CSR ‘mal anders: Meltwater Entrepreneurial School of Technology

CSR ‘mal anders: Meltwater Entrepreneurial School of Technology

Jenny Teschke
14 September 2018

Buzzwordalarm! Das Thema Corporate Social Responsibility ist in aller Munde und wird von Unternehmen mehr oder weniger ernsthaft umgesetzt. Verstehen es manche doch eher als notwendige Check Box, um nicht der Buhmann zu sein, gehen wieder andere das Thema sehr ernsthaft an. Doch zurück an den Anfang, was ist CSR eigentlich?

Corporate Social Responsibility beschreibt die Verantwortung eines Unternehmens gegenüber der Gesellschaft, wirtschaftlich nachhaltig tätig zu sein. Demnach wird das freiwillige Engagement einer Company in sozialen, ökonomischen sowie ökologischen Themenfeldern berücksichtigt. Jedoch sollte allen klar sein, dass Aktivitäten ohne klaren Bezug zur Geschäftstätigkeit des Unternehmens nicht unbedingt zählen. Als Supermarktkette einen Baum zu pflanzen, ist eine nette Geste aber macht noch kein gelungenes CSR Konzept. Soziale Verantwortung sollte kein “12-bis-Mittag”-Projekt sein, sondern wirklich ernsthaft angegangen werden, um einen Mehrwert zu schaffen und an die Gesellschaft zurückzugeben.

Corporate Social Responsibility bei Meltwater

Sieben Jahre nach der Gründung von Meltwater kam unser CEO und Gründer Jorn Lyseggen an einen Punkt, an dem er dachte, es sei Zeit zurückzugeben. Unsere Erfolgsgeschichte war einzigartig. Nach ersten Startschwierigkeiten schaffte es das Gründerteam von Meltwater, starke Talente zu finden und nach und nach die Märkte in Europa aber auch den USA und im Osten der Weltkugel zu erobern. Mit dem absoluten Glauben an das Potenzial und dem Leitgedanken, in besondere Menschen zu investieren, haben wir es ohne externes Funding geschafft unsere Marke aufzubauen und zu festigen. Unsere Stärke lag darin, Talent zu spotten und das Beste aus dem einzelnen herauszuholen. Wir sind gut darin, auszubilden, zu coachen und einander zu entwickeln. Unser Tech-Background gerade in Hinblick auf Artificial Intelligence ist selbstverständlich auch nicht unter den Tisch zu kehren. Jorn glaubte daran, dass es überall Talente gibt, aber nicht überall die Möglichkeit diese Talente auszubilden. Damit war die Idee geboren: MEST, die Meltwater Entrepreneurial School of Technology, wurde 2008 in Accra/Ghana gegründet. Mit der richtigen Unterstützung und Anleitung können diese aufstrebenden, talentierten Unternehmer Großes erreichen und global aber vor allem auch lokal etwas verändern. Diese Überzeugung ist die Grundlage für MEST. Ziel ist es zu zeigen, dass eine neue Generation junger, erfolgreicher Software-Unternehmer aus Afrika stammen kann.

Was macht MEST konkret?

Die Meltwater Entrepreneurial School of Technology (MEST) ist ein pan-afrikanisches Trainingsprogramm und Inkubator für afrikanische Tech-Entrepreneurs mit dem Headquarter in Accra, Ghana. Das zwölfmonatige Programm für die angehenden Unternehmer wird vollständig von der Meltwater Foundation finanziert und wird kontinuierlich auf allen Ebenen von unseren Meltwater Teams weltweit unterstützt.

Die Entrepreneurs-in-Training (EIT) werden unter den Top-Absolventen in Ghana aber auch in Nigeria, Kenia, Südafrika und der Elfenbeinküste ausgesucht. Die Plätze sind immens begehrt und aus 6000 Bewerbungen für einen Jahrgang werden lediglich 60 Studenten Teil des Förderprogramms.

Am Ende dieser zwölf Monate gibt es eine große, sehr beeindruckende Graduation Feier. Bei der diesjährigen Veranstaltung stellten 17 Teams ihre Ideen der MEST Jury bestehend aus Jorn und verschiedensten Investoren vor. Sechs dieser Teams erhielten fantastische 100.000,00 $ Funding und können nun mit Hilfe von Mentoren und dem anschließenden Incubator ihre Geschäftsideen in die Tat umsetz. Forbes berichtete.

In den kommenden Monaten ist das Ziel eindeutig: Get the company started!

