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Cover Foto für das On-Demand-Webinar „Von SEO zu GEO: Was sich wirklich ändert“ vom 25.02.2026. Auf dem Bild sind die Speakerinnen Christina Eurich, Saskia Sarışın und Charlott Goldstein mit Porträt-Fotos abgebildet.

On Demand: Von SEO zu GEO: Was sich wirklich ändert


Feb 26, 2026

GEO-Praxis-Einblicke vom Meltwater Marketing-Team

Generative KI verändert die digitale Sichtbarkeit grundlegend. Während SEO auf Rankings und Klicks in klassischen Suchmaschinen abzielt, erweitert GEO (Generative Engine Optimization) den Fokus auf Erwähnungen, Zitierungen und Markenautorität in KI-Systemen wie ChatGPT, Copilot oder Gemini.

Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse des Meltwater-Webinars „Von SEO zu GEO: Was sich wirklich ändert“ zusammen – moderiert von Christina Eurich (Regional Marketing Lead DACH) mit Einblicken von Saskia Sarişin (Head of Global SEO) und Charlott Goldstein (Solutions Consultant). Sie zeigen, warum KI-Sichtbarkeit geschäftskritisch wird, welche sechs GEO-Säulen entscheidend sind und welche konkreten Schritte Marketing- und Content-Teams jetzt gehen sollten.

Inhalt

Die Webinar-Aufzeichnung

Warum wird KI-Sichtbarkeit jetzt geschäftskritisch?

Die Entwicklung ist eindeutig: Einige Websites verzeichnen seit Mitte 2024 einen achtfachen Anstieg des Referral Traffics aus LLMs. 58 % der VerbraucherInnen nutzen generative KI für Produktempfehlungen, im Jahr 2023 waren es noch 25 %. Außerdem weisen NutzerInnen, die über LLMs auf Websites gelangen, eine höhere Kaufwahrscheinlichkeit auf.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Qualität der Anfragen. User kommen mit konkreten und oft kaufnahen Fragen in KI-Chats. Sie erhalten kuratierte, glaubwürdig wirkende Antworten inklusive Quellenangaben.

Die zentrale Frage lautet daher: Taucht eure Marke in diesen Antworten auf und wird sie zitiert?

SEO und GEO: Wo liegt der Unterschied?

SEO zielt darauf ab, in klassischen Suchmaschinen zu ranken, primär über Keywords, Positionen und Klicks.

GEO hingegen fokussiert sich auf:

  • Erwähnungen in KI-Antworten
  • Zitierungen der eigenen Inhalte
  • Markenautorität in generativen Suchsystemen

Die Metriken verschieben sich. Statt nur Click Through Rate und Rankingposition zählen zunehmend AI Mentions, AI Citations und Impressions.

Auch der Content-Fokus verändert sich weg von rein keywordgetriebenen Landing Pages zu dialogorientierten Inhalten. Heute zählt die Long Tail Logik statt generischer Keywords und der Schwerpunkt liegt eher auf externen Quellen und Earned Media.

GEO ersetzt SEO nicht, sondern erweitert es.

Saskia Grote, Head of Global SEO

Die sechs GEO-Säulen

Erfolgreiche KI-Sichtbarkeit basiert auf einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  1. Owned Content: Evergreen Content (Blogs, Reports, Whitepaper), die für LLM-Lesbarkeit optimiert sind.
  2. On-Page Optimierung: Klare Struktur, Schema, Metadaten und natürliche Formulierungen zur Verbesserung der Lesbarkeit durch KI.
  3. Backlinks und Erwähnungen: Glaubwürdige Zitate von vertrauenswürdigen Domains: LLMs legen Wert auf vernetzte Expertise.
  4. Vertrauen und Transparenz: Autorenprofile, Veröffentlichungsdaten und Quellenangaben erhöhen die Glaubwürdigkeit.
  5. User Generated Content (UGC): Rezensionen, Forenbeiträge, Reddit Diskussionen und Social Proof beeinflussen, wie KI Marken einordnet.
  6. Social Media Präsenz: Erwähnungen und Diskussionen in sozialen Netzwerken fließen ebenfalls in die KI-Wahrnehmung ein.

