Covid-19: News-Überblick & 6 Schritte zur effizienten Krisen-Kommunikation

Covid-19: News-Überblick & 6 Schritte zur effizienten Krisen-Kommunikation

Lea Manthey
19 März 2020

Die Corona-Krise ist momentan in den Medien und den sozialen Netzwerken allgegenwärtig. In diesem Beitrag haben wir aktuelle Nachrichten in einer Auswahl wichtiger Ressourcen sowie Tweets der offiziellen Informationsstellen über einen Echtzeit-Newsfeed für euch zusammengetragen. Außerdem möchten wir euch ein paar nützliche Tipps an die Hand geben, um gerade jetzt – für viele erstmalig auch in einem dezentralen Kommunikationsteam – effizient und professionell kommunizieren zu können.

Benötigt ihr Informationen, die auf eure Organisation oder eure Unternehmensumwelt zugeschnitten sind, konkrete Unterstützung in der internen und externen Kommunikation oder einen erfahrenen Partner für effizientes Krisenmanagement? Wir sind auch in der aktuellen Situation jederzeit für euch da.

Die Online-News im Überblick

Das berichten überregionale Medien:


 

Der aktuelle Twitter Newsfeed zum Thema

Alle Beiträge relevanter Kanäle wie z.B. des Robert Koch Instituts oder der öffentlich-rechtlichen Sender:



6 Schritte zur effizienten Krisen-Kommunikation

1. Workflow und Verantwortlichkeiten klären

Eine sinnvolle Aufgabenverteilung im Team ist die Basis für effiziente Kommunikation. Die folgenden Rollen könnt ihr dabei einbeziehen:

  • Krisenbewertung: Diese Rolle kümmert sich darum, die aktuelle Situation zu monitoren und zu analysieren, um alle wichtigen Informationen zur Hand zu haben und diese Informationen konsolidiert und in regelmäßigen Abständen an das Team zu tragen. Selbstverständlich können andere Team-Mitglieder relevante Informationen beitragen, sollten sich hier aber auch immer an einen Ansprechpartner wenden, um sicherzustellen, dass alle gleichermaßen informiert sind.
  • Kommunikationsschaffende: Die Kommunikationsschaffenden arbeiten daran, die Zielgruppe, relevante Kanäle und Kommunikations-Timelines zu identifizieren sowie die tatsächliche Kommunikation zu erstellen. Berücksichtigt dabei, dass verschiedene Stakeholder – sowohl intern (Mitarbeiter vs. C-Level) als auch extern (Bestandskunden oder Partner vs. die breitere Öffentlichkeit) – unterschiedliche Informationen oder Informationstiefen benötigen.
  • Finale Freigabe: Legt im Vorfeld fest, wer die finale Freigabe für jede Kommunikation, die vom Team geschaffen wird, vornimmt. Häufig übernimmt diese Rolle die Teamleitung, es ist in vielen Fällen allerdings sinnvoll, Führungskräfte direkt mit einzubeziehen.

2. Informieren & adaptieren

Gerade in unruhigen Zeiten verändern sich Umfeld und Informationen in rascher Folge. Um hier den Überblick zu behalten und die eigene Strategie sinnvoll anpassen zu können, ohne völlig reaktionär zu wirken, bieten es sich an, mit News-Zyklen zu arbeiten. Legt fest, in welchem Abstand – je nach Umfang und Auswirkung der Krise können das Stunden oder Tage sein – ihr eure Strategie überdenken und neue Elemente eurer Kommunikation planen möchtet und könnt und setzt feste Zeiten, um diese Entscheidungen zu treffen.

Wichtig ist hier, dass ihr einen effizienten Weg findet, alle wichtigen Informationen, die euch, euer Unternehmen oder eure Organisation, wichtige, Partner, Zulieferer oder Stakeholder betreffen, immer im Blick habt.

3. Interne & externe Kommunikation balancieren

Viele Unternehmen denken als erstes daran, Kunden, Partner und das generelle Unternehmensumfeld zu informieren. Vergesst nicht, auch die Kommunikation nach innen, in Richtung eurer Kollegen und Mitarbeiter, sorgfältig und wohl überlegt aufzusetzen und alle regelmäßig mit Informationen zu versorgen. Schickt zum Beispiel einen regelmäßigen internen Newsletter raus oder versorgt eure Mitarbeiter um interne Feeds in Echtzeit mit Informationen.

4. Auf Expertenmeinungen vertrauen

Wie bereits angesprochen ist es in Krisensituationen hilfreich mit News-Zyklen zu arbeiten. Legt euch hier am besten auf einige vertrauenswürdige Quellen fest, um nicht durch widersprüchliche Aussagen behindert zu werden. Zu diesen Quellen können sowohl interne Kanäle zählen, wie zum Beispiel Finanzdaten oder Performance-Kennzahlen, sowie externe Kanäle wie die sozialen Netze, online Medien, Wissenschaftler, politische Organisationen oder renommierte Tageszeitungen. Vermeidet es, auf jede Meldung unbekannter Quellen direkt aufzuspringen, oder diese zu verbreiten – sonst setzt ihr euch dem Risiko aus, wichtige Entscheidungen auf „Fake News“ zu basieren.

5. Transparenz schafft Vertrauen

Auch wenn ihr noch keine finale Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen habt, ist regelmäßige und schnelle Kommunikation wichtig. Vermeidet es, unklar oder vage Aussagen zu treffen, oder aber zu viel zu Versprechen. Oft ist es, gerade intern, ebenso wichtig einfach mitzuteilen, dass an einer Lösung und einer Aussage gearbeitet wird. Bietet aktiv an, auf Kommentare oder besondere Anliegen der Zielgruppe einzugehen.

6. Aus der Krise lernen & Standards anpassen

Die meisten Krisen finden früher oder später ein Ende. Lasst die Situation nicht im Sande verlaufen, sondern überlegt euch aktiv, was ihr hättet besser machen können, welche Ansätze gut funktioniert haben und holt aktiv Feedback ein. Haltet eure Eindrücke und Analysen fest und passt ggf. eure Kommunikations-Standards und Gewohnheiten entsprechend an.

Können wir euch helfen, die Informationen zu finden, die jetzt für euch wichtig sind? Füllt einfach das folgende Formular aus und wir melden uns zeitnah: