Weiter zum Inhalt
logo
Grafik zur On-Demand-Aufzeichnung des Meltwater-Webinars „So stellt Rhenus die logistischen Weichen für KI in der PR“. Abgebildet sind die Speakerinnen Christina Eurich (Meltwater), Julia Völzke und Irina Usanin (beide Rhenus) mit Portraitfotos. Die Aufzeichnung stammt vom 07.07.2026.

On Demand: So stellt Rhenus die logistischen Weichen für KI in der PR


Jul 7, 2026

Praxisbeispiel: Wie Rhenus bestehende Kommunikationsdaten mit KI strategisch nutzbar macht.

Im Webinar „So stellt Rhenus die logistischen Weichen für KI in der PR“ haben Julia Völzke (Head of Global Media Relations & Reputation Management bei Rhenus) und Irina Usanin (Press Coordinator/ PR‑Manager bei Rhenus) gemeinsam mit Christina Eurich (Head of Marketing DACH bei Meltwater) gezeigt, wie KI qualitative Medienanalysen, Wettbewerbsbeobachtung und Reputationsanalysen in der PR unterstützt. Der größte Mehrwert entsteht durch hochwertige Daten, klar definierte Monitoring-Suchen und die Kombination aus KI-gestützten Analysen und menschlicher Expertise.

Inhalt

Die Webinar-Aufzeichnung

Künstliche Intelligenz verändert die Kommunikationsarbeit. Doch der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, ob Unternehmen KI einsetzen, sondern wie.

In unserem Webinar zeigte das Kommunikationsteam von Rhenus, wie KI bereits heute fester Bestandteil der täglichen Kommunikationsarbeit ist.

Julia Völzke und Irina Usanin haben gezeigt, wie sich qualitative Medienanalysen automatisieren lassen, welche Rolle eine saubere Datenbasis spielt und wie KI die strategische Arbeit von PR-Teams ergänzt.

Die größte Herausforderung: Wie leisten PR-Teams mehr mit weniger Ressourcen?

Vier zentrale Entwicklungen, die die PR 2026 prägen:

Handlungsfeld Wichtigste Erkenntnis
Ressourcen Erwartungen steigen, zusätzliche Investitionen bleiben aus.
Erfolgsmessung Der Fokus liegt weiterhin auf Output statt Business Impact.
Führungsebene PR braucht mehr strategische Priorität und Unterstützung.
Einsatz von KI Viele zeitintensive Aufgaben könnten bereits automatisiert werden.

Die Ergebnisse des State of PR 2026 Reports zeigen ein klares Bild: Kommunikationsabteilungen stehen unter wachsendem Druck. Während Budgets und Teams häufig stagnieren, steigen die Erwartungen an PR kontinuierlich. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, den Beitrag der Kommunikation zum Unternehmenserfolg messbar zu machen und die Führungsebene strategischer einzubinden.

Künstliche Intelligenz bietet hier enormes Potenzial. Sie spart nicht nur Zeit bei wiederkehrenden Aufgaben, sondern hilft auch dabei, aus großen Datenmengen schneller strategische Erkenntnisse zu gewinnen.

Wie unterscheiden sich die Meltwater-Analysen von Copilot, ChatGPT & Co.?

Ein zentrales Learning aus dem Webinar ist, dass die Qualität der Ergebnisse maßgeblich von der Qualität der Datenbasis abhängt.

Statt öffentliche KI-Modelle mit allgemeinen Fragen zu füttern, arbeitet Rhenus mit bereits definierten und bereinigten Media Monitoring-Suchen. Dadurch analysiert die KI ausschließlich relevante Berichterstattung und lässt z.B. gleichnamige Unternehmen oder irrelevante Treffer außer Acht.

So entstehen belastbare Analysen, auf deren Basis Kommunikationsentscheidungen getroffen werden können.

Use Case 1: Wie wird aus einem klassischen PR-Report eine qualitative Medienanalyse?

Reichweite, Erwähnungen und Sentiment bleiben wichtige KPIs. Sie beantworten jedoch nur einen Teil der entscheidenden Fragen.

Rhenus nutzt KI, um monatliche Medienanalysen automatisch um qualitative Erkenntnisse zu ergänzen. Statt ausschließlich Kennzahlen zu betrachten, liefert die Analyse Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Themen dominieren die Berichterstattung?
  • Welche Unternehmensbotschaften werden besonders häufig aufgegriffen?
  • Welche Narrative entwickeln sich aktuell?
  • Welche Chancen oder Risiken zeichnen sich frühzeitig ab?

Dadurch entwickelt sich das Reporting von einer reinen Datensammlung zu einer fundierten Entscheidungsgrundlage für die Kommunikationsstrategie.

Use Case 2: Wie liefert KI strategischen Mehrwert für Wettbewerbsanalysen?