GEO ist also kein Einzelhebel, sondern ein System.

Infografik „Die 6 GEO-Säulen“ mit den Bereichen Owned Content, On-Page-Optimierung, Backlinks & Erwähnungen, Vertrauen & Transparenz, UGC sowie Social Media Präsenz – als strategische Grundlagen für Generative Engine Optimization (GEO).

Welche GEO-Basics müssen bei der Content-Erstellung beachtet werden?

Allgemeine GEO-Grundlagen

  1. Struktur schafft Kontext: Arbeitet mit klaren Überschriften, Bulletpoints und Schema-Markup.
  2. Startet mit der Lösung: Beginnt Abschnitte mit einer präzisen, klaren Kernaussage.
  3. Stärkt eure Glaubwürdigkeit: Zitiert vertrauenswürdige Quellen und ExpertInnen.
  4. Bleibt aktuell: Aktualisiert regelmäßig Zahlen, Daten und Beispiele.
  5. Verknüpft relevante Entitäten: Stellt Verbindungen zwischen Marken, Tools und Personen her.

Formulierungs-Grundlagen

  1. Verwendet kurze, sachliche Absätze, die auch für sich allein verständlich sind.
  2. Fügt thematisch passende Begriffe ein, z.B. „AI Marketing Automation“ und „Predictive Analytics“.
  3. Schreibt im Q&A- oder Snippet-Stil, damit Inhalte schnell erfassbar sind.
  4. Nutzt Zeitangaben, z.B. „Stand 2026“, um Aktualität zu signalisieren.
  5. Verzichtet auf unnötige Fülltexte: Setzt auf Klarheit, Kontext und Glaubwürdigkeit.

FAQ-Grundlagen

  1. Erstellt FAQ-Bereiche mit natürlich klingenden Fragen, z.B.: „Wie verändert KI das Marketing im Jahr 2026?“ oder „Was sind die wichtigsten SEO-Veränderungen in diesem Jahr?“
  2. Nutzt das FAQPage-Schema-Markup, um eure Sichtbarkeit zu erhöhen.
  3. Haltet Antworten kurz und zitierfähig, idealerweise zwei bis drei Sätze.

Warum wird Schema Markup immer wichtiger?

Schema Markup hilft, Maschinen zu verstehen, was ein Inhalt ist. Relevante Typen sind unter anderem:

Organization Schema:

Gut für die Homepage, About, Company Pages. Hilft dabei, mehr Infos über die Firma, die hinter der Website steht, mitzugeben.

Beispiel: Meltwater Homepage, About Page

HowTo:

Für Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder prozessgetriebene Guides verwenden. Ideal für Inhalte nach dem Muster „So erstellt man …“ oder „So analysiert man…“, die geordnete/nummerierte Anweisungen enthalten.

Beispiel: Was ist Seeding? In 7 Schritten zum erfolgreichen Content Seeding

VideoObject:

Auf Landing Pages, Blogartikeln oder Produktseiten einbinden, die ein eigenes Video enthalten, das ein Konzept erklärt oder die Plattform demonstriert.

Beispiel: Blogartikel: Social Media Marketing Pillar Blog → Explainer Video „How To Use Social Media To Promote Your Business”

FAQPage:

Verwenden, wenn eine Reihe klar formulierter Fragen mit kurzen, sachlichen Antworten vorliegt, z.B. eine Sektion am Ende der Seite mit „Häufig gestellten Fragen“.

Beispiel: Blogartikel: LLM-Sentimentanalyse: Vollständiger Guide & ImplementierungFAQ-Sektion am Ende

BlogPosting:

Teil vom Article Schema und ideal für generell alle Blogartikel. Wichtige Properties sind:

  • Titel (headline)
  • Autor (author)
  • Veröffentlichungsdatum (datePublished)
  • Aktualisierungsdatum (dateModified)
  • Featured Image (image)
  • Beschreibung (description)
  • Hauptinhalt der Seite (mainEntityOfPage)

Diese strukturierten Daten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, korrekt interpretiert und zitiert zu werden, ohne dass sich das sichtbare Layout verändert.

