Seit 15 Jahren veröffentlichen wir unsere Global Digital Reports. Bereits der erste unserer Global Digital Reports hat gezeigt, wie dynamisch sich die digitale Welt entwickelt. Die aktuellen Zahlen bestätigen: Auch 2027 gewinnt die digitale Entwicklung weiter an Dynamik.
Das Beste daran: Unser neuester Report liefert dir alles, was du brauchst, um aktuelle Trends zu verstehen.
Dein kompletter Guide zur digitalen Welt 2027
Der Digital 2027 Global Overview Report – entstanden in Partnerschaft mit We Are Social und Meltwater – bietet dir umfassende Einblicke zur Nutzung digitaler Technologien weltweit.
Mit über 900 Seiten enthält der Report detaillierte Statistiken zu:
- Entwicklung, Zugang und Nutzung des Internets weltweit
- Verbreitung und Nutzung von KI, inklusive Anwendungsbeispiele und Plattformtrends mit LLMs
- Wie sich die Online-Suche entwickelt und welchen Einfluss sie auf den Kaufprozess hat
- Social-Media-Verhalten und bevorzugte Plattformen
- Verbreitung und Nutzung von Mobilgeräten
- E-Commerce-Aktivitäten, inklusive Social-Commerce-Daten
- Digitale Unterhaltung: Online-TV und -Video, Digital-Audio und Games
- Nutzung von Nachrichten über digitale Kanäle
- Online-Marketing: Werbeausgaben und Interaktionen
Wichtige Digital-Trends für 2027
Im Report Digital 2027 findest du unter anderem diese Top-Themen:
- GenAI-Nutzung erreicht einen beeindruckenden Meilenstein
- Die weltweit meistgenutzten KI-Plattformen
- Anzeichen für einen Rückgang bei der Web-Nutzung
- Wichtige Veränderungen bei Suchmaschinen
- Warum Menschen KI nutzen
- Die Rolle von KI im Einkaufsprozess
- Soziale Netzwerke wachsen weiter
- Die Top Social-Plattformen weltweit
- Neue Begeisterung für Sprachsteuerung
- Die Rückkehr der E-Mail
Das ist nur ein Teil: Im vollständigen Report findest du zahlreiche Daten, Trends und Insights. In unserer ausführlichen Analyse gehen wir näher darauf ein – lies einfach weiter.
Die ultimative Sammlung digitaler Daten
Bevor es losgeht, ein großes Dankeschön an unsere großartigen Research-Partner. Sie liefern einen Großteil der Daten, die du in diesem Report findest:
Transparenz-Hinweis
Alle Analysen verfasst Simon Kemp bei Manochi ohne generative KI [Warum spielt das eine Rolle?].
Simon erstellt seit 15 Jahren die Global Digital Reports und kennt die weltweite „Digitallandschaft“ und das Online-Verhalten genau.
Wenn du Simons Analysen regelmäßig verfolgen willst, freut er sich, wenn du auf LinkedIn Kontakt aufnimmst.
⚠️ Wichtige Hinweise
Während du den aktuellen Report liest – und vor allem, wenn du Trends im Zeitverlauf vergleichst – beachte bitte:
- Internationale Sanktionen sorgen dafür, dass GWI in Russland keine Umfragen mehr durchführen kann. Deshalb haben wir die Russland-Zahlen aus den historischen GWI-Daten entfernt, damit die Trendanalyse aussagekräftiger bleibt. Die GWI-Chartwerte in diesem Report berücksichtigen diese Änderungen bereits. Für Details schau dir bitte die Fußnoten zu den einzelnen Diagrammen an.
- Similarweb hat kürzlich eine neue Methodik für das Datenset App Intelligence eingeführt. Dadurch ändern sich einige Werte. Glücklicherweise wurden die historischen Daten entsprechend angepasst, sodass auch die Zeitreihen in diesem Report bereits die neue Methodik spiegeln. Hinweis: Vergleiche diese App Intelligence-Daten nicht mit denen früherer Ausgaben des Global Digital Reports.
- Die Vereinten Nationen haben seit dem Digital 2026 Global Overview Report Änderungen bei der Klassifikation „Urbanisierung“ vorgenommen. Dadurch haben sich Werte für Urbanisierung und Stadtbevölkerung teils deutlich verschoben.
Weitere Hinweise zu Änderungen bei Daten und Quellen findest du in unseren detaillierten Datenhinweisen zur Global Digital Reports-Serie.
Der komplette Report
Den gesamten Digital 2027 Global Overview Report findest du im folgenden Embed (hier klicken, wenn das Einbetten nicht funktioniert). Im Anschluss liefern wir dir eine detaillierte Einordnung, was die diesjährigen Zahlen für dich und deine Arbeit bedeuten.
Kernzahlen: Stand der Digitalisierung weltweit
Hier die aktuellen Top-Headlines im Überblick:
- Die World Population Prospects-Daten der Vereinten Nationen zeigen: 8,32 Milliarden Menschen leben auf der Erde, das sind 69 Millionen mehr als im Vorjahr. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 0,8 Prozent. Gleichzeitig wandelt sich die Menschheit immer mehr zur urbanen Gesellschaft: 80,6 Prozent der Weltbevölkerung – also mehr als vier von fünf Menschen – leben heute in Städten. [Hinweis: Die UN hat im November 2025 grundlegende Änderungen an der Klassifikation von Stadt/Land vorgenommen.]
- GSMA Intelligence meldet für Oktober 2026 5,86 Milliarden einzigartige Mobilfunknutzer weltweit, was 70,4 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Im Verlauf von 12 Monaten sind das 98 Millionen mehr (+1,7 Prozent). Ericsson schätzt, dass aktuell 7,68 Milliarden Smartphones im Einsatz sind – das sind 89,6 Prozent aller aktiven Handys und 85,8 Prozent aller Mobilfunkanschlüsse. [Hinweis: Manche Menschen nutzen mehr als ein Smartphone.]
- Manochi schätzt, dass Anfang Oktober 2026 weltweit 6,15 Milliarden Menschen das Internet nutzen – das sind 73,9 Prozent der Weltbevölkerung. Die Zahl ist im letzten Jahr um 54 Millionen (+0,9 Prozent) gestiegen, wobei Verzögerungen bei der Berichterstattung bedeuten, dass das Wachstum real vermutlich noch höher liegt. Trotz besserer Zugänge waren zum Zeitpunkt des Reports rund 2,17 Milliarden Menschen weltweit weiter offline.
- Manochi zeigt außerdem: Die Zahl identifizierbarer Social-Media-User weltweit liegt inzwischen bei 5,81 Milliarden – das entspricht 69,9 Prozent der Menschheit. Die Zunahme um 151 Millionen User-Identitäten (+2,7 Prozent) von Oktober 2025 bis 2026 zeigt, dass das Wachstum weiter anhält. [Hinweis: Diese Zahl erfasst „Useridentitäten“ und steht nicht zwingend für einzelne Menschen.]
- Laut Manochi gibt es 3,24 Milliarden aktive Nutzer generativer KI-Plattformen – 38,9 Prozent der Weltbevölkerung. Aber: Wie bei Social Media UIDs sind hier Doppelzählungen möglich, da ein Nutzer mehrere Konten haben kann. Dennoch: Die Zahl ist in einem Jahr um mehr als 1,2 Milliarden gestiegen, was eine jährliche Wachstumsrate von extremen 57,2 Prozent ergibt.
Doch wie ändern sich Verhalten und Vorlieben der Nutzer online?
Hier die aktuellen Entwicklungen.
Mehr als jeder Dritte nutzt GenAI
Laut Manochi nutzt inzwischen mehr als jeder Dritte weltweit jeden Monat generative KI (GenAI).
Laut unseren Daten greifen im Oktober 2026 rund 3,24 Milliarden Menschen auf mindestens eine der wichtigsten LLM-Plattformen zu – das entspricht einer globalen Rate von 38,9 Prozent. [Wie diese Zahlen entstehen, erfährst du hier.]
Wichtig: Auch wenn wir versuchen, Mehrfachnennungen durch verschiedene Konten zu vermeiden, können Nutzer auf derselben Plattform mehrere Accounts haben (z. B. privat und beruflich).
Daher empfehlen wir, die GenAI-Zahl ähnlich wie Social-Media-„Useridentitäten“ zu betrachten.
GWI meldet zudem: ChatGPT hatte im zweiten Quartal 2026 unter erwachsenen Internetnutzerinnen und -nutzern bereits über 1,1 Milliarden monatlich aktive User. Unter Berücksichtigung von Alter und Region stimmen unsere ChatGPT-Schätzungen gut mit diesen Werten überein.
Wachstum der GenAI-Nutzung
Manochi errechnet fürs vergangene Jahr einen Anstieg bei monatlich aktiven GenAI-Nutzern um über 57 Prozent – das sind mehr als 1,2 Milliarden neue User.
Zur Einordnung: OpenAI nennt rund eine halbe Milliarde neue wöchentliche ChatGPT-User im zurückliegenden Jahr. Wir schätzen daraus rund 700 Millionen neue monatliche Nutzer für denselben Zeitraum.
Auch App Intelligence-Daten von Similarweb zeigen: Die Nutzer von ChatGPTs Mobile Apps haben sich in zwei Jahren verdreifacht.
Nebenan, CNNIC meldet: Die Anzahl von GenAI-Usern in China stieg um mindestens 150 Millionen in den letzten 12 Monaten.
Eine besonders spannende Entwicklung: Das Wachstum der „Non-ChatGPT“-Plattformen, etwa Gemini von Google und Claude von Anthropic.
So zeigt Similarweb: Bei Geminis Mobile-Apps hat sich die Zahl aktiver Nutzer im letzten Jahr mehr als vervierfacht. Im August 2026 lag der MAU-Wert sogar 23-mal höher als im August 2024.
Und das bezieht sich nur auf die Standalone-Apps – OS-Integrationen sind hier noch gar nicht einberechnet, sodass die Nutzung real noch höher liegen dürfte.
Claude legt beim GenAI-Wachstum 2026 die beste Performance hin: Die Similarweb-Daten zeigen für August das 17-fache gegenüber dem Vorjahr.
Noch beeindruckender: Die monatlich aktiven Nutzer der Anthropic-Flaggschiff-App waren im August 2026 sogar 80-mal höher als im August 2024.
Die meistgenutzten GenAI-Plattformen
Wie schneiden die Plattformen im Monatsvergleich ab?
Similarweb zeigt: ChatGPT ist auch 2027 unangefochtener GenAI-Marktführer – mit doppelt so vielen monatlichen aktiven Nutzern wie jedes andere Angebot.
Gemini und Claude holen in den letzten Monaten aber deutlich auf.
Microsofts Copilot-App konnte zuletzt zulegen. Mit der Ankündigung der Fusion mit Copilot 365 zeichnet sich aber ab, dass Copilot künftig vor allem Microsofts Office-Produkte verbessern soll – Fokus also auf Integration, nicht mehr auf einen eigenständigen Chatbot.
Da sich User-Zahlen von Plattformwebsites und nativen Mobile Apps nicht deduplizieren lassen (und jede Quelle ihre eigene Story erzählt), stellen wir die Datensätze separat dar.
Top GenAI-Apps auf dem Smartphone
Similarweb-Daten zeigen: Mobile Apps dominieren die GenAI-Nutzung. Das zeigt, wie fest KI-Tools inzwischen zu unserem Alltag auf dem Smartphone gehören.
ChatGPT führt das aktuelle Ranking an – mit mehr als dreimal so vielen monatlichen aktiven Nutzern (August 2026) wie der nächstplatzierte Gemini. [Gemini-Werte ohne Android OS-Integrationen]
Copilot liegt auf Platz drei (MAU-Index: 16,66, das heißt: sechs Mal weniger als ChatGPT), Claude im August 2026 auf Platz vier (Index: 14,79). Deepseek komplettiert die Top 5 (Index: etwas über 11).
Hinweis: China ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.
GenAI-Nutzung im Web
Die Werte für Web-Nutzung zeigen ein leicht anderes Bild.
ChatGPT ist außerhalb Chinas weiterhin auf Platz eins – doch der Vorsprung vor Gemini ist wesentlich kleiner als im App-Ranking.
Nutzerzahlen von Gemini im Web entsprechen inzwischen über 60 Prozent von ChatGPT, Tendenz steigend.
Claude ist laut Similarweb im August 2026 im Browser-Ranking der GenAI-Plattformen auf Platz drei – das sind knapp ein Viertel der ChatGPT.com-Nutzer.
Deepseek belegt Platz vier, X's Grok Platz fünf.
Laut Similarweb haben Deepseek und Grok allerdings weniger als zehn Prozent der ChatGPT-Webuser (August 2026).
Spannend: Copilot fällt im Web-Ranking weiter ab. Das könnte mit Microsofts Strategiewechsel bei Copilot zusammenhängen.
Das Web schwankt
Viele Kundengespräche der letzten Monate drehten sich um die Frage: Wie beeinflusst KI das Web?
Similarweb-Daten erlauben eine tiefgehende Analyse – und die Ergebnisse sind aufschlussreich.
Eine Zusammenfassung findest du hier. Ausführlich analysiert wird das Thema in diesem Artikel.
Web-Traffic massiv rückläufig
Über die 10.000 besuchstärksten Websites weltweit gesehen, ist der monatliche Web-Traffic seit der Einführung von ChatGPT (Ende 2022) um über 10 Prozent gefallen.
Wichtig: Nicht nur LLMs sind Grund für die Entwicklung – unsere Analyse sieht die zunehmende Nutzung nativer Mobile-Apps (statt Web) als Haupttreiber.
Tatsächlich gab es im zweiten Halbjahr 2024 sogar ein kurzes Traffic-Plus, danach (ab Anfang 2025) ging es aber wieder abwärts. Heute liegt das Traffic-Niveau 6,8 Prozent unter dem von vor zwei Jahren.
Das entspricht einem Minus von fast 50 Milliarden Visits pro Monat zwischen Q4 2022 und Q2 2026 auf den 10.000 Top-Domains.
Fazit: Trotz kurzfristiger Schwankungen sinkt der Web-Traffic signifikant.
Immer weniger Zeit
Die Zeit, die weltweit im Web verbracht wird, schrumpft mit 11,2 Prozent sogar noch schneller als die Zahl der Besucher (Daten: Similarweb, Top 10.000 Domains, letzte 24 Monate).
Das verlorene Zeitvolumen beträgt monatlich mehr als 6,6 Milliarden Stunden – und entspricht einem Absturz um rund 760.000 Jahre Webzeit jeden Monat (!).
