5 Fehler beim Bloggen, die Sie vermeiden sollten- So halten Sie Ihre Leser bei der Stange

5 Fehler beim Bloggen, die Sie vermeiden sollten- So halten Sie Ihre Leser bei der Stange

Meltwater
25 Oktober 2015

Wenn Sie für Ihr Unternehmen bloggen kennen Sie wahrscheinlich schon die Statistiken.

B2B Marketing Professionals, die einen Blog schreiben, generieren 67% mehr Leads. Die Wahrscheinlichkeit einen positiven ROI zu erzielen ist bei Marketing Professionals, die bloggen, 13 Mal höher. Außerdem schaffen Unternehmen, die einen Blog haben, 97% mehr Links zu ihrer Webseite.

Das wissen Sie sicherlich schon. Und Sie wissen, dass es seine Million Gründe gibt, weshalb ein Blog für Ihr Unternehmen nützlich sein kann.

Ihnen ist aber auch klar, dass Sie nicht die einzigen sind, die gerade einen spannenden Blog Post schreiben. Genau wie Sie machen das 1 Million anderer Blogger auch. (Das ist auf keinen Fall übertrieben. Auf WordPress gibt es täglich 1.5 Millionen Posts.)

Das Wissen um diesen Stand der Dinge kann teilweise ganz schöne entmutigend sein. So viel Content der Tag für Tag erscheint- wie können wir da sicherstellen, dass unser Content sich aus der Masse abhebt?

Hier möchte ich einen Blick auf die 5 größten Fehler beim Bloggen machen, die dazu führen, dass Leser aufhören zu lesen.

Fehler Nr.1: Klischees

Eine Bekannte hatte einen Modeblog. Sie hat jeden Tag ein Outfit gepostet und geschrieben, wo sie die einzelnen Teile gekauft hatte. Jedes Mal, wenn ich ihren Blog las, fiel mir eines immer wieder auf.

Der Lieblingssatz meiner Bekannten war “… und schon kann ich los!“

So wie zum Beispiel bei “Ich zieh’ mir noch kurz ‘nen Blazer über und schon kann ich los!“

Sobald mir das aufgefallen war konnte ich es nicht mehr ignorieren. Es hat mich total abgelenkt. Deshalb habe ich ihren Blog seit einem Jahr nicht mehr gelesen.

Die Tatsache, dass die meisten Blogger keine professionellen Autoren oder Journalisten sind ist genau das, was die Leser fasziniert. Das bedeutet aber auch, dass wir dazu neigen, zu langweiligen literarischen Kunstgriffen zu greifen, zum Beispiel zu Klischees. Besonders zu Klischees.

Hier ein paar Beispiele von Klischee-Sätzen, die immer wieder von Bloggern verwendet werden:

  • Eine Frage der Zeit
  • Ende gut, alles gut
  • Die Zeichen der Zeit erkennen
  • Auf Regen folgt Sonnenschein
  • Zwischen den Zeilen lesen
  • Die Ruhe vor dem Sturm
  • Zu guter Letzt

Versuchen Sie, solche klischeehaften Sätze zu vermeiden (glauben Sie mir, ich weiß, wie schwierig das ist). Das macht Ihren Content einzigartig und verbindlich. Die Phrasen hier sind nur eine kleine Auswahl (eine detailliertere Liste finden Sie hier), aber wenn Sie es schaffen, diese nicht in Ihren Blog Posts zu verwenden ist das bereits ein guter Anfang.

Fehler Nr. 2: Schlechte Bilder im Header

Viele Blogger verwenden eine Menge Zeit darauf, Konzepte zu entwerfen, zu recherchieren, Artikel zu schreiben und Korrektur zu lesen und fügen dem Artikel dann ein ganz fürchterliches Bild bei. Ich finde das erschütternd. Das ist wie den ganzen Tag in der Küche zu stehen und etwas Tolles kochen um dann von einem Plastikteller zu essen. Warum sollte man sich nicht die Mühe machen, etwas woran man so lange und hart gearbeitet hat auch schön zu präsentieren?

Ein gutes Bild (bzw. Header Image) ist eines, das wir nicht schon 1000 Mal überall gesehen haben.

Sie wissen schon, welche Bilder ich meine. So etwas wie ein Stapel Münzen aus dem eine Pflanze sprießt für einen Artikel, in dem es um Investment geht. Oder ein goldenes Ei im Nest für einen Blog Post zum Thema Rente. Oder auch ein Foto von zwei Männern im Anzug, die sich die Hände schütteln zu einem Artikel in dem es um Business geht.

