CSR: Der ultimative Corporate Social Responsibility Leitfaden

Man sieht grüne Pflanzen sich überlappen. Das ist das Titelbild für unseren Beitrag zu Corporate Social Responsibility (CSR)
Man sieht grüne Pflanzen sich überlappen. Das ist das Titelbild für unseren Beitrag zu Corporate Social Responsibility (CSR)

Von der Unterstützung von Covid-19-Hilfsaktionen bis hin zur Sensibilisierung für soziale Ungleichheiten haben wir in den letzten 12 Monaten eine Reihe von Marken beobachtet, die ihre Corporate Social Responsibility (CSR), oder gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmen, und ihr zweckorientiertes Marketing verstärkt haben.

Das Jahr 2020 hat Marken dazu gezwungen, ihre Beziehungen zu den Konsumenten und den Communities, in denen sie tätig sind, zu überdenken. Auf der ganzen Welt blickten Menschen mit der Erwartung, eine positive Veränderung zu erkennen, auf Vertreter von Politik und Unternehmen.

Doch die heutigen Konsumenten möchten nicht nur ein ausgefeiltes PR-Statement eines Unternehmens lesen - sie wollen Taten sehen. Gesellschaftliche Verantwortung muss tief in der DNA eines Unternehmens verwurzelt sein, damit es vom der Öffentlichkeit nicht als Organisation wahrgenommen wird, die "Woke washing", "Green washing (Grünwäscherei)", "Good washing", "Sessel-Aktivismus" oder "Slacktivismus" betreibt.

Die Implementierung von CSR-Initiativen in eure Marketingstrategien erfordert die Bereitschaft, anderen zu helfen, anstatt sich ausschließlich auf Wirtschaftlichkeit zu konzentrieren. In diesem Blog erläutern wir, wie ein glaubwürdiger CSR-Plan aussehen kann.

Inhalt

Was ist die Definition von Corporate Social Responsibility?

Der Begriff "Corporate Social Responsibility" wird häufig als "CSR" abgekürzt und ins Deutsche oft mit "unternehmerische Gesellschaftsverantwortung" oder "soziale Unternehmensverantwortung" übersetzt.

Wenn ihr euch fragt, was CSR genau bedeutet, halten wir uns gerne an diese Definition:

Corporate Social Responsibility ist ein Mechanismus für Unternehmen, um die Auswirkungen, die sie auf die Gesellschaft haben, zu bewerten und verantwortungsvolle, ethische Richtlinien einzuführen, um den Einzelnen, die lokale Gemeinschaft, den Markt und die Umwelt zu unterstützen.

Jedes Unternehmen erklärt den Begriff Corporate Social Responsibility etwas anders, aber es gibt in der Geschäftswelt eine Reihe von Übereinstimmungen bei der Definition von CSR:

  • Das Ziel, durch philanthropische oder wohltätige Handlungen zu gesellschaftlichen Zielen beizutragen
  • Die Erkenntnis, dass unternehmerische Verantwortung eine selbstbestimmte Initiative ist, die einem Unternehmen durch Corporate Governance mehr soziale Verantwortung überträgt
  • Die Erkenntnis, dass CSR das Beziehungsmanagement zwischen dem Unternehmen und seinem Umfeld (z. B. Stakeholder und lokale Communities) unterstützt

Warum sollten Unternehmen Corporate Social Responsibility (CSR) betreiben?

Den Gemeinschaften, in denen ihr euch bewegt, etwas zurückzugeben und zum Schutz der Umwelt beizutragen, gehört heute zu den Aufgaben eines jeden Unternehmens. Die Motivation eines Unternehmens, dem Thema CSR mehr Aufmerksamkeit zu schenken, sollte von der unternehmensinternen Motivation, Gutes zu tun, angetrieben werden. Doch auch externe Faktoren sorgen dafür, dass CSR auf der Unternehmensagenda nicht fehlen darf.

