7 Tipps für Deinen Bewerbungsprozess 2019

7 Tipps für Deinen Bewerbungsprozess 2019

Jalda Otto
7 März 2019

Ende des letzten Jahres haben wir einen Blog Beitrag veröffentlicht, in dem es um Recruiting und Employer Branding Trends für 2019 ging.

Als Bewerber kann es helfen, wenn man über die neusten Trends up-to-date ist. Daher haben wir basierend auf den Recruiting und Employer Branding Trends 2019, Tipps für Deinen Bewerbungsprozess zusammengefasst. Wir geben Dir zu jedem Trend Tipps, wie du diesen in Deinen Bewerbungsprozessen für Dich optimal nutzen kannst.

 

Trend 1 – Eine auf die Bedürfnisse von Millennials abgestimmte Candidate Experience

Durch die in 2020 erreichte Vollbeschäftigung, wird es für Unternehmen immer schwieriger den richtigen Bewerber zu finden. Laut Staufenbiel geben bereits jetzt 55% der Recruiter an, dass sie den Fachkräftemangel, bei der Suche nach neuen Mitarbeitern, stark oder sehr stark spüren.

Wir erleben daher einen immer stärkeren Shift vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt, sprich Du bist zu großen Teilen zum bestimmenden Faktor im Bewerbungsprozess geworden. Es empfiehlt sich weiterhin, wie auch sonst im Leben, nicht als überheblich aufzutreten, jedoch kannst Du als Bewerber Deine Ansprüche und Erwartungen klar und selbstbewusst äußern. Unternehmen denken um und werden versuchen, diese umzusetzen. Äußere offen in Gesprächen Deine Kritik aber auch Lob am Bewerbungsprozess eines Unternehmens, nur so können wir dazulernen. Dafür bieten sich neben den persönlichen Gesprächen natürlich auch Arbeitgeberbewertungsportale wie zum Beispiel kununu an. Als Unternehmen versuchen wir, die Candidate Experience stetig zu verbessern.

Trend 2 – DON´T: Eintönige Employer Branding Strategien

Die meisten Unternehmen haben nicht viel Kreativität im Employer Branding bewiesen. So fällt auf, dass fast alle Unternehmen ähnliche Begriffe und Adjektive in ihrer Kommunikation mit Bewerbern verwenden. Es ist nicht leicht, als Unternehmen aufzufallen aber Kreativität und zielgruppengerechte Aktivitäten sollten den Anspruch an das eigene Employer Branding ausmachen.

Dasselbe gilt aber auch für Dich: Dein Anschreiben sollte ebenfalls zielgruppenspezifisch sein. Häufig werden in diesen die selben Phrasen und Floskeln verwendet, wodurch ein generischer Text á la Muster-Unternehmen entsteht. In der Grafik siehst Du sehr häufig verwendete Phrasen. 

Achte darauf, keine der hier genannten Aussagen in Deinem Anschreiben zu verwenden – wenn Du Deinen Recruiter vom Einschlafen und dem Drücken des Reject-Buttons abhalten willst. Vielmehr empfehlen wir Dir, Dich mit der Unternehmenssprache auseinanderzusetzen und diese auch in der Bewerbung einfließen zu lassen. Wir bei Meltwater sprechen zum Beispiel oft von Online Breadcrumbs und davon, Trainees ins kalte Wasser zu werfen, um die Lernkurve aufrecht zu erhalten. Eine unserer Bewerberinnen hat daraufhin ihre Bewerbung angepasst und darauf verwiesen, als Schwimmerin mit kaltem Wasser umgehen zu können. Ihr Thema der Masterarbeit passte mit strategischer Entscheidungsfindung von Unternehmern wie die Faust auf’s Auge. 

Solch ein kreatives Anschreiben begeistert jeden Personaler und sorgt mit Sicherheit dafür, dass Deine Bewerbung positiv aus der Masse heraussticht.

Trend 3: Social Media Recruiting

Mittlerweile sind circa 38 Millionen Deutsche in den sozialen Medien aktiv. Dieser Trend macht sich natürlich auch im Recruiting und Employer Branding bemerkbar. Auf Social Media Kanälen zeigst Du Dich von Deiner persönlichen Seite. Für einen Recruiter sind diese Informationen natürlich super spannend, weil man sich damit ein Bild des Bewerbers fernab vom CV machen kann. Laut einer Statistik von Staufenbiel, googeln 54% aller Personaler einen Kandidaten im Laufe des Bewerbungsprozesses.

Wenn Du also an dem Punkt in Deinem Leben bist, an dem Du die ersten Bewerbungsprozesse startest, dann überdenke Deinen Social Media Auftritt noch einmal. Bedenke dabei, auch die Bilder durchzugehen, auf denen Du markiert wurdest. 

Trend 4: Active Sourcing wird immer wichtiger

Immer mehr Unternehmen versuchen die richtigen Kandidaten selbst zu finden. Dafür bieten sich vor allem die sozialen Plattformen Xing und LinkedIn an. Laut Staufenbiel nutzen bereits 69% aller Recruiter Active Sourcing zur Kandidatensuche.

