Marketing Trends 2017

Marketing Trends 2017

darwinapps
5 Januar 2017

Das neue Jahr steht in den Startlöchern und gerade in den ersten Wochen häufen sich Artikel, Listen und Empfehlungen der Trends 2017, die wir auf keinen Fall verpassen sollten. Eine Hitliste jagt die nächste – und wir verschaffen Ihnen einen Überblick, sozusagen eine Hitliste der Hitlisten der Marketing Trends 2017.

Trend # 1: Analysen

Der Trend zu Analysen, detaillierten Reportings und KPIs ist erstmal nichts Neues, aber er wird in diesem Jahr noch wichtiger werden. Vorstände verlangen mehr und mehr nach konkreten Zahlen, die die Effizienz und Effektivität Ihrer Marketingarbeit belegen. Gerade im Bereich Social Media und Content Marketing ist dies für viele Verantwortliche immer noch Neuland. Dabei sollte es Kern Ihrer Arbeit sein, bereits im Vorfeld relevante KPIs zu definieren, um diese dann zu überwachen und zu optimieren. In unserem Webinar finden Sie zum Beispiel eine Anleitung, um Statistiken Ihrer PR- und Marketingarbeit zu erstellen. Vielleicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr, den Sie direkt angehen sollten?

Der Trend zu immer mehr Analysen beschäftigt sich allerdings nicht nur mit ROI, Reportings und Effizienzüberwachung, sondern auch mit den immensen Möglichkeiten, die uns Big Data bietet. Vor allem im Bereich Markt- und Konsumentenverhalten liegt hier noch viel ungenutztes Potenzial, mit dem wir unsere Kampagnen und Marketingaktivitäten noch zielgruppenspezifischer gestalten könnten und Konsumentenbedürfnisse befriedigen, bevor diese überhaupt eine aktive Nachfrage danach entwickelt haben.

Ob Big Data oder Reportings: Die zunehmende Nutzung von Analysen verlangt auch nach einer zunehmenden Visualisierung der Daten, da sonst Interpretation und Verständnis immer schwieriger wird. Und nicht nur uns hilft eine Visualisierung: Auch im Content Marketing kommen Infografiken besonders gut an.

Trend # 2: Influencer Marketing

Influencer Marketing wird auch 2017 eines der Buzzwörter im Marketing bleiben. Warum Influencer für Ihre Arbeit wichtig sind, Tipps für Ihren Einstieg ins Influencer Marketing und wie Sie Kontakt mit ihnen aufnehmen waren bereits im vergangenen Jahr einige unserer Themen auf dem Blog. Im Influencer Marketing geht es vor allem um Glaubwürdigkeit und der mangelnden Glaubwürdigkeit, mit der sich die klassische Werbung heute mehr und mehr konfrontiert sieht. Aber nicht nur schenken wir Menschen unseresgleichen mehr Vertrauen, wenn sie ein Produkt empfehlen, sondern haben Influencer auch eine viel höhere Reichweite als klassische Werbung . Ein kurzer Clip auf YouTube bringt manchmal Millionen Klicks – Zahlen von denen viele klassische Werber nur träumen können. Da das Thema Influencer Marketing schon im vergangenen Jahr ganz oben auf unserer Liste war, geht es 2017 mehr um die Professionalisierung dieser Kooperationen und Beziehungen. Eine Influencer-Datenbank kann Ihnen zum Beispiel dabei helfen, die richtigen Kontakte für Sie zu finden und Ihnen so viel Zeit und Arbeit sparen.

Trend # 3: Markenbotschafter

Auch Trend Nummer drei sind wir bereits im vergangenen Jahr begegnet und steht genau wie Influencer Marketing noch immer ganz oben auf der Liste an Marketing-To-Dos. Der Unterschied von Markenbotschaftern zu Influencern ist, dass es sich hierbei um Mitarbeiter handelt, die aus eigenem Antrieb Botschaften oder Artikel der Marke und des Unternehmens teilen. Beliebte Portale hierfür sind Xing und LinkedIn. Weiter nutzen viele Unternehmen einen unternehmenseigenen Hashtag, unter dem Mitarbeiter Bilder auf Instagram teilen können und so einerseits selbst miteinander verbunden sind und andererseits auch Externe auf das Unternehmen aufmerksam machen. Für das Posten unternehmensbezogener Bilder muss es allerdings klare Richtlinien geben, um das Unternehmen nicht in einem ungünstigen Licht zu zeigen. Klappt dies allerdings, können solche Hashtags auf schöne und ungezwungene Weise die Unternehmenskultur zeigen und somit als beste Eigenwerbung dienen. Markenbotschafter sind also eine kluge und vor allem authentische Form der Kommunikation und können nicht nur das Kundenvertrauen steigern, sondern auch einen großen Schritt hin zu mehr Authentizität und Glaubhaftigkeit machen.

