SOCIAL MEDIA BUZZWORDS (die jeder kennen sollte)

SOCIAL MEDIA BUZZWORDS (die jeder kennen sollte)

Nele Schwarz
31 Juli 2018

Buzzwords for Beginners!

Social Media kann schon manchmal verwirrend sein. Die Social Media Welt hat eine ganz eigene Fachsprache und nahezu täglich kommen neue interessante Wörter dazu. Viele gehen davon aus, dass wir die sogenannten Buzzwords kennen und direkt in unseren täglichen Jargon einbinden. Das ist natürlich einfacher gesagt, als getan. Wir wollen die Social Media Fachsprache mal entwirren und die wichtigsten Modewörter rund um Social Media und Marketing erklären.

A, wie Advertising

Advertising ist weit gefächert. Das geht von der Mediaplanung, über das Budget bis hin zum Retargeting. Wir fangen bei der Mediaplanung an. Die Mediaplanung ist der Planungsprozess für Werbezwecke. Buzzwords sind beispielsweise “Werbeträger” oder “Native Advertising”.

Werbeträger

Werbeträger sind alle Medien, die werbliche Informationen tragen können. Das geht von Print bis hin zu Onlinediensten oder auch TV und Hörfunk.

Mediaselektion

Die Mediaselektion ist nichts anderes, als die Auswahl der Medien, auf denen ihr werben wollt. Das unterscheidet sich nochmal in Inter-Mediaselektion, also die Auswahl einer Werbeträgergruppe und der Intra-Mediaselektion, der Auswahl innerhalb der Gruppe für einen bestimmten Werbeträger.

Ad-Planning

Ads sind Werbeanzeigen und das Ad-Planning ist der Planungprozess der hinter einer Werbeanzeige steht. Das umfasst die Definition der Zielgruppe, der Inhalte und auch das Budget.

Native Advertising

Native Advertising ist eine digitale Werbeanzeige, die kaum von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden ist. Wenn ihr auf so eine Anzeige stößt, denkt ihr wahrscheinlich, dass es ein journalistischer Artikel ist, dennoch ist es eine Form von Werbung und Markenbotschaft.

Mobile Advertising

Mobile Advertising ist Werbung, die auf mobile Endgeräte ausgerichtet ist. Mit Mobile Advertising möchtet ihr den Konsumenten möglichst direkt erreichen.

Mobile First

Mobile First wird meistens im gleichen Atemzug mit Mobile Advertising verwendet, manchmal sogar als Synonym. Diese beiden Buzzwords sind zwar ähnlich, haben aber nicht die gleiche Bedeutung. Während Mobile Advertising, Werbung ist, die den Konsumenten über mobile Endgeräte erreichen soll, ist Mobile First ein komplett neuer Denkansatz, in dem die Darstellung von Websites und das ganze Design auf mobilen Endgeräten, die höchste Priorität hat. Das heißt nichts anderes als, dass wir alle Designfragen in Hinblick auf mobile Geräte beantworten und umsetzen.

Wenn wir jetzt über das Mediabudget nachdenken, also bekannte und fixe Kosten für Werbung mit vorgegebener Zielgröße, dann kommen uns folgende Buzzwords in den Sinn.

Omni-Channel

Omni-Channel bedeutet, dass wir mehrere Kanäle bespielen und uns nicht nur auf einen konzentrieren. Das kann sich in ganz vielen Formen ausdrücken. Im Social Media Bereich wäre das zum Beispiel die Bespielung von mehreren sozialen Netzwerken.

Klickrate

Die Klickrate (Click-Through-Rate oder auch CTR) ist eine Kennzahl, welche die Anzahl der Klicks auf beispielsweise einen Werbebanner im Verhältnis zu den gesamten Impressionen darstellt.

CPC/TKP/CPM

Cost-per-Click (CPC) heißt übersetzt Kosten pro Klick. Tausenderkontaktpreis (TKP) oder auch Cost-per-Mille (CPM) sind auch Kennzahlen zur Abrechnung von Werbeanzeigen. Hierbei wird der Preis für eine Werbeanzeige pro tausend Views angegeben. Diese sind nur einige von vielen weiteren KPI für online Werbeanzeigen.

B, wie Beeinflusser

Mit Beeinflusser sind Influencer gemeint und im weiteren Sinne das Influencer Marketing. Im Influencer Marketing gibt es viele Buzzwords und es kommen fast täglich neue dazu.

Ihr unterscheidet die Influencer in

Macro, Micro, Nano Influencer

Influencer gibt es mittlerweile fast, wie Sand am Meer. Sie werden kategorisiert, um Unternehmen beispielsweise den Entscheidungsprozess zu erleichtern, mit wem sie genau zusammenarbeiten wollen. Der Nano Influencer hat eine sehr begrenzte Reichweite. Er erreicht sein nahes Umfeld, wie Freunde und Familie. Der Micro Influencer erreicht über seine Freunde und Bekannte hinweg noch einige mehr. Die meisten sprechen von Micro Influencern ab einer Reichweite von 500 Follower und kann hochgehen bis zu 10K Follower. Micro Influencer haben meistens eine höhere Engagement-Rate (Achtung Buzzword) von meist bis zu 50%. Das ist ein klarer Vorteil der Micro Influencer gegenüber der Macro Influencer. Mit höherer Anzahl an Followern sinkt die Engagement-Rate oft auf  5-25%.

