Adieu, organische Reichweite! Wie Sie mit Facebook-Advertising endlich wieder Ihre Zielgruppe erreichen

Adieu, organische Reichweite! Wie Sie mit Facebook-Advertising endlich wieder Ihre Zielgruppe erreichen

Romina Zeller
15 November 2017

Früher war alles so einfach: Ein Unternehmen baute sich durch kontinuierlichen und kreativen Content auf Facebook eine Community auf. Wenn es einen Beitrag auf Facebook veröffentlichte, erreichte es den Großteil der eigenen Fans. Wer “mehr” wollte, konnte seine Zielgruppe mittels Facebook Advertising erweitern. Doch auch organisch (also unbezahlt) konnten Unternehmen ihre Fans erreichen. Ein Happy End? Von wegen!

Denn seit Anfang 2017 schraubt Facebook massiv an der organischen Reichweite und killt diese so nahezu.

Klingt dramatisch? Ist es auch! Ein Blick in die Facebook Insights unserer Kunden verdeutlicht das Ausmaß der “Katastrophe”.

 

Aber warum macht Facebook das? Der Grund ist einfach: Geld! Denn natürlich lässt es sich Facebook bezahlen, wenn Unternehmen das soziale Netzwerk als Kommunikationskanal nutzen wollen, um User zu erreichen. Dass das mittlerweile sogar für die Facebook-Fans gilt, die sich Unternehmen hart erarbeitet haben, ist wahrlich bitter. Die einzige Lösung: Facebook Advertising (+ guter Content)!

Das ist aber nicht unbedingt nur nachteilig. Denn tatsächlich sind die plattformeigenen Werbemöglichkeiten sehr vielseitig, effektiv und vor allem eins: ganzheitlich. Denn auf Facebook können Sie die Customer Journey Ihrer Zielgruppe komplett begleiten: von der Awareness über die Consideration bis zur Conversion und final zur Loyalty.

Für jeden was dabei: die Facebook-Werbeformate

Dafür bietet Ihnen Facebook verschiedene Werbeformate, die auf Ihre individuellen Ziele abgestimmt sind. Wenn Sie möchten, dass User durch die Ad auf Ihre Website geführt werden, wählen Sie das Ziel “Traffic”, legen Sie viel Wert darauf, dass Ihre Werbung möglichst vielen Facebook Usern ausgespielt wird, ist “Reichweite” das Mittel Ihrer Wahl. Und möchten Sie Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt erregen, hilft Ihnen der Algorithmus mit dem Ziel Brand Awareness.

Facebook arbeitet stetig daran, Werbekunden weitere Formate und Platzierungen zu ermöglichen. Neben dem allseits bekannten Newsfeed, der rechten Spalte, Instagram und dem Audience Network hat Facebook erst kürzlich ein neues Terrain betreten und den eigenen Messenger zur Werbe-Zone ernannt. Hier haben Unternehmen nun die Möglichkeit, ihre Inhalte direkt im Nachrichtenverlauf oder als Sponsored Post in der Messenger App zu platzieren. So können sie Streuverluste auf ein Minimum reduzieren.

Ob junge Eltern, Foodies oder Beauty Fans – die Targeting-Möglichkeiten auf Facebook sind schier grenzenlos.

Neben demografischen Merkmalen, Interessen und Verhalten können Sie hier außerdem sogenannte “Custom Audiences” kreieren. Das sind Zielgruppen, die auf echten Leads (beispielsweise aus Newsletter-Anmeldungen oder Gewinnspiel-Teilnahmen) beruhen. Auf ihnen basierend können Sie wiederum sogenannte Lookalike Audiences erstellen. Diese ähneln Ihren tatsächlichen Kunden im Hinblick auf ihre demografischen Merkmale, die bei Facebook angegebenen Interessen oder das Verhalten innerhalb der Plattform.

So viel zur Praxis – aber wie setzen meine Kollegen und ich dieses Wissen nun im Agenturalltag für unsere Kunden bestmöglich ein? Welches Ad-Format ist für welchen Kunden das Beste?

Die Antwort lautet: Der Mix macht’s! Um die Brand Awareness zu fördern und stetiges Engagement auf den Facebook-Seiten unserer Kunden begünstigen, raten wir zu stetig fortlaufenden Page Like Ads sowie Page Post bzw. Video Ads. Wenn wir außerdem User auf die Website des Unternehmens aufmerksam machen wollen, setzen wir Link Post Ads ein.

Steht eine Kampagne, ein Event oder eine andere Aktion an, bewerben wir diese außerdem gezielt – im Idealfall mit extra Budget.

Wer jetzt denkt, mit dem einmaligen Implementieren einer Ad sei die Arbeit getan, der täuscht sich. Denn im Gegensatz zu anderen Werbeformaten wie Plakat- oder TV-Werbung kann man seine Anzeigen bei Facebook stetig optimieren. Wir raten unseren Kunden immer dazu, anfangs mehrere unterschiedliche Zielgruppen mit der Ad anzusprechen. So können wir im Laufe der Zeit monitoren, bei welchen Gruppen die Ad besser und bei welchem sie schlechter ankommt. Letztere können wir dann abstellen und das verbleibende Budget dann auf die vielversprechenderen Zielgruppen aufteilen.

Wie viel kostet Facebook-Marketing?

Kommen wir zur Gretchenfrage: How much is the fish? Oder aber: Wie viel Budget müssen Unternehmen für Facebook-Marketing einplanen?

Um bereits wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, empfehlen wir ein Mindestbudget von monatlich 1.800 Euro für die Vermarktung Ihres Contents und gelegentliche Aktionen. Damit können wir sowohl ein bis zwei Brand Awareness Ads schalten, als auch etwa 12 Beiträge bewerben. So erhalten Sie sich nicht nur Ihre Fanbasis, sondern investieren auch in neue.

Habe ich Sie für Facebook Advertising begeistert und Sie möchten Ihre Kollegen jetzt davon überzeugen, das Thema in Ihrem Unternehmen voranzubringen? Auf unserem Agenturblog  hat meine Kollegin Dominique Czech fünf unschlagbare Gründe für Facebook Ads für Sie zusammengestellt.