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Banner zum On-Demand-Webinar „State of PR 2026“ vom 15.04.2026, auf dem Christina Eurich, Daniel Blank und Charlott Goldstein zu sehen sind.

On Demand: State of PR 2026


Apr 15, 2026

Welche Herausforderungen erwarten KommunikatorInnen 2026?

Das Webinar „State of PR 2026“ bot Einblicke in die Ergebnisse der internationalen State of PR 2026-Studie, die von Meltwater und We. Communications durchgeführt wurde. Die gemeinsame Analyse richtet den Fokus auf zentrale Herausforderungen und kommende Trends in der PR-Branche. Christina Eurich (Regional Marketing Lead DACH, Meltwater), Daniel Blank (Head of Digital Innovation EMEA, We. Communications) und Charlott Goldstein (Senior Solutions Consultant, Meltwater) haben in 60 Minuten praxisnahe Lösungsansätze für KommunikatorInnen beleuchtet.

Inhalt

Die Webinar-Aufzeichnung: State of PR 2026

Infografik „Ressourcenmangel bleibt die größte Herausforderung“. Ein Balkendiagramm zeigt fehlende Ressourcen als häufigstes Problem in PR und Kommunikation, gefolgt von ROI-Nachweisen und Stakeholder-Management. Ein Kreisdiagramm zur Budgetentwicklung 2026 zeigt, dass Budgets meist gleich bleiben oder sinken.

Ressourcenmangel: Effizienzsteigerung ist entscheidend

Eines der Hauptthemen war der zunehmende Druck auf PR-Teams, trotz stagnierender Budgets bessere Ergebnisse zu liefern. Christina Eurich betonte, dass 80 % der von ihnen befragten PR-Verantwortlichen keine Budgeterhöhungen bis 2026 erwarten. Ebenso bemerkte sie, dass nur ein Drittel der Befragten die Kontrolle über ihre PR-Budgets hat – die meisten Entscheidungen werden von CEOs oder CMOs getroffen.

Teams stehen unter Druck, bessere Ergebnisse zu erzielen, allerdings ohne dass die Investitionen erhöht werden.

– Christina Eurich

Ein zentraler Ansatzpunkt war hier der strategische Einsatz von KI, um Zeitfresser zu eliminieren und Effizienzpotenziale auszuschöpfen.

Infografik mit dem Titel „PR misst noch immer Aktivität statt Wirkung“. Ein Kreisdiagramm zeigt die wichtigsten PR-Kennzahlen wie Medienplatzierungen, Reichweite, Social Media Engagement und Website-Traffic. Die Grafik verdeutlicht, dass häufig gemessene Metriken zwar einfach zu erfassen sind, aber wenig über den tatsächlichen Unternehmenserfolg aussagen.

Erfolgsmessung und der notwendige Wechsel der KPIs

Daniel Blank von We Communications legte dar, wie veraltet viele gängige KPIs in der PR sind, darunter „die schiere Anzahl der Nennungen“ und „die kumulierte Anzahl an Reichweite“.

Die schiere Anzahl der Nennungen allein sagt ja noch nichts über die Qualität und über die Wirkung aus.

– Daniel Blank

Er unterstrich, dass PR-Teams ihre Erfolgsmessung von Aktivitätskennzahlen hin zu wirkungsorientierten Metriken und deren direkter Verknüpfung mit Unternehmenszielen umstellen müssen. Christina Eurich schlug vor, quartalsweise PR-Pläne zu entwickeln, die speziell auf die Sprache und Ziele der Führungsebene zugeschnitten sind.

Erstellt quartalsweise PR-Pläne, deren Ergebnisse und KPIs enger mit den Unternehmenszielen verknüpft sind.

