Antworten auf 7 häufig gestellte Fragen im B2B Social Media Marketing 2019

Antworten auf 7 häufig gestellte Fragen im B2B Social Media Marketing 2019

Social DNA
5 März 2019

Warum Social Media und B2B Marketing ein Perfect Match sind, hat uns die Social Media Strategieberatung Social DNA im Webinar „B2B Social Media Best Practices“ gezeigt. Falls ihr das Event verpasst haben solltet, könnt ihr euch hier die Aufzeichnung des Webinars kostenlos ansehen.

Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema B2B Social Media von Nemo Tronnier und Carmelo Russo von Social DNA für euch beantworten lassen.

1. Wie und wo kann man denn bei Twitter sehen, ob eine Seite Ads schaltet?

Twitter ist eine Plattform, die immer stärker auf das Thema Transparenz setzt. Deshalb könnt ihr im Twitter Ads Transparency Center einsehen, ob ein Twitter Account aktuell Werbeanzeigen auf der Plattform schaltet. So könnt ihr Best Practice Beispiele von anderen Unternehmen finden und eure Social Media Strategie ausbauen und verbessern.

Auch bei Facebook ist es übrigens möglich die aktiven Werbeanzeigen eines Unternehmens zu sehen. Dafür müsst ihr lediglich auf die Unternehmensseite navigieren und links unten bei den Tabs auf „Seiteninfos & Werbung“ klicken.

Twitter Transparency Advertisers Screenshot

2. Wie lege ich mein Kampagnen Budget fest und wie lange sollte eine Kampagne laufen?

Es steht euch frei, wieviel ihr für Werbeanzeigen auf den jeweiligen Social Media Plattformen ausgebt. Es ist möglich, eine Werbeanzeige mit 20 € zu schalten. Wieviel Mediabudget man im konkreten Einzelfall einsetzen sollte, hängt von den Rahmenbedingungen ab:

  • Wie groß ist die Zielgruppe?
  • Wieviel Konkurrenz habe ich?
  • Wie ist die Zielgruppe zusammengesetzt?

Je spezifischer und wertvoller, desto teurer. Der Webseitenklick eines „Otto-Normal-Verbrauchers“ in Deutschland kann wenige Cent kosten und der Webseitenklick eines B2B Entscheiders mehrere Euro. Auch ist das Ziel, auf das mein Kampagne abzielt relevant für das zu allokierende Mediabudget. Leads sind in der Regel zum Beispiel weitaus teurer als Link Klicks oder Interaktionen. Bei der Festlegung des Mediabudgets solltet ihr euch fragen, was euch das Ergebnis eurer individuellen Zielgruppe wert ist. Auch in Bezug auf den Zeitraum kann man keine pauschalen Antworten geben. Es ist abhängig von der Zielgruppengröße, dem Budget und der Varianz der Inhalte.

3. Wie werden Videos Social Media tauglich? Was sind die wichtigsten Unterschiede zu „normalen“ Videos?

Videos werden dann Social Media tauglich, wenn sie bei der Konzeption und Produktion am Nutzungsverhalten und den Rahmenbedingungen der Netzwerke ausgerichtet sind. Zu beachten gilt über die meisten Social Networks hinweg, dass Ton in Videos nicht automatisch abgespielt, sondern vom User aktiv angeschaltet werden muss. Damit die Botschaft des Videos also auch ohne Ton rüberkommt, sollte das, was darin passiert auch ohne Ton verständlich sein. Weiterhin gilt, dass im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe in Newsfeeds die ersten Sekunden eines Videos essenziell sind. Wenn ihr es zu Beginn schafft einen sogenannten „Daumenstoppereffekt“ zu erzielen, habt ihr schon mal eine gute Grundlage. Prinzipiell gilt auch, dass in der Kürze die Würze bei Social Videos liegt. Schnell auf den Punkt kommen, schnell den Inhalt vermitteln. Nichtsdestotrotz bestätigen hier die Ausnahmen die Regel. Wenn das Video Mehrwert liefert und/oder Unterhaltungscharakter hat, dann kann es auch durchaus etwas länger sein. Ganz wichtig auch hier: Immer das Ziel vor Augen haben und speziell darauf konzipieren und produzieren.

via GIPHY

3. Employee Advocacy: Wie verständige ich Mitarbeiter über neue Posts, die sie teilen sollen? Händisch über Mail?

Zu Beginn könnt ihr dies per E-Mail abbilden. Ab einer bestimmten Kollegenzahl verliert ihr jedoch schnell den Überblick. Es gibt für solche Fälle spezialisierte Softwareanbieter, die über cloudbasierte Lösungen ganze Interfaces speziell für Employee Advocacy bereitstellen. Wir kennen einige dieser Anbieter und unterstützen gerne bei der Auswahl im Hinblick auf die individuellen Anforderungen von Unternehmen.

4. Employee Advocacy: Wie kann man messen, wie gut die Mitarbeiterinhalte laufen? Wird immer auf eine Unternehmensseite verlinkt und man verfolgt, woher der Traffic kam?

Das kann man bspw. mit Hilfe sogenannter Tracking-Links und deren Verfolgung bspw. über Google Analytics abbilden. Bereits erwähnte Anbieter von Employee Advocacy Software bieten das Nachverfolgen aber auch über Ihre Apps und Online-Plattformen an. Weitere Informationen zum Thema Employee Advocacy findet ihr auf unserem Blog.