Seit dem Launch von ChatGPT (Ende 2022) ist die Gesamtzeit im Web sogar um fast 16 Prozent gesunken.
Schnellere Sitzungen verschärfen den Rückgang weiter: Im Schnitt ist die Besuchsdauer pro Website um etwa 5 Prozent gesunken (letzte zwei Jahre, Daten von Similarweb).
Im zweiten Quartal 2024 lag die durchschnittliche Besuchsdauer bei knapp 8 Minuten – zwei Jahre später sind es nur noch gut 7,5 Minuten. Das spart pro Session fast 30 Sekunden ein.
Pageviews steigen – trotz weniger Traffic
Überraschend: Die Zahl der angesehenen Webpages pro Monat ist in den letzten 24 Monaten gestiegen!
Laut Similarweb haben Nutzer im Q2 2026 fast 3 Billionen Seiten pro Monat auf den 10.000 wichtigsten Domains geladen – das sind über zwei Prozent mehr als 2024.
Auch die durchschnittlich angesehenen Seiten pro Webbesuch sind jüngst gestiegen: Im Q2 2026 sind es im Schnitt 7,18 Seiten pro Besuch – knapp 10 Prozent mehr als im Q2 2024 (damals 6,54).
Bemerkenswert: Gerade ab dem Jahresbeginn 2025 – genau als die Gesamtzahl der Visits sank – legten die Pageviews pro Besuch zu.
Detailblick: Traffic-Anteile nach Device
Die Entwicklung nach Endgerät zeigt deutlich: Native Mobile-Apps verdrängen Webnutzung am Smartphone.
Besuche via Desktop sind in zwei Jahren nur um weniger als 1 Prozent gefallen, Visits via Mobile jedoch um 11 Prozent.
Absolut sind Desktop-Visits in den letzten 12 Monaten sogar gestiegen – viele Veränderungen betreffen also vor allem mobile Webnutzung.
Der Desktop-Anteil am Web-Traffic steigt daher langsam wieder leicht, aber noch immer entfällt mit 57,5 Prozent der Großteil des Webaufkommens auf Mobilgeräte.
Folgen für das digitale Advertising
Der Rückgang beim Webtraffic hat direkte Auswirkungen auf Onlinewerbung – hier bieten die Similarweb-Marktdaten hilfreiche Einblicke.
Laut Daten nutzt knapp ein Drittel der 10.000 meistbesuchten Websites im Q2 2026 Google AdSense, eines der beliebtesten Werbesysteme im Web.
Wichtig: AdSense ist nur eine von vielen Marktoptionen. Similarweb identifiziert lediglich, ob eine Domain AdSense nutzt – nicht, auf wie vielen Seiten dort Werbung eingebunden ist oder wie viele Anzeigen pro Seite laufen.
Mit diesen Einschränkungen bietet der AdSense-Bestand aber einen nützlichen Indikator für Traffic-Trends von werbefinanzierten Sites.
Und die Zahlen sind deutlich: Domains mit Werbeplatzierungen verlieren Traffic mehr als doppelt so schnell wie das Web insgesamt.
Während der Gesamttraffic auf die Top-10.000-Websites in zwei Jahren um 6,8 Prozent sank, verzeichneten Sites mit AdSense ein Minus von 14,8 Prozent.
Ohne YouTube im AdSense-Set sogar ein Rückgang von 18,7 Prozent – das heißt: Seiten mit Werbeintegration könnten in zwei Jahren fast jede fünfte monetarisierbare Visit verlieren.
Herausforderung für Marken
Wichtig: Werbung an sich beeinflusst das Traffic-Geschehen laut aktuellen Daten nicht negativ. Unsere Zahlen zeigen aber die Herausforderungen für Publisher im heutigen Web auf.
Diese Entwicklung trifft nicht nur Content Creators, sondern wirkt sich auch massiv auf Marketing-Teams aus.
Allein auf Sites mit AdSense ging die monatliche Pageview-Zahl um 35 Milliarden zurück.
Da auf fast jeder Seite mehr als ein Anzeigenplatz läuft, summieren sich Einbußen schnell zu Billionen fehlender Impressionen pro Jahr – und das nur bei den Top-10.000 Domains.
Statista meldet: Für Bannerwerbung werden 2026 voraussichtlich knapp 200 Milliarden US-Dollar ausgegeben. GWI nennt: 22 Prozent der Onliner entdecken neue Marken, Produkte und Dienstleistungen via Website-Werbung.
Das heißt: Weniger verfügbare Werbeplätze mindern auch das Potenzial für Marketer direkt.
▶ Mehr dazu: Analysen zu veränderten Webaktivitäten im Digital 2027 Deep-Dive-Artikel.
Die digitale Customer Journey 2027
Wie haben die aktuellen Entwicklungen den Weg zur Kaufentscheidung digital geprägt?
Top-Kanäle für Marken-Entdeckung
Laut GWI bleibt die klassische Suchmaschine 2026 der wichtigste Kanal zur Entdeckung neuer Marken, Produkte und Dienstleistungen (von 32,0 Prozent weltweit genannt).
Fernsehwerbung folgt mit 30,6 Prozent auf Platz zwei, Social-Media-Anzeigen mit 30,4 Prozent knapp dahinter. [Mehrfachantworten waren möglich]
Kein Kanal für sich allein erreicht jedoch mehr als 32 Prozent aller Internetnutzer. Es gibt also keinen Einzelkanal, der ein Drittel der Zielgruppe abdeckt.
Das unterstreicht die Bedeutung eines vielseitigen, breit aufgestellten Marketing-Mixes.
Im Schnitt nutzen Onliner laut GWI mittlerweile 5,82 Kanäle zur Markensuche – das sind 4 Prozent mehr als vor zwei Jahren.
Auch das Verhältnis zwischen digitalen und klassischen Touchpoints bleibt wichtig: Erst das Zusammenspiel verschiedener Kanäle ermöglicht beste Ergebnisse.
Wichtig: Die Zahl der Antwortoptionen in der GWI-Umfrage wächst, was die Auswahl beeinflusst. Doch die Zunahme spiegelt tatsächliche neue Wege in der Markenfindung und steigert damit die Realitätsnähe der Ergebnisse.
Neu: Künstliche Intelligenz steht inzwischen immerhin auf Platz 15 unter den Entdeckungskanälen – 17,0 Prozent entdecken Marken so erstmals.
Zum Vergleich: Bannerwerbung hat fast 30 Prozent mehr Relevanz als KI-Angebote.
Selbst bei den 16- bis 24-Jährigen geben nur 20 Prozent an, Marken erstmals über KI zu entdecken – das reicht nicht für deren Top-10-Quellen.
Aber: Die Zahl derer, die KI als Entdeckungskanal nennen, ist allein im letzten Quartal um 6,3 Prozent gestiegen (+1 Prozentpunkt in 3 Monaten).
Im weiteren Kaufprozess wird künstliche Intelligenz dann noch wichtiger.
Wo Marken recherchiert werden
Beim Research spielen KI-Angebote bereits eine bedeutende Rolle: 26,0 Prozent nennen KI beim Nachforschen vor dem Kauf (Platz 6). [Auch hier: Mehrfachauswahl möglich]
Allerdings bleiben Suchmaschinen die wichtigste Recherche-Adresse (45,3 Prozent nennen Search in der GWI-Umfrage).
Trotz KI-Hype: Erwachsene suchen aktuell 74 Prozent häufiger per Suchmaschine als über KI nach Markeninformationen.
Auch soziale Netzwerke sind beliebter als KI (41,8 Prozent), ebenso Brand-Websites (32,9 Prozent).
GWI unterstreicht erneut: Im Schnitt werden 3,8 Kanäle im Research genutzt – ein Plus von 4,1 Prozent gegenüber 2024.
Wie beim Discovery-Prozess gibt es deutliche Altersunterschiede.
Jüngere (16-24 Jahre) nutzen Social-Media-Kanäle beim Research am häufigsten (46,9 Prozent; u.a. Instagram, Facebook).
Bei den über 65-Jährigen ist Social Media hingegen nur auf Platz sechs, Suchmaschinen sind hier viermal wichtiger.
KI ist in allen Altersgruppen bereits unter den Top-10-Recherchequellen. Nutzungsraten reichen von 31,6 Prozent (18-24 Jahre) bis 10 Prozent (65+).
KI-Research international
Das Interesse an KI beim Research variiert weltweit stark.
Nigeria liegt vorn: Über die Hälfte der erwachsenen Onliner (51,3 Prozent) nutzt KI für die Markenrecherche. In Israel sind es rund 40 Prozent (39,9 Prozent).
Auch in Ägypten (37,0 Prozent), Saudi-Arabien (33,8 Prozent) und den VAE (33,4 Prozent) spielen KI-Tools in der Markenrecherche eine große Rolle.
Anders in Japan: Nur 10,7 Prozent der Onliner dort nutzen KI für ihre Kaufentscheidung.
Auch in Europa und Nordamerika liegen die Werte meist unter 20 Prozent.
Unterschied nach Geschlecht
Auffällig ist: Männer nutzen KI signifikant häufiger für Markenrecherchen (27,6 Prozent) als Frauen (24,3 Prozent).
Der Unterschied besteht in allen Altersgruppen – obwohl Frauen insgesamt tendenziell häufiger online recherchieren, bevor sie kaufen.
Agent vs. Hilfsmittel: Wie KI genutzt wird
Proprietäre Studien von Manochi zeigen: Die meisten geben die Entscheidungsfindung noch nicht an KI ab – autonome Shopping Agents sind die Ausnahme.
Stattdessen bleiben Shopper stark involviert und nutzen KI primär, um Optionen einzuordnen und schneller zum Ziel zu kommen.
Dabei entwickelt sich das KI-Verhalten rasant – je nach Produktkategorie und Nutzer unterscheiden sich Vorgehen und Nutzungsintensität.
Wir werden weitere Ergebnisse aus unseren Studien in künftigen Reports teilen. Möchtest du eine maßgeschneiderte Analyse für eure Marke, melde dich gern bei uns.
Wofür nutzen Menschen KI?
Markenrecherche ist nur ein Nutzungsszenario – für die meisten steht etwas anderes im Vordergrund.
Wie bei den Motiven für Internetnutzung insgesamt ist „Informationen finden“ der Top-Motivator für KI-Anwendungen.
Laut der aktuellen weltweiten Erhebung von GWI nutzt mehr als jede:r zweite aktive KI-Anwender:in Tools hauptsächlich, um gezielt Informationen zu finden (60,4 Prozent).
„Ratschläge zu Problemen einholen“ landet mit 40,6 Prozent auf Platz zwei – ein spannendes Ergebnis, das zeigt, welchen Stellenwert KI für viele im Alltag gewinnt (dazu gleich mehr).
Auf Platz drei des GWI-Rankings folgt „Wissen aufbauen oder Fähigkeiten verbessern“: 38,4 Prozent der User geben dies als Hauptgrund für ihre KI-Nutzung an.
Bemerkenswert ist außerdem, dass mehr als ein Viertel aller Befragten „Unterhaltung“ als einen Hauptgrund nennt, warum KI-Tools heute genutzt werden.
KI-Motive nach Land
Ein genauer Blick in die GWI-Daten offenbart: Die Gründe für den Einsatz von KI unterscheiden sich deutlich je nach Kulturkreis.
So sind zum Beispiel aktive KI-User in Saudi-Arabien mehr als doppelt so häufig wie ihre Pendants in Dänemark bereit, KI zur Überwachung oder Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden zu nutzen (29,1 Prozent versus 13,6 Prozent).
Auch in Marokko ist das Nutzungsverhalten auffällig: KI-User sind dort über dreimal so häufig wie in Polen bereit, KI zur Unterhaltung zu nutzen (40,1 Prozent versus 13,2 Prozent).
Die unterschiedlichen lokalen Voraussetzungen – etwa, welche Tools zur Verfügung stehen – spiegeln sich vor allem in China: Die Gründe, warum dort KI genutzt wird, weichen erkennbar vom weltweiten Trend ab.
Auch dort bleibt „Informationen finden“ zwar die wichtigste Motivation. Doch China ist das einzige Land der GWI-Studie, in dem weniger als die Hälfte der aktiven KI-Nutzer (48,3 Prozent) diesen Grund als Hauptmotiv angibt.
Im Vergleich zu anderen Ländern nennen User in China dafür deutlich häufiger die individuelle Empfehlung, das Management von Gesundheit und Wohlbefinden sowie Zeiteffizienz und Produktivität als Hauptgründe.
KI-Motive nach Alter
Auch bei der Aufschlüsselung nach Altersgruppen zeigen sich interessante Unterschiede.
Über alle Altersgruppen hinweg steht der Punkt „Informationen finden“ auf Platz eins. Die relative Wichtigkeit schwankt aber je nach Altersgruppe.
Ältere User führen diese Motivation besonders häufig an: Nahezu vier von fünf KI-Nutzern über 65 Jahren (78,5 Prozent) wählen diesen Grund aus.
Im Gegenzug ist die Wahrscheinlichkeit, dass User zwischen 16 und 24 Jahren „Fähigkeiten aufbauen oder verbessern“ als Hauptmotiv nennen, mehr als viermal so hoch wie bei der Gruppe 65+.
Auch das Ranking des Motivationspunkts „personalisierte Empfehlungen bekommen“ steigt mit zunehmendem Alter an.
Jüngere Gruppen wählen häufiger diese Option, nennen aber meist noch mehrere andere Motive, die für sie wichtiger sind.
So sagen knapp ein Drittel der 16- bis 24-Jährigen (32,3 Prozent), dass sie KI-Tools für persönliche Empfehlungen nutzen – und setzen dieses Kriterium auf Platz sieben ihrer Präferenzliste.
Bei den 65+ Nutzern geben zwar „nur“ 21,8 Prozent an, KI für individuell zugeschnittene Empfehlungen zu nutzen, aber für diese Altersgruppe reicht dieser Wert, um auf Rang drei zu landen.
Ein weiteres durchgängiges Muster: „Ratschläge zu Problemen einholen“ ist in fast allen Altersgruppen das zweithäufigste Motiv, mit Ausnahme der 16-24-Jährigen – dort landet es auf Rang drei.
KI als Ratgeber
Wie wichtig der Aspekt „Ratschlag zu Problemen“ ist, bestätigt sich auch in anderen Erhebungen.
Laut der aktuellen „AI in the Wild“ -Studie von Marc Zao-Sanders und Sara Biuk bleibt „therapeutische Begleitung und Gesellschaft“ das Hauptanwendungsgebiet für KI – wie schon in ihrem vorigen Forschungsbericht, auf den wir in unserem Report im letzten Jahr eingegangen sind.
Auch in ihrer Analyse der diesjährigen Ergebnisse berichten Zao-Sanders und Biuk von einem klaren Trend:
„Wir haben in diesem Jahr über 1.400 Einträge für [Therapie und Gesellschaft] gefunden – das entspricht 11 Prozent unseres Datensatzes, verglichen mit 5 Prozent im Vorjahr. Das Wachstum ist also sowohl absolut als auch relativ deutlich.“
Wichtig: Die Studie von Zao-Sanders und Biuk basiert auf neuartigen Methoden, nämlich der Auswertung öffentlicher Inhalte auf Social Media, Foren und Online-Communities wie YouTube, TikTok, Reddit, LinkedIn und Quora.
Wie die Autoren selbst anmerken, bringt dieser Ansatz Vor- und Nachteile mit sich:
So könnte das Ausgangsmaterial jene Use Cases überbetonen („overindexen“), die für öffentliche Diskussionen besonders interessant sind – Aktivitäten, über die ungern gesprochen wird, fallen tendenziell unter den Tisch.
Wer die Verzerrungen kennt und mitdenkt, kann aber gerade aus diesen Besonderheiten wertvolle Erkenntnisse gewinnen – etwa darüber, wie Mundpropaganda das Nutzungsverhalten bei KI-Tools beeinflusst.
Auch „klassische“ Studien spiegeln viele der Erkenntnisse wider.
Wir haben passende Entwicklungen schon bei GWI gesehen. Außerdem fand eine weltweite Ipsos-Befragung (21 Länder) heraus, dass über die Hälfte (52 Prozent) der Befragten zumindest „gewisse Begeisterung“ für KI als Gesellschaft zeigten.
Dem stehen 37 Prozent gegenüber, die angaben, kein Interesse zu haben – weitere 10 Prozent waren unschlüssig.
Trends bei der Online-Suche
Doch wie beeinflussen KI-Trends eigentlich die Nutzung von Suchmaschinen?
Zunächst wichtig zu wissen: Suchmaschinen sind für Internetnutzer immer noch der wichtigste Kanal, um Marken zu entdecken und zu recherchieren.
Der relative Einfluss dieses Kanals hat sich in den letzten Jahren aber verschoben. Ein Blick in die Langzeitdaten verdeutlicht Entwicklungen, die Marketer, Publisher und Content-Verantwortliche genau beobachten sollten.
Selbstauskunft zur Suchmaschinennutzung
Aktuelle Daten von GWI zeigen, dass der Anteil der Online-Erwachsenen, die Suchmaschinen nutzen, rückläufig ist – mit leichten Schwankungen.
Laut letzter Erhebung haben 80,3 Prozent der weltweiten Internetnutzer ab 16 Jahren im vergangenen Monat eine Suchmaschine genutzt – vor zwei Jahren lag der Wert noch bei 82,8 Prozent.
Der aktuelle Wert unterscheidet sich zwar nicht gravierend vom Vorjahr – für Q2 2026 stellt das allerdings einen leichten Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Q2 2025 dar.
Rolle der Suche für Markenerkennung
Obwohl die Gesamtnutzung zurückgeht, zeigt sich: Im Vergleich zu Q3 2022 (vor dem Start von ChatGPT) geben heute mehr Menschen an, Marken über Suchmaschinen entdeckt zu haben.
Damals sagten 30,5 Prozent der Erwachsenen, sie hätten Marken, Produkte oder Dienstleistungen über Suchmaschinen gefunden.
In der jüngsten Erhebung (Q2 2026) sind es 32,0 Prozent. Das entspricht einem relativen Plus von fast 5 Prozent (1,5 Prozentpunkte).
Absolut bedeutet das: Heute entdecken weltweit über 200 Millionen mehr Menschen Marken per Suche als noch vor vier Jahren. Der generelle Anstieg der Internetnutzung verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Neue Zahlen zeigen allerdings: Die Bedeutung der Suche bei der Markenerkennung nimmt zuletzt wieder langsam ab.
So ist der aktuelle Anteil derjenigen, die Marken über Suche entdecken (32,0 Prozent), der niedrigste Wert seit drei Jahren.
Suchmaschinen in der Markenrecherche
Noch deutlicher fällt der Rückgang beim Thema Markenrecherche aus.
Im Q2 2024 gaben 51,0 Prozent der Internetnutzer an, Suchmaschinen zu nutzen, um Marken zu recherchieren und Käufe abzuwägen. Im Q2 2026 sind es nur noch 45,3 Prozent.
Das entspricht einem relativen Minus von 11,2 Prozent in nur zwei Jahren.
Zu beachten: Nicht allein die KI-Revolution sorgt für den Wandel. Schon vor ChatGPT verschob sich das Rechercheverhalten zusehends von Suchmaschinen hin zu sozialen Medien.
Daten zum Web-Traffic
Auch die Analysen von Similarweb zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Suchmaschinennutzung.
Bei den weltweit 10.000 größten Suchmaschinen-Domains sank die monatliche Besuchszahl in den letzten zwei Jahren um 4,3 Prozent.
Laut Manochi ging der Traffic auf die suchorientierten Domains um mehr als 3 Milliarden monatliche Besuche zurück – im Vergleich zu vor zwei Jahren.
Das ist nicht nur für die Suchmaschinen selbst problematisch, sondern auch für Drittanbieter-Seiten, die auf diesen Referral-Traffic angewiesen sind.
Allerdings sinkt der Traffic zu Suchmaschinen langsamer als der Gesamtdurchschnitt aller Top-Websites.
Konkret: Auf den Top-10.000 Webseiten weltweit ging die Gesamtzahl der Besuche über 24 Monate um 6,8 Prozent zurück, während der „Such-Traffic“ auf die Suchmaschinen-Domains nur um 4,3 Prozent sank.
Das deutet darauf hin, dass der Rückgang teils auf einen generellen Rückgang der Webnutzung zurückzuführen ist – und nicht zwangsläufig auf sinkende Bedeutung von Suchmaschinen.
Andererseits: Da Suchmaschinen oft das Einfallstor zum restlichen Web bilden, könnte der allgemeine Web-Traffic auch sinken, weil weniger Leute Suchmaschinen nutzen.
Außerdem sorgt der Anstieg von Zero-Click-Ergebnissen (Antworten direkt in der Suche, ohne Webseitenbesuch) dafür, dass Suchmaschinen im Vergleich zu anderen Domains weniger stark an Traffic verlieren.
Fazit: Suchverhalten entwickelt sich
Was folgt aus all diesen Entwicklungen?
Trotz leichter Rückgänge sind Suchmaschinen weiterhin der wichtigste Kanal für Marken-Entdeckung im Netz.
Auch wenn Marketer die Veränderungen im Blick behalten sollten, zeigen aktuelle Daten: Noch wird die Suche auch 2027 vermutlich das Ranking für langfristige Marken-Entdeckung anführen.
Gleiches gilt beim Thema Markenrecherche: Nach Analyse der relevanten Kanäle dürfte die Suche für mindestens weitere zwölf Monate vorn bleiben.
Langfristig ist offen, wie sich die Kanäle verschieben. Wahrscheinlich steht bis 2030 eine grundlegende Neugewichtung bevor.
Ob du darauf reagieren solltest, hängt von deinem Budget-Horizont ab: Für kurzfristige Ads braucht es andere Strategien als für langfristige Digital-Investments.
Zur Einordnung: Statista erwartet für 2026 erneut ein Rekordhoch für Suchmaschinen-Anzeigen mit weltweiten Ausgaben von 376 Milliarden US-Dollar.
Auch für 2027 rechnet Statista mit Suchanzeigen als stärkstem Segment beim Digitalwerbe-Budget – nach bisheriger Datenlage ist das nachvollziehbar.
Natürlich bieten TV, Social und KI-Advertising spannende Chancen.
Doch solange Suchmaschinen die User besonders effizient am Kaufprozess abholen, sollte das Budget für Suchanzeigen im nächsten Quartal nicht aus purer Innovationslust gekürzt werden.
Solange Suche bei Marken-Entdeckung und Markenrecherche führend bleibt, gibt es aus meiner Sicht gute Argumente dafür, dass sie den höchsten Budgetanteil verdient.
Das betrifft allerdings nur Werbeausgaben: Für nachhaltige Sichtbarkeit – z.B. durch SEO oder AEO – sollten Budgets nach dem tatsächlichen Nutzerverhalten flexibel angepasst werden.
Denn: Jede Marke ist anders, hat zu unterschiedlichen Zeiten und Orten verschiedene Anforderungen.
Es gibt keine Patentlösungen für erfolgreiches Marketing. Sei äußerst vorsichtig bei übertriebenen Versprechen und generischen Empfehlungen in den sozialen Medien – besonders, wenn es um neue Technologien geht.
Soziale Medien wachsen weiter
Ein anderer starker Kanal in der Customer Journey wächst weiter: Die Analysen von Manochi zeigen, dass Social-Media-Nutzung weltweit ansteigt – auch wenn die Wachstumsraten zuletzt „bereinigt“ wurden.
Ein Grund: Meta hat zuletzt auf Facebook und Instagram viele inaktive oder „wackelige“ Konten gelöscht, was die angegebenen Reichweiten teils stark reduzierte.
Da wir bei Reichweitendaten ebenfalls auf Plattform-Angaben wie die von Facebook, Instagram, YouTube und TikTok angewiesen sind, fallen die aktuellen Wachstumsraten etwas niedriger aus als bisher.
Zur Beruhigung: Solche „Säuberungen“ finden bei Meta regelmäßig statt; wir haben über ähnliche Anpassungen in ihrem Audience Reporting schon öfter berichtet.
Interessant: Während des Q1 2026 sah Meta kurzzeitig einen Rückgang bei der Kennzahl „family daily active people“, was sie mit „Internet-Störungen im Iran (inzwischen weitgehend behoben) sowie Einschränkungen für WhatsApp in Russland“ begründete.
Ungeachtet dessen zeigen die Daten: Im Oktober 2026 lag die Zahl der monatlich aktiven Social-Media-Identitäten mit 5,81 Milliarden um 2,7 Prozent über dem Vorjahr (Vergleichsdaten).
Damit kratzt die globale Social-Media-Penetration an der 70-Prozent-Marke – diesen Meilenstein dürfte die Welt Anfang 2027 klar überschreiten, solange keine erneuten Datenbereinigungen erfolgen.
Laut GWI bleibt Social Media das Top-Ziel der globalen Online-Community: Mehr als 97 Prozent der Online-Erwachsenen nutzen monatlich ein soziales Netzwerk oder eine Messenger-Plattform.
Im Schnitt beträgt die Nutzung derzeit 97,1 Prozent – das ist minimal niedriger als im Q2 2024, aber die letzten Quartale zeigen einen steigenden Trend.
Die Verbreitung ist weltweit hoch, nur Japan liegt unter 90 Prozent. Auffällig: USA, Großbritannien und viele EU-Länder liegen unter dem globalen Schnitt, dafür übertreffen viele Schwellenländer den Schnitt deutlich.
Mehr Zeit auf Social Media
GWI zeigt auch: Die Zeit, die Menschen auf sozialen Plattformen verbringen, nimmt weiter zu.
Wegen einer neu formulierten Umfragefrage gibt es zwar keine lückenlose Zeitreihe, doch die verfügbaren Zahlen zeigen: Die durchschnittliche wöchentliche Nutzungsdauer für Social- und Videoplattformen (z.B. YouTube, TikTok) stieg im letzten Jahr um 3,8 Prozent.
Aktuell verbringen Internetnutzer im Schnitt 19 Stunden und 18 Minuten pro Woche mit diesen Angeboten – das sind 42 Minuten mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.
In einigen Ländern liegt der Schnitt noch erheblich höher: In den Philippinen verbringen Menschen im Schnitt über 36 Stunden wöchentlich auf Social Media und in Video-Feeds.
Soziale Nutzung von mehr als 24 Stunden pro Woche gibt es inzwischen in zwölf Ländern.
Wie vermutet: Jüngere verbringen deutlich mehr Zeit mit Social Media als Ältere.
So liegen 16- bis 24-Jährige im Schnitt über 24 Stunden pro Woche mehr als dreimal über dem Wert der 65+-User.
Die derzeit wichtigsten Social-Media-Kanäle
Welche Plattformen binden heute die meiste Social-Media-Aktivität weltweit?
Die Antwort darauf hängt stark vom jeweiligen Messwert ab.
Plattformen mit der meisten Nutzungszeit
Beginnen wir, wie im Abschnitt zuvor, mit der Gesamtzeit, die auf Social-Plattformen verbracht wird.
Basis dafür sind die App Intelligence Daten von Similarweb – sie vergleichen die weltweite App-Nutzung (Android & iOS) ausgewählter Plattformen.
Beachte: Es wird ein Indexwert verwendet (Top-Plattform = 100), China-Daten sind nicht enthalten, und es zählt nur App-Nutzung – Web-Sessions fließen nicht ein.
Ergebnis laut Manochi: Im August 2026 hatte YouTube den größten globalen Zeitanteil unter den Social-Plattformen – Googles Videoplattform belegte Platz eins.
WhatsApp folgt dicht dahinter: Hier entsprach die Nutzungszeit 96,3 Prozent des YouTube-Werts.
Und auch Instagram lag mit einem Index von 96,2 praktisch gleichauf mit WhatsApp.
TikTok landet mit 79,8 auf Platz vier, Facebook komplettiert die Top 5 mit einem Indexwert von 61,9.
Alle anderen Plattformen bleiben teils deutlich unter 10 – ein deutlicher Beweis, dass ein Großteil der Social-Zeit auf wenige Plattformen entfällt.
Durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer pro User
Betrachtet man den Durchschnitt pro Nutzer, ergibt sich ein anderes Bild.
Auch hier fließen nur App-Nutzungen, keine Web-Zugriffe ein.
Im August 2026 lag TikTok mit 1 Stunde und 55 Minuten pro Tag klar an der Spitze.
Instagram folgt mit 1 Stunde und 40 Minuten. YouTube kommt auf 1 Stunde und 28 Minuten pro Tag.
WhatsApp-Nutzer verbrachten durchschnittlich gut eine Stunde täglich in der App, Facebook lag bei 59 Minuten – leicht unter einer Stunde.
Monatlich aktive Nutzer (MAU)
Ein Grund für die Unterschiede zwischen den Rankings: die jeweilige Userbasis der Plattform.
„Monthly active users“ (MAU) ist die meistgenutzte Kennzahl zur Plattformverbreitung – auch diese bezieht sich nur auf App-Nutzung.
Auch hier wird mit Indexwerten gearbeitet – Top-Plattform steht bei 100.
In diesem Quartal: WhatsApp auf Rang eins, mit den meisten monatlich aktiven Usern in App (Android & iOS) im August 2026.
YouTube ist nahezu gleichauf, mit einem MAU-Index von 96,2.
Facebook folgt auf dem dritten Platz (81,9), Instagram knapp dahinter (77,9).
TikTok schließt die Top 5 ab (Indexwert: 72,0).
Selbsteingeschätzte Nutzung
Sieht man sich die selbsteingeschätzte Nutzung (laut GWI) an, ergibt sich noch einmal ein anderes Bild.
Zum Beispiel nutzen laut GWI im neuen Survey 58,1 Prozent der Online-Erwachsenen Facebook (App oder Web) mindestens einmal im Monat.
Instagram rangiert mit 56,6 Prozent knapp dahinter, YouTube erreicht 56,2 Prozent, WhatsApp 54,9 Prozent.
Messenger komplettiert mit 37,9 Prozent die Top 5 der Social-Apps.
Lieblingsplattformen
Darüber hinaus gibt es Rankings für durchschnittliche Sitzungsdauer, Zahl der Sessions pro Tag sowie Daily-Open-Rate. Details dazu findest du im vollständigen Digital 2027 Global Overview Report (siehe Embed am Seitenanfang).
Eine weitere spannende Sichtweise: Welche Social-Plattform ist die meistgewählte Lieblingsplattform?
Weltweit steht Instagram hier vorn: 17,8 Prozent der aktiven Social-Media-User (16+) wählen die Plattform als Favorit.
WhatsApp folgt mit 17,1 Prozent, Facebook liegt bei 13,3 Prozent.
WeChat von Tencent landet mit 11,2 Prozent auf Platz vier – dabei kommen über 99 Prozent dieser Stimmen aus China.
TikTok rundet mit 10,0 Prozent die Top 5 ab [Hinweis: TikTok und Douyin werden hier – wie bei Bytedance – getrennt aufgeführt].
Praxistipp: Diese fünf Plattformen vereinen zusammen über 60 Prozent aller weltweiten Favoriten-Stimmen.
Entwicklungstrends geben zudem wichtige Hinweise, wohin sich Nutzerpräferenzen bewegen.
Klar ist: Instagram wird immer beliebter, obwohl die Plattform ohnehin seit Jahren an der Spitze rangiert.
Der Favoriten-Anteil stieg von 16,7 Prozent im Vorjahr auf 17,8 Prozent; ein relatives Wachstum von 6,6 Prozent.
TikTok wächst vergleichbar stark: Von 9,1 Prozent (Q2 2025) auf 10,0 Prozent (Q2 2026) – 9,9 Prozent relatives Plus.
Im Gegensatz dazu verloren WhatsApp und Facebook leicht, am stärksten allerdings WeChat (Rückgang von 11,7 auf 11,2 Prozent = minus 4,3 Prozent).
Favoriten nach Demografie
Klar gibt es Unterschiede nach Alter und Geschlecht, aber laut GWI sind diese viel kleiner, als Klischees es vermuten lassen.
Wichtig: Entgegen eines weitverbreiteten Mythos wählen jüngere Männer öfter Instagram als Lieblingsplattform als gleichaltrige Frauen [und 52,5 Prozent der Instagram-Werbe-Zielgruppe ist männlich].
Das Favoriten-Ranking verändert sich mit zunehmendem Alter sichtbar. Marketer sollten hier besonders aufpassen, um Affinität und Engagement in den Zielgruppen richtig einzuschätzen.
Favoriten unter aktiven Nutzern
Die bisherigen Rankings sind von der Größe der Userbasis geprägt – je größer, desto weiter vorn im Ranking.
Was passiert, wenn man nur den Anteil der aktiven Nutzer betrachtet, die eine Plattform auch als ihren Favoriten nennen?
Hier eröffnet sich ein ganz neuer Blickwinkel.
Unter allen, die die jeweilige Plattform in den letzten 30 Tagen genutzt haben, geben 43,8 Prozent der erwachsenen WeChat-Nutzer an, dass sie WeChat am meisten schätzen.
Douyin folgt auf Platz zwei mit 38,4 Prozent unter seinen aktiven Nutzern.
Instagram (dritter Platz): 30,5 Prozent der Nutzer wählen es als erste Wahl. WhatsApp kommt mit 30,2 Prozent knapp dahinter.
TikTok komplettiert die Top 5 mit 26,9 Prozent und liegt damit vor Facebook.
Fazit: Social-Plattformen
Wer sich fragt, welche Plattform insgesamt „gewinnt“, wird feststellen: Es gibt nicht die eine Top-Plattform – das ist Absicht.
Die verschiedenen Auswertungen zeigen: Jede Plattform bietet, je nach Zielsetzung, andere Potenziale.
Wer allein auf Reichweite setzt, ist mit YouTube, WhatsApp, Facebook, Instagram und TikTok (außerhalb Chinas) bestens bedient.
Aber: Die Zielgruppen überschneiden sich massiv. Wer nur Reichweite will, braucht meist nicht mehr als zwei bis drei dieser Plattformen.
In China spielen Weixin (WeChat) und Douyin eine Hauptrolle – sind aber nicht die einzigen relevanten Plattformen.
Wer auf Nutzungshäufigkeit abzielt: Messenger wie WhatsApp gewinnen mit hohen Daily-Session-Anteilen und Open Rates.
Für Tiefen-Engagement liefern Videoformate (YouTube, TikTok, Instagram) die höchsten Werte bei der Nutzungszeit.
Entscheidend: User nutzen monatlich weiterhin eine Vielzahl von Plattformen.
Tipp: Konzentriere dich auf eine, maximal zwei Plattformen pro Zielsetzung. Definiere klare Social-Ziele und such dir gezielt die Kanäle, die für deine Wirkungsabsicht am effektivsten und effizientesten sind.
Versuch nicht, überall zugleich aktiv zu sein – ab drei, vier Netzwerken lohnt sich der Aufwand kaum noch.
Andererseits: Lieber eine kleinere, aber klar effektivere Plattform wählen, falls sie deine Zielgruppe besser und günstiger erreicht.
Kehren Sprachinterfaces jetzt zurück?
Mit Blick nach vorn schreibt FT kürzlich, dass „Voice“ künftig ein zentraler Fokus der KI-Entwicklung ist und für die Hersteller die Tastatur vielleicht bald zu einer Übergangslösung wird.
Auch OpenAI erklärte dazu:
„Voice wird zu einem der natürlichsten Wege, Software zu nutzen. Es ermöglicht etwa, sich beim Autofahren helfen zu lassen, Pläne beim Laufen durchs Terminal zu ändern, sich zu jeder Zeit in der eigenen Sprache unterstützen zu lassen oder Aufgaben schnell per Sprache zu erleben.“
Mit anderen Worten: Nach einer kurzen Durststrecke könnten Sprachinterfaces bald doch wieder eine größere Rolle spielen.
Aber wie sieht es auf der Anwenderseite aus?
GWI hat die Fragestellung für Sprachschnittstellen kürzlich angepasst, deshalb gibt es keine vollständige Timeline. Die bisherigen Zahlen zeigen aber: Der Anteil der Online-Erwachsenen, die Voice-Tools wöchentlich nutzen, wächst nur langsam – von Massenverbreitung ist keine Rede.
