Social Listening für kleinere Unternehmen: 5 Tipps wie Sie das meiste aus Ihren Tools machen können

Social Listening für kleinere Unternehmen: 5 Tipps wie Sie das meiste aus Ihren Tools machen können

Leslie Nuccio
8 August 2014

Social Listening Tools gibt es en masse, von kostenfrei bis kostenpflichtig ist alles dabei. Wie so vieles auf der Welt folgen auch die Tools dem Schema: Man bekommt das, wofür man bezahlt.
Deshalb gibt es auf LinkedIn und ähnlichen Netzwerken einige Diskussionen darüber, ob sich die Investition in ein kostenpflichtiges Social Listening Tool für Kleinunternehmer lohnt.
Ich habe den Großteil meiner beruflichen Karriere damit verbracht, kleinere Unternehmen und NGO’s dabei zu helfen ihre Marketingpläne umzusetzen. Deshalb spreche ich hier aus meiner Erfahrung:

Social Listening Tools haben gerade für kleinere Unternehmen einen sehr hohen Nutzen, da sie für das gesamte Unternehmen verwendet werden können.
In den meisten Fällt rührt die Verwirrung um Social Listening sicherlich aus der Fehlannahme, dass Social Listening Tools speziell für Social Media Marketing verwendet werden sollten, da diese Tools Social Media Seiten monitoren. Für viele von uns ist Social Media Marketing jedoch noch immer eine undurchsichtige Marketingdisziplin.  Die Geschäftsziele sind oftmals nicht klar abgesteckt sind, weshalb uns Social Media Marketing manchmal als Schatzsuche ohne Schatzkarte erscheint.

Vereinfacht gesagt ist Social Listening eine Social Suche. Ein gutes Social Media Monitoring Tool macht sich Big Data zunutze und filtert die unzähligen Konversationen, die alle gleichzeitig in den sozialen Netzwerken stattfinden. Das Tool kann Ihnen so die Informationen zu liefern, die Sie für Ihre Geschäftsziele brauchen.
So gesehen sind Social Listening Tools vielseitig einsetzbar: Fast jeder Mitarbeiter im Unternehmen findet Verwendung für ein solches Tool. Auf Grund dieser Tatsache sind gute Social Listening Tools ihr Geld wert; vor allem dann, wenn mit dessen Hilfe mehrere Nutzer verschiedene Profile aufsetzen können. Wenn Ihr Boss also das Budget für ein Social Listening Tool genehmigen soll, stellen Sie sicher, dass die Software einem bestimmten Geschäftszweck dient. Und jetzt ohne weitere Umschweife…

5 Tipps, wie Sie als kleineres Unternehmen ein Social Listening Tool am besten nutzen

1) Wettbewerbsanalyse

Wettbewerbsanalysen waren stets zeit- und kostenintensiv und mussten mit externen Auftragnehmern oder Agenturen durchgeführt werden. Diese maßen den Erfolg oftmals an Dingen wie „Share of Voice“ und „Aided Brand Awareness“, deren Wirkung jedoch schwer statistisch zu erfassen ist. Inzwischen können Sie sich mittels Social Listening Tools mit Ihren Wettbewerbern auf unterschiedliche Art und Weise vergleichen:

  • Positionierung: Was sagen Ihre Wettbewerber über sich selbst und wie ist deren Resonanz? Finden Sie heraus, wie Ihre Wettbewerber sich und Ihre Produkte innerhalb des Marktes positionieren und welches Feedback sie daraufhin von der Community erhalten. Diese Informationen können Ihnen bei Ihrer eigenen Marketingstrategie weiter helfen.
  • Produkte: Gibt es Hinweise im Netz an welchen Produktinnovationen Ihre Wettbewerber bereits arbeiten?
  • Share of Voice: Wer von Ihnen erreicht die höchste Interaktivität? Die Anzahl der „Follower“ ist nicht die beste Maßeinheit um den Erfolg Ihres Social Media Marketing Programms zu messen. Das Messen von Retweets und Nennungen und das Engagement, also die Interaktion mit der Zielgruppe, sind sehr viel wichtiger zu beobachten. Und als Bonus identifizieren Sie eventuell einige Influencer Ihrer Marke.
  • Awareness: Wie steht es um die Brand Awareness Ihrer Wettbewerber? Wie sieht diese im Vergleich mit Ihrer aus?Eine gute Möglichkeit um das herauszufinden, ist sich anzuschauen, wie es um das Engagement auf Ihren bzw. den Seiten des Wettbewerbers steht. Wächst oder verkleinert sich Ihre Community? Ist es stets dieselbe Gruppe an Personen, die mit Ihnen bzw. Ihren Wettbewerbern interagiert oder wächst diese Gruppe?

 

2) Creative Direction

Werbung ist teuer und Sie möchten sicherlich keine Email-Kampagne versenden ohne vorher die Betreffzeile getestet zu haben.Twitter ist super um Betreffzeilen und die Message zu testen: Probieren sie verschiedene Taglines und Hooks, um herauszufinden, was davon die meisten Klicks generiert. Diese Methode lässt sich auch im Falle einer Krisenkommunikation anwenden.

3) Produkt Recherche

Nicht nur Ihre Wettbewerber sprechen über die Branche und die Produkte. Auch Influencer und Kunden sprechen darüber. Erstellen Sie also auch allgemeine Suchmuster zu Ihrer Branche- man kann nie wissen, man findet.

4) HR

Wissen Sie, was Ihre Mitarbeiter und Bewerber über Sie sagen? Seiten wie Kununu bewerten Ihr Unternehmen und Ihren Bewerbungsprozess. Für Ihr Employer Branding ist es wichtig zu beobachten, wie Sie von der Außenwelt wahrgenommen werden.

5) Markttrends

Es gibt Branchen-Influencer und Kunden- und dann sind da noch die Investoren. Wenn Sie Markttrends beobachten, ist es ebenso wichtig auch den eben genannten Gruppen zu folgen und zu hören, was diese zu sagen haben. Ein gutes Social Media Monitoring Tool bietet die Möglichkeit mittels eines Community Features Influencern zu folgen und diese zu taggen.

Weiterführende Informationen zum Thema Social Listening für Unternehmen lesen Sie in unserem kostenlosen Social Listening Guideoder besuchen Sie unser Social Listening Webinar. Beide Möglichkeiten bieten Ihnen fundiertes Wissen rund um das Thema Social Listening und wie Sie dieses am besten für Ihr Unternehmen nutzen.