Die Öffentlichkeit legt großen Wert darauf, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. So wünschen sich laut der Cone Communications CSR Studie 78% der Befragten, dass sich Unternehmen mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit befassen. 63% gaben an, dass Sie sich bei Unternehmen ein Vorantreiben von Veränderungen im Bereich der sozialen und ökologischen Verantwortung erhoffen – vor allem dort, wo es an staatlichen Vorschriften mangelt. Mit dem Fokus auf gesellschaftliche Verantwortung erfüllen Unternehmen die Wünsche und Ansprüche ihres Publikums.

Außerdem ist es einfach nett, nett zu sein.

Eine CSR-Strategie sollte aus dem Wunsch heraus entstehen, zu etwas Besserem zu werden oder etwas Besseres zu tun und nicht mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Die versierten Konsumenten von heute erkennen Marken, die sich aus einem "egoistischen" Standpunkt heraus für soziale Verantwortung engagieren, schon aus meilenweiter Entfernung.

Und wenn ein Unternehmen eine CSR-Kampagne nur deshalb initiiert, um Geld zu verdienen oder den Ruf des Unternehmens zu verbessern, kann dies letztendlich mehr Schaden als Nutzen anrichten. Das soll nicht heißen, dass ihr eure CSR-Initiative nicht promoten dürft – tut das, aber stellt sicher, dass ihr es mit Stil tut. Darauf kommen wir später in diesem Artikel zu sprechen.

Wir haben einen ausführlichen Artikel zum Online-Reputationsmanagement verfasst, der euch bei der Einschätzung eurer Wahrnehmung helfen kann.

Schaut euch auch gerne nochmal dieses Video an, um die Idee hinter Corporate Social Responsibility zu festigen:

Was ist Corporate Social Responsibility?

Vier Möglichkeiten, wie Unternehmen ihre CSR-Praktiken in Schwung bringen können

Einem Unternehmen, das seine Bemühungen im Bereich Corporate Social Responsibility verstärken möchte, stehen eine Reihe verschiedener Aktivitäten und Ansätze zur Auswahl.

Nachfolgend erklären wir, wie ein Unternehmen Ressourcen einsetzen, seine Produkte oder Dienstleistungen verändern, den Mitarbeitern etwas zurückgeben und zur Unterstützung der Umwelt beitragen kann.

Angesichts des wachsenden Interesses an Marken, die ihre Verantwortung für den Planeten ernst nehmen, ist dies der optimale Zeitpunkt, die 5 aktuell besten Social Media Umweltkampagnen vorzustellen.

1. Ressourcen spenden

Unternehmen können Unternehmensphilanthropie betreiben, indem sie gezielt Spenden für gute Zwecke tätigen.

Sie können beispielsweise...

  • einen Prozentsatz Ihres Gewinns spenden.
  • eine Veranstaltung sponsern.
  • ihren Mitarbeitern einen Tag für ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung stellen.

Denkt daran:

Nur weil ihr Geld gespendet habt, heißt das noch lange nicht, dass euer Engagement damit erledigt ist. Die Werte der Non-Profit-Organisation, mit der ihr zusammenarbeitet, müssen von euch verkörpert auch unter anderem in eurer Corporate Identity werden, was wiederum bedeutet, dass ihr sie auch leben müsst.

In diesem Sinne empfiehlt es sich, eine gemeinnützige Organisation zu finden, deren Aufgaben mit den Prioritäten eures Unternehmens und denen eurer Zielgruppe übereinstimmen.

2. Änderungen an Produkten oder Dienstleistungen vornehmen

Damit CSR funktioniert, ist es für ein Unternehmen entscheidend, in den Spiegel zu schauen und, wie Gandhi sagte, "die Veränderung zu sein, die es in der Welt sehen möchte." Diese Veränderungen können unzählige Maßnahmen beinhalten - von umweltfreundlicheren Verpackungen bis hin zur Sicherstellung der sozialen Verantwortung von Unternehmen in globalen Lieferketten.

