Social Media Trends 2017

Social Media Trends 2017

darwinapps
7 Februar 2017

Der Einsatz von Social Media im Unternehmenskontext entwickelt sich in einem enormen Tempo und ist schon länger auch aus dem Marketing nicht mehr wegzudenken. Welche Trends und Entwicklungen werden hierbei im neuen Jahr besonders wichtig? Wir haben für Sie eine Liste der bedeutendsten Social Media Trends 2017 zusammengestellt.

Trend # 1: Live-Videos

Ein Trend, der vor allem im letzten Jahr besonders an Bedeutung gewonnen hat, ist das Live-Streaming. Facebook hat sein enormes Wachstum im letzten Jahr unter anderem diesen Videoinhalten zu verdanken und auch Instagram hat nachgezogen und bietet seit kurzem Live-Videos über die Funktion Instagram Stories an. Wir werden nicht müde zu erzählen, dass Videos unter den erfolgreichsten Tools sind, um Engagement zu generieren und um Nutzer möglichst lange auf der eigenen Plattform zu halten. Große Möglichkeiten für Marken: Eine Studie zeigte, dass 89% der Nutzer von Live-Videos auch schon einmal ein Video einer Marke angeschaut haben. Neben der eigenen Bewerbung der Produkte, bietet sich auch die Einbindung von Influencern über Live Content an oder Sie übertragen eine Ihrer Unternehmensveranstaltungen live ins Netz.

Große Marken, die bereits Facebook-Live nutzen sind zum Beispiel Adidas und TUI oder der Nachrichtendienst Tagesschau. Aber auch für kleinere Unternehmen und Mittelständler ist Live-Streaming eine gute Möglichkeit relativ kostengünstig die eigene Botschaft zu verbreiten und Kunden wie Interessensgruppen hautnah an ihrem Unternehmen teilhaben zu lassen. Um dieser gestiegenen Nachfrage nach Live Videos entgegen zu treten, rüsten auch die Anbieter von Live Streaming Diensten immer mehr auf. So startete Twitter bereits im letzten Jahr die Kooperation mit Periscope und Facebook soll eine App für Apple TV planen und so in das Fernsehwerbegeschäft mit einsteigen. Die erweiterte Funktion soll Nutzern die Möglichkeit bieten, Facebook-Videos auf dem Fernseher zu schauen, zu bewerten und sich mit anderen Nutzern auszutauschen.

Mobile Video

Trend # 2: Virtual Reality

Virtual-Reality-Videos lassen Nutzer nicht nur zuschauen – wie bei Live Content – sondern geben ihnen vielmehr das Gefühl hautnah dabei zu sein. Facebook hat diesen Trend längst erkannt und eine eigene VR-Brille auf den Markt gebracht. Laut Mark Zuckerbergs ambitionierter Prognose sollen in zehn bis fünfzehn Jahren 1 Milliarde Menschen eine Virtual-Reality-Brille besitzen. Bislang wird die noch sehr kostenintensive Technik allerdings größtenteils im Computerspiele- und Entertainmentbereich eingesetzt. Wie kann man diesen Trend nun auch für Social Media Aktivitäten nutzen? Sogenannte 360-Grad-Videos bieten sich vor allem beim Storytelling an, da sie den Konsumenten hautnah Geschichten rund um Marke, Produkt oder Unternehmen erleben lassen. Die New York Times nutzt Virtual Reality zum Beispiel schon für einige ihrer Reportagen und schafft damit besonders spannende Geschichten. Diese neue Form der Berichterstattung bringt den Nutzer viel näher an das Geschehen und bindet ihn emotional ein. Die Technologie eignet sich darüber hinaus besonders für Werbekampagnen, Events oder Orte, die emotional veranschaulicht werden sollen. Der Weg der Virtual-Reality-Technologie findet jedoch gerade erst ihren Weg in die Marketing- und Social-Media-Abteilungen unserer Unternehmen und lässt zum jetzigen Zeitpunkt nur erahnen was es für ein enormes Potenzial birgt.