– Christina Eurich

KI als transformative Kraft in der PR

Die Rolle von künstlicher Intelligenz (KI) wurde in der Diskussion als eines der wichtigsten Themen für den Fortschritt in der PR herausgestellt. Daniel Blank erklärte, dass KI mittlerweile ein Standard im PR-Bereich ist und der Fokus sich auf die Nutzung verlagert hat, nicht mehr auf die Frage der Akzeptanz.

Die Diskussion ist überhaupt nicht mehr, nutzt Du's oder nutzt Du's nicht, sondern wie nutzt Du's?

– Daniel Blank

Charlott Goldstein von Meltwater zeigte anschließend anhand einer Plattform-Demonstration, wie KI praktisch in der PR eingesetzt werden kann: von der Medienbeobachtung über analytischen Datenerfassung bis hin zur automatisierten Berichterstellung.

Meltwaters proprietäre KI „Mira“ hebt sich durch aktuelle Daten hervor und hilft bei der Effizienzsteigerung, indem sie relevante Inhalte zusammenfasst und tiefergehende Einblicke liefert.

Charlott betonte zudem die wachsende Bedeutung von „Generative Engine Optimization“ (GEO) – die Sichtbarkeit von Marken und Kampagnen in KI-gesteuerten Such-Antworten. Marken müssen gezielt darauf hinarbeiten, in diesen Ergebnissen präsent zu sein, um Einfluss zu nehmen.

Regionaler Unterschied bei KI-Adoption und rechtliche Grauzonen

Daniel Blank hob hervor, dass Europa bei der KI-Adoption hinterherhinkt, was größtenteils auf Datenschutzbedenken und gesetzliche Vorschriften wie die DSGVO zurückzuführen ist.

„Die EU KI-Verordnung stellt strenge Anforderungen, und ein gutes Drittel der Unternehmen hat noch keine klaren Richtlinien hierzu. Damit bewegen sich diese Firmen in einer rechtlichen Grauzone.“

Das Fazit lautet: Unternehmen müssen dringend Richtlinien für den KI-Einsatz entwickeln und deren rechtliche Konformität sicherstellen.

Social Listening und proaktive Strategien

Ein weiteres Schlüsselthema war das datenbasierte Social Listening, mit dem PR-Teams proaktiver auf Trends und Krisen reagieren können. Christina Eurich enthüllte eine große Lücke in diesem Bereich: Mehr als die Hälfte der PR-Teams nutzt derzeit keine entsprechenden Programme.

Setzt ein proaktives und datenbasiertes Listening-Programm auf, statt in Silos zu arbeiten.

– Christina Eurich

Es wurde empfohlen, Plattformen wie die Lösung von Meltwater zu nutzen, die Social Listening mit Medienbeobachtung in einer einzigen Oberfläche vereinen und auf diese Weise das sogenannte „Tool-Hopping“ minimieren.

Praktische Lösungen und Plattform-Demonstration

Charlott Goldstein rundete die Sitzung mit einer praktischen Demonstration der Meltwater-Plattform ab. Sie zeigte, wie PR-Fachleute Daten aus Medien-, Social- und Corporate-Inhalten miteinander verknüpfen können, um eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln. Wichtige Funktionen umfassen:

  • Brand-Snapshots: Vorlagen für Markenanalysen, die auf Indikatoren wie Erwähnungen und Stimmungen basieren.
  • Visuelle Datenanalyse: Trends und Einflussfaktoren visuell aufbereitet, um strategisch schnelle Entscheidungen zu treffen.
  • Medienkontakte und LLM Tracking: Zugriff auf Medienkontakt-Datenbanken und die Möglichkeit, die Auswirkung klassischer PR-Initiativen auf KI-generierte Inhalte zu analysieren.

Meltwater vereint all diese Komponenten möglichst in einer Plattform, sodass man kein „Tool-Hopping“ mehr betreiben muss.

– Charlott Goldstein

Charlott betonte, dass Meltwater durch Schulungen und professionelle Unterstützung sicherstellt, dass Teams die Plattform optimal nutzen können.