Wenn euer Unternehmen die Verantwortung übernimmt, ein Produkt zu evaluieren, zu überarbeiten oder sozial verantwortlicher zu gestalten, dann stellt sicher, dass dies von der Unternehmensführung kommuniziert wird. Die Stakeholder wissen oft nicht, was sich hinter verschlossenen Türen abspielt und die Kommunikation spielt bei der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verantwortung einer Marke eine entscheidende Rolle.

Hier könnt ihr mehr über interne Newsletter erfahren oder euch anschauen, wie ihr Social Walls und Newsfeeds für euer Intranet erstellt, um die interne Kommunikation zu verbessern.

3. Mitarbeiter unterstützen / für gute Arbeitsbedingungen sorgen

Die Einführung von Maßnahmen und Programmen zur Unterstützung der eigenen Mitarbeiter ist eine weitere Möglichkeit, soziale Verantwortung zu zeigen.

Während der Pandemie sagten 90% der Teilnehmer einer Morning Consult Studie aus, dass es ihnen wichtig sei, dass sich Marken um ihre Mitarbeiter kümmern. Weitere 49% erklärten, dass die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln, zu ihren fünf wichtigsten Kaufkriterien gehöre.

Abgesehen von der Ethik, fördert die Zufriedenheit am Arbeitsplatz die Produktivität und das Engagement der Mitarbeiter, was die gemeinschaftliche Veranwortung zu einer Win-Win-Situation für alle macht!

Werft einen Blick auf das Comparably Ranking der 100 bestbewerteten Unternehmen mit den zufriedensten Mitarbeitern, um mehr darüber zu erfahren, was einen großartigen Arbeitsgeber ausmacht.

PS: Haltet dabei gerne nach Meltwater Ausschau! - Hier findet ihr unsere Meltwater Karriereseite.

4. Global handeln, lokal denken

Es ist einfach, sich von der Idee bedeutender Veränderungen auf globaler oder nationaler Ebene mitreißen zu lassen, aber einen Beitrag zu Programmen für die lokalen Communities zu leisten, ist mindestens genauso wichtig.

Für viele Unternehmen sind lokale Kunden eine wichtige Umsatzquelle und das Wohlwollen der lokalen Bevölkerung gehört zu einem der Erfolgsfaktoren eines Unternehmens.

Manchmal ziehen lokale Behörden zudem bei der Vergabe von Aufträgen und Ausschreibungen Unternehmen vor, die Verantwortung übernehmen und sich in ihrer Gemeinschaft engagieren. Diese auf eurer Seite zu haben, ist daher ein enormer Vorteil.

Das Community-Engagement ist eine großartige Möglichkeit, die menschliche Seite eurer Marke hervorzuheben. Dies kann in vielen Formen geschehen, wie beispielsweise durch einen finanziellen Beitrag für lokale Projekte oder die Unterstützung von nahegelegenen Schulen oder Gemeindezentren.

Schauen bevor man springt. Das ist das Bild für unseren Absatz zu No-Gos in Sachen CSR, bzw. Corporate Social Responsibility.

Was es bei der Umsetzung einer CSR-Strategie zu vermeiden gilt

Das Versprechen, sich für CSR zu engagieren, und die tatsächliche Durchführung von entsprechenden Maßnahmen sind zwei Paar Schuhe.

Wie bereits erwähnt, laufen Unternehmen, die ihren Worten keine Taten folgen lassen, Gefahr, als Schwindler wahrgenommen zu werden.

Es gibt eine wachsende Liste von Begriffen, die verwendet werden, um Organisationen als solche zu beschreiben, auf die wir im Folgenden genauer eingehen werden:

  1. Greenwashing (oder Grünwäscherei)
  2. Wokewashing
  3. Sessel-Aktivismus / Slacktivismus
  4. CSR-Diskrepanz zwischen eurer Vision und eurer Zielgruppe

1. Greenwashing (oder Grünwäscherei)

Greenwashing bezieht sich auf nicht belegte oder irreführende Behauptungen über die Auswirkungen einer bestimmten Unternehmensinitiative oder -entscheidung auf die Umwelt. Dabei erwecken Unternehmen die Vorstellung, dass sie ethischer und umweltfreundlicher handeln, als sie es tatsächlich tun.