Manche unterscheiden auch noch in sogenannte Celebrity Influencer. Das sind Beeinflusser, die sich ihre Reichweite nicht über Social Media aufgebaut haben, sondern beispielsweise Schauspieler, die sich im Laufe ihrer Karriere auf Social Media etabliert haben.

Brand Advocate

Der Brand Advocate oder auch der Markenbotschafter ist ein, man kann sagen besserer Influencer. Allerdings unterscheiden viele nicht mehr zwischen den beiden Begriffen. Der Brand Advocate ist mit der Marke und dem Produkt so Feuer und Flamme, dass er sich komplett mit der Message verbunden fühlt. Das wird zwar eigentlich von den Unternehmen vorausgesetzt, leider ist es oftmals dennoch nicht so.

Brand Ambassador

Der Brand Ambassador geht nochmal einen Schritt weiter. Er verkörpert die Corporate Identity des Unternehmens und ist mit dem Unternehmen verbunden.

Thought Leader

Thought Leader sind Meinungsführer. Sie sind Experten auf ihrem Gebiet und auf sozialen Netzwerken gut aufgestellt. Thought Leader sind die Influencer der B2B Szene. Während wir im B2C auch mal auf eine BibisBeautyPalace zurückgreifen, macht das im B2B Bereich meistens weniger Sinn.

Paid Influence

Paid Influence bedeutet, dass ein Influencer dafür bezahlt worden ist, über ein Produkt oder eine Marke zu sprechen.

Word-of-Mouth Marketing

Word-of-Mouth (WoM) bedeutet Mundpropaganda. Word-of-Mouth-Marketing basiert also auf dem Phänomen der Mundpropaganda und versucht diese im Sinne des jeweiligen Unternehmens zu beeinflussen.

C, wie Conversion

CPC/TKP/CPM hatten wir bereits erläutert. Hinzu kommen noch Buzzwords, wie beispielsweise die Conversion Rate.

Conversion Rate

Die Conversion Rate ist ein weiterer KPI aus dem Online Marketing. Gemessen wird das Verhältnis der Besucher einer Website zu Conversions. Was genau diese Conversion ist kann selbst festgelegt sein, es muss nicht zwingend ein Kauf oder eine Transaktion sein.

Traffic

Unter Traffic versteht man die Anzahl der Besucher beispielsweise auf einer Website.

Retargeting

Retargeting ist eine Strategie des Online Marketing. Dabei werden User, die bereits in irgendeinem Kontakt mit der Marke oder dem Produkt standen noch einmal kontaktiert oder mit Werbebannern bespielt. Das kann sich zum Beispiel so ausdrücken, dass ein User bereits durch einen Banner auf dem Lead-Formular war, aber dieses nicht ausgefüllt oder abgeschickt hat. Würden wir jetzt retargeting machen, würden wir diese User noch einmal mit einem Banner bespielen, um nochmal auf uns aufmerksam zu machen.

Geotargeting

Beim Geotargeting definiert jemand seine Zielgruppe nach dem Standort. Dafür wird die IP Adresse des Nutzers zur Ortung verwendet. Damit kann man dann standortbezogene Werbung ausspielen.

Lookalike Audience

Wir haben die Möglichkeiten unsere Werbebanner zum einen an Custom Audiences oder Lookalike Audiences auszuspielen. Custom Audiences werden aus deinen Pixel-Daten, deine mobilen App-Daten oder auch deiner Facebook Fans erstellt. Durch Lookalike Audiences können wir unsere Zielgruppe noch erweitern und haben die Möglichkeit neue Personen zu erreichen, denn sie sind Audiences, die euren Bestandskunden ähneln.

S, wie Social Media

Growth Hacking

Die Idee hinter dem Konzept ist, mit möglich wenig monetären Input maximale Aufmerksamkeit und ein damit einhergehendes Wachstum anzukurbeln.

Social Impressions

Social Impressions zeigen euch, wie oft eure Werbeanzeige auf sozialen Netzwerken ausgespielt und angesehen wurden.

 

Wenn wir beispielsweise Print und Facebook vergleichen, erkennen wir deutlich, dass mit weniger Mediabudget auf Facebook eine fast doppelt so hohe Reichweite (Social Impressions) erzielt werden kann.

Social Media Listening

Beim Social Media Monitoring, oder auch Social Listening genannt, werden die sozialen Medien nach relevanten Informationen durchsucht. Das schließt große Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram, aber auch kleinere Plattformen wie Bewertungsportale, Blogs oder Foren ein, auf denen kommentiert werden kann.  Mit Hilfe von Social Monitoring Tools können Unternehmen sehen, was und wie viel über sie im Netz geredet wird, wie die Reputation sich verhält, wie ihr im Vergleich zu eurer Konkurrenz abschneidet und viele weitere Daten, die gezogen werden können. Ihr könnt mit diesen Daten Trends analysieren oder Insights zu Kundenverhalten herausfinden. Das Ganze passiert mittlerweile vollkommen automatisch und in real-time. Die Analysen werden meistens in Dashboards dargestellt, um die komplexen Inhalte durch visuelle Darstellung einfach verstehen und interpretieren zu können.