Weltweit nutzen – Stand heute – weniger als ein Viertel (23,1 Prozent) Sprachassistenten wie Siri oder Alexa, um Informationen zu finden oder Aktionen auszuführen (z. B. Musik abspielen) – innerhalb der letzten sieben Tage.
Je nach Land schwankt die Nutzung deutlich: von 32,2 Prozent in Mexiko bis zu 7,3 Prozent in Kroatien.
China und Indien heben den globalen Schnitt nach oben – in vielen Teilen Europas und Südostasiens liegt der Wert weiterhin unter 20 Prozent.
Bemerkenswert: Alter und Geschlecht machen einen Unterschied. Jüngere Männer geben am häufigsten an, in der vergangenen Woche einen Sprachassistenten genutzt zu haben.
Fazit: Entwickler setzen wieder stark auf Voice Control – die breite Nutzerakzeptanz hinkt aktuell aber noch merklich hinterher.
Das Comeback der E-Mail
Und zum Abschluss ein echter Online-Klassiker: Die aktuellen GWI-Daten zeigen, dass die monatliche Nutzung von E-Mails aktuell auf einem Allzeithoch liegt – der Klassiker der Online-Kommunikation ist so lebendig wie nie.
Mehr als drei Viertel aller Erwachsenen online geben an, in den letzten 30 Tagen E-Mails genutzt zu haben. Laut GWI-Umfrage aus Q2 2026 haben 76,4 Prozent der Befragten dies bestätigt.
Spannend daran: Die ohnehin schon hohen Zahlen werden durch die Werte aus China deutlich nach unten gezogen. Ohne China steigt der weltweite Schnitt sogar auf 86,6 Prozent.
Interessanterweise nutzen alle ostasiatischen Länder laut GWI-Umfrage E-Mail seltener als der weltweite Durchschnitt, obwohl die digitalen Landschaften dort sehr unterschiedlich sind. Egal ob Südkorea, Japan oder Hongkong – alle liegen klar unter dem globalen Schnitt.
Am anderen Ende des Spektrums sind die Nigerianer vorn: 98,4 Prozent der Befragten geben an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal einen E-Mail-Dienst genutzt zu haben.
Auch in Südafrika liegt die monatliche E-Mail-Nutzung klar über 95 Prozent. Brasilien landet auf Platz drei mit 94,7 Prozent.
Die Daten widerlegen Klischees
GWI stellt fest: Rentner nutzen E-Mails am häufigsten. Direkt dahinter folgen aber schon die Jüngsten – bei den 16- bis 24-Jährigen sagen 78,9 Prozent, dass sie mindestens einmal monatlich E-Mails verschicken.
Noch überraschender: Laut GWI gehen die E-Mail-Zahlen mit steigendem Alter zurück – mit Ausnahme der Rentner [wobei GWI diese Altersgruppe nur in ausgewählten Ländern erfasst, daher könnte der Trend noch klarer werden, wenn diese Gruppe überall einbezogen wäre].
Für Marketer steckt hier mehr als nur Trivia – diese Trends liefern handfeste Erkenntnisse für die Praxis.
Gerade weil die Web-Nutzung sinkt (wie im Artikel ausführlich gezeigt) und Algorithmen in KI und sozialen Netzwerken immer mehr bestimmen, bleibt E-Mail einer der wenigen Kanäle, die Marketer noch ein Stück weit selbst steuern können.
Falls E-Mail bisher kein Teil eures Marketing-Mix ist, lohnt sich ein (erneuter) Blick auf das Potenzial im Jahr 2027.
Mehr Einblicke
Das war’s (fast) mit der Zusammenfassung für dieses Jahr [ob 10.000 Wörter noch als „Zusammenfassung“ gelten?]. Wer mehr Details aus dem globalen Digital-Datensatz 2027 entdecken möchte, findet hier zusätzliche Inhalte:
- Vernetzung im Kontext: Digital weltweit
- Umfassende Analyse zur KI-Nutzung
- Das stetige Verschwinden des klassischen WWW
In den nächsten Wochen veröffentlichen wir außerdem alle lokalen Digital 2027-Länderberichte auf DataReportal.
Darin findet ihr ein einzigartiges Datenpaket zu digitaler Nutzung und Verhalten – für alle bewohnten Länder der Welt, mit Ausnahme von dreien [für Nordkorea, Pitcairn und den Vatikan gibt es leider zu wenig Daten].
Die Reports erscheinen ab Mitte November 2026, sobald sie fertig sind. Am besten findet ihr sie über unser DataReportal Library Index.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann mich gerne auf LinkedIn kontaktieren.
Und natürlich: Im Frühjahr 2027 erwarten dich spannende neue Formate dieser Global Digital Report-Reihe…
Und zu guter Letzt…
Noch ein Blick auf die vielleicht wichtigste Grafik des aktuellen Reports – denn manchmal ist das Leben eben doch ein Katz-und-Hund-Spiel.
Und wie schon in den letzten Jahren müssen Hunde erneut einstecken – ein haariges Jahr für sie.
Google verrät: Am Ende von 2026 regieren Katzen weiterhin das Netz, mit 4,15 Milliarden Suchergebnissen – Hunde kommen „nur“ auf 4,02 Milliarden.
Vielleicht liegt das am mangelhaften API-Training. Das Rudel sollte sich nicht vom Postman aus der Ruhe bringen lassen.
Gerüchte gibt es auch: Anonyme Alligatoren beschuldigen Katzen, gemeinsam mit einem Python die Statistiken zu manipulieren – aber bisher fehlt der krallenfeste Beweis…
Noch kurioser: Content Creator drehen völlig auf – Google Trends zeigt, dass Suchanfragen nach Hunden die nach Katzen im Verhältnis 86 zu 53 übertreffen.
Dafür sind Katzen auf Wikipedia beliebter: Seiten rund um Katzen wurden in den letzten zwölf Monaten 3,17 Millionen Mal aufgerufen, Hundeseiten kamen auf 2,19 Millionen.
Auf Instagram holen die #dogsofinstagram allerdings auf: Posts mit #dog übertreffen #cat bei den Beiträgen – 398 Millionen vs. 313 Millionen.
Bei TikTok haben Hunde aber das Leckerli abgegeben – hier wurden Beiträge mit #cat ganze 90 Milliarden Mal mehr betrachtet als solche mit #dog.
Auf Reddit ist das Rennen deutlich: Die Community r/cats zählt fast fünfmal so viele Mitglieder wie r/dogs.
Und zu guter Letzt ein echter Richtungswechsel: Bei X interessiert sich das Werbepublikum jetzt signifikant stärker für Katzen als für Hunde.
Angesichts der Daten im letzten Jahr habe ich das Gefühl, bei X tut sich etwas – vielleicht ist’s ein Katzenpfotenschritt voraus.
Trotz letzter Zweifel: Die Fakten sprechen für sich. 2026 geht der Sieg erneut an die Katzen… wieder mal.
Allerdings munkelt man, dass Hunde im Labor am nächsten großen Ding tüfteln: einer neuen LLM namens Clawd.ai.
Und sollte dieses Projekt schneller als CatGPT werden, könnte 2027 das Jahr werden, in dem ihr #BeMoreDog erlebt.
Hinweis: Simon Kemp ist Markenbotschafter von GWI.