Vielleicht erinnert ihr euch an die Kritik, die der Flughafen Heathrow deswegen vor einigen Jahren einstecken musste? Die Öffentlichkeit kritisierte das ökologisches Schutzgebiet, das als "natürliche Grenze" und "Gartentor" bezeichnet wurde, als einen Versuch, die Expansionspläne des Flughafens mit der geplanten neuen Landebahn zu verschleiern.

Man sieht die Eco Wall am Flughafen Heathrow als Beispiel für Greenwashing in unserem Beitrag zu Corporate Social Responsibility (CSR)

In unserem Blog "5 Zeichen von Greenwashing - und wie du es selbst vermeidest" haben wir einige Anzeichen für Greenwashing hervorgehoben, auf ihr ihr achten solltet:

  1. Aussagen zur ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung, zu denen das Unternehmen ohnehin gesetzlich verpflichtet ist.
  2. Lobbying hinter den Kulissen gegen Umweltschutzmaßnahmen - während das Management und die Kommunikationsabteilung regelmäßig umweltfreundliche Botschaften verbreiten.
  3. Inkorrekte Angaben zur Umweltfreundlichkeit auf euren Labels

2. Wokewashing

Der Begriff "Wokewashing" beschreibt das zynische Ausnutzen des sozialen Verantwortungsbewusstseins der Kunden durch Unternehmen, die mithilfe von progressiv ausgerichtetem Marketing den Anschein fortschrittlicher Wertvorstellungen erwecken - mit dem alleinigen Ziel, Gewinn daraus zu erzielen.

Leider sehen wir immer mehr Marketingteams, die gesellschaftliche Bewegungen kommerzialisieren und sich auf die neueste Sache stürzen, um mit ihrem neuen USP die Konkurrenz "auszustechen".

Dabei nehmen sie sich nicht die Zeit, ihre eigenen Unternehmenswerte und -kultur zu hinterfragen.

Wer erinnert sich an die Pepsi Werbung von Kendall Jenner, von der viele behaupteten, dass sie sich die Black Lives Matter Bewegung zunutze macht? Der Getränkeriese scheiterte mit seiner "Tone Death"-Werbung bei dem Versuch, sich sowohl als Protestgetränk für die wesentlichen Herausforderungen auf dieser Welt zu positionieren als auch die Fähigkeit zu besitzen, Spannungen zu beseitigen.

Pepsi tut der Werbefilm mit Kendall Jenner leid

Im Zuge dieser Markenkrise haben wir das Media Intelligence Tool von Meltwater genutzt, um das Sentiment von Pepsi vor und nach der Veröffentlichung der Anzeige zu verfolgen.

Wie ihr sehen könnt, ist das Ansehen der Marke nach der Veröffentlichung der Anzeige und für einige Zeit danach stark gesunken. Zu Pepsis Glück hat sich die Marke von der Krise erholt, aber für viele Unternehmen hätte eine solche Aktion anders ausgehen können.

Ihr möchtet auch so eine Analyse für euer Unternehmen durchführen? Dann lest euch hier mehr zu unserer Lösung zum Reputationsmanagement durch oder füllt das aus.

Man sieht die Meltwater Media Intelligence Analyse als Diagramm. Analysiert wurde das Image von Pepsi nach dem Werbespot mit Kendall Jenner und dem Black Lives Matter Shitstorm danach als Beispiel für Wokewashing bei Corporate Social Responsibility (CSR)

3. Sessel-Aktivismus / Slacktivismus

Die Vereinten Nationen definieren Slacktivismus folgendermaßen:

Menschen, die eine Sache unterstützen, indem sie simple Maßnahmen durchführen, sich aber nicht tatsächlich engagieren oder für eine Veränderung einsetzen.