Warum ein ansprechender Social Media Auftritt wichtig ist, haben wir ja gerade eben erklärt. Doch es gibt noch weitere Tipps, die Du beachten solltest, vor allem mit Blick auf das Active Sourcing.

  • Gebe auf jeden Fall in Deinem LinkedIn-Profil an, dass du momentan auf Jobsuche bist. LinkedIn fragt Dich dann weitere Dinge von Dir ab, wie zum Beispiel Deinen gewünschten Standort oder die Position, die Du anstrebst. Darauf basierend schlägt LinkedIn dem Recruiter die richtigen Kandidaten vor.
  • Überlege Dir bei Deinen Angaben in Deinem Profil auch, nach welchen Keywords Recruiter für Deine gewünschte Position suchen würden und integriere diese in Deinem Profil. So wirst du leichter von den richtigen Recruitern gefunden und gegebenenfalls auch angeschrieben.

Trend 5: Kandidatenauswahl basierend auf dem Cultural Fit

Unternehmen wird immer wichtiger, dass auch die Persönlichkeit eines Bewerbers zur Unternehmenskultur passt. Eine nach außen kommunizierte und klar definierte Unternehmenskultur nimmt daher eine immer größere Relevanz ein. Das sehen auch die Recruiter so. 79% gaben an, einen Kandidaten vor allem mit der Unternehmenskultur und dem Werteverständnis des Unternehmens zu überzeugen. 

Mittlerweile gibt es bereits die ersten CV-Screening-Tools, die vor allem auf den kulturellen Match zwischen Bewerber und Unternehmen achten.

Halte Dich nicht zurück, Deine Persönlichkeit zu zeigen und das gilt für den gesamten Bewerbungsprozess. Ein häufiger Punkt, den Recruiter oft kritisieren, ist die Angabe der Hobbies im CV. Fast jeder Bewerber hat dort Reisen, Lesen und Sport niedergeschrieben. Dem Recruiter bringt eine solche Angabe gar nichts. Versuche daher herauszustechen, zum Beispiel in dem du angibst, welches Buch Dich zuletzt fasziniert hat, wo Deine nächste Reise hingeht oder welche Küche Du besonders gerne kochst. So kann sich der Recruiter ein besseres Bild von Dir machen und findet gleich ein lockeren Gesprächseinstieg in Dein Bewerbungsgespräch.

Trend 6: Potenzial ist bei einem Bewerber wichtiger als Kompetenz

Vor allem bei Einstiegspositionen ist es einem Unternehmen wichtig, dass der Bewerber das Potenzial hat, sich gemeinsam mit dem Arbeitgeber weiterzuentwickeln. Dabei ist beispielsweise ein guter Studienabschluss sicherlich immer noch wünschenswert, aber nicht mehr ausschlaggebend. Recruiter achten vermehrt auf die Persönlichkeit, den Ehrgeiz und die Willensstärke, sich weiterzuentwickeln. Ein guter Studienabschluss sollte daher automatisch zum eigenen Anspruch gehören. 81% der Personaler gaben an, dass sie bei einem Bewerber die Praxiserfahrung durch Praktika mehr überzeugt, als ein sehr erfolgreich abgeschnittenes Studium in Regelzeit.

Wenn es zum Ende Deines Bewerbungsgespräches kommt, traue Dich Fragen zu stellen. Du gibts damit nicht etwa zu, etwas nicht zu wissen. Vielmehr bekundest Du Dein Interesse und Deine Wissbegierde an dem Unternehmen und Deinem vielleicht zukünftigen Job. Natürlich sollte Deine Frage sinnvoll und relevant sein. Fragen zur Unternehmenskultur und zur Vision des Unternehmens hören Recruiter zum Beispiel besonders gerne. Standardfragen nach dem Gehalt sind hingegen im ersten Gespräch nicht hilfreich, um den Recruiter von Deinem Potenzial zu überzeugen.

Trend 7: AI und Big Data im Recruiting

Wusstest Du: Laut einer Umfrage nutzen bereits 24% der Recruiter eine Bewerbermanagement-Software für einen ersten Bewerbercheck auf Basis von Keywords.

Um bei CV-Screening Tools nicht unter den Radar zu fallen, kann es helfen, sich zunächst zu überlegen was die ausgeschriebene Stelle ausmacht. Überlege Dir Eigenschaften und Keywords, die ausschlaggebend für die Position sind, und integriere diese in Deine Bewerbung. So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit von dem Screening-Tool als ein geeigneter Kandidat registriert zu werden und den gewünschten Job zu bekommen. 

Willst Du unsere Tipps direkt in der Praxis anwenden? Super, das passt ja! Wir bauen auch in diesem Jahr unsere Teams in allen Büros der D/A/CH-Region weiter aus und freuen uns auf ambitionierte Bewerber, die nach einem Kickstart in eine internationale Vertriebskarriere suchen. Hier entlang – besuche uns jetzt!

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