Fazit: Proaktives und effektives Arbeiten mit PR-Kennzahlen und KI

Grafik „5 Empfehlungen für PR im Jahr 2026“. Die Liste empfiehlt: Erfolgsmessung auf Business Impact ausrichten, Sprache der Führungsebene sprechen, KI gezielt in Workflows einsetzen, PR-Einfluss in KI-Systemen stärken und datenbasierte Media- und Social-Listening-Programme aufbauen.

Die Diskussion betonte das übergreifende Leitmotiv der besseren Abstimmung zwischen PR und Führungsebene, PR und Marketing sowie zwischen menschlicher Kreativität und künstlicher Intelligenz.

Für PR-Fachleute stellen diese fünf Hauptempfehlungen der ReferentInnen folgende Schlüsselpunkte dar:

  1. KPIs modernisieren: Erfolgskennzahlen sollen stärker auf Wirkung statt auf Aktivität ausgerichtet werden.
  2. Führungskommunikation optimieren: PR-Strategien und Berichte besser an die Sprache und Prioritäten der Führungsebene anpassen.
  3. KI intelligent einsetzen: KI strategisch integrieren und für Zeitersparnis bei Routineaufgaben nutzen.
  4. Generative SEO steuern: Die Sichtbarkeit der Marke in KI-gesteuerten Suchergebnissen sichern.
  5. Social Listening implementieren: Datenbasiertes Social Listening nutzen, um Trends und Krisen aktiv zu gestalten.

Abschließend gab Christina Eurich den TeilnehmerInnen mit auf den Weg, dass die PR-Arbeit sich 2026 stärker darauf konzentrieren muss, nicht nur zu berichten, was passiert, sondern aktiv zu gestalten, was als Nächstes geschieht.

Der State of PR Report 2026 zum Download

Hier findet ihr den globalen State of PR Report sowie eine seperate Version für den deutschsprachigen Raum mit der Auswertung der 40 Fragen zum kostenlosen Download:

Über Daniel Blank

Daniel Blank von We. Communications

Daniel Blank verantwortet die digitalen und Marketing-Services sowie die KI-Angebote, Trainings und Services von We. Communications in der EMEA-Region. Als ausgebildeter Journalist verfügt er über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Medien, digitalem Marketing und Kommunikation. Er berät Kunden in ganz Europa zu integrierten Marketingkampagnen, Media Relations und Kommunikationsstrategien sowie zu Social Media Aktivitäten und digitalem Brand Management.

Über Charlott Goldstein

Charlott Goldstein, Solutions Consultant bei Meltwater

Mit über acht Jahren Erfahrung im Bereich Media und Social Intelligence unterstützt Charlott Goldstein Unternehmen dabei, individuelle Lösungen zu entwickeln, interne Prozesse zu optimieren und reibungslose Plattformwechsel umzusetzen. In ihrer aktuellen Rolle als Senior Solutions Consultant bei Meltwater arbeitet sie an der Schnittstelle von Strategie, Technologie und Kundenerfolg.

Was Charlott antreibt, ist ihre Leidenschaft für praxisorientierte Lösungen, internationale Zusammenarbeit und messbare Ergebnisse. Ihre akademische Laufbahn führte sie in die USA, wo sie unter anderem an der Ohio State University studierte. Nach einem längeren Aufenthalt auf der Südhalbkugel lebt sie heute ihren Traum von einer globalen Karriere in einem dynamischen Umfeld.

Über Christina Eurich

Christina Eurich von Meltwater

Christina Eurich ist gelernte Diplom-Finanzwirtin & Soziologin und seit über acht Jahren im SaaS Marketing tätig. Seit 2022 ist sie für das DACH-Marketing bei Meltwater verantwortlich und nutzt ihre B2B-Erfahrung, um eine erfolgreiche Marketing-Strategie für die Mid Market und Enterprise-Segmente auf- und umzusetzen.