Der Begriff ist oft gleichbedeutend mit viralen Bewegungen, die in Form von verschiedenen Social Media Challenges (der Ice Bucket Challenge für ALS, die No-Make-up-Challenge für die Krebsforschung und die Schwarz-Weiß-Bild-Challenge für die Sensibilisierung für Femizid in der Türkei usw.) aufkommen.

Das Problem des Sessel-Aktivismus oder Slacktivismus ist, dass die Leute oft mitmachen, weil sie sich als Teil einer Sache fühlen möchten und nicht, weil sie tatsächlich etwas verändern wollen.

So wussten beispielsweise die wenigsten Teilnehmer der Schwarz-Weiß-Bilder-Challenge, dass es sich bei dieser Aktion um eine Kampagne gegen Femizid in der Türkei handelte. Stattdessen hielten viele die Challenge für eine Initiative zum Thema Frauenpower und untermalten das Foto mit Hashtags wie #womensupportingwomen. Die Botschaft ging, wie so viele andere auch, verloren.

Der Slacktivismus verdient seinen schlechten Ruf vielleicht nicht ganz, wenn man berücksichtigt, dass er Bewusstsein für bestimmte Themen schafft. Heutzutage müssen die guten Absichten einer Marke allerdings durch ihre CSR-Aktivitäten übertroffen werden, damit sie als wertvoll erachtet werden.

4. CSR-Diskrepanz zwischen eurer Vision und eurer Zielgruppe

Die Bereiche der Corporate Social Responsibility, in die ihr investiert, sollten mit den Prioritäten eures breiteren Marktumfeldes (z.B. Klimawandel), der Vision eures Unternehmens und den Interessen eurer Zielgruppe übereinstimmen.

Wenn ihr zu sehr in die eine oder andere Richtung schwankt, riskiert ihr, den Fokus eures Unternehmens oder das Interesse eurer Zielgruppe zu verlieren. Den Unternehmensfokus zu erfassen, ist einfach, weil ihr die Kontrolle darüber habt. Die Psyche eurer Konsumenten zu verstehen, ist jedoch eine größere Herausforderung.

Man sieht ein junges, hippes Paar mit ihren Smartphones in den Händen.

So werden eure CSR-Aktivitäten erfolgreich

Bevor ihr euer eigenes CSR-Programm startet, muss sichergestellt werden, dass eure Beweggründe und Aktionen offenlegt werden, eure Zielgruppe über die Aktionen informiert wird und ihr die Reaktionen auf eure Maßnahmen wahrnehmt (beispielsweise mittels einer Medienbeobachtung).

1. Transparenz beim Bestreben, Verantwortung zu übernehmen

Die Öffentlichkeit erwartet nicht über Nacht eine komplette Veränderung der Unternehmenswerte und des Verhaltens, aber es verlangt Fortschritte.

  • Definiert zunächst, was unternehmerische Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability) für euch bedeutet und zeigt dann Wege auf, um diese Vorgaben effektiv umzusetzen.
  • Sorgt dafür, dass sich alle Stakeholder zum Engagement verpflichten
  • Stellt sicher, dass Ziele festgelegt und das Verhalten und die Fortschritte des Unternehmens beobachtet werden.

Transparenz ist hier der Schlüssel zu Erfolg - vergesst also nicht, die Ergebnisse zu kommunizieren, sowohl die Positiven als auch die Negativen.

2. Audience Insights (Zielgruppenanalysen) nutzen

Investiert in Konsumenten- und Zielgruppen Insights, um sicherzustellen, dass es keine CSR-Diskrepanz zwischen eurer Vision und eurem Zielpublikum gibt.

Wie Khumo Theko, Trendspotterin bei Flux Trends, erörtert, gibt es neue urbane Gruppen, die Marken berücksichtigen sollten. Einer ihrer wesentlichen Punkte ist, dass die Konsumenten bewusst vielfältig sind; es gibt verschiedene Gruppen, die miteinander verbunden und sozial gleich eingestellt sind, aber alle für etwas anderes einstehen.

