Wie groß ist das Unternehmen, bei dem jemand arbeitet? Welche Position hat eine Person? All diese Informationen brauchen B2B Unternehmen, um ihre Zielgruppe zu targeten. Mit Advertising bietet LinkedIn die Möglichkeit, Inhalte genau dieser Zielgruppe auszuspielen. Mehr noch: Auch Leads können Unternehmen direkt über die Plattform gewinnen.

B2C Kanäle für B2B hebeln

Eignen sich auch B2C Kanäle, um als B2B Unternehmen aktiv zu werden? Bedingt, aber ja. Denn, wie oben schon erwähnt, jede Businessperson ist auch eine Privatperson. Attraktiv sind für B2B Unternehmen aber vor allem Entscheider:innen, die in der Regel schon etwas Berufserfahrung haben.

Ganz grob lässt sich also folgende Faustregel ableiten: Eine extrem junge Zielgruppe ist nicht attraktiv. So sind TikTok und Snapchat vermutlich (noch) wenig relevant für B2B Unternehmen - ausgenommen z.B. für das Recruiting von Auszubildenden. Facebook hingegen ist ein extrem großes Netzwerk, das bei älteren Zielgruppen nach wie vor beliebt ist.

Probiert aus, ob auch eure Zielgruppe dort präsent ist und wie die Posts performen. Pauschal lässt sich das nicht sagen, denn jede Branche ist anders. Während die eine vorwiegend auf LinkedIn unterwegs ist und Facebook nur in der Freizeit nutzt, kann es bei einer anderen Branche schon ganz anders aussehen.

Über Social Media Publishing Tools könnt ihr ganz schnell und einfach Posts über verschiedene Netzwerke ausspielen, ohne dass ihr in jeden Kanal individuell Posts und Timings einstellen müsst. So spart ihr Zeit und könnt prüfen, welche Plattform für euch besser funktioniert. Grundsätzlich gilt aber: Einfach wahllos Posts über alle möglichen Kanäle auszuspielen, ist dauerhaft wenig gewinnbringend. Der Ansatz sollte nur in einem ersten Schritt dazu dienen, herauszufinden, auf welchem Kanal die meisten Personen eurer Zielgruppe unterwegs sind. Habt ihr das identifiziert, gilt: Voller Fokus auf den Kanal und eine individuelle Strategie entwickeln.

Ein Sprachrohr, aus dem verschiedene Icons wie ein Play Button, ein Chart oder ein Bild herausfliegen.

Jetzt das Webinar ansehen “Wie B2B Unternehmen mit Social Media ihre Ziele erreichen”

Björn Erbslöh, Gastautor dieses Artikels, hat ebenfalls ein Webinar gehalten, in dem ihr mehr darüber lernt, wie ihr mit B2B Social Media eure Ziele erreicht. Das Webinar steht on Demand und kostenlos zur Verfügung. Schaut es euch an und erfahrt…

  • Wie Unternehmen eine optimale B2B Marketing Strategie ausarbeiten
  • Welche Plattformen und Kanäle für Social Media im B2B geeignet sind
  • Welche Vorteile die Social Media Nutzung für B2B Unternehmen bringt
  • Welche Beispiele es für erfolgreiches B2B Marketing via Social Media gibt

Zur Aufzeichung des Webinars "Wie B2B Unternehmen mit Social Media ihre Ziele erreichen” →

Über Björn Erbslöh

Björn Erbslöh ist Business Director der Content Marketing Agentur suxeedo. Als Spezialist für Online-Kommunikation verfügt er über mehr als zehn Jahre Erfahrung in den Bereichen Social Media und Content Marketing. Björn ist ein technologie-begeisterter Denker, der bereits Projekte großer DAX-Unternehmen sowie auch aufstrebender Start-ups erfolgreich begleitet hat.