Nehmen Sie sich die Zeit um schöne, individuelle Bilder für Ihre Posts zu finden. Das bedeutete vielleicht auch, etwas esoterisch Angehauchtes zu wählen. PixabayMorguefile und Death to Stock sind gute Quellen.

Je nachdem auf welchem Blog Sie Ihre Artikel veröffentlichten müssen Sie die Überschrift des Posts möglicherweise über das gewünschte Foto legen. Dafür brauchen Sie eine Fotobearbeitungssoftware. Photoshop ist da natürlich die Königsklasse aber auch kostenlose Tools wie Pixlr und Fotor reichen dafür absolut aus. Denken Sie an Folgendes:

  1. Damit die Überschrift Ihre Posts nicht abgeschnitten wird ist es wichtig, dass Sie wissen, welche Maße das Header Image haben soll.
  2. Treffen Sie eine weise Entscheidung bei der Wahl der Schriftart. Eine klassische Schriftart kommt immer gut an. (ich nehme meistens sans-serif)

Fehler Nr. 3: Schamlose Eigenwerbung

Ein unweigerlicher Fakt des Lebens ist, dass die meisten Menschen es hassen, wenn versucht wird, Ihnen etwas zu verkaufen. Ich zum Beispiel mache deshalb einen großen Bogen um die Leute in Einkaufszentren, die mir Kreditkarten andrehen möchten.

Blogs sind eine gute Möglichkeit, sich als Experte in einem bestimmten Feld positionieren und Ihre Marke aufzubauen. Blogs sind aber auf keinen Fall ein Vertriebstool oder Vertriebskanal. Wenn Ihr Blog Post nur wenig mehr ist als eine Produktanzeige oder Werbung für Ihre Leistungen ist Ihr Blog eine reine Zeitverschwendung und nicht interessant für Leser.

Die meisten Blogger schreiben Artikel zu einem bestimmten Thema oder einer Problemstellung und erklären dann, wie mit Hilfe ihrer Produkte oder Leistungen dieses Problem gelöst werden kann. So funktionieren übrigens auch Infomercials.

Stellen Sie Ihren Lesern Mehrwert zur Verfügung, versuchen Sie nicht, in Ihren Posts schamlos zu verkaufen.

Fehler Nr.4: Fehlerhafte Grammatik, schlechte Rechtschreibung und Zeichensetzung

Wie vorhin schon kurz gesagt sind nur die wenigsten Blogger professionelle Autoren. Das heißt auch, dass solche Dinge wie Grammatik und Rechtschreibung einfach unter den Tisch fallen. Dabei muss man die Sprache nicht studiert haben, um grammatikalisch korrekt zu schreiben. Es geht lediglich darum, die häufigsten Rechtschreibfehler zu vermeiden.

Fehler Nr.5: Schreiben, was Sie gerne lesen möchten, nicht was Ihre Leser interessiert

Manchmal kann es eine große Herausforderung sein, neue Themen für Ihre Blog Posts zu finden. Wenn Sie schon längere Zeit bloggen haben Sie wahrscheinlich bereits zu all denen Themen Posts geschrieben, in denen Sie sich gut auskennen. Dann brauchen Sie neue Ideen.

Wenn das passiert ist es das Leichteste, sich zu überlegen, welchen Content man selbst gerne lesen würde. Sie sind aber nicht der Leser Ihres Blogs. Und genau das gilt es zu beachten: Sie schreiben für Ihre Leser, nicht für sich selbst.

Nehmen wir zum Beispiel einen der Blogs, für den ich häufiger schreibe. Das Ziel dieses Blogs ist es, Manager aus dem Einzelhandel und der Hotellerie zu erreichen. In den meisten Artikeln geht es deshalb um Zufriedenheit am Arbeitsplatz, Motivation, Vertrieb oder Personalkosten. Manchmal, wenn mir nichts einfällt worüber ich schreiben könnte, schreibe ich über etwas, das ich spannend finde, zum Beispiel Digital Marketing, Bloggen oder Mindy Kaling.

Deshalb kommen die Leser aber nicht auf den Blog und es erfüllt vor allem nicht den Sinn und Zweck des Blogs. Klar macht es Spaß, Content zu schreiben, der mich selbst interessiert, aber es ist in manchen Fällen einfach sinnlos und in anderen Fällen einfach verstörend.

Achten Sie darauf, Ihr Publikum zu unterhalten und Ihre Kernbotschaft zu vermitteln.

 

This article was written by Kimberley Schollick from Business2Community and was legally licensed through the NewsCred publisher network.