Meltwater ist nun Inkubator für die neu gegründeten jungen Unternehmen. Die Teams erhalten Vollzeit-Support und Zugang zu Büros, Ressourcen, Mentoren sowie einem starken globalen Netzwerk. Der Erfolg ist beeindruckend und spricht für sich. 2015 zum Beispiel konnte die Geschäftsidee meQasa im Zuge der Graduation Präsentation 800.000,00 $ von einem VC aus Kuala Lumpur generieren. Ihr Unternehmen war so erfolgreich, dass sie zwei Jahre später ihren stärksten Wettbewerber Jumia House Ghana akquirieren konnten. Heute ist meQasa der größte Real Estate Marketplace in Ghana.

Ein Erlebnisbericht von Konrad

Konrad arbeitet seit 2006 bei Meltwater und hat bereits vieles gesehen. Er war in den unterschiedlichsten Rollen tätig aber das Erlebnis in diesem Jahr war für ihn eines seiner ganz persönlichen Highlights. Konrad wurde im Zuge einer Global Sales Challenge nach Ghana eingeladen, um an der Graduation Veranstaltung teilzunehmen. Jedes Jahr wird die Top 10 unserer drei Sales-Bereiche zu diesem unvergesslichen Event eingeflogen. Konrad sagte, dass es ihn schon immer interessierte, was wir als Unternehmen in Form von MEST beitragen. Wie beeindruckt und ergriffen er dann jedoch von dem Talent live vor Ort war, hätte er nicht erwartet. Mit ihm waren außerdem Kollegen aus den USA, China, Australien und Indien dort.

Die Kollegen hatten dort als Gäste ein volles Programm aber vor allem hatten sie die Möglichkeit, diese inspirierenden Talente kennen zulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Es wurden Workshops und Trainings von unseren Kollegen durchgeführt, welche herzlich Willkommen bei den Graduates waren. Es ging hier vor allem um Themen aus dem Sales und das Pitchen der eigenen Ideen. Auch verschiedene Guest Lectures wurden von interessanten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gehalten. So sprachen zum Beispiel Aaron Gershenberg von der Silicon Valley Bank oder Arjun Gupta, der VC Partner von TeleSoft. Im Mittelpunkt an diesem Wochenende im August standen aber natürlich die Start-Up-Pitches der Graduates mit den anschließenden Preisverleihungen.

Besonders begeistert war Konrad von dem unbändigen Ehrgeiz der Menschen dort. “Das ist die Chance ihres Lebens, dessen ist sich jeder bewusst und mit dieser Chance gehen sie keineswegs leichtfertig um.” In den letzten zehn Jahren konnte Meltwater in Afrika lokale Werte schaffen, Bildung und Training bieten, damit Arbeitsplätze vor Ort entstehen können. Das Potenzial ist enorm. Diese neuen Tech-Unternehmen können ihren absoluten Durchbruch haben und global relevant werden. “Sicher verändern wir mit MEST nicht die ganze Welt aber wir tragen unseren Beitrag dazu bei, sie ein wenig besser zu machen.” Für Konrad ist MEST giving back to society. Es ist beeindruckend was dort entstanden ist und kann sicherlich auch erst wirklich verstanden werden wenn man dort gewesen ist. Konrad versteht ebenfalls seine eigene Arbeit als Beitrag zu MEST und somit zur Gesellschaft. Er sieht einen Mehrwert in dem was er tut, nicht nur auf alltäglichem Level. Die Verkaufserfolge, die er erzielt und der Gewinn, den Meltwater damit realisieren kann, fließt natürlich auch zu Teilen in die Unterstützung von MEST. Dies macht ihn stolz, jeden von uns sollte dies stolz machen.     

Als wir Konrad nach seinem Main-Take-Away fragten war er sich zu 100% sicher: “Wir müssen mit der Arbeit dort vor Ort weitermachen! Talent in jungen Menschen ist überall zu finden, oftmals wird es aber leider in diesen Teilen der Welt nicht ernst genommen. Es ist unsere soziale Verantwortung, dieses unglaubliche Potenzial zu fördern. Mit der richtigen Unterstützung, der Anleitung, mit Training und Coaching kann ein riesiger lokaler Beitrag geschaffen werden. Die Wirtschaft kann aufblühen und Arbeitsplätze werden geschaffen.” Konrad wünscht sich, dass das nächste Amazon oder Facebook oder Uber in Afrika direkt entsteht. Und dies ist möglich! Let´s make it happen.

Wenn ihr neugierig geworden seid, connected euch gern direkt mit Konrad oder schaut euch die verlinkten Artikel an. Vielleicht findet ihr aber auch die Arbeit von Meltwater im Allgemeinen interessant und möchtet Teil dieses großartigen Teams voller inspirierender Kollegen und einer starken Vision werden – dann geht es hier entlang!

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