Journalisten, Social News und 4 PR Tipps: Neue Studie & Infografik

Angela Wiesenmüler
10 Februar 2015

Social News sind ein Muss

Das Zeitalter der Social Media Demokratisierung zeigt sich auch im Bereich der Nachrichtenverteilung. Heutzutage konkurrieren Journalisten mit Marken und Herausgebern um den besten Content. In Anbetracht der sich stetig verändernden Distributions- als auch Konsumprozesse ergeben sich auch für PR-Profis neue Herausforderungen. PR- und Kommunikationsprofis müssen ihre Strategien anpassen und auch die Social Media Kanäle im Blick behalten, um  ihre Chancen auf einen guten Story-Pitch und die Verbreitung ihrer Story zu erhöhen und zu gewährleisten.

Erst kürzlich zeigte eine Studie von Edelman, NewsWhip und Muck Rack mittels einer Infografik, wie PR-Profis diese Veränderungen in der Kommunikationslandschaft zu Ihrem Vorteil nutzen können. Die Studie liefert 4 Tipps für PR-Profis:

Die 5 Ws der Social News

Die 5 traditionellen W-Fragen des Journalismus – Wer, Was Wann, Wo, Warum – müssen in den sozialen Kanälen um weitere wichtige Bestandteile ergänzt werden. Journalisten haben festgestellt, dass es in den Social Media einige Kriterien zu beachten gilt, um eine Story erfolgreich zu machen. Dazu gehören das Einfügen von Bildmaterial (auch Video), die Lokalisierung, das Aufgreifen von Thementrends, das Herstellen von Nähe und die Kürze der Nachricht.

PR Tipp: Wichtig ist, gleich von Beginn an auch die Strategie zur Verbreitung Ihrer Story mit in Ihr Social Media Programm einzubinden. Orientieren Sie sich an den obigen Tipps um sicherzustellen, dass Ihre Story auch Gehör findet.

Journalisten stehen unter  Druck

Das sogenannte Social News Sharing hat auch Einfluss darauf, wie Journalisten sich selbst in ihrem Beruf wahrnehmen. Auch Journalisten sehen sich gezwungen, ein Image bzw. eine eigene Marke für sich aufzubauen. 75 Prozent der Journalisten fühlen sich allein beim Gedanken an die potenzielle Reichweite und Verbreitung ihrer Story in den sozialen Netzwerken unter Druck gesetzt. Ebenso viele Journalisten nutzen Twitter als Ausgangspunkt für ihr persönliches Brand-Building. Außerdem spannend: Mehr als die Hälfte aller Journalisten finden einen Story -Pitch und das entsprechende Follow-Up per Email oder Twitter besser als einen telefonischen Pitch (nicht besonders überraschend, oder?).

PR Tipp: Um Ihre Beziehungen zu Journalisten zu verbessern, sollte Ihr Story-Pitch auf die Vorlieben der einzelnen Journalisten zugeschnitten sein. Beobachten Sie das Verhalten der Journalisten online und bauen Sie Ihren Pitch auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen auf.

Bildmaterial aus eigener Feder wird bevorzugt

Auf Grund der immer stärker geforderten Visualität greifen nicht nur Online Medien sondern auch Content Marketers immer öfter auf Bildmaterial zurück, um ihre Story attraktiver zu gestalten.  Bis zu 75 Prozent der Journalisten erstellen Videos um neue Produkte aufzuwerten. Und genau hier wird es interessant: Ebenso viele Journalisten, nämlich auch 75 Prozent aller Journalisten, möchten gerne Videos und Grafiken aus der eigenen Redaktion verwenden anstatt den visuellen Content eines Unternehmens zu nutzen. Nur 13 Prozent der Journalisten interessieren sich für die Verwertung von Kundenvideos oder Videos von Dritten. Lediglich drei Prozent der Journalisten verwendet Corporate- oder Branded-Videos.

PR Tipp: Bieten Sie bei Ihrem Pitch gleich Bildmaterial mit an, das Ihre Story unterstützt und gleichzeitig leicht einzubinden ist.

Journalismus 2015 verlangt nach Visualität

Der letzte Teil der Studie beschäftigt sich mit den kommenden Trends 2015, welche die Journalisten voraussagen. In dem Bereich gibt es keine größeren Überraschungen. Allerdings wünschen sich die Journalisten immer noch, dass PR-Profis die Vorgaben und Anforderungen der Journalisten beachten und respektieren. Diese wären: kürzere Durchlaufzeiten, mehr Bildmaterial (Videos stehen dabei an erster Stelle), kleinere Fokusgruppen, die Anpassung an digitale und mobile Nutzung sowie die kontinuierliche Zunahme der sogenannten Social Influence.

PR Tipp: Noch kürzere Deadlines, technologischer Fortschritt und die weitere Entwicklung der Vernetzung der sozialen Medien stehen im Jahr 2015 bevor. PR-Profis müssen den Anforderungen, Wünschen und Kriterien der Medien stets einen Schritt voraus sein damit ihre Story Anklang findet.

Ob es nun um Earned-, Paid- oder Social Media geht, eines ist sicher: die Kanäle der modernen Kommunikationslandschaft sind nicht mehr voneinander zu trennen. Journalisten bilden in gewisser Weise das Epizentrum dieser Landschaft. Die Aufgabe der PR-Profis ist es, diese Journalisten zu verstehen, sich auf deren Bedürfnisse einzulassen und somit den besten Weg zu wählen, sich mit diesen zu vernetzen. Dann gilt es, den Journalisten die Mittel und Tools zur Verfügung zu stellen damit diese die beste Story schlechthin bekommen.

Die komplette Infografik finden Sie hier: