Keine Zeit für Social Media Marketing? 10 Tipps für ansprechende Social Media Profile ohne großen Aufwand

Keine Zeit für Social Media Marketing? 10 Tipps für ansprechende Social Media Profile ohne großen Aufwand

Angela Wiesenmüler
29 Juli 2015

 

Den meisten von uns im Bereich Corporate Communications geht es doch so: Wir haben zu viel zu tun, um uns auf die Ausarbeitung einer Social Media Strategie zu konzentrieren. Meistens sind wir auch noch für den Content auf Social Media verantwortlich. Wie aber schaffen wir es dann, eine gute Social Media Strategie aufzusetzen?

Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie mit wenig Zeitaufwand das Beste aus Ihrem Social Media Auftritt machen:

1. Nutzen Sie ein Social Media Monitoring und Management Tool

Das ist ein absolutes Kinderspiel. Anstatt jeden Kanal einzeln aufzurufen um Posts zu schreiben oder die Aktivitäten dort zur verfolgen, können Sie mit einem Social Media Monitoring und Management Tool kostbare Zeit sparen: Mit einem solchen Tool können Sie alle Kanäle im Blick behalten und sehen, wo und wie Ihre Marke erwähnt wird und die User, die mit Ihren Accounts interagieren. (Wir bei Meltwater bieten zufällig ein solches Tool an).

2. Prioritäten setzen

Sie müssen nicht überall gleichzeitig sein. Wichtig sind die Kanäle, auf denen Ihre Zielgruppe zu finden ist. Als Faustregel kann man sich merken: Verbrauchermarken sollten auf Twitter und Facebook präsent sein, für B2B Unternehmen sind LinkedIn, Xing und Twitter ein Muss. Was andere soziale Netzwerke betrifft gilt auf keinen Fall “dabei sein ist alles”. Haben Sie keine Zeit dafür, die Kanäle zu betreuen dann eröffnen Sie keinen Account. Bevor Sie einen Account in einem sozialen Netzwerk aufsetzen überlegen Sie sich, was genau Sie sich von diesem Kanal erwarten und welche Kampagnen Sie dort starten möchten. Durch Pinterest und Instagram bekommen Sie zwar Zugang zu besonders aktiven Usern; diese sind aber nur dann an Ihnen interessiert, wenn Sie spannenderes zu bieten haben als Fotos Ihrer Produkte und Ihrer Mitarbeiter.

3. Finden Sie eine gute Balance zwischen eigenen und fremden Inhalten

Nicht jeder Post muss komplett aus neuen, eigenen Inhalten bestehen. Wahrscheinlich besteht ein Post sogar zu großen Teilen nicht aus eigenen Inhalten. Die Zeit, die Sie investieren um die neusten Nachrichten zu lesen und die Trends der Branche zu identifizieren hat gleich noch ei9nen weiteren positiven Nebeneffekt: Sie bekommen neue Ideen und News, die Sie auch Ihren Lesern zur Verfügung stellen können. Jedes Mal wenn Sie einen Artikel oder einen Social Media Post lesen sollten Sie sich überlegen, ob dieser auch für Ihre Follower interessant sein könnte. Teilen Sie ab und zu Links und erklären Sie kur in einem Kommentar, warum Sie diesen Link interessant finden.

Tipp: Folgen Sie Thought Leadern, Wettbewerbern und Vorreitern Ihrer Branche.
So sind Sie stets auf dem neusten Stand was deren Aktivitäten angeht. Und Sie können deren Posts teilen!

4. Antworten Sie, wenn jemand Sie erwähnt

Melden Sie sich bei Google Alerts an oder nutzen Sie eine Media Monitoring (und Social Media Monitoring) um zu verfolgen, wie und wo Ihr Unternehmen online erwähnt wird. Ist die Erwähnung positiv dann teilen Sie den Link zur entsprechenden Seite. Wichtig auch: Bedanken Sie sich für die Erwähnung! Ist die Erwähnung nicht ganz so positiv dann nehmen Sie sich die Zeit um über eine angemessene Antwort nachzudenken und Ihren Standpunkt darzulegen.

5. Dem Trend einen Schritt voraus sein

Wenn man daran gewohnt ist, nur die eigenen internen Plattformen zu nutzen vergisst man schnell, dass in den sozialen Netzwerken nicht nur Ihre Posts erscheinen. Ihre Posts mischen sich mit den Posts anderer User, Unternehmen und Influencer. Seien Sie auch darauf vorbereitet, dass Ihr Post auch untergehen kann. Das passiert insbesondere dann, wenn in Ihrer Community oder auch weltweit gerade ein einzelnes Thema im Fokus steht. Erscheint es Ihnen angebracht dann äußern auch Sie sich zu dem Thema. Schaffen Sie es dann noch, den Thementrend mit einer Veranstaltung Ihres Unternehmens oder Ihren Leistungen zu verknüpfen haben Sie eine wahre Goldmine gefunden.

6. Kommunikation in Echtzeit

Ihre Veranstaltungen und Events sind spannend für Teilnehmer und Gäste. Dank Social Media können aber noch mehr User und Professionals von Ihren Events profitieren. Die Arbeit, die Sie in Events stecken, sollte sich nicht nur in der Realität sondern auch in den sozialen Netzwerken auszahlen. Twitter zum Beispiel ist eine tolle Möglichkeit, um Live-Updates während eines Events zu posten. Sie haben keine Zeit, während der Veranstaltung Posts zu schreiben? Dann machen Sie Fotos und posten diese im Anschluss an die Veranstaltung. Auch eine gute Möglichkeit: Stellen Sie einen Hashtag für Ihr Event zur Verfügung und motivieren Sie Ihre Gäste dazu, unter während des Events zu posten.

7. Aussagekräftige Namensgebung

Überlegen Sie sich eine Content-Reihe, Mini-Marke oder Ähnliches, die Content zeigt, der mit Ihren Produkten oder Leistungen in Verbindung steht. Wir bei Meltwater bieten zum Beispiel jeden Freitag einen Twitterchat unter dem #marketinginsights an. Jede Woche posten wir dann das Transkript des Chats (kürzlich ging es zum Beispiel um Markenwahrnehmung). Haben Sie auch schon Aktionen gestartet, die Sie in einen ähnlichen Kontext setzen könnten? Follower werden so auf Sie aufmerksam und sehen die Regelmäßigkeit in Ihren Aktivitäten. So entsteht eine gewisse Erwartungshaltung seitens der Follower, die Ihnen Ihre Arbeit erleichtern kann: Sie können nach einem vorgefertigten Muster arbeiten. Fotos oder Text dazu posten und los geht’s

8. Nutzen Sie Daten

Sie wissen noch nicht, was Sie als nächstes posten sollen? Man muss kein Datenexperte sein, um frühere Posts durchzusehen und zu schauen, welche Ihrer Posts in der Vergangenheit gut angekommen sind. Wenn ein Post gut funktioniert hat, dann verbuchen Sie diesen Erfolg nicht einfach unter „Glück gehabt“. Was hat den Post erfolgreich gemacht? War er humorvoll? Hatten Sie ein Foto angehängt? War es ein persönlicher Post oder etwas besonders aktuelles? Wenn Sie wissen, warum Ihr Post gut angekommen ist können Sie die neuen Posts besser aufsetzen.

9. Bilder, Bilder, Bilder

Sie sind kein Grafikdesigner? Kein Problem. Vielen Unternehmen geht es ähnlich, die wenigsten haben tatsächlich einen in-house Grafikdesigner. Und auch dann, wenn tatsächlich ein Grafiker in-house angestellt ist liegt dessen Priorität nicht unbedingt bei Ihrer Instagram Kampagne. Auch dafür gibt’s eine Lösung. Mit einem kostenlosen online Programm lassen sich ganz einfach tolle Grafiken für Facebook, Instagram, Twitter usw. erstellen. Bei Canva zum Beispiel kann sind die Größen für Ads in verschiedenen sozialen Netzwerken als Vorlagen zu haben. Und auch ein Foto mit einer einfachen Textzeile kann professionell aussehen.

10. Routine ist das Stichwort

Setzen Sie sich ein Zeitfenster, in dem Sie gleich morgens die Konversationen und Nachrichten in den Social Media abrufen, sehen, wie und wo Ihr Unternehmen erwähnt wurde und gleich interagieren. Im Idealfall blocken Sie sich dann noch zwei kurze Zeitfenster während des Tages um nochmals kur einen Blick auf die sozialen Netzwerke zu werfen. Sie werden sehen: Es funktioniert und Sie sind noch näher an Ihren Kunden, Ihrer Zielgruppe und deren Interessen dran als vorher.