Trend # 4: Visueller Content & Livestreaming

Durch Facebook Live oder Instagram Stories wurde im letzten Jahr der Weg für unseren Trend Nummer vier geebnet. Nicht nur kursieren immer mehr Fotos und Videos in den sozialen Netzen, sondern wird visueller Content auch für Marketingverantwortliche immer wichtiger. Kein Wunder, Fotos und Videos werden im Gehirn viel schneller verarbeitet als reiner Text und erzielen zum Beispiel auf Facebook eine 94%-höhere Engagement-Rate. Werden diese Videos in Echtzeit übertragen, spricht man von Live Content, der ein nie da gewesenes Gefühl von Nähe und Authentizität zu der Marke vermitteln kann.

Im Rahmen von Live Content gewinnt auch interaktiver Content immer mehr an Bedeutung. Hierbei hören Konsumenten nicht einfach nur passiv der Übertragung zu, sondern haben auch die Möglichkeit sich aktiv zu beteiligen, etwa durch die Einbindung eines interaktiven Frage- und Antworttools oder durch Umfragen, Abstimmungen oder kleinere Wettbewerbe.

Trend # 5: Virtual Reality & Augmented Reality

Durch Virtual Reality bzw. Augmented Reality können Marken ein authentisches Markenerlebnis schaffen und so das eigene Produkt oder die Marke für den Konsumenten unabhängig von geografischen Barrieren erlebbar machen. Ein gelungenes Beispiel hierfür zeigte vergangenes Jahr Etihad mit der virtuellen Führung durch den neuen A380. Aber auch Augmented Reality ist spätestens seit Pokemon GO einer weitaus größeren Gruppe als nur Technik-Profis ein Begriff. Auch in Hinblick auf Marketing wird dieser Trend immer heißer diskutiert. Wir dürfen gespannt sein, was wir also in diesem Jahr noch alles erwarten dürfen. Bereits jetzt besitzt jeder 6. Deutsche ein Virtual Reality-Headset oder plant zeitnah eines zu erwerben. Genau hier liegt neben der eigenen Nutzung von Virtual Reality oder Augmented Reality eine weitere Chance unseres Trends Nummer fünf: Viele (zukünftige) Nutzer suchen intensiv nach Informationen – und genau hier können Sie mit Ihrer Content Strategie ansetzen, indem Sie die richtigen Informationen im richtigen Moment anbieten und so Nutzer ganz nebenbei auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen.

Trend # 6: Chatbots

Vielleicht sind Chatbots teilweise noch nicht ganz ausgereift, aber dennoch sollten Sie sie 2017 auf Ihrem Radar haben. Viele denken bei Chatbots immer noch an ein nerviges Pop-up einer Webseite, das aussieht wie aus den 90er, sagt Adam Toren. Aber diese Zeiten sollten im neuen Jahr endgültig vorbei sein. Denn inzwischen sind einige Chatbots schon so gut, dass es Ihnen noch nicht einmal aufgefallen sein wird, dass Ihr Gegenüber kein Mensch sondern eine Maschine war. Im Marketing können Chatbots vor allem im Kundenkontakt und –service eingesetzt werden. Hier ist jedoch immer noch Vorsicht geboten, denn ist die Technik noch nicht genügend ausgereift, könnte es zu fatalen Imageschäden führen, da Chatbots, wenn auch virtuell, in direktem Kundenkontakt stehen und so auch im schlimmsten Fall den größten Schaden anrichten könnten. Denn so spannend die Entwicklung um Chatbots ist, so fehlerbehaftet, statisch und wenig intuitiv sind leider viele noch.