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Headergrafik der Interviewreihe „PR im Dialog 2026“, Ausgabe 1 von 9. Abgebildet ist Andy Rowlands, Corporate Communications Director, EMEA bei Accenture, mit Portraitfoto.

PR & Kommunikation

PR im Dialog #1/9: Andy Rowlands (Accenture)


Jan 1, 2026

Andy Rowlands, der bei Accenture die externe Unternehmenskommunikation in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verantwortet, spricht über die Rückkehr des Unternehmens zu Sportpartnerschaften in Europa, den wachsenden Wert menschlicher Fähigkeiten und glaubwürdiger Stimmen in einer von KI geprägten Branche sowie darüber, wie die verlässlichen Daten und Erkenntnisse von Meltwater eine wirkungsvolle Kommunikationsplanung unterstützen.

1. Was war Ihr persönliches PR-Highlight im Jahr 2026?

Mein persönliches Highlight 2026 war zweifellos, Accenture bei der Rückkehr in die europäische Sportwelt zu begleiten, und zwar im Tennis, Golf und Fußball.

Die Bekanntgabe unserer Partnerschaften mit der Women’s Tennis Association und dem Golfverband R&A gehörte für mich zu den Höhepunkten des Jahres. Das lag nicht nur daran, dass ich selbst ein großer Sportfan bin. Die Begeisterung innerhalb des Unternehmens war mindestens genauso groß wie die öffentliche Resonanz. Besonders spannend war es zu sehen, welche neuen Möglichkeiten sich dadurch für den Austausch mit Medien, Kunden und Partnern ergeben haben.

Gemeinsam mit unserer neuen Partnerschaft mit dem englischen Fußballverein Salford City FC und unserer bestehenden Zusammenarbeit mit der NFL verfügen wir nun über ein ausgesprochen spannendes Portfolio. Wir unterstützen die einzelnen Organisationen dabei, ihre Interaktion mit Spielern und Fans neu zu gestalten. Daraus werden sich über viele Jahre hinweg neue Möglichkeiten ergeben, ihre Geschichten zu erzählen.

Ein weiteres Highlight ist für mich immer wieder die Zusammenarbeit mit unserem großartigen Kommunikationsteam auf der ganzen Welt. Es wäre nachlässig, diesen Punkt nicht zu erwähnen.

2. Was könnte Kommunikator:innen in den nächsten zwei Jahren überraschen?

Wir alle haben die Schlagzeilen darüber gesehen, dass KI möglicherweise Einstiegspositionen ersetzen könnte. Viele Unternehmen haben deshalb die Zahl entsprechender Stellen reduziert.

Ich glaube, eine der Überraschungen der kommenden Jahre wird ein Mangel an Fachkräften auf den unteren und mittleren Karrierestufen unserer Branche sein. Die Folgen der zurückhaltenden Einstellungspraxis werden sich mit der Zeit durch sämtliche Erfahrungsstufen ziehen.

Unsere Kommunikationsbranche lebt von neuen, unverbrauchten Ideen. Dafür brauchen wir neue Talente und frische Perspektiven.

Eine zweite, diesmal positive Überraschung wird die Rückkehr von Einstiegspositionen sein. Diese Generation ist mit KI-Tools aufgewachsen und wird die entsprechenden Fähigkeiten ganz selbstverständlich in die Arbeitswelt mitbringen. Dafür wird sie vermutlich mehr Unterstützung bei der Entwicklung ihrer menschlichen als ihrer technischen Fähigkeiten benötigen.

Die erfolgreichsten Kommunikationsprofis werden nicht diejenigen mit dem größten technischen Wissen sein. Es werden diejenigen sein, die über die stärksten persönlichen Netzwerke, das beste Gespür für Geschichten und den Mut verfügen, Dinge auszusprechen, die andere nicht sagen würden.

In einer Welt voller KI-generierter Inhalte wird eine glaubwürdige menschliche Stimme zu einem seltenen und besonders wertvollen Gut. Und wie jeder Ökonom bestätigen wird, steigert Knappheit den Wert.

3. Welche Gedanken haben Sie zum Thema KI in der Kommunikation, denen nicht unbedingt alle Kommunikator:innen zustimmen würden?

Das Tempo und das Ausmaß dessen, was KI in der Kommunikation leisten kann, werden weiter zunehmen. Sie wird Dinge tun können, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.

Diese Aussicht wird einige Menschen begeistern und anderen große Angst machen. Auch in Zukunft wird es in unserer Branche beide Gruppen geben.

Es wird Gegenbewegungen zur KI geben, genauso wie überzeugte Befürworter, die für ihren uneingeschränkten Einsatz werben. Vertrauen und Verantwortung werden deshalb noch wichtiger werden.

Entscheidend wird sein, die richtige Balance zwischen dem zu finden, was KI tun kann, und dem, was sie tun sollte.

4. Was ist der größte Mehrwert, den Ihr Team durch die Nutzung der Meltwater-Plattform erzielt?

Meltwater ist für uns Augen und Ohren zugleich und darüber hinaus eine wahre Goldgrube für Daten.

KI-Tools können bei der Analyse und Aufbereitung von Daten und Erkenntnissen Erstaunliches leisten. Ohne die soliden und glaubwürdigen Informationen, die wir über Meltwater erhalten, wären sie jedoch nutzlos.

Meltwater eröffnet uns neue und wirkungsvollere Möglichkeiten, unsere Daten zu visualisieren. Das hilft uns dabei, neue Trends frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu planen.

Über Andy Rowlands

 Andy Rowlands, Corporate Communications Director, EMEA at Accenture

Andy Rowlands ist ein erfahrener Experte für Unternehmenskommunikation und hat sowohl nationale als auch internationale PR Teams erfolgreich geführt. Er lebt in London und verantwortet derzeit die externe Unternehmenskommunikation in Europa, dem Nahen Osten und Afrika bei Accenture, einem weltweit tätigen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen.

Seine Schwerpunkte liegen in der strategischen Kommunikation, der Medienarbeit und dem Reputationsmanagement in komplexen, multidisziplinären Organisationen. Er hat zahlreiche strategisch bedeutende Projekte erfolgreich geleitet. Dazu zählen die Entwicklung wirkungsvoller Thought Leadership Kampagnen, die Positionierung von Führungskräften auf Vorstandsebene und die Neuausrichtung von Unternehmensmarken.

Vor seinem Wechsel zu Accenture war Andy beim internationalen Planungs- und Beratungsunternehmen Arcadis sowie bei führenden PR-Agenturen tätig. Dazu gehörte Burson Marsteller, wo er sich auf Kundenprojekte in den Bereichen Technologie, Professional Services und Krisenkommunikation spezialisierte.

Andy hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der University of Bath. Er begeistert sich für Technologie und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft, deshalb verfolgt er aktuelle technologische Entwicklungen wie KI und das Metaverse besonders aufmerksam.

Für seine herausragenden Führungsqualitäten wurde Andy mehrfach mit Branchenpreisen ausgezeichnet. Zu den Ehrungen zählen Auszeichnungen für das beste unternehmensinterne Media Relations Team, den besten Einsatz von Thought Leadership und als Corporate Communications Professional of the Year.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Andy aktiv in seiner lokalen Gemeinschaft. Seit mehr als zehn Jahren trainiert er die Fußballmannschaft seines Sohnes beim Hemel Hempstead Town Youth FC. Aktuell freut er sich darauf, das Team in wenigen Wochen im Pokalfinale zum Saisonende zu betreuen.