5. Social Selling: Wie aktiv muss ein CEO z.B. auf Twitter sein, damit es sich überhaupt lohnt, ihn in sozialen Netzwerken einzubinden? Geht dies überhaupt ohne eine Unterstützungskraft?

Man sollte es nicht an der Schlagzahl der Tweets oder der Interaktion eines CEOs auf Twitter festmachen, ob sich eine Präsenz auf der Plattform lohnt. Vielmehr geht es ja darum, was der Twitter Account seinen Followern bietet und welchen Wert das Unternehmen daraus langfristig generieren kann. Insights direkt vom CEO, Pläne für das Unternehmen, die Sicht auf zukünftige Entwicklungen und vieles mehr sind spannende Inhalte, die aber auch entsprechend redaktionell aufbereitet werden sollten. Eine Kombination aus einem Grundrauschen durch den CEO selbst (eigenständiges interagieren mit den Followern, Tweeten etc.) sowie redaktionelle Unterstützung durch einen oder mehrere Mitarbeiter oder eine Agentur wären eine gute Mischung. Es ist wünschenswert, dass der CEO motiviert ist, sich mit dem Medium zu beschäftigen. Erst, wenn der CEO sich das Medium auch zu eigen macht, entsteht eine Verbindung zur Zielgruppe.

6. Manche sagen, man solle Social Media nicht als Traffic-Generator für Landingpages einsetzen, da die User sich nicht gerne während einer Sitzung aus dem Netzwerk ausloggen. Stimmt das?

Unsere Erfahrungen zeichnen ein anderes Bild. Teilweise haben Besucher von Facebook oder Twitter zunächst kürzere Verweildauern. Je weiter ihr euer Social Media Marketing entwickelt, desto schneller lernt ihr jedoch, die richtigen Personen mit den richtigen Maßnahmen zu adressieren. Social Media als keinen guten Kanal für qualitativ hochwertigen Traffic aus der relevanten Zielgruppe zu betrachten, ist verschenktes Potential. Wie im Webinar erklärt, können B2B-Unternehmen vor allem in Social Media ein zielgenaues Targeting erstellen und damit die richtigen Leute erreichen. Neben Facebook sind übrigens auch LinkedIn und Xing wertvolle Traffic-Bringer mit einer hohen Verweildauer.

Es muss sich übrigens niemand aus einem Social Media Netzwerk ausloggen, um eine Landingpage zu besuchen. Worauf sich diese Empfehlung hier vielleicht beziehen könnte, ist, dass Nutzer eines Social Media Netzwerkes es häufig bevorzugen, Inhalte dort zu konsumieren, wo sie sich gerade aufhalten. Ein Wechsel zu einer Landingpage stellt manchmal eine unerwünschte Unterbrechung bei der Nutzung des sozialen Netzwerkes dar. Vor allem, wenn die Landingpage nicht mobile-optimiert ist. Daher gibt es auch spezifische Anzeigenformate, wie etwa Instant Experiences auf Facebook oder Lead Ads auf Facebook und LinkedIn, die es dem Nutzer ermöglichen, den Inhalt innerhalb des jeweiligen Netzwerkes zu konsumieren. Nicht in jedem Fall jedoch macht der Einsatz solcher Formate Sinn und man möchte die Nutzer dann doch lieber auf die eigene Landingpage leiten. Dann sind Kennzahlen wie Seitenaufrufe, Bounce Rate und Verweildauer wichtige Indikatoren dafür, wie intensiv sich jemand mit den Inhalten auf der eigenen Seite beschäftigt hat.

Letztendlich empfehlen wir jedem Unternehmen, es in einem oder mehreren Pilotprojekten auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln.
Social DNA B2B Matrix

7. Wie hoch ist die organische Reichweite bei Instagram, YouTube und LinkedIn im Vergleich zu Facebook?

Facebooks organische Reichweite ist derzeit am niedrigsten. Auf Instagram und insbesondere LinkedIn spürt man mehr Rückkopplung in Form von Reichweite, Impressionen und Interaktionen auf organische Postings. Aber auch hier mit schwindender Tendenz. Weitere Informationen zu dem Thema findet ihr unserem Blogbeitrag „Drei Lösungen für Ihr Social Media Marketing in Zeiten sinkender organischer Reichweiten“.

Diese Fragen wurden für euch beantwortet von:

Nemo Tronnier ist Gründer und Geschäftsführer von Social DNA. Er bloggt über Social Media / Digital Marketing Strategien & Online Marketing Trends. Seine Kunden berät Nemo von der Erarbeitung und Implementierung internationaler Social Media Strategien bis hin zur Umsetzung zielgerichteter Online Marketing Kampagnen.

Carmelo Russo ist Gründer und Geschäftsführer von Social DNA. Er bloggt über Social Advertising Trends & Entwicklungen, Social Media Marketing Best Practices & Insights. Als Berater unterstützt Carmelo seine Kunden bei der Erarbeitung und Implementierung internationaler Social Media Strategien bis hin zur Umsetzung zielgerichteter Online Marketing Kampagnen.

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