Dasselbe Prinzip nutzt das Team auch für die Wettbewerbsbeobachtung.

Die KI analysiert, welche Themen Wettbewerber aktuell besetzen, welche Narrative besonders präsent sind und wie sich die eigene Medienpräsenz im Vergleich entwickelt.

Besonders wertvoll wird dieser Ansatz, wenn die KI Themen identifiziert, die Wettbewerber erfolgreich besetzen, während sie in der eigenen Kommunikation bislang kaum vorkommen. So entstehen konkrete Impulse für zukünftige Inhalte und Positionierungen.

Use Case 3: Wie unterstützt KI Reputationsanalysen vor Partnerschaften?

Auch vor möglichen Kooperationen oder Partnerschaften unterstützt KI den Rechercheprozess.

Für potenzielle Partner wird eine individuelle Mediensuche angelegt, die anschließend automatisch ausgewertet wird. Innerhalb kurzer Zeit erhält das Kommunikationsteam einen strukturierten Überblick über Reputation, öffentliche Wahrnehmung und relevante Medienthemen.

Aufgaben, die früher viel manuelle Recherche erforderten, lassen sich dadurch deutlich schneller erledigen, ohne auf Qualität zu verzichten.

Ersetzt KI PR-Expert:innen?

Ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Webinar: KI trifft keine Kommunikationsentscheidungen.

Die Interpretation der Ergebnisse, die Einordnung aktueller Entwicklungen und die Ableitung strategischer Maßnahmen bleiben Aufgaben erfahrener Kommunikationsteams.

KI übernimmt vor allem die zeitaufwendige Analyse großer Datenmengen und schafft Freiräume für strategische Arbeit.

Wie gelingt ein erfolgreicher KI-Workflow im Kommunikationsalltag?

Die Erfahrungen von Rhenus zeigen: Der Mehrwert entsteht nicht allein durch den Einsatz von KI, sondern durch einen klar definierten Prozess.

Dazu gehören:

  • eine saubere und relevante Datenbasis,
  • klar definierte Monitoring-Suchen,
  • nachvollziehbare Analyseprozesse und
  • die Kombination aus KI-gestützten Erkenntnissen und menschlicher Expertise.

Wer diese Grundlagen schafft, kann Reporting, Wettbewerbsanalysen und Reputationsmanagement deutlich effizienter gestalten und gleichzeitig tiefere Einblicke gewinnen.

Fazit: Was können Kommunikator:innen aus dem Beispiel von Rhenus mitnehmen?

KI entwickelt sich zunehmend vom Experiment zur festen Unterstützung im Kommunikationsalltag.

Sie hilft PR-Teams dabei,

  • schneller Muster zu erkennen,
  • qualitative Erkenntnisse aus großen Datenmengen zu gewinnen und
  • fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Das Beispiel von Rhenus zeigt: Der größte Mehrwert entsteht dort, wo KI auf hochwertige Daten trifft und Kommunikator:innen die Ergebnisse strategisch einordnen.

Über Julia Völzke

Julia Völzke, Head of Global Media Relations & Reputation Management bei Rhenus

Julia Völzke verantwortet seit September 2024 die Abteilung Global Media Relations & Reputation Management der Rhenus Gruppe. Nachdem das Unternehmen bis Anfang 2023 eher zurückhaltend kommuniziert hatte, öffnet sie nun gemeinsam mit ihrem internationalen Team die Rhenus-Welt für Journalist*innen. Auf der sprichwörtlichen grünen Wiese hat sie den Bereich Media Relations aufgebaut und zudem Data-PR sowie das Reputations- und Krisenmanagement maßgeblich weiterentwickelt.

Über Irina Usanin

Irina Usanin, Press Coordinator/ PR‑Manager bei Rhenus

Irina Usanin ist seit Anfang 2025 als Press Coordinator und PR Managerin bei der Rhenus Group tätig. Neben ihrer Verantwortung für die internationale Medienarbeit und die strategische Positionierung des Unternehmens in der Türkei und Zentralasien liegt ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit auf datengetriebener Kommunikation und der Integration von Künstlicher Intelligenz in PR-Prozesse. Sie erarbeitet Ansätze, um Media Monitoring, Reporting und strategische Kommunikationsanalysen mithilfe von KI weiterzuentwickeln und die Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen messbarer zu machen.

Über Christina Eurich

Christina Eurich von Meltwater

Christina Eurich ist gelernte Diplom-Finanzwirtin & Soziologin und seit über acht Jahren im SaaS Marketing tätig. Seit 2022 ist sie für das DACH-Marketing bei Meltwater verantwortlich und nutzt ihre B2B-Erfahrung, um eine erfolgreiche Marketing-Strategie für die Mid Market und Enterprise-Segmente auf- und umzusetzen.