Wir haben einen ausführlichen Beitrag zu Zielgruppedefinition & -segmentierung verfasst, der hilfreich sein könnte.

Mit dem Consumer Research & Audience Tool von Meltwater erhaltet ihr umfassende Einblicke in eure verschiedenen Segmente und Communities, die eurer Marke folgen. So könnt ihr schnell herausfinden, wofür diese sich begeistern und den Sweet Spot der gemeinsamen CSR-Werte von Markenvision und Kunden finden.

Screenshot der Meltwater Audience Insights Plattform zur Zielgruppendefinition und -segmentierung.

3. Zuhören

Wie Jeanne du Plessis, Corporate Affairs and Citizenship Leader bei Procter and Gamble South Africa, in einem früheren Meltwater-Webinar sagte, bringt es nichts, wenn Unternehmen losstürmen und versuchen, "Probleme" zu beheben, bevor sie mit den Betroffenen gesprochen haben.

Wenn ihr euch zum Beispiel aufmacht, um einem Klassenzimmer einen neuen Anstrich zu verpassen, solltet ihr euch vorher die Zeit nehmen, zuzuhören. Das Grundproblem muss verstanden werden, um eine echte Veränderung zu bewirken.

Solche wertvollen Insights von Betroffenen, die sich in den sozialen Medien äußern, könnt ihr beispielsweise mittels eines Social Listening Tools besonders gut - und automatisiert - erhalten.

Corporate Social Responsibility Beispiele

Heutzutage geht es nicht mehr ausschließlich darum, unter dem Strich schwarze Zahlen zu sehen, sondern über die Geschäftstätigkeit hinaus einen Impact zu haben.

Hier sind einige weitere Beispiele von Marken, die ihre gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmen äußerst ernst nehmen.

Patagonia

Corporate Responsibility Fokus: Umwelt und Nachhaltigkeit

Der Hersteller von Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung, Patagonia, ist seit seiner Gründung im Jahr 1973 ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Vor Kurzem hat das Unternehmen sogar ihr Leitbild von der produktorientierten Mission "Stelle das beste Produkt her, verursache keine unnötigen Schäden, nutze das Unternehmen, um Lösungen für die Umweltkrise zu entwickeln und umzusetzen" in eine noch nachhaltigere Vision abgeändert: "We’re in business to save our home planet", auf Deutsch "Wir sind im Geschäft, um unseren Planeten zu retten".

Die Mission geht sogar so weit, dass die finanzielle Performance hinter der Umwelt an zweiter Stelle steht. Im Jahr 2016 wurde dies unter Beweis gestellt, als das Unternehmen ankündigte, 100% des Umsatzes am Black Friday an nachhaltige Umweltorganisationen zu spenden.

CEO Rose Marcario kündigte außerdem kürzlich an, dass das Unternehmen die 10 Millionen Dollar, die es durch die Steuersenkungen von Ex-Präsident Trump 2018 eingespart hat, Umweltschutzgruppen zukommen lassen wird. Patagonia erklärte daraufhin, wie diese Nachhaltigkeitsinitiative es ihnen ermöglichte, "Hunderte von Basis-Umweltorganisationen" zu unterstützen. Diese bedeutende öffentliche Aktion hat dazu beigetragen, die CSR-Politik des Unternehmens und seinen Ruf für aufrichtiges Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu untermauern.

Patagonia Environmental & Social Initiatives Booklet (2018)

Nike

Corporate Responsibility Fokus: Soziale Ungerechtigkeit

In den letzten Jahren hat sich Nike bei seinen Werbespots weitgehend von den traditionellen Formaten verabschiedet. Stattdessen hat das Unternehmen über den Tellerrand hinausgeschaut, um die aktuelle Kultur des sozialen Aktivismus aufzugreifen, für das einzustehen, woran man glaubt und zu beweisen, dass man das Zeug zum Sieger oder zur Siegerin hat.