Trend # 3: Augmented Reality

Für Marken mit stationärem Handel sind die Entwicklungen rund um Augmented Reality besonders spannend. Augmented Reality ist eine Erweiterung der wahrgenommenen Realität. Im Gegensatz zur Virtual Reality wird hier keine eigene virtuelle Welt erschaffen, sondern die reale Umgebung um digitale Informationen erweitert. Eines der bekanntesten Beispiele für Augmented Reality ist das ortsbasierte Spiel „Pokémon GO“. Wie die Einbindung von AR in das Marketing funktioniert, zeigt der Versandhandel Otto mit seinem Virtual Fitting Room. Nutzer können sich hier über ihre eigene Webcam in der virtuellen Umkleidekabine sehen, ausgewählte Kleidungsstücke anprobieren und dies sogar mit ihren Freunden teilen. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die Mobile App „Make-up Genius„, bei der verschiedene Kosmetikprodukte der Firma L´Oréal durch einen virtuellen Spiegel auf dem eigenen Gesicht getestet werden können. Ein großer Vorteil von AR gegenüber klassischer Marketingmaßnahmen ist, dass die von Unternehmensseite bereitgestellten Informationen nicht nur passiv konsumiert werden, sondern eine Interaktion von Nutzer und Produkt besteht und die Inhalte so viel bewusster wahrgenommen und verarbeitet werden.

Mobile device showing augmented reality
Bildquelle: http://www.gruenderszene.de/allgemein/werbung-augmented-reality

Trend # 4: Standardisierung

Der Trend zur Standardisierung meint, dass sich die Funktionen der führenden Social Media-Plattformen immer mehr angleichen. So erinnern Instagrams Instagram Stories schon sehr stark an Snapchat und auch Facebook greift eine Snapchat-Funktion auf: In ersten Pilotmärkten werden Facebook-Nutzer bereits dazu aufgefordert mit ihrer Kamera ein Selfie zu machen und dafür einen der voreingestellten Filter zu nutzen, die dem ein oder anderen Snapchat-Nutzer bekannt vorkommen mögen. Und auch YouTube möchte sich mit der neuen Funktion Backstage  in die Riege der Social Media-Plattformen einordnen. Nutzer sollen zukünftig über die neue Funktion Kommentare hinterlassen können und sich so mit anderen Nutzern austauschen und verbinden. Damit unterscheiden sich funktional gesehen immer weniger Social Media Kanäle voneinander. Neue Plattformen und Anbieter müssen sich deutlich differenzieren und positionieren, damit sie sich noch von der nahezu übermächtigen Konkurrenz abheben können.

Trend # 5: Politik in den Social Media

Auch wenn das Thema Politik noch nie unbedeutend in den Social Media war, ist zu erwarten, dass die enge Verstrickung beider Bereich in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen wird. Vor allem auf Facebook und Twitter wird heiß diskutiert und Meinungen geteilt, aber auch immer mehr Politiker, Parteien und Vereine entdecken Instagram als geeignetes Marketinginstrument für sich. Marketingverantwortliche auf Unternehmensseite halten sich mit einigen Ausnahmen in politischen Debatten jedoch bislang noch zurück. Generell sollte so eine Beteiligung auch nur nach reiflicher Überlegung, welche Auswirkungen eine politische Positionierung des Unternehmens haben könnte, erfolgen. Und vor allem sollte die Beteiligung an politischen Diskussionen, Stimmungsbildern und Meinungsmache nie aus reinen Marketingüberlegungen erfolgen, sondern nur, wenn das Unternehmen tatsächlich dahinter steht.

Trends # 6: Chatbots

Auf den Trend  von Chatbots haben wir bereits in unseren Marketing Trends 2017 hingewiesen, aber genauso lässt er sich natürlich in die Reihe der Social Media Trends einordnen. Chatbots sind künstliche Intelligenzen, die Nutzerfragen beantworten, informieren und sie durch die Unternehmenswebseite navigieren. Vor allem im Kundenmanagement finden Chatbots schon jetzt eine große Verwendung. Ist die Technik jedoch nicht nicht genügend ausgereift, können Chatbots noch sehr fehleranfällig sein und den Kunden eher verstimmen denn zum Kauf anregen.