Was ist der Unterschied zwischen KI-Erwähnungen und KI-Citations?

Ein entscheidender Unterschied in der GEO Strategie besteht darin, zwischen Erwähnungen und KI-Citations zu unterscheiden:

Wird eure Marke in Antworten erwähnt oder wird eure Website als Quelle genutzt?

Oft stammen Quellen nicht von der Marke selbst, sondern von Vergleichsseiten oder Drittanbietern. Eine starke Eigenkommunikation allein reicht daher nicht aus. Externe Autorität ist entscheidend.

Wieso ist das Monitoring der KI-Sichtbarkeit wichtig?

Dank GEO entstehen neue KPIs wie

  • AI Mentions
  • AI Citations
  • Sentiment in LLM-Antworten
  • Häufig zitierte Quellen
  • Key Message Penetration

Das manuelle Monitoring einzelner Prompts ist nicht skalierbar. Automatisierte Lösungen wie die Meltwater GenAI Lens ermöglichen es euch, regelmäßig zu prüfen, wie sich eure Sichtbarkeit in den LLMs verändert, welche Narrative dominieren und wo eure Wettbewerber an Präsenz gewinnen. So wird die strategische Steuerung und tatsächliche GEO-Arbeit mit einem messbaren Impact möglich.

Welche Auswirkungen hat das Zero Click Phänomen?

Immer häufiger hört man, dass Unternehmen aufgrund der AI Overviews weniger Website BesucherInnen erhalten. Laut SEO Südwest halbieren Google AI Overviews die Klicks auf Suchergebnisse sogar.

Top of Funnel Inhalte verlieren also Klicks, weil Antworten direkt in AI Overviews oder LLM Chats erscheinen.

Das muss aber nicht zwangsläufig negativ sein, denn der verbleibende Traffic ist oft qualifizierter. Weniger Klicks bedeuten also nicht automatisch weniger Leads, sondern können sogar zu höheren Conversion Rates führen.

Was bedeutet GEO für die Marketingstrategie?

GEO betrifft nicht nur einzelne Blogartikel, sondern alle Inhalte, die wir veröffentlichen oder mitgestalten.

KI Systeme wie ChatGPT, Copilot oder Gemini greifen auf unterschiedlichste Quellen zurück, um Marken einzuordnen, Inhalte zu zitieren oder Empfehlungen auszusprechen. Deshalb zahlt jedes Asset auf eure Sichtbarkeit und Positionierung ein.

GEO betrifft alle Content Typen:

  • Landing Pages
  • Reports und Whitepaper
  • Webinare und Event-Inhalte
  • Guides
  • Social Media Posts
  • Newsletter

Auch externe Inhalte spielen eine wichtige Rolle:

  • Earned Media
  • Co Brandings
  • Geteilte Inhalte und Erwähnungen, z.B. auf LinkedIn
  • Backlinks und Medienberichte

Jedes veröffentlichte Asset beeinflusst, wie KI-Systeme unsere Marke verstehen, bewerten und darstellen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

GEO ist kein isoliertes SEO-Thema, sondern eine strategische Querschnittsaufgabe.

Bevor neuer Content entsteht, sollten sich folgende Teams eng abstimmen:

  • Content Team
  • Field Marketing
  • Digital Team

Wichtige Abstimmungspunkte vor der Content Erstellung:

  • Relevante Keywords, Prompts und Themenfelder
  • Potenzial für Crosslinks und Backlinks
  • Integration von Reviews, Testimonials, Kundenzitaten und UGC
  • Konsistente Brand Voice über alle Kanäle hinweg
  • Aufbau thematischer Autorität intern wie extern

Ziel ist eine klare, wiedererkennbare Positionierung, die sowohl für Suchmaschinen als auch für KI-Systeme konsistent und glaubwürdig ist.

Was bedeutet GEO für Field Marketing Teams?

Für Field Marketing Teams endet die Strategie nicht beim Event selbst.

Wenn ihr ein Webinar oder eine Kampagne plant, denkt über das einzelne Format hinaus und betrachtet das gesamte Content Ökosystem.