Als der amerikanische Football-Star Colin Kaepernick im Jahr 2016 von der NFL ausgeschlossen wurde, weil er während der Nationalhymne aus Protest gegen Polizeibrutalität auf die Knie ging, startete Nike eine gewagte Werbekampagne mit Kaepernick als Hauptdarsteller. Die Anzeige löste Proteste und Boykottdrohungen gegen die Marke aus, aber durch ihre Solidarität zog sie auch viele Menschen auf ihre Seite.

Im Jahr 2020 hat Nike, wie viele andere Unternehmen auch, seine Haltung zur Black Lives Matter Bewegung bekräftigt, aber noch wichtiger, hinter verschlossenen Türen Veränderungen durchgeführt. Wie auf ihrer Website zu lesen ist, wurden im vergangenen Jahr die Verantwortungsinitiativen in den Bereichen Diversität, Integration und Zugehörigkeit der Mitarbeiter verstärkt, um ein integratives Umfeld zu schaffen und eine vielfältigere Mitarbeiterschaft zu gewinnen.

Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf Transparenz, Verantwortlichkeit und Einfluss und teilt seine Fortschritte in diesen Bereichen jährlich im Corporate Responsibility Report mit.

How Nike Incorporates Modern Sustainability Into A Decades-Old Company

Starbucks

Corporate Responsibility Fokus: Das Wohlbefinden der Mitarbeiter

Einer der wichtigsten CSR-Bereiche von Starbucks ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Durch sein äußerst attraktives Krankenversicherungsprogramm ist Starbucks in der Lage, Talente für sich zu gewinnen, sie an das Unternehmen zu binden und die Mitarbeitermoral hoch zu halten.

Auf der Website des Unternehmens werden die Mitarbeiter als "Partner" bezeichnet, was - obwohl es sich um ein Großunternehmen handelt - die persönlichen Beziehungen unterstreicht:

Starbucks ist erfolgreich, wenn unsere Partner erfolgreich sind und wir sind der Meinung, dass sich geteilter Erfolg am besten anfühlt.

Starbucks CSR Project

McDonald’s

Corporate Responsibility Fokus: Investition in Supply Chain Stakeholder

McDonald's hat erkannt, dass die Stärke und Flexibilität seiner Lieferkette auf einer soliden Geschäftsbeziehung und Partnerschaft mit den Stakeholdern beruht.

Das kontinuierliche Engagement von McDonald's mit dem Ziel, nachhaltige Innovationen einzuführen, umfasst sowohl die Unterstützung der Zukunft der Landwirtschaft als auch die Zusammenarbeit mit den Lieferanten.

Dazu bieten sie ihnen Zugang zu Wissen, Tools und bewährten Anbaumethoden. Das Ergebnis? Gesteigerte Effizienz, Produktivität und Profitabilität der Stakeholder, während gleichzeitig der Planet auf lange Sicht geschützt wird.

Hier erfahrt ihr mehr über die CSR-Initiativen von McDonald's.

"Wo kommen die Pommes her?"

Fazit

Mit einer stärkeren Ausrichtung auf gesellschaftliche Verantwortung können Unternehmen den Menschen und Gemeinschaften, die auf sie angewiesen sind, mehr Beachtung schenken als nur ihrem Aktienkurs oder ihren Investoren.

Die Verlagerung dieser Prioritäten wird Unternehmen dabei helfen, von ihrer Zielgruppe langfristige, echte Unterstützung zu erhalten und damit die zukünftige Rentabilität zu sichern.

Wir hoffen, dass dieser Blog eure Fragen bezüglich des Konzepts von Corporate Social Responsibility, der Bedeutung von gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung und der Art und Weise, wie ihr euer soziales Engagement in die Tat umsetzen könnt, beantwortet hat.

Wenn du mehr über die Meltwater Media Intelligence Suite im Zusammenhang mit Corporate Social Responsibility erfahren möchtest, dann füll einfach das folgende Formular aus. Unsere Experten beraten dich unverbindlich.

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