Paneldiskussion zu New Work: Meltwater zu Gast an einer Berliner Hochschule

Paneldiskussion zu New Work: Meltwater zu Gast an einer Berliner Hochschule

Jalda Otto
26 November 2018

Am 08. November wurden wir von der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin im Rahmen der Career Week 2018 zu einer Panel Diskussion rund um das Thema “New Work” eingeladen. Organisator der Diskussion ist Martin Wrobel, Professor für Marketing an der HWR.

Was bedeutet eigentlich New Work?

New Work beschäftigt sich mit dem Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und Globalisierung. Die zentralen Punkte von New Work sind die Selbstständigkeit der Mitarbeiter sowie die Teilhabe des Unternehmens an der Gemeinschaft. Damit soll mehr Freiraum für Kreativität geschaffen werden. Das selbstbestimmte Handeln steht im Vordergrund, wobei die alten starren Arbeitsstrukturen der Vergangenheit angehören. Ein typisches Beispiel für die Umsetzung von New Work sind Gleitzeiten oder die Möglichkeit des Home Office.

Die Panel-Diskussion startet mit einer kleinen Vorstellungsrunde, in der jeder Diskussionsteilnehmer kurz etwas zu sich und seinem Unternehmen sagt. Neben dem Moderator und uns nahmen noch zwei weitere interessante Unternehmensvertreter am Gespräch teil:

Die Grundprinzipien von New Work

Martin Wrobel führt anschließend zum ersten Diskussionspunkt über: „Was sind für euch die Grundprinzipien von New Work?“ Dabei wurden drei Punkte besonders herausgestellt. Zum einen ist ein großer Faktor von New Work die Selbstorganisation des Mitarbeiters. Hierzu zählt, Mitarbeitern Freiräume zu schaffen – sowohl hinsichtlich ihrer Arbeitsweise und -struktur aber auch hinsichtlich des Ortes, an dem sie ihre Arbeit ausführen. Mitarbeitern ist es wichtiger denn je, selbstbestimmt zu arbeiten. Des Weiteren ist es bedeutend für Mitarbeiter, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu leisten. Sinn stiftend zu arbeiten, egal ob im wirtschaftlichen, sozialen oder technologischen Kontext, darum geht es. Der Arbeitgeber muss eine Wertekultur vermitteln, mit der sich der Mitarbeiter identifizieren kann. Zuletzt wird die Bedeutung der Frage thematisiert, worauf ein nachhaltiges Unternehmenswachstum beruht. Denn ein Unternehmen, dass ausschließlich gewinngetrieben handelt ohne dabei ebenso auf das Human Capital zu achten, kann sich nur schwer langfristig als Unternehmen erfolgreich etablieren. Mitarbeitern verschiedene Wege zur Weiterbildung und persönlichen Entwicklung zu bieten, ist heute das A und O einer erfolgreichen Firmenphilosophie.

Eine Folge von New Work: Hohe Fluktuationsraten

Der zweite Diskussionspunkt betrachtet die vermeintlich steigenden Fluktuationsraten in Unternehmen. Es wird im Panel erläutert, wie man als Unternehmen zu einer niedrigen Fluktuationsrate beitragen kann. Dabei wird vor allem das Motto “Employees first, customer second, investors third” betont, bei dem es darum geht, die Mitarbeiter als wichtigstes Gut eines Unternehmens zu betrachten. Mit motivierten Mitarbeitern lassen sich geschäftliche Erfolge schneller und nachhaltiger erzielen. Außerdem wurde angebracht, dass man als moderner Manager weniger Lehrer oder Befehlshabender dafür aber eher Coach ist. Das bedeutet, dass Manager nicht lehren, predigen oder gar befehlen sondern primär die Mitarbeiter fördern und fordern. Es ergibt sich von selbst, dass immer weniger die Hard Skills einer Führungskraft sondern viel mehr die Softskills im Vordergrund stehen. Fühlen ist das neue Führen! Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass Führungskräfte mehr Kontrolle abgeben und damit den Mitarbeitern mehr Vertrauen geschenkt wird. Zuvor wurden neue Kollegen oft unterschätzt und konnten daher nicht so schnell wachsen. Durch mehr Verantwortung und ambitionierte Aufgaben können sich die eigenen Mitarbeiter schneller entwickeln und selbständiger arbeiten. Bei Meltwater zeigt sich das zum Beispiel anhand von flachen Hierarchien und der Möglichkeit für Jeden, neue Vorschläge einzubringen und umzusetzen. Außerdem promoten wir ausschließlich intern und stellen Führungskräfte nicht extern ein. Damit bieten wir immer wieder neue Wachstumsperspektiven für unsere Kollegen und Kolleginnen.

Worauf achten Personaler hinsichtlich New Work bei Bewerbern?

Als nächstes folgt die Frage eines Studenten, der sich dafür interessiert, worauf Personaler hinsichtlich “New Work” bei BewerberInnen besonders achten. Jenny antwortete daraufhin, dass bei Meltwater die folgenden Eigenschaften besonders im Fokus stehen, in welchen sich ebenfalls der New Work Gedanke feststellen lässt:  

  • Teamgeist
  • Hohe Ambitionen
  • Flexibilität
  • Proaktivität

Werden Personaler durch Roboter ersetzt?

Als Einführung in das nächste und letzte Diskussionsthema nennt Martin Wrobel das Beispiel von Zalando. Denn Zalando hat dieses Jahr circa 250 Marketing-Stellen abgebaut und zum Teil durch Artificial Intelligence Methoden ersetzt. Die Diskussionsrunde hat sich daher mit der Frage beschäftigt, ob AI, Machine Learning und Co. in Zukunft die Arbeit von Personalern übernehmen. Dabei waren sich alle Teilnehmer einig: Nein! Denn Roboter haben keine Empathie, und vor allem bei der Frage des Cultural Fit, ist ein persönliches Gespräch zwischen Menschen ausschlaggebend. Die neuesten Technologien werden von den Diskussionsteilnehmer eher als etwas positives gesehen, da sie uns neue Möglichkeiten aufzeigen, unseren Horizont erweitern und zeitintensive Routineaufgaben übernehmen. So fallen langweilige, wiederkehrende Aufgaben teilweise weg, und man kann sich mehr auf die Weiterentwicklung von neuen Strategien fokussieren. Besonders interessiert hat die Studenten dabei, ob bereits CV-Screening-Tools bei der Bewerbersuche verwendet werden. Dies verneinten alle drei Diskussionsteilnehmer, da das CV-Screening mit eines der wichtigsten Schritte im Recruitingprozess ist. Bei Meltwater suchen wir nach Persönlichkeiten mit interessanten Werdegängen und vielfältigem Engagement – keinem Standard-CV. Diese Suche übernehmen wir daher lieber selbst 🙂

Als abschließenden Gedanken verabschiedet sich Martin Wrobel mit zwei sehr spannenden Zahlen:

  • 15% der Menschen arbeiten heute in einem Job, den es 2003 noch nicht gab
  • 50% der Menschen haben ursprünglich etwas anderes gelernt, als sie jetzt beruflich ausüben

Hast Du weitere Fragen oder Gedanken zum Thema „New Work“? Dann melde Dich gerne bei Jenny. Oder klicke hier um mehr über uns und Deine Einstiegsmöglichkeiten zu erfahren!

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