GEO Denkweise bei der Event-/ Webinar-Planung:

  • Strategische Integration relevanter Keywords und Prompts in Webinar Inhalte
  • Fokus auf How to-Themen und First Party Daten, da diese sowohl in SEO als auch in GEO besonders gut performen
  • Bewusst zitierfähige Aussagen einbauen, die später weiterverwendet werden können
  • Inhalte transkribieren und für Blogartikel, Guides oder Newsletter adaptieren

Jede Kampagne kann mehrere GEO optimierte Content Assets hervorbringen. Diese Mehrfachverwertung sollte von Anfang an eingeplant werden.

Was bedeutet GEO für Content Marketing Teams?

Für Content Marketing Teams bedeutet GEO vor allem strategische Weiterentwicklung und nicht nur die Optimierung einzelner Texte.

Strategische Aufgaben im GEO-Content:

  • Neue Content-Formate identifizieren, die in LLMs gut performen
  • Bestehende Assets gezielt für mehr GEO-Impact überarbeiten
  • Branchen, Themen und Keywords priorisieren, die aus SEO- und GEO-Perspektive besonders relevant sind
  • Technische Formate wie Schema Markup prüfen und einsetzen
  • Sicherstellen, dass jedes Asset konsequent auf unsere Keyword- und Autoritätsstrategie einzahlt

Wer GEO strategisch denkt, plant Content nicht isoliert, sondern als Teil eines vernetzten und langfristigen Sichtbarkeitskonzepts.

Wie sehen konkrete Schritte für die GEO-Optimierung aus?

Generell gilt: Das Grundprinzip bleibt gleich. Ihr müsst NutzerInnen die besten, relevantesten Antworten und Lösungen für ihre Fragen und Probleme bieten.

SEO bleibt wichtig, aber GEO erweitert die Sichtbarkeit in KI-Suchlandschaften

Legt den Fokus eures Contents auf Antworten, Zitate und Struktur, nicht nur auf Keywords.

Monitort neue KPIs wie KI-Erwähnungen und -Zitierungen.

Nächste Schritte:

  • GEO-Check eurer Top-Inhalte (Nutzt die Content Checkliste im Anhang)
  • Check und Hinzufügen von strukturierten Daten (Schema)
  • Tools ausprobieren (z. B. ChatGPT/Perplexity für Testfragen; GenAI Lens für automatisiertes Monitoring)

GEO-Checkliste und Präsentation

Hier könnt ihr euch die GEO-Checkliste und Präsentation aus dem Webinar herunterladen:

Über Saskia Sarişin

Saskia Sarişin, Head of Global SEO bei Meltwater

Saskia Sarişin ist Head of Global SEO bei Meltwater und verfügt über fast zehn Jahre Erfahrung im Bereich Suchmaschinenoptimierung. In ihrer Rolle verantwortet sie die Entwicklung und Umsetzung internationaler SEO-Strategien und hat mehrfach bewiesen, wie wirkungsvoll datengetriebene Maßnahmen die digitale Sichtbarkeit von Unternehmen steigern können. Ihr Fokus liegt darauf, organische Reichweite nachhaltig auszubauen, Markenreputation zu stärken und SEO als strategischen Hebel im digitalen Marketing zu etablieren.

Über Charlott Goldstein

Charlott Goldstein, Solutions Consultant bei Meltwater

Mit über acht Jahren Erfahrung im Bereich Media und Social Intelligence unterstützt Charlott Goldstein Unternehmen dabei, individuelle Lösungen zu entwickeln, interne Prozesse zu optimieren und reibungslose Plattformwechsel umzusetzen. In ihrer aktuellen Rolle als Solutions Consultant bei Meltwater arbeitet sie an der Schnittstelle von Strategie, Technologie und Kundenerfolg.

Was Charlott antreibt, ist ihre Leidenschaft für praxisorientierte Lösungen, internationale Zusammenarbeit und messbare Ergebnisse. Ihre akademische Laufbahn führte sie in die USA, wo sie unter anderem an der Ohio State University studierte. Nach einem längeren Aufenthalt auf der Südhalbkugel lebt sie heute ihren Traum von einer globalen Karriere in einem dynamischen Umfeld.