So begeistern Sie Influencer für sich

So begeistern Sie Influencer für sich

darwinapps
27 Juni 2016

Seien Sie mal ehrlich: Sie wollen Sichtbarkeit und ein Profil – da wäre es doch das Nonplusultra, wenn ein Influencer Sie unterstützen und Ihre Beiträge teilen würde?

Ein Wunsch, der viel leichter zu erfüllen ist, als Sie denken.

Influencer sind ganz nah

Es ist absolut möglich, von Influencern bemerkt zu werden, aber hierfür ist es wichtig, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein und dazu noch das Richtige zu tun. Und dabei macht es keinen Unterschied, ob es um Journalisten, Social Media Influencer oder Meinungsmacher in Ihrem Markt geht. Es gilt immer das Gleiche. Sie wollen zum Beispiel für die Huffington Post bloggen? Das liegt definitiv in Ihrer Reichweite.

Es ist viel einfacher, als Sie denken. Aber die meisten Leute denken zu viel drüber nach, machen es zu kompliziert und gehen vor allem die ganze Sache ganz falsch an. Natürlich müssen Sie wissen was zu tun ist, aber genauso müssen sie wissen, was nicht zu tun ist, damit Sie sich nicht lächerlich machen oder noch schlimmer: wie ein Stalker erscheinen.

Wie Sie Influencer ansprechen können

Es war noch nie leichter, Personen über das Internet anzusprechen – ganz gleich wen. Blogs, Online-Kontakte und zahlreiche weitere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme stehen heute zur Verfügung. Alle Personen, die Sie erreichen wollen, sind also auch erreichbar – und genau da liegt die Herausforderung. Es scheint zu leicht und wird damit zum Glücksspiel.

Glauben Sie immer noch, dass Sie nur genügend Personen mit Ihrer Mail-Vorlage kontaktieren müssen, um irgendwann eine Antwort zu bekommen? Naja, das ist ein bisschen so, als würden Sie einen Eimer Farbe an die Wand werfen und hoffen, dass eine perfekt gestrichene Wand dabei herauskommt. Natürlich wird ein bisschen der Farbe haften bleiben, aber schön wird es sicherlich nicht aussehen und vor allem werden Sie hinterher ziemlich viel aufräumen müssen.

Auch wenn Sie kein Influencer sind, stellen Sie sich mal vor, Sie bekommen solche E-Mails: „Hey, mir gefällt, was Du schreibst. Hab´s geretweetet. Kannst du mich jetzt auch retweeten und kann ich auf deinem Blog etwas über die gesundheitlichen Vorteile von Goji-Beeren schreiben?“ Jetzt können Sie sich vorstellen, mit was Influencer täglich bombardiert werden. Dinge, die nicht relevant sind, Inhalte, die weder interessant noch aktuell sind, Posts, die einfach nicht dem eigenen Standard entsprechen und Inhalte, die offensichtlich Teil von Massen-Mails sind.

Es geht um die Person

Genau hier liegt der Kern des Problems – die Person, die sie erreichen wollen, ist ja auch nur genau das: eine Person. Also behandeln Sie sie auch wie eine und nicht nur wie ein weiterer Name oder eine Nummer auf Ihrer Liste. Respektieren Sie sie und respektieren Sie ihre Zeit. Wenn Sie sich an einen Influencer wenden und nichts von ihm hören, kann das sicherlich viele Gründe haben. Aber am wahrscheinlichsten ist, dass Sie den grundlegendsten Fehler gemacht haben und Ihre eigenen Bedürfnisse über die des Influencers gestellt haben.

Wir haben festgestellt, dass eine Verbindung zu Influencern am besten aufgebaut werden kann, wenn man ehrlich ist und etwas gibt, ohne direkt etwas im Gegenzug zu erwarten. Tatsächlich sollten Sie Influencer also viel mehr als ein Sprungbrett betrachten. Daher: Teilen Sie Ihr Wissen, Ihre Geschichte, Ihre Insights, Ihre Erfahrungen, sofern sie relevant für die Arbeit des Influencers sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Betrachten wir einmal ein Beispiel, wie es funktionieren kann – und sicher auch bei Ihnen funktionieren wird.

Arianna Huffington kann für Sie relevant sein

Möchten Sie zum Beispiel einen Blogpost in The Huffington Post veröffentlichen, kann man zunächst über die klassischen Kanäle gehen. Was ist das Ergebnis? Normalerweise keins. Die Anfrage landet in deren Pitch-Inbox und versauert dort – und man hat keinen direkten Kontakt, bei dem man nochmal nachfragen könnte. Sehr frustrierend.

Den Misserfolg abgeschüttelt und anderen Dingen zugewendet, bleibt das dennoch im Hinterkopf. Zufällig stoßen wir später auf ein Interview von Arianna Huffington über ihr Buch Thrive und eine Zeit in ihrem Leben, in der sich ihre Perspektive nach einem Zusammenbruch grundlegend änderte: Von nun an fokussierte sie sich vielmehr auf das, was ihr im Leben wichtig ist.

Eine unserer Marketingkolleginnen fühlte sich davon so angesprochen, dass sie das Bedürfnis verspürte, Arianna persönlich eine E-Mail zu schreiben – und das nicht (nur) um den eigenen Blogpost zu pitchen, sondern auch, um ihr einfach dafür zu danken, dass sie ihre Geschichte und ihre Botschaft geteilt hat und damit auch andere Leute zum Nachdenken angeregt hat. Das Ergebnis? Die Kollegin wurde eingeladen einen Blogpost für The Huffington Post zu schreiben. Und Sie können das auch.

Natürlich müssen Sie aufpassen, da draußen nicht überholt zu werden. Natürlich möchten Sie mehr Profil und Sichtbarkeit bekommen, mehr Coverage, mehr Gastblogposts, mehr Traffic, mehr Follower und mehr Kunden, die bei Ihnen anklopfen. Und Sie wissen, dass Influencer, die Sie unterstützen, enorm dabei helfen können.

Aber manchmal müssen Sie einfach aufhören, es zu sehr zu wollen und einfach Dinge teilen, weil Sie es wollen. Das ist ein viel besserer Ansatz als Ihren Pitch an der falschen Stelle zu platzieren oder jemanden um etwas zu bitten, bevor Sie überhaupt versucht haben , eine Verbindung aufzubauen.

Wechseln Sie öfter mal die Perspektive

Überlegen Sie mal, wie Sie es finden würden, wenn Sie jemand anschreibt und sagt, er hätte Sie geretweetet und bittet Sie im gleichen Atemzug um einen Gefallen? Oder jemand, der Ihnen einfach etwas gibt und Ihre Inhalte teilt, nur um zu helfen, ohne direkt etwas im Gegenzug zu erwarten? Schauen wir uns also einmal an, was genau Sie so Influencern „geben“ können.
• Teilen Sie ihre Inhalte in den Social Media
• Kommentieren Sie ihre Status-Meldungen und Tweets
• Kommentieren Sie ihren Blog
• Beantworten Sie ihre Fragen
• Senden Sie ihnen Informationen, Material und Insights zu, die in Verbindung zu ihren Podcasts oder Blogs stehen
• E-mailen Sie ihnen Empfehlungen für potenzielle Podcast-Interviewpartner oder Gastblogger
• Teilen Sie erfolgreiche Momente, wenn diese auf ihren Tipps, Trainings und Produkten beruhen
• Antworten Sie auf ihre E-Mail Newsletter
• Teilen Sie Ihre eigene Geschichte, wenn sie in Bezug zu dem steht, was sie machen oder gemacht haben
• Verbinden Sie sie mit Personen